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Medien und Familie

Das ist erst der Anfang! Ab jetzt veröffentlichen wir an dieser Stelle sämtliche Inhalte des monatlichen Newsletters sowie weitere Materialien und Anregungen rund um den Themenbereich "Medien und Familie". Es lohnt sich also, regelmäßig vorbeizuschauen.

Eine Vorlesereihe mit Vorlese-Apps

Geschichten erzählt bekommen und sich dabei die Bilder in den Büchern angucken ist für viele Kinder ein riesiger Spaß, besonders wenn die Eltern dabei ihre Stimme verstellen oder lustige Geräusche machen. Binden Sie die Eltern Ihrer Gruppe doch mit ein und veranstalten Sie eine kleine Vorlesereihe. Die Idee: Einmal in der Woche kommt ein Elternteil in den Kindergarten und liest den Kindern Ihrer Gruppe Geschichten via Tablet vor. Damit alle Kinder den Vorlese-Apps folgen können, bietet es sich an, das Tablet mit einem Beamer zu verbinden und so die Seiten auf einer Leinwand/weißen Wand zu projizieren. Damit haben alle Kinder die Möglichkeit teilzunehmen und das Vorlesen wird zu einem gemeinsamen Erlebnis in der Gruppe. Dadurch werden Interaktion und Austausch untereinander angeregt.

Mit einem Aushang können Sie die Eltern auf die Vorlesereihe aufmerksam machen und ihnen eine Möglichkeit geben, sich für freie Termine einzutragen.
Ideen und Anregungen für die Nutzung von Vorlese-Apps finden Sie auf verschiedenen Internetseiten der Stiftung Lesen:


Achten Sie bei der Auswahl von Apps auf folgende Punkte:

  • passende Altersangabe
  • keine Werbung / keine In-App-Käufe
  • intuitive und einfache Bedienung
  • Apps mit sinnvollen Interaktionen, die passend zur Geschichte sind (wie z.B. Welches Geräusch macht ein Frosch?)
  • für Kinder interessante Themen

 
Anregungen zum Vorlesen

  • Schaffen Sie eine schöne Leseatmosphäre im Raum.
  • Starten Sie mit einem Ritual, um die Lesestunde einzuleiten, z.B. mit der Einstiegsmusik, die manche Apps vorgeben.
  • Passen Sie Ihre Stimme an die Dramatik der Geschichte an.
  • Binden Sie die Kinder beim Vorlesen mit ein, so dass die Kinder abwechselnd die Interaktion der Apps nutzen und bedienen können.
  • Lassen Sie Fragen und wie beim Puppentheater Reaktionen der Kinder zu.
  • Nehmen Sie in der Geschichte Bezug auf die Themen der Kinder und nutzen Sie die Kommunikationsangebote aus der App.
  • Stellen Sie selbst Fragen: Wie kann die Geschichte weitergehen?
  • Spiele zur Geschichte eher als Abschluss gemeinsam mit den Kindern spielen, da diese den Lesefluss stören können.

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Wie viel Medien sind gesund?

Der Kleinste möchte Fernsehen und die große Schwester möchte am Tablet spielen. Für viele Eltern stellt sich irgendwann die Frage, ob und wie viele Medien für Kinder  gesund sind.
Um das richtige Maß für die eigene Familie herauszufinden, können sich Eltern zunächst überlegen, wie viel Mediennutzung sie selbst befürworten und ob sie die aktuelle kindliche Mediennutzung zuhause gutheißen.

Als Anregung können Sie den Eltern Ihrer Gruppe unseren Reflexionsbogen „Kinder + Medien: Ein Reflexionsbogen für Eltern“ anbieten. Des Weiteren können Sie einen Flyer mit nützlichen Internetseiten erstellen, den Sie den Eltern zur Verfügung stellen.

Ideen und Anregungen:
Auf den folgenden Internetseiten können sich Eltern über die Mediennutzung von Kindern sowie ihre Chancen und Risiken informieren und sich Tipps und Anregungen holen, wie viel Mediennutzung für Kinder gesund ist, wie die Mediennutzung im Elternhaus begleitet werden kann und welche Rolle Eltern bei der Mediennutzung ihrer Kinder einnehmen sollten/ können.
Eltern als Vorbilder: Schau-Hin.info
Medien und Kleinkinder: Schau-Hin.info
Kostenfreie Elternabende buchen: ElternundMedien.de
Mediennutzung: Kindergesundheit-info.de
Jüngere Kinder im Netz: Klicksafe.de
Vertrag zwischen Kindern und Eltern zur Mediennutzung: Mediennutzungsvertrag.de

Oder kommen Sie mit den Eltern ins Gespräch und nutzen Sie z.B. unsere Vorlage "Medien bei uns zu Hause", um einen Einstieg zu gestalten.

Ein Besuch bei den Eltern – heute bei der Arbeit

Ob zur Polizeiwache, in eine Schule oder in ein Restaurant:  Auf Ausflügen erhalten Kinder die Gelegenheit Neues zu entdecken. Wie wäre es dann mal mit einem Ausflug zu einer spannenden Arbeitsstelle oder zum Arbeitsplatz der Eltern? Nutzen Sie unterschiedliche Medien, um den Ausflug zu dokumentieren.
Lassen Sie die Kinder Geräusche aufnehmen oder lassen Sie sie die arbeitenden Personen kurz interviewen. Mit der Fotokamera können die Kinder den Arbeitsplatz oder einzelne Arbeitsschritte dokumentieren.


Variante A:
 Vielleicht ist ein Elternteil Pilot und fliegt in schwindelerregenden Höhen oder arbeitet als Reporterin beim Fernsehen?

Mit einem Aushang können Sie die Eltern Ihrer Gruppe informieren und um Unterstützung bitten. Finden Sie einen gemeinsamen Termin, an dem Ihre Gruppe den Arbeitsplatz besuchen kann und planen Sie mit den Kindern vorab eine kleine Reportage dazu. Nutzen Sie hierfür unsere Materialien „Kinderreporter unterwegs“ und „Das perfekte Interview“. Mit Audiogerät, Digital- oder Videokamera können die Kinder ihre Erlebnisse und Erfahrungen dokumentieren und festhalten. 


Variante B: Falls kein gemeinsamer Termin mit einem Elternteil gefunden werden kann, können Sie, auch unabhängig von den Eltern, einen Ausflug zu einer spannenden Arbeitsstelle planen und vor Ort eine kleine Reportage durchführen. Überlegen Sie gemeinsam mit den Kindern, was sie sich ansehen möchten und fragen Sie bei den Unternehmen nach.Mittlerweile bieten eine Reihe von Unternehmen und Einrichtungen bereits Führungen für Kindergartengruppen und Schulen an. Achten Sie darauf, dass sich die Unternehmen in der Nähe des Kindergartens befinden. Dadurch entfällt ein langer Anreiseweg und Ihre Gruppe hat genug Zeit, um vor Ort alles zu erkunden und mit Audio- und Videogeräten festzuhalten.

Das digitale Kinderzimmer
Wimmelbild Kinderzimmer

Mit internetfähigem Spielzeug ist die Möglichkeit gegeben, Informationen zu speichern und sie  an das Smartphone oder die E-Mailadresse der Eltern weiter zu leiten. Durch Kameras oder Sensoren können Eltern unter anderem die Gesundheit ihres Kindes kontrollieren oder das Verhalten der Kleinen, sei es das Spielverhalten im Kinderzimmer oder die Nutzung des Töpfchens, beobachten. Die Fülle an Informationen und die Möglichkeit das eigene Kind fortlaufend beobachten zu können, vermittelt Eltern ein Gefühl von Sicherheit. Und: Die Daten bleiben nicht bei den Eltern, sondern sind auch für Dritte wie den Produzenten verfügbar. Sind diese Geräte also wirklich eine Bereicherung für Familien oder bergen sie eher Gefahren und Risiken? Bearbeiten Sie dieses Thema gemeinsam mit den Eltern im Rahmen einer Veranstaltung und nutzen Sie unser Material „Mein Kinderzimmer“, um mit den Eltern ins Gespräch zu kommen.

Das Wimmelbild

Nehmen Sie das Wimmelbild als Grundlage, um mit den Eltern ins Gespräch zu kommen.
Folgende digitale Spielzeuge sind u.a. auf dem Bild abgebildet:

  • Fernseher mit Spielkonsole
  • Eisenbahn gesteuert durch eine App auf dem Tablet
  • LKW mit Fernsteuerung
  • Smartes Puppenhaus (verbunden mit Internet, mit Sprachsteuerung können die Kinder mit dem Haus interagieren und z.B. das Licht ein- und ausschalten)
  • Hörspielbox-Würfel mit passenden Figuren zu den einzelnen Hörspielen
  • Videokamera mit Mikrofon
  • CD-Player
  • Babyfon (mit Webcam)
  • Elektrisches Mobile mit Musik- und Rotationsfunktion
  • iPotty mit Tablet (die Kinder sollen spielerisch mittels APP an das Töpfchen gewöhnt werden)
  • selbstprogrammierbarer Spielroboter
  • Computer
  • TipToi-Stift mit passenden Büchern
  • Kindercomputer
  • Teddy mit Überwachungsfunktion (hat eine Kamera in den Augen und ein Mikrofon in der Nase versteckt und verfügt über eine Internetverbindung. Die Eltern sehen z.B. auf dem Tablet, was im Kinderzimmer passiert.)

Folgende Fragen bieten sich an, um mit den Eltern ins Gespräch zu kommen:

  • Was sehen Sie auf dem Bild?
  • Was davon kennen Sie von zu Hause?
  • Was kennen Sie nicht bzw. was können Sie nicht benennen?
  • Welche digitalen Geräte haben Sie selbst zur Kontrolle der Kinder eingesetzt / welche setzen Sie noch ein?
  • Welche Vorteile sehen Sie darin?
  • Welche Risiken sehen Sie?
  • Wer hat Zugriff auf die Daten des digitalen Spielzeugs oder der Kameras etc.?
  • Wie gehen Sie mit Ihren eigenen Daten im Internet um?

Zum Hintergrund

Bei einer Reihe digitaler Spielzeuge wird nicht nur nach persönlichen Daten der Eltern, beispielsweise der E-Mailadresse oder den Kontodaten, gefragt; für die Nutzung der Geräte werden auch Informationen über das betreffende Kind wie zumBeispiel das Aussehen oder die Lieblingsfarbe benötigt. Tracker-Apps, mit denen Eltern die Bewegung des Kindes via GPS verfolgen können, speichern aktuelle Positionen; sprechende Barbiepuppen kommunizieren via Internetsteuerung mit den Kleinsten. Da die Geräte vermehrt eine Reihe von Sicherheitslücken aufweisen und Hacker sich einen Zugang zu den gespeicherten Informationen verschaffen könnten, ist es umso wichtiger, Eltern über die neuen Technologien aufzuklären und sich mit ihnen auszutauschen.

Tipps für den Kauf / die Nutzung digitaler Angebote

Inhalt:

  • Achten Sie auf kind- und altersgerechte Inhalte.
  • Kindgerechte Angebote sind im besten Fall werbefrei.
  • Digitale Spiele sollten zeitlich begrenzte und abschließbare Spieleinheiten aufweisen.
  • Spiele-Apps sollten über die Möglichkeit verfügen, die zeitliche Nutzung einzustellen.
  • Dargestellte Figuren sollten keine Rollenklischees vermitteln, sondern kindgerechte Vorbilder und Themen bieten.

Geschäftsbedingungen:

  • Achten Sie darauf, welche Daten gesammelt werden und wofür sie von dem Anbieter genutzt werden (werden sie gespeichert, ausgewertet oder an Dritte weitergegeben?).
  • Die Art der Datenverwendung sowie -speicherung sollte von dem Anbieter transparent und erkennbar dargestellt und beschrieben werden.
  • Anbieter sollten sich an geltendes Recht halten. Achten Sie darauf, dass dies von Land zu Land variiert.
  • Voreingestellte Passwörter sollten individuell verändert werden können.
  • Geräte mit Sprachfunktionen sollten mit einem Passwort versehen sein.

Reflexion der eigenen und der familiären Mediennutzung

Nutzen Sie hierfür auch unsere Materialien „Kinder und Medien: Ein Reflexionsbogen für die Eltern“, „Tipps für den Umgang mit Medien in der Familie“ sowie unsere „Tipps für den Kauf/ die Nutzung digitaler Angebote“ (s.o.).

Sie können die Informationen und Materialien gemeinsam mit den Eltern auf einem Informationsabend zum Thema „Digitale Medien im Kinderzimmer“ besprechen oder den Eltern in Form einer kleinen Broschüre bereitstellen.

Mit Mal-Apps kreativ gestalten

Kinder malen gern. Sie probieren Farben und Formen aus, um ihre Ideen und Vorstellungen zu verwirklichen.
Malen fördert dabei nicht nur die kreative  Entwicklung des Kindes, sondern gleichzeitig die Geduld und Feinmotorik, das Selbstbewusstsein und die Konzentrationsfähigkeit.

Neben klassischen Malutensilien, wie Buntstift und Papier, gibt es eine Reihe von Mal-Apps mit denen Kinder gemeinsam mit ihren Eltern kreativ tätig werden und ihrer Phantasie freien Lauf lassen können. Wir stellen Ihnen vier Apps vor, mit denen sich Kinder und ihre Eltern auf eine bunte Reise voller künstlerischer Möglichkeiten begeben können.

Drawing Pad (für Android und Apple, kostenpflichtig: 1,52 €)
Bei dieser App können die Kinder zwischen verschiedenen Hintergrundfarben, unterschiedlichen Malwerkzeugen sowie Stickern wählen. Für das jeweilige Farbwerkzeug steht den Kindern eine Reihe von Farben zur Verfügung. Die fertigen Bilder können dann gespeichert und verschickt werden.
 
Nick Jr. Malen & Spielen (für Apple, kostenpflichtig: 4,99 €)
Mit dieser Mal-App erhalten Kinder eine Reihe von Auswahl- und Gestaltungsmöglichkeiten. Von Pinseln und verschiedenen Stiften über Spraydosen und unterschiedlichen Hintergründen bis hin zu Motiven für Collagen und vielem mehr. Bei dieser App können die Bilder ebenfalls gespeichert und verschickt werden.
 
Kids Paint (kostenlos für Android und Apple)
Kinder können auf schwarzem Hintergrund mit leuchtenden Farben malen. Die Bilder können nicht gespeichert oder verschickt werden.
 
Art Rage Oil Painter (kostenlos für Android und Apple)
Bei dieser App können die Kinder zwischen verschiedenen Pinselarten wählen und auf einem weißen Hintergrund mit einer Vielzahl unterschiedlicher Farben malen. Die Bilder können gespeichert und verschickt werden. Eine größere Auswahl an Möglichkeiten bietet die kostenpflichtige App ArtRage (erhältlich für Android und Apple; 5,49 €).

Es regnet, es regnet... doch was zieh ich an?
Wie wird das Wetter?

Ob Sonnenschein, Graupelschauer oder Schneeflocken – zu jedem Wetter gibt es die passende Kleidung. Regen Sie die Eltern Ihrer Gruppe doch zu einem kleinen Fotoprojekt an: Hierbei setzen sich die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern spielerisch mit dem Thema Wetter auseinander. In einem Gespräch können die Eltern mit ihren Kindern zunächst besprechen, welche Kleidung bei welchem Wetter sinnvoll ist. Im Anschluss ziehen die Kinder dann die passende Kleidung für das jeweilige Wetter an und werden von ihren Eltern fotografiert. Die fertigen Bilder können dann auf ein Schaubild aufgeklebt werden. Hierfür können die Eltern unserer Material „Wetter-Kleidung“ nutzen. Mit einem Wetter-Fotoprojekt setzen sich die Kinder nicht nur mit verschiedenen Wetterarten auseinander, sondern lernen gleichzeitig sich vor wetterbedingten Einflüssen, wie Kälte, Sonne oder Wind, zu schützen.

Anregungen zu Fotoprojekten in der Natur gibt unser Newsletter „Der Natur auf der Spur – Kreativ mit Kamers und Co.“

Tipp: Die Eltern können auch gemeinsam mit ihren Kindern eine Wetter-App nutzen und sich die Wettervorhersage für den nächsten Tag ansehen (oder auch im Fernsehen oder Radio den Wetterbericht verfolgen). Der Pfeil in unserem Material „Wetter-Kleidung“ kann dann auf die passende Kleidung gestellt werden. So können die Kinder sehen, welche Kleidung sie für den nächsten Tag benötigen.

Ebenso bietet es sich an, sich gemeinsam interaktive Bilderbuch-Apps zum Thema anzuschauen oder gemeinsam zu singen, z.B. Kinderlieder zum Frühling unter alleswirdgruen.net.

Gemeinsam die Umgebung sehend wahrnehmen und entdecken

Viele Familien nutzen häufig mit dem Smartphone aufgenommene Fotos zur Dokumentation des Familienlebens. Regen Sie die Eltern an, Fotografie, ähnlich wie in der Kita, zur Erforschung und gezielten Wahrnehmung der Umgebung zu nutzen. Eine Fotosafari eignet sich auch für Eltern-Kind-Projekte. Statten Sie Familien mit verschiedenen Foto-Aufträgen aus, die dokumentierten Funde können dann zu einer Ausstellung in der Kita zusammengestellt werden. Auch hier lässt sich Ungewöhnliches in normalen Gegenständen entdecken und fotografieren. Regen Sie die Eltern an mit den Kindern Geschichten zu den Bildern zu entwickeln und die Fotos  weiter zu gestalten, sei es als digitale Collage oder mit „echten“ Materialien, die dem ausgedruckten Bild hinzugefügt werden. Was passiert, wenn das Wolken-Nilpferd das Steckdosen-Gesicht trifft?

Folgendes Material zum Thema Fotografie können Sie den Eltern vom MekoKitaService mitgeben.

Meine Familie und ich – unser Familienalbum

Ob Mama, Papa, Bruder, Oma oder Tante – die Familie ist für Kinder das Größte. Welche Rolle die einzelnen Familienmitglieder bei den Kindern einnehmen, ist von Kind zu Kind jedoch verschieden. Manche Familienmitglieder wohnen weiter weg, andere sind regelmäßig zu Besuch, mit wem kann man am besten spielen, wer kann toll vorlesen, Witze erzählen oder Kuchen backen? Regen Sie die Eltern doch zu einem selbstgemachten Fotobuch an, in dem die Kinder ihre Familienmitglieder, die gemeinsamen Lieblingsbeschäftigungen und ihre ganz persönlichen Lieblingsorte zuhause fotografisch vorstellen können. Das Album können die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern individuell und frei gestalten. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Sprechen Sie bei dieser Anregung mit den Eltern darüber, wie sie mit Kinder- und Familienfotos im digitalen Raum umgehen. Welche Vorteile hat ein Album mit selbst eingeklebten Fotos oder ein digital gestaltetes Fotobuch gegenüber geposteten Bildern?

Medienerziehung zuhause und in der Kita 

Kinder sind im Alltag mit vielen Medien umgeben. Das Radio läuft im Auto und zum Einschlafen wird das Lieblingshörbuch angeschaltet. Schon früh lernen Kinder vielfältige Medien kennen und probieren sie aus. Die Nutzung von Medien im Alltag der Kinder stellt Eltern vor neue Herausforderungen und macht Medienerziehung notwendig.
Welche Medien sind eigentlich für mein Kind geeignet? Ist es ok, wenn mein Kind auch mal fernsieht? Wie verhalte ich mich, wenn mein Kind einen Film gruselig findet oder den Inhalt nicht versteht? Welche Regeln muss ich für mein Kind aufstellen und was bedeutet eigentlich Medienerziehung in der Kita? Das sind eine Reihe von Fragen, zu denen Eltern die nötigen Informationen und Hilfestellungen benötigen. Kita kann und sollte hier eine Verbindung herstellen, mit Informationen zur Medienerziehung weiterhelfen, einzelne Fragestellungen auch zu Risiken des Medienumgangs in die generelle (Einzel-) Beratung einbeziehen. Genauso wichtig ist es, Eltern über die Chancen und Möglichkeiten von Medien aufzuklären und die Notwendigkeit und Ziele von Medienprojekten in Ihrer Kita zu vermitteln. Wie sich Medienprojekte mit Bildungsbereichen zur frühkindlichen Bildung verbinden lassen, zeigt das Material "MekoKitaService - Anregungen und Materialien zu frühkindlicher Medienbildung in Kita und Grundschule".


CD-Player, Fernsehen, mobile Medien – Der Elternabend wird zum Themenabend

Gestalten Sie einen Abend rund um das Thema „Kinder und Medien“ z.B. mit  Unterstützung der Initiative Eltern+Medien der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen und laden Sie die Eltern dazu ein. In einem gemeinsamen Gespräch können Sie der Mediennutzung zuhause auf den Grund gehen und einen Austausch unter den Eltern ermöglichen. Dabei können die Eltern über ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse berichten und sich gleichzeitig Tipps und Ideen von anderen Eltern holen.
 
Anregungen und Ideen:

  • Welche Medien werden von Ihren Kindern zuhause genutzt?
  • Welches Medium nutzt Ihr Kind am liebsten?
  • Wie nutzen Sie in der Familie Smartphone und Social Media?
  • Welche Regeln gibt es?
  • Treten Konflikte oder Probleme dabei auf?
  • Wie gehen Sie mit diesen um?
  • u.v.m.

Neben dem gemeinsamen Austausch über die Erfahrungen mit den Medien zuhause, können Sie den Themenabend dazu nutzen, Eltern über das Angebot von verschiedenen Internetseiten und Medienratgebern zu informieren. Die gesammelten Informationen können Sie den Eltern auf einem Informationsblatt mitgeben. So können sich die Eltern jederzeit über aktuelle Themen erkundigen und Ideen und Anregungen nachlesen.
 
Mögliche Internetseiten für das Informationsblatt:
 
FLIMMO
Mit dem Programmratgeber können sich Eltern über aktuelle TV-Sendungen informieren und Einzelbewertungen nachlesen.

SCHAU HIN was dein Kind mit Medien macht
Der Medienratgeber für Familien informiert über aktuelle Themen rund um das Thema Medien und Kinder und liefert Eltern Ideen und Tipps, wie sie ihre Kinder in einem sinnvollen Umgang mit Medien begleiten und unterstützen können.
                                                                                 
Auditorix. Hören mit Qualität
Anregungen rund ums Hören, Hörspiele für Kinder, Geräuschedatenbank und Informationen für pädagogische Fachkräfte und Eltern
 
Der Mediennutzungsvertrag
Ein Angebot von klicksafe und Internet-ABC zur Unterstützung von Familien, um Regeln zur Mediennutzung aufzustellen.
 
Spieleratgeber-NRW
Der Spieleratgeber bewertet Computer-, Konsolenspiele und Apps, formuliert eine Alterseinschätzung und liefert Informationen zu den einzelnen Spielen.

Internet-ABC
Ein Internetangebot für (Grundschul-) Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte u.a. zur Internet-Nutzung und zum Jugendschutz.

Medienerziehung in der Kita  Eltern in medienpädagogische Projekte einbinden
Nehmen Sie den Themenabend zum Anlass und informieren Sie die Eltern auch über die Ideen und Ziele, die mit dem Einsatz von Medien in der Kita umgesetzt und erreicht werden sollen. Zeigen Sie den Eltern anhand von Beispielen und Ergebnissen vergangener Medienprojekte, wie Medien in der Kita zum Einsatz kommen können. Dadurch können die Eltern einen Einblick in die Medienarbeit der Kita gewinnen und die kreative spielerische Methodik nachvollziehen. Manche Eltern lehnen (digitale) Medien in der Kita ab, weil sie damit verbinden, dass Kinder dort auch medial konsumieren. Es gilt, mit allen Eltern zu besprechen, dass aktive Medienpädagogik in der Kita vielmehr dazu beitragen soll, sich Medien kreativ und kritikfördernd anzueignen, auch um allen Kindern ähnliche Chancen zu bieten.

Laden Sie die Eltern dazu ein, an den medienpädagogischen Projekten teilzunehmen. Vielleicht gibt es unter ihnen Hobbyfotograf*innen oder interessierte Filmemacher*innen. Binden Sie die Eltern in die Planung und Durchführung der Projekte mit ein. So können die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern auf eine mediale Entdeckungsreise gehen und den Umgang mit Medien spielerisch erforschen.

Kino als Familienevent

In der Stadt hängen Werbeplakate, im Supermarkt finden sich Regale mit Stickern, Kuscheltieren und Süßigkeiten der Leinwandhelden   – ein neuer Kinderfilm läuft in den Kinos an. Vielleicht eine Idee für das kommende Wochenende? Ein Kinobesuch mit der ganzen Familie ist ein spannendes Erlebnis für Groß und Klein. Doch welche Filme sind für die Kleinen geeignet? Wann kann mein Kind das erste Mal ins Kino? Woher weiß ich, ob ein Film gruselig ist oder ein Happy End hat? Mit all diesen Fragen beschäftigen sich Eltern, wenn es um das Thema Kino geht. Auf einem Elternabend können Sie die Fragen der Eltern aufgreifen und gemeinsam darüber sprechen. Im Anschluss können Sie ein Informationsblatt mit wichtigen Fragen, Anregungen, Tipps und hilfreichen Internetseiten herausgeben. 

Anregungen und Tipps für den ersten Kinobesuch

Welches Alter ist das Richtige?

Das empfohlene Alter für den ersten Kinobesuch liegt bei ca. 4 Jahren. Jüngeren Kindern fällt es meist schwer, für einen Zeitraum von ca. 60-90 Minuten sitzen zu bleiben und der Filmhandlung zu folgen.

Wie kann ich mein Kind auf einen Kinobesuch vorbereiten?

Die Atmosphäre im Kinosaal ist etwas ganz anderes als zuhause vor dem Fernseher: Eine riesengroße Leinwand, laute Musik und ein dunkler Kinosaal können die Kleinen faszinieren, sie aber auch etwas überfordern. Auch fehlt im Kino die Fernbedienung mit der man die Lautstärke regulieren, den Film stoppen oder vorspulen kann. Da fällt das Wegschauen nicht immer leicht. Wie Eltern in einer solchen Situation reagieren sollten, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Sie sollten ihren Kindern aber deutlich machen, dass sie den Kinosaal jederzeit verlassen können. Vielleicht fühlt sich das Kind auch wohler, wenn es bei Mama oder Papa auf dem Schoss sitzen kann.

In einem gemeinsamen Gespräch können Eltern ihre Kinder vorab auf den Kinobesuch vorbereiten. Sie können den Kindern Fotos von einem Kinosaal zeigen, über die Atmosphäre sprechen und sich gemeinsam den Trailer zum Film ansehen. Dadurch gewinnt das Kind eine erste Vorstellung von einem Besuch im Kino und kann eine Vorfreude auf den anstehenden Film entwickeln.

Wie wähle ich den richtigen Film aus?

Der Film sollte mit der Altersfreigabe ab 0 Jahren gekennzeichnet sein und eine Dauer von ca. 60 bis maximal 90 Minuten haben. Vor dem Kinobesuch sollten sich Eltern mit dem Filminhalt auseinandersetzen. Erste Einblicke in den Film können Eltern durch den Trailer sowie die Inhaltsangabe im Kinoprogramm erhalten. Filme für Kinder dieses Alters sind häufig in einzelne kurze Geschichten/Szenen aufgeteilt, mit einer größeren Rahmenhandlung. Dieses entspricht der Wahrnehmung vieler jüngerer Kinder, die noch nicht den gesamten Handlungsstrang erfassen, aber mit einzelnen Szenen viel anzufangen wissen.

Es sollte darauf geachtet werden, dass der Film eine einfache Handlung hat und keine zu schnellen und hektischen Schnitte enthält. Dadurch fällt es Kindern leichter dem Film zu folgen und die Bilder zu verarbeiten. Hilfreiche Informationen sowie Altersempfehlungen lassen sich auf einer Reihe von Internetseiten nachlesen.

Was muss ich bei der Auswahl des Kinos beachten?

Für den ersten Kinobesuch sind besonders kleinere Kinos geeignet. Auch sollte auf eine geeignete Uhrzeit geachtet werden. Viele Kinos bieten mittlerweile sogenannte Kinderkinos an. Dort werden die Filme vormittags bzw. am frühen Nachmittag gezeigt, die Leinwände sind kleiner und die Lautstärke ist leiser reguliert als in einem großen Kinokomplex.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Ein Kinobesuch kann teuer werden. Neben den Eintrittspreisen fallen meist noch Kosten für Popcorn, Süßigkeiten und Getränke an. Eltern können einen Teil der Kosten einsparen, in dem sie ihren Kinobesuch auf einen Kinotag legen, an dem die Eintrittspreise geringer sind. Manche Kinos bieten auch Gruppen- und Familienpreise an.

Im Kino angekommen

Es ist empfehlenswert etwas früher im Kino anzukommen, damit keine Hektik aufkommt. Es bietet sich auch an eine Sitzschale mitzunehmen, sodass das Kind nicht im Kinositz versinkt und die Leinwand besser sehen kann. Sitzschalen können in manchen Kinos ausgeliehen werden. Dies können Eltern vorher telefonisch abklären. Bei der Wahl der Plätze sollte darauf geachtet werden, dass sie eher am Rand gelegen sind. So können Eltern mit ihren Kindern den Kinosaal schneller und ohne viel Aufmerksamkeit verlassen, falls der Film zu aufregend ist oder eine Toilettenpause ansteht.

Nach dem Kinobesuch

Um das Gesehene zu verarbeiten, ist es für Kinder hilfreich im Anschluss über den Film zu sprechen.

Anregungen:

  • Was hat dir besonders gut gefallen?
  • Wer war deine Lieblingsfigur?
  • Wie hat dir das Kino gefallen?
  • u.v.m.


Die Eltern können auch gemeinsam mit ihren Kindern einzelne Szenen zuhause nachstellen, indem sie Buden/Höhlen bauen, sich verkleiden oder die Lieder nachsingen.

Auf der Suche nach einem Plattenspieler

Medien werden stetig weiter entwickelt - Fotos und Videos können heute mit einer Digitalkamera aufgenommen werden, Kassetten wurden durch CDs und bald schon durch Audiodateien ersetzt und beim Telefonieren über das Internet kann man Oma und Opa sogar auf dem Bildschirm sehen. Doch welche Medien hat es früher schon gegeben? Wie haben Leute Musik gehört oder miteinander telefoniert? Mit einer kleinen Suche nach Medien aus der Vergangenheit können die Kinder gemeinsam mit ihrer Familie auf Entdeckungsreise gehen. Vielleicht gibt es zuhause oder bei Bekannten und Verwandten noch einen alten Kassettenrekorder, Plattenspieler, eine alte Spielkonsole oder einen Diaprojektor, mit dem beispielsweise alte Familienbilder gezeigt werden können? Lassen Sie die Kinder von ihren Familienerfahrungen in der Kita berichten, vielleicht kann auch das eine oder andere Gerät mitgebracht werden…

Laden Sie doch die Familien ein und gestalten Sie gemeinsam einen Nachmittag, an dem die alten Geräte von den Eltern bzw. Großeltern vorgestellt und vielleicht sogar ausprobiert werden können. Dabei kann eine spannende Diashow mit alten Fotos, eine Tipprunde auf der Schreibmaschine oder eine Reise durch die Musik von damals entstehen. Vielleicht gibt es ja auch Medien oder mediale Funktionen, welche die Kinder wiederum den älteren Erwachsenen vorstellen können.

Anregung: In diesem YouTube-Video zu einem Lehrbuch kommentieren Kinder ältere Medien.

Mit Lern-Apps spielerisch recyceln lernen

Mit dem benutzen Taschentuch geht es ab zum Mülleimer. Der Deckel wird hochgeklappt... aber was nun? Zwei Mülltüten? Wo kommt denn nur das Taschentuch rein? Nicht nur in der Kita, sondern auch zu Hause will „Mülltrennen“ gelernt sein.
Mit spannenden Lern-Apps können sich Kinder gemeinsam mit ihren Eltern in spielerischer Weise mit dem Thema „Mülltrennung und Recycling“ auseinandersetzen. Wir stellen Ihnen drei Apps vor, die das Thema Recycling in unterschiedlicher Weise aufgreifen und von Eltern genutzt werden können, um mit ihren Kindern den richtigen Umgang mit Abfällen zu üben.

„Recycling Master“ (ab 4 Jahre)
Die App „Recycling Master“ (kostenlos für Android und iOS erhältlich) ist wie folgt aufgebaut: Auf drei Fließbändern rollen verschiedene Gegenstände auf die Spieler zu. Unterhalb der Fließbänder stehen sechs Mülltonnen. Es gibt je eine Tonne für Batterien, Elektro, Lampen, Biomüll, Restmüll und Wertstoff. Ziel des Spiels ist es, die Gegenstände in die richtige Mülltonne zu ziehen. Die App bietet unterschiedliche Spiel-Level an. Je höher das Level, desto schneller und schwieriger wird es und desto weniger Zeit bleibt. Dies fordert etwas mehr Übung und Geschicklichkeit, daher ist die App besonders für ältere Kinder geeignet. Für jede richtige Entsorgung bekommt der Spieler Punkte.

 
„Gro Garden“ (3-6 Jahre)
Das Spiel „Gro Garden“ (kostenpflichtig für Android und Apple erhältlich) ist in drei unterschiedliche Spielszenen aufgebaut. Es beginnt in einem interaktiven Bio-Garten, in dem die Kinder Samen anpflanzen, gießen und mit Sonnenstrahlen versorgen müssen. Die Pflanzen wachsen und es kann geerntet werden. Die geernteten Pflanzen landen auf dem Küchentisch und werden schnell von den Gro Tieren vertilgt. Da bleiben natürlich Pflanzenreste übrig. Diese kommen dann auf den Biokompost. Dort wird aus den Pflanzenresten wertvolle Erde gewonnen. Diese kann dann wieder im Bio-Garten zum Einsatz kommen und die Pflanzen nähren. So schließt sich der Kreislauf im Bio-Garten.

 
„Gro Recycling“ (3-6 Jahre)
Die App „Gro Recyling“ (kostenpflichtig im Apple-Store erhältlich) startet mit einem Sortierspiel, bei dem die Kinder unterschiedliche Abfälle in die richtige Mülltonne ziehen müssen. Dabei stehen den Kindern drei Mülltonnen zur Auswahl. Ist der Abfall sortiert, werden die Mülltonnen abgeholt und in die Recyclinganlage gebracht. Dort wird der gesammelte Müll zu einem neuen Produkt umgewandelt. Die Kinder entscheiden selbst, wie lange sie sich die Recyclinganlage ansehen wollen. Es können Hebel und Knöpfe bedient und einzelne Geräusche angehört werden. Die dritte Spielszene zeigt dann wie das neue Produkt bei einem Picknick aufgebraucht wird. Der dabei entstandene Müll landet wieder beim Sortierspiel und der Kreislauf startet von neuem.

Fernsehzeit ist Gesprächszeit

Für Kinder sind gemeinsame Aktivitäten mit den Eltern eine tolle Freizeitgestaltung. Vom Toben im Garten über Bastelaktionen am Nachmittag bis hin zum gemeinsamen Abendessen mit der Familie – Kinder genießen die Zeit mit ihren Eltern und Geschwistern. Neben einer Reihe von Aktivitäten und kleinen Ritualen, die fest in den Alltag integriert sind, dient auch das Fernsehen der Freizeitgestaltung und nimmt oft eine bedeutende Rolle ein. Sendungen wie „Das Sandmännchen“ werden beispielsweise vor dem Ins-Bett-Gehen angesehen und „Die Sendung mit der Maus“ lädt sonntags zum gemeinsamen Kuscheln auf dem Sofa ein.

Regen Sie die Eltern dazu an mit ihren Kindern über das Gesehene zu sprechen. Die Geschichten und Ereignisse der Sendung können dabei entweder im Anschluss besprochen oder mithilfe von Sprachanregungen während der Sendung aufgegriffen werden. Dadurch wird nicht nur das Verstehen und Sprechen der Kinder gefördert, sondern auch die Medien- und Fernsehkompetenz spielerisch gestärkt.

Mögliche Sprachanregungen währenddessen:

  • Was siehst du gerade?
  • Was machen die (Namen der Figuren nennen) gerade?
  • Welche Geräusche kannst du hören?
  • Welches Tier/ welcher Gegenstand wird gerade gezeigt?
  • Was passiert gerade in der Sendung?
  • Welche Farben/ Formen kannst du erkennen?
  • Wie heißen die Figuren?
  • Wer ist der Böse und wer ist der Gute in der Sendung?
  • Lass uns zusammen mitsingen!

Mögliche Sprachanregungen danach:

  • Was haben die Figuren (Namen nennen) gerade erlebt?
  • Was hat dir gut gefallen / was hat dir nicht gefallen?
  • Bei dokumentarischen Clips: Wie wurde das gemacht?

Neben einer Reihe kindgerechter Sendungen, über die sich Eltern und Kinder unterhalten können, gibt es auch interaktive Sendeformate, welche die Kinder zum Mitmachen einladen. Sendungen wie „Die Sendung mit dem Elefanten“ oder „Ene mene bu“ sprechen Kinder direkt an und schaffen Gelegenheiten, in denen Kinder z.B. beim Tanzen, Singen oder Raten aktiv mitmachen können. Neben diesen Gelegenheiten zeigt beispielsweise „Die Sendung mit dem Elefanten“ den Eltern auch Sprachanregungen auf, die während der Sendung aufgegriffen werden können. Diese werden in Schriftform eingeblendet und geben Ideen und Anregungen, über das Gesehene zu sprechen.

Tipp: Weitere Sprachanregungen sowie wichtige Merkmale einer kindgerechten Sendung können Sie in unserem Newsletter „Wie Kinder fernsehen“ nachlesen.

Bilderbuch-Apps

Kinder lieben Geschichten. Sie blättern in Büchern, schauen sich die Bilder an und lauschen gespannt den Erzählungen der Eltern. Oft haben Kinder ihre ganz eigenen Lieblingsgeschichten, die von den Eltern immer wieder vorgelesen werden müssen. Mit der Nutzung von Bilderbuch-Apps können die Eltern die gemeinsame Lesezeit abwechslungsreich und bunt gestalten. Bilderbuch-Apps bieten dabei einen neuen Zugang zu den Geschichten. So werden die Geschichten beispielsweise mit Musik und Effekten unterlegt und regen durch interaktive Gestaltungsmöglichkeiten zum Mitmachen an. Im Internet und in App-Stores lassen sich mittlerweile zahlreiche Bilderbuch-Apps finden, die zuhause genutzt werden können.

Kriterien einer guten Bilderbuch-App:

  • ist einfach zu bedienen
  • regt zum Mitmachen an
  • hat spielerische Effekte, die den Lerneffekt unterstützen und nicht davon ablenken
  • verfügt über eine Erzählstimme, die an- und ausgeschaltet werden kann (dadurch lässt sie Raum für die Nutzung der eigenen Erzählstimmen
  • ist altersgerecht und verlinkt nicht auf Angebote für Ältere
  • enthält kaum oder gar keine Werbung

Für die Nutzung von Bilderbuch-Apps ist es ratsam, diese bei Kindern unter drei Jahren maximal für eine Viertelstunde und bei Kindern bis fünf Jahren für maximal eine halbe Stunde einzusetzen. Dadurch können die Kinder das Gesehene besser verarbeiten und werden nicht überfordert. Ebenso wie bei herkömmlichen Büchern ist es bei der Nutzung von Bilderbuch-Apps hilfreich, währenddessen oder im Anschluss über das Gesehene und Gehörte zu sprechen.

Anregungen

  • Was hast du gesehen?
  • Was hast du gehört?
  • Was hat dir besonders gut/schlecht gefallen?
  • Was fandest du besonders spannend?
  • Wie hat dir die Geschichte gefallen?
Eltern einbeziehen – Medien zu Hause kreativ nutzen

Gemeinsame Aktivitäten mit den Eltern sind für viele Kinder ein spannendes und aufregendes Erlebnis. Mit Tipps und Anregungen können Sie die Eltern und Kinder dazu anregen, Medien auch kreativ zuhause zu nutzen. Ein Fotoprojekt über die Lieblingsplätze zuhause oder eine kleine Bastel- und Rechercheaufgabe für Eltern und Kind bieten tolle Möglichkeiten, Eltern in die Kita zu integrieren und den kreativen Umgang mit Medien anzuregen.


Meine Lieblingsplätze zuhause

Vom Kinderzimmer über die Leseecke bis hin zum Sandkasten im Familiengarten - für Kinder gibt es zuhause eine Reihe von Orten, an denen sie sich besonders gerne aufhalten und spielen. Das Kinderzimmer wird zum Spielplatz, die Matratze zur Hüpfburg und das Sofa zur Kuschelecke. Zuhause haben Kinder ihre ganz eigenen Rituale und Lieblingsspiele, die sie gemeinsam mit den Familienmitgliedern erleben.
Um den Start in die Kita zu erleichtern, ist es für Kinder hilfreich und schön, wenn sie ein Stück Zuhause mit in die Kita bringen können. Manche Kinder tun dies, indem sie ihr Kuscheltier oder Spielzeug  mitnehmen, andere erzählen von ihren Erlebnissen mit ihren Eltern, Geschwistern und Freunden.
Neben dem Mitbringen von Spielsachen bietet das Fotoprojekt „Meine Lieblingsplätze“ eine weitere Möglichkeit, das Zuhause der Kinder in die Kita mit einzubringen und sich gegenseitig besser kennenzulernen. Dafür bekommt jedes Kind einen Zettel mit nach Hause und kann dort mit seinen Eltern auf eine gemeinsame Fotoreise durch die eigene Wohnung gehen.
Dabei suchen sich die Kinder ihre Lieblingsplätze aus und fotografieren diese mit einer Kamera. Die Lieblingsplätze können aber auch mit den jeweiligen Aktivitäten, die dort stattfinden, verbunden werden. Schaut sich ein Kind gerne Bücher im Bett an, so kann es die Aktivität nachstellen und sich von seinen Eltern fotografieren lassen.
Die ausgedruckten Fotos werden dann in dem Material „Meine Lieblingsplätze“ zusammentragen und festgehalten. Zurück in der Kita können sich die Kinder ihre fertigen Collagen gegenseitig vorstellen und von ihren Lieblingsplätzen erzählen.

Tipp: Sie können das Material „Meine Lieblingsplätze“ auch in der Kita verwenden und die Kinder ihre Lieblingsplätze vor Ort fotografieren lassen. Diese können dann ebenfalls in einer Collage zusammengetragen und beispielsweise im Gruppenraum aufgehängt werden.

Kita-Verschönerung
Kleber, Kinderschere, Schnipsel und Co. - Für viele Kinder ist das gemeinsame Basteln zuhause eine tolle Beschäftigung mit der Familie. Wieso dann nicht auch Bilder und Dekorationen für den Kita-Gruppenraum basteln?
Vielleicht hat Ihre Kita-Gruppe einen eigenen Namen? Die Schmetterling-Gruppe, die Regenbogen-Gruppe oder die Löwenzahn-Gruppe? Greifen Sie doch den Gruppennamen auf und regen Sie die Kinder und Eltern zu einer gemeinsamen Recherche und Bastelaktion rund um den Gruppennamen an. Hat ihre Kita-Gruppe beispielsweise den Namen Schmetterlinge, können die Kinder zusammen mit ihren Eltern alles rund um den Schmetterling recherchieren. Dafür können sie im Internet z.B. die kindgerechten Suchmaschinen FragFinn und BlindeKuh nutzen oder in die Bücherei gehen und dort nach spannenden Informationen suchen.

Ideen und Anregungen:

  • Wie sieht ein Schmetterling/ Regenbogen/ Löwenzahn/ etc. aus?
  • Wo kommt es her?
  • Wie groß ist es?
  • Wo lebt es?
  • Wie alt wird es?
  • Wann blüht es? (Bei Pflanzennamen)
  • Wo und wann kann man es sehen? (z.B. bei Sonnenschein-, Sternen-, Regenbogengruppen)


Vielleicht findet sich bei der Recherche auch eine geeignete Mal- oder Bastelvorlage. Diese kann dann z.B. ausgemalt oder mit bunten Papierschnipseln beklebt werden. Die fertigen Bilder und Basteleien können dann in die Kita mitgebracht und als Dekoration für den Gruppenraum genutzt werden.
Zurück in der Kita: Innerhalb ihrer Gruppe können Sie im Anschluss die Ergebnisse der Recherche zusammentragen.
Fragen und Anregungen für das gemeinsame Gespräch:

  • Was habt ihr herausgefunden?
  • Wo habt ihr die Informationen herbekommen? Wart ihr in einer Bücherei? Habt ihr das Internet genutzt?
  • Mit wem habt ihr zusammen gesucht?
  • Wo lebt der Schmetterling/etc.?
  • Was isst er gerne?
  • Habt ihr schon einmal einen Schmetterling/ Regenbogen/ etc. gesehen?


Tipp:
Sie können mit den Kindern auch eine eigene kleine Audio-Reportage erstellen, in der die gewonnen Informationen über das recherchierte Thema festgehalten werden. Ideen und Anregungen dazu finden Sie in der Rubrik „Medien aktiv“.

EM im Blick – Recherche zu Ländern und Spielern

Ein (gebastelter) Fußball landet in der Kita und bringt Aufgaben mit, welche die Familien anregen, sich auf die Suche nach Informationen rund um die EM zu machen. Die Familien können dazu auf kindgerechten Internetseiten recherchieren oder die Kinder können ihre Eltern und Geschwister zu einzelnen Themen befragen. Lesen Sie den Kindern die gezogenen Fragen/Aufgaben vor. Sie können die Fragen/Aufgaben auch auf die Kinder abstimmen und mit Namen versehen. Es können auch mehrere Kinder zu denselben Themen recherchieren.
Bereiten Sie vorab verschiedene Zettel mit Fragen oder Aufgaben zur EM vor, welche die Kinder mit nach Hause nehmen können. Sie können auch zu einem gemeinsamen Eltern-Kind-Nachmittag einladen und eine PC-Station aufbauen oder die mobilen Geräte der Eltern für die Recherchen einbeziehen.
Für die Recherche bieten sich u. a. die Kindersuchmaschinen fragFINN und Blinde Kuh oder Internetseiten wie Die Sendung mit der Maus an. Manche Aufgaben/Fragen können die Kinder aber auch im Gespräch mit den Eltern, Geschwistern oder anderen Verwandten herausfinden. Die Kinder können evtl. ausgedruckte Bilder mitbringen und tragen ihre Ergebnisse vor. Die Ergebnisse können Sie auf Postern oder an Stellwänden befestigen.
 
Ideen für Fragen und Aufgaben

  • Was isst man gern in Frankreich? Druckt Bilder aus, evtl. auch ein Rezept.
  • Wie sieht die Flagge von der Ukraine, von Polen und von Nordirland aus? Das sind die weiteren Mitglieder der Gruppe C, in der auch Deutschland ist. Malt die Flaggen auf ein Blatt Papier.
  • Welches sind in eurer Familie die drei Favoriten-Mannschaften? Malt die Flaggen auf.
  • Wie heißen und wo liegen die Länder der Gruppen A/B/D/E/F? Malt jeweils die Flaggen und bringt sie mit in die Kita (dazu ein Europaposter in der Kita aufhängen).
  • Was kann man über deinen Lieblingsspieler erfahren? In welchem Verein spielt er? Wie viele Tore hat er schon geschossen?
  • Das französische Nationalteam hat einen Hahn dabei, warum eigentlich?
  • Gibt es in Frankreich Bären und Wölfe?
Gemeinsam schmeckt es besser
Mein Lieblingsrezept

Eltern sind Vorbilder. Das gilt bei der Medienerziehung genauso wie bei der Ernährungserziehung.
Die Geschmäcker und Essgewohnheiten der Kinder sind demnach stark geprägt von den Gewohnheiten zu Hause und von den kulturellen Begebenheiten. Wie wird gekocht und welche Lebensmittel kommen regelmäßig auf den Tisch? Wird gemeinsam gegessen? Läuft Musik oder der Fernseher während des Essens? Welche Rituale gibt es rund ums Essen und welchen Stellenwert hat Essen in der Familie?
In der Kita kommen Kinder mit individuellen Essens-Erfahrungen zusammen. Es ist nicht immer leicht, gemeinsam alle Vorlieben zu bedienen, aber vielleicht hilft ein gemeinsamer Kochevent mit Eltern oder Großeltern. Die Rezepte können dann in einem eigenen Kitakochbuch gesammelt werden.

Wenn Sie eine eigene Kitaküche haben oder die Möglichkeit besteht, eine Küche in der nahegelegenen Schule oder VHS zu nutzen, veranstalten Sie doch einen gemeinsames Kochevent mit Kindern, Eltern oder Großeltern. Denn gemeinsames Kochen und Essen verbindet, bringt in Austausch über familiäre und kulturelle Essensgewohnheiten und kann so Vorurteile abbauen. Kinder und auch Eltern lernen zudem verschiedene Lebensmittel, Rezepte und die Möglichkeiten einer gesunden Ernährung kennen.
Jeder reicht vorab ein Rezept ein, so dass eingekauft werden kann. In kleinen Gruppen aus Eltern, Großeltern und Kindern wird dann geschnippelt, gekocht, gewürzt und abgeschmeckt. Jede Gruppe erhält zudem eine digitale Kamera, um den Kochprozess zu dokumentieren.


Lassen Sie die Kinder ein Foto machen von

  1. Kochutensilien
  2. Mengen und den Zutaten
  3. einzelnen Schritten des Zubereitens
  4. dem fertigen Gericht


So können alle Rezepte später in einem gemeinsamen Kochbuch gesammelt werden. Nutzen Sie dafür unser Material und unsere Vorlage "Das kochen wir gern!", auf der Sie die Fotos einkleben können oder wahlweise schriftlich die Infos eintragen können. Vervielfältigen Sie die Rezepte und geben Sie sie den Eltern mit nach Hause. Die Kinder werden positive Erfahrungen mit den Gerichten haben und sie mit Sicherheit gern essen.

Weitere Anregungen zu interkulturellen Festen finden Sie in dem Newsletter: Kita der Vielfalt.
 
Wenn Sie nicht die Möglichkeiten haben gemeinsam zu kochen, können die Großeltern und Eltern auch selbstgemachte Speisen mitbringen. Die Kinder können davon Fotos machen und diese auf Papier kleben. Versehen mit dem Namen des Gerichts und woher es kommt kann so ein Steckbrief vom Gericht erstellt werden. Das oben beschriebene Kochbuch können die Eltern selbstverständlich auch mit den Kindern zu Hause machen.
 
Gemeinsam genießen
Sobald die Gruppen fertig sind, wird ein Büffet aufgebaut, an dem sich alle bedienen können. Dies ist ein schöner Abschluss des Ernährungsprojekts.
Für das gemeinsame Essen können Sie zudem Rituale, Tischsprüche oder Lieder einführen. Eine Sammlung an Tischsprüchen findet sich unter Familienkost.de.

Anregung
Sie können selbstverständlich den Nachmittag auch mit Ton- und Filmaufnahmen dokumentieren. Die Kinder können dann z.B. ihre Großeltern/Eltern fragen:

  • Was war dein Lieblingsessen als Kind?
  • Was mochtest Du als Kind gar nicht?
  • Was gab es früher oft zu essen?
  • Was gab es nie oder nur ganz selten?
  • Wo habt Ihr eingekauft?

 
Ernährung zu Hause
Mit der App „Das ist mein Essen – Ernährung für Kinder“ können Eltern gut mit ihren Kindern zu Hause weiter arbeiten. Hier können Sie ihr Essverhalten dokumentieren, die App gibt Anregungen zu Projekten, wie z.B. jeden Tag ein Foto von der wachsenden Kresse zu machen.
Die App vermittelt auf einfache Art mit vielen bunten Bildern Themen wie gesunde Ernährung, Verdauung, Herkunft diverser Lebensmittel, Dokumentation von Essensverhalten und Anbau von eigenen Kräutern. Dabei sind keine Lesekenntnisse erforderlich, alle Texte werden von Kinderstimmen vorgelesen.

Gemeinsames Spielen macht Kindern Spaß

Das Spielverhalten der Kinder zu Hause ist ebenso interessant: Haben die Kinder häufig Besuch und genug Freiraum zum Spielen? Spielen sie mit ihren Eltern (vielleicht auch am PC oder Tablet)? Regen Sie die Eltern an, Kinder beim Spielen zu beobachten und sich das Spiel erklären zu lassen.
Auch gemeinsame Zeit mit digitalen Spielen sollte in der Familie eingeplant werden. Wenn Eltern gemeinsam mit den Kindern spielen, kann dies ein besonderer Höhepunkt für die Kinder sein und Eltern erleben, wie ihre Kinder die Inhalte aufnehmen und verarbeiten. Die Eltern können fragen: "Was gefällt dir am Spiel?", "Was macht besonders Spaß?", "Was ist langweilig?". Regen Sie die Eltern an, Spiele mit den Kindern zu erleben und z.B. die Titelmelodie des Spiels gemeinsam zu singen. Wenn die Kinder zeitweise alleine spielen, sollten Eltern später nachfragen. Denn aktive Medienerziehung bedeutet auch, sich mit den Kindern über das Gesehene und Gespielte auszutauschen.


Regeln und Vereinbarungen
beim Spielen am Tablet oder PC sind wichtig und sollten festgelegt werden. Je älter die Kinder werden, desto mehr sollten sie in diesen Prozess einbezogen werden. Eltern, die Kindern einen maß- und sinnvollen Umgang mit Spielen ermöglichen wollen, sollten von Anfang an Regeln etablieren. Finden Sie sinnvolle Regeln, indem das Kind ein Level zu Ende spielen darf und den Spielstand speichern kann. Der Mediennutzungsvertrag von Klicksafe kann bei älteren Kindern als Anregung genutzt werden.

Altersgerechte Software nutzen: Eltern sollten nicht nur Zeiten regeln, sondern auch die Inhalte genauer ansehen, manche Spiele machen eine Unterbrechung schwer oder fordern Reaktionen und Kenntnisse, die das Kind zu sehr anstrengen. Der Spaß am Spielen sollte im Vordergrund stehen. Sinnvoll sind Spiele, die Kinder anregen, kreativ zu sein, aktiv zu entdecken und zu kombinieren. Beim Spielen sollten die Eltern beobachten: Wird das Kind entspannter, amüsiert es sich beim Spielen am Computer? Ist es im besten Sinne konzentriert bei der Sache? Oder ist es angespannt und aufgeregt? Hört es freiwillig auf zu spielen? Versteht es die Aufgaben und setzt sie um oder ist es überfordert? Die Datenbank des DJIs enthält Apps, die bereits pädagogisch bewertet wurden.

Kostenfreie Apps und Spiele sind eine Alternative: Im Internet gibt es viele freie, kindgerechte Apps, die für die Eltern keinen Kostenaufwand bedeuten. Auch ist es möglich PC-Spiele in der Bibliothek auszuleihen. Unter Links und Tipps findet Sie in diesem Newsletter Internetseiten mit ausgezeichneten Spielen.

Es ist wie mit Süßigkeiten: Raten Sie Eltern das Fernsehen oder das Computerspielen möglichst nicht als Druckmittel einzusetzen (z.B. „Wenn du dir nicht die Zähne putzen willst, dann darfst du morgen nicht Computerspielen“). Denn sonst wird das Interesse daran gerade erhöht.

Bewegung fördern: Eltern sollten es ihrem Kind ermöglichen, sich nach dem medialen Spielen oder auch nach dem Fernsehen zu bewegen und auch in der Wohnung herumzutollen. Kinder benötigen dies als Ausgleich und als Verarbeitung. Sie brauchen medienfreie Zeit und Zeit fürs freie Spiel. Nicht nur zu viel Medienkonsum, auch Freizeitüberfrachtung durch zu viele Hobbies kann den natürlichen Spieldrang der Kinder einschränken. Es kann helfen den Kindern verschiedene Materialien zur Verfügung zu stellen, um ihren Alltag und auch ihren Medienkonsum spielerisch zu verarbeiten.

Zu Hause gemeinsam experimentieren

Mediale und nichtmediale Experimente sind ebenfalls gut geeignet, um sie gemeinsam in der Familie auszuprobieren. Das gemeinsame Experimentieren und Ausprobieren stärkt die Gemeinschaft in der Familie. Und Kinder lernen, wie sie auch zu Hause Medien wie z.B. Smartphones, Digitalkameras oder Tablets kreativ nutzen können, um ihren Fragen auf den Grund zu gehen. Lesen Sie hier, welche praktischen Experimente Sie Eltern nahelegen können.

Jeden Tag ein Foto
Um Entstehungsprozesse zu veranschaulichen, eignet sich besonders der Einsatz von Zeitraffern. Hierfür kann man z.B. eine vorgetriebene Zwiebelblumen einpflanzen und jeden Tag ein Foto davon machen. Dabei ist es wichtig, dass immer die gleiche Kameraposition gewählt wird. 
Ein Stativ vereinfacht das Ganze. Markieren Sie einfach den Standort, z.B. mit Tesafilm. Zwiebelblumen wie z.B. Narzissen wachsen und blühen schnell und so muss man nicht lange auf das Ergebnis warten. Nachdem alle Fotos aufgenommen wurden, die Bilder einfach auf einen Laptop übertragen und im Schnelldurchlauf hintereinander anzeigen lassen. Mit einfachen Schnittprogrammen wie z.B. dem Moviemaker lassen sich daraus auch ein kleiner Zeitraffer-Film erstellen.
Eine schöne Idee ist es auch, wenn Eltern über einen bestimmten Zeitraum lang (ein Mal in der Woche / im Monat) ein Foto ihrer Kinder aufnehmen und daraus ein Zeitraffer-Video erstellen.


Schattenspiele
Mit einer Lichtquelle wie z.B. einer Taschenlampe oder einer Tischlampe können einfache Schattenfiguren ins Leben gerufen werden. Kinder können ausprobieren, wie sich durch bestimmte Fingerbewegungen vermeintliche Tiere auf die Wand zaubern lassen. Indem man ein großes, weißes Leinentuch (z.B. ein Bettlaken) aufhängt und dahinter eine Lichtquelle aufbaut, kann man den Kindern auch eine Bühne bieten. Die Kinder können dann mit dem ganzen Körper Schattenfiguren, Tanzschritte oder andere Experimente durchführen. Wenn Eltern davon Videoaufnahmen oder Fotos machen, können sich Kinder anschließend das Ergebnis auch selber anschauen.


Foto-Mosaike
Jeder kennt diese Bilder, die aus vielen kleinen unterschiedlichen Aufnahmen bestehen. Es gibt sie z.B. als Portrait berühmter Persönlichkeiten. Mit der App Foto-Mosaike (für iOS, Kosten: 0,99 €) kann man ganz einfach eigene Mosaik-Bilder erstellen. Die App verwendet dafür die auf dem Gerät gespeicherten Fotos und generiert daraus die Mosaik-Bilder.
Besonders spannend ist dann das anschließende Erkunden der vielen Einzelfotos, die für das Mosaik-Bild verwendet wurden. Für die nonmediale Alternative können ganz einfach ein paar Fotos ausgedruckt und von den Kindern als Collage angeordnet werden.


Geräuscherätsel
Warum nicht mal das eigene zu Hause nur mit den Ohren erkunden? Hierfür können Eltern ihren Kindern die Augen verbinden, sie durch die Wohnung führen und ihnen typische Geräusche vorführen. Erkennen die Kinder dann wohl das Rattern von der Eieruhr, das Surren von der laufenden Spülmaschine oder das Knarren von dem Holzfußboden?
Als Alternative können die Kinder auch selber auf Geräuschejagd gehen und mit einem Aufnahmegerät oder einem Smartphone typische Geräusche aufnehmen und ihre Eltern raten lassen.

Diese Anregungen und Methoden sind auch sehr gut in der Kita einsetzbar.

Ich sing und tanz so gern - Musik erleben

Auch und vor allem zu Hause gibt es viele Möglichkeiten, sich mit Musik zu beschäftigen. Es kann gemeinsam musiziert, gesungen und getanzt werden. Regen Sie die Kinder an, zu ihren beliebten Spielthemen Musik, Geräusche und Bewegungen zu komponieren: wie klingt es wohl auf einem Piratenschiff? Wie ein Feenwald oder eine Monsterhöhle? Hierfür sind keine Instrumente notwendig. Nutzen Sie dazu alles, was klingt und machen Sie eine kleines Familienprojekt daraus. Die Kinder können sich  dazu verkleiden, agieren und evtl. tanzen. Oder sie lassen ihre Puppen etc. dazu tanzen. Vor allem auf Kindergeburtstagen sind Sing- und Tanz-Events eine spaßige Sache! Mit etwas Dekoration und der richtigen Beleuchtung können das Wohnzimmer oder der Garten im Handumdrehen in eine tolle Bühne verwandelt werden. Auch Hörspiele erfreuen sich bei Kindern großer Beliebtheit.

Sie lieben es, Geschichten zu lauschen und sich gedanklich auf fantastische Welten und spannende Erzählungen einzulassen. Das beflügelt sowohl die Fantasie als auch die sprachliche Entwicklung. Die Lieder ihrer Lieblingshörspiele können Kinder oft in und auswendig. Und sie lieben es diese immer und immer wieder anzuhören und mitzusingen.

Als Zu-Bett-Ritual können ebenso gemeinsam Lieder gehört werden. Ob zusammen anhören oder selbst singen – vielen Kindern hilft dies nicht nur beim Einschlafen, sondern gibt ihnen auch ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Ritualisiertes Musikhören vorm Schlafengehen kann somit etwas sein, auf das sich das Kind richtig freut und somit auch die „Überzeugungsarbeit“ der Eltern erleichtert, ihre Sprösslinge in die Federn zu bekommen!
Manchmal kommt die musikalische Erziehung sowohl in Kitas als auch daheim oftmals zu kurz. Darum gilt: Nutzen und fördern Sie die kindliche Begeisterung für Musik so gut Sie können, da dies die Kreativität und Fantasie beflügelt und zu einer positiven Einstellung und mehr Lebensfreude beiträgt. Sie geben Sie den Kindern die Möglichkeit ein Instrument zu lernen und lassen Sie ihre Kinder singen – auch wenn es schief klingt. Werden Sie kreativ und machen Sie gemeinsam mit den Kindern Musik mit den Gegenständen, die Sie zu Hause finden.

Werbe- und Konsumkompetenz muss gelernt werden

Kinder als Konsumenten zu gewinnen und zu binden ist Ziel von Werbung, denn sie haben Einfluss auf die Kaufentscheidungen der Eltern und bestimmen mit, welche Produkte auf dem Frühstückstisch stehen und welche Kleidung und Spielzeuge gekauft werden. Kostspielige und stets wechselnde Konsumwünsche können daher das familiäre Budget gefährden. Für Eltern ist dies eine große Herausforderung, denn sie müssen lernen, den Kindern nicht jeden Wunsch zu erfüllen und ein konsequentes Nein zu formulieren. Ebenso sind sie Vorbild für ihre Kinder, so dass sie sich auch immer selbst hinterfragen sollten und überlegen, wie sie auf Werbung reagieren und sich verleiten lassen. Doch um die Werbekompetenz der Kinder zu fördern, können Eltern noch mehr tun…


Anregungen für die Eltern:

  • Weisen Sie Kinder auf Werbung in ihrem Umfeld hin, sei es in Fernsehen, Radio, Zeitschrift, auf einem Plakat- oder in Online-Medien. Kommentieren Sie die Werbung ruhig auch mal kritisch und unterhalten Sie sich mit dem Kind darüber. So lernt es, Werbebotschaften reflektierter wahrzunehmen.
  • Gehen Sie kreativ mit Werbung um: Erfinden Sie zu einem bekannten Spot einfach selbst passende und alberne Reime. Erfinden und kreieren Sie selbst Werbespots.
  • Seien Sie Vorbild! Reflektieren Sie, wie Sie selbst mit Werbung umgehen. Welche Spots gefallen Ihnen, welche eher nicht? Wie lassen Sie sich verleiten durch Werbung? Wonach treffen Sie Ihre Kaufentscheidung?
  • Nutzen Sie mit den Kindern werbefreie Medien: Kindersendungen dürfen laut Gesetz nicht durch Werbung unterbrochen werden. Verboten ist auch die Platzierung von Schleichwerbung und Sponsorenlogos in Kindersendungen. Schauen Sie daher mit den Kindern ausgewiesenes Kinderfernsehen, wie z.B. Kika. Wenn Ihre Kinder gerne Sendungen in privaten Programmen schauen (Super RTL, Disney Channel etc.), dann begleiten Sie sie nach Möglichkeit dabei und machen die Werbung zwischen den Sendungen ruhig zum Thema.
    Sie können Werbung auch entgehen, in dem Sie DVDs nutzen oder bei aufgenommenen Sendungen die Werbung weiterspulen. Dies gilt auch fürs Internet – es gibt viele Webseiten, die kindgerecht und damit werbefrei sind. Nutzen Sie dabei auch Kindersuchmaschinen, wie z.B. Fragfinn.de oder Blinde-kuh.de.
    Auch kindgerechte APPs verzichten auf Werbung und auf sogenannte In-APP-Verkäufe. Nutzen Sie daher mit den Kindern möglichst nur APPs, die dies nicht ermöglichen. Falls Sie dennoch eine APP mit den Kindern, die In-APP-Verkäufe ermöglicht, regulieren Sie den Zugang zum Internet und stellen Sie dies technisch sicher, dass Ihr Kind nicht aus Versehen etwas kauft. Wie Sie die technischen Einstellungen vornehmen, finden Sie unter unserer Rubrik „Links&Tipps“.
  • Installieren Sie einen Werbeblocker und surfen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind. Ein Werbeblocker blockiert Werbebanner und Werbeanzeigen auf Internetseiten. Bedenken Sie dabei aber auch, dass es viele gute Angebote im Internet kostenfrei nur geben kann, weil sie sich über Werbung finanzieren. In jedem Fall sollten Sie die Kinder bei den ersten Schritten im Internet begleiten und Sie dabei ggf. unterstützen Werbung zu erkennen.
  • Reden Sie mit den Kindern über ihre Konsum- und Markenbedürfnisse. Für das Kind ist es wichtig, früh zu lernen, dass  Wünsche Geld kosten und deswegen nicht alle erfüllt werden können. Geben Sie älteren Kindern Alternativen und lassen Sie sie mitbestimmen. Fragen Sie die Kinder, wie die Wünsche zustande kommen und nehmen Sie die Kinder in ihren Anliegen ernst.
  • Geben Sie nicht nach: Fahren Sie eine klare Linie und bleiben Sie bei einem „nein“ – auch wenn es schwer fällt. Begründen Sie Ihre Entscheidung. Lassen Sie Ihr Kind schon früh lernen eine Auswahl zu treffen und geben Sie ihm ein kleines Taschengeld, über das es selbst verfügen kann. Werbeerziehung ist auch Konsumerziehung.


Einen Basar veranstalten

Eine spaßige und kreative Möglichkeit, mit Kindern das Thema Werbung aufzugreifen, ist ein Basar, den man mit der Familie und/oder mit Freunden im heimischen Wohnzimmer, im Garten oder im Hinterhof veranstaltet. Nicht mehr benötigtes Spielzeug, selbstgemalte Bilder, Gebasteltes und Gesammeltes kann dort verkauft werden. Lassen Sie die Kinder ihre Waren ruhig richtig anpreisen. Die Kinder können dabei auch einen ersten Umgang mit Geld erlernen.

Die Werbedetektive daheim

Was in der Kita funktioniert, kann auch problemlos zu Hause angewendet werden. Auch dort können Eltern mit ihren Kindern gemeinsam Werbedetektive spielen! Gewiss lassen sich auch daheim viele Dinge finden, die man aus Film, Werbung und Radio kennt. Dabei kann alles zusammengetragen werden, worauf die Lieblingsfiguren der Kinder abgebildet sind, z.B. T-Shirts, Zeitschriften, Schultaschen, Stifte, etc. Gemeinsam mit den Kindern können die Lieblingszeitschriften durchgeblättert und die Seiten gezählt werden, auf denen Werbung zu sehen ist.
Welche Namen und Logos tauchen im eigenen Kühlschrank, im Spielzeugzimmer oder im Bad besonders häufig auf? Gemeinsam kann man sich daran erinnern, wann ein bestimmtes Produkt gekauft wurde, wer es haben wollte, was an dem Tag passiert war und was man damit erlebt hat – hat es sich gelohnt, dieses Produkt zu kaufen? Dabei werden neben der kritischen Reflexion sicherlich auch schöne Erinnerungen an die letzten Monate oder Jahre ins Gedächtnis gerufen.

Sprachbarrieren überwinden - Eltern integrieren

Mit den Kindern kommen natürlich auch neue Eltern in die Kita. Für sie ist die neue Umgebung meist genau so fremd und anders wie für die Kleinen. Viele von ihnen sprechen kaum die deutsche Sprache, kennen sich nicht mit den Begebenheiten einer Kita aus und wissen oftmals auch noch gar nicht, wie lange sie überhaupt an ihrem momentanen Wohnort bleiben. Nicht nur für die Kinder ist die Integration in ihre neue Heimat wichtig. Auch die Eltern müssen lernen, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden, um dem eigenen Kind eine Orientierung geben und ein Vorbild sein zu können. Hier kann die Kita als Verständigungsbrücke agieren, Ängste und Sorgen mindern sowie Menschen und Kulturen miteinander bekannt machen und vermitteln. Sprachhürden können z.B. mit Hilfe von Übersetzungssoftware aus dem Internet oder Smartphone-Apps überbrückt werden.


Sprachbarrieren durch Übersetzungssoftware verringern

Sprachbarrieren gilt es zu überwinden! Selbstverständlich lernen wir Sprachen aber nicht von einem Tag auf den anderen. Das braucht Zeit, Übung, Geduld und Motivation. Heute stehen uns mehr Möglichkeiten denn je zur Verfügung, um diesen Prozess zu unterstützen. Eine reichhaltige Auswahl kostenpflichtiger, aber auch kostenfreier Übersetzungssoftware kann die Verständigung vereinfachen. Steht Ihnen in der Kita ein Computer, Smartphone oder Tablet zur Verfügung, können Sie damit einzelne Wörter oder auch ganze Sätze übersetzen lassen und so die Kommunikation zwischen Kind und Kind, Kind und Erwachsenem sowie Erwachsenen untereinander ungemein erleichtern!
 

Deutsch lernen online mit Audio- und Videoclips

Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten, online Sprachen zu lernen. Dies geschieht beispielsweise über kleine Clips mit Anregungen, wie „Deutsch mit Socke“. Mit Audiotrainern, Lernspielen und weiteren Angeboten wird man Schritt für Schritt an die deutsche Sprache herangeführt. Diese Angebote sind zumeist für Kinder konzipiert – und was bei den Kleinen klappt, kann den Erwachsenen sicher auch nicht schaden! Eine Übersicht findet sich auf WDR.
 

Gemeinsame Aktivitäten planen

Planen Sie gemeinsame Aktivitäten mit Eltern in der Kita! Elterncafés beispielsweise sind eine tolle Möglichkeit, die Eltern der neuen Kinder näher kennenzulernen. Diese können sich dabei auch mit den Eltern der anderen Flüchtlingskinder sowie den Einheimischen bekannt machen. Auf diese Weise kommt man sich näher und lernt mehr voneinander kennen. Elterncafés sind als niedrigschwelliges Angebot in der Familienbildung ein etabliertes Konzept und leicht selbst durchzuführen! Sie können es als offenen Treff mit Kaffee und Kuchen gestalten oder auch mit einem spezifischen Anlass verbinden. Eltern der Flüchtlingskinder bekommen hier die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Unklarheiten im Gespräch mit Ihnen zu beseitigen. Sie lernen etwas über das Leben und den Umgang in der Kita, können darüber hinaus aber auch im Austausch mit Ihnen und anderen Eltern mehr über Deutschland erfahren.
Falls Sie vorhaben, so etwas mehrmals im Jahr stattfinden zu lassen, können Sie themenspezifische Anlässe schaffen. So können beispielsweise die Esskulturen der jeweiligen Länder im Mittelpunkt stehen, indem jeder ein Gericht aus der eigenen landestypischen Küche zu einem Buffet mitbringt. Selbstverständlich können die Eltern auch ihre Kinder zu diesen Treffen mitbringen. Das fördert den Austausch der Kinder untereinander.
Es könnte auch spannend und interessant sein, manche der zuvor vorgestellten Projektideen, wie z.B. die Weltkarte, mit den Eltern umzusetzen. Denn wie für die Kleinen kann es auch für die Erwachsenen interessant sein, mehr übereinander zu erfahren. In den Möglichkeiten sind Ihnen fast keine Grenzen gesetzt!
 

Weitere Anregungen:

  • Sie können beispielsweise die Landkarte, die Sie mit den Kindern gestalten (s. dazu Medien aktiv) auch mit den Eltern erweitern.
  • Lassen Sie die Eltern gegenseitig Fotos von sich machen und aufkleben.
  • Woher kommen sie und wie sind sie hierhergekommen? Nehmen Sie z.B. Stecknadeln und bunte Wollfäden, um Wege aufzuzeigen und dies zu verdeutlichen.
  • Was ist ihr Lieblingsessen? Ihre Lieblingsmusik? Lassen Sie die Eltern zum gemeinsamen Zusammentreffen Essen und/oder Musik mitbringen.

 
Broschüren zur Mediennutzung in verschiedenen Sprachen anbieten
Viele Broschüren zur Mediennutzung (nicht nur zur frühkindlichen) gibt es auch in verschiedenen Sprachen:


Tipps zum Thema Internet- und Computernutzung sind von Klicksafe in Russisch, Arabisch und Türkisch abrufbar: Klicksafe.de

Mitbestimmung auch bei der Mediennutzung!?

Von wegen machtlos: In vielen Familien bestimmen Kinder offen oder auch durch ausgeklügelte Strategien mit, was gekauft, gekocht oder in der Freizeit gemacht wird. Viele Kinder wissen wie sie ihren Willen durchsetzen können und kämpfen mit oder gegen Geschwister. Wut, Tränen, die verschiedenen Stufen der Quengelei oder „liebtun“ sind gängige Strategien, haben aber wenig mit einem demokratischen Aushandeln, Prüfen und Entscheiden zu tun. Auch zu Hause sollten Kinder lernen, wie sie altersgerecht mitbestimmen, um in einen quasi gleichberechtigten Dialog zu treten. Der Mediengebrauch ist dabei ein wichtiges Thema. Denn auch und schon gerade dort sollte es nicht allein um Ge- und Verbote gehen, sondern Kinder müssen lernen, aus Angeboten auszuwählen und auf ihr Zeitbudget zu achten. Hier gilt: Regeln, die gemeinsam festgelegt werden, werden eher beachtet. Vereinbarungen sollten daher einvernehmlich und verbindlich festgelegt und Kinder mit den eigenen Wünschen (im Rahmen des altersgemäß sinnvollen) ernst genommen werden. Regen Sie die Eltern daher an sich mit Ihren Kindern auseinanderzusetzen:


Bildschirmzeiten beachten und ein Zeitkontingent festlegen
Bei der Mediennutzung, wie Fernsehen oder Videospiele, bieten sich z.B. Zeitgutscheine an, die die Kinder je nach Bedarf einlösen können. Wenn Eltern eine Zeit von 30 oder 45 Minuten Videospiele, Fernsehen oder Computernutzung in Ordnung finden, können sie ihrem Kind täglich entsprechend zwei oder drei Zeitgutscheine a 15 Minuten aushändigen und es selbst bestimmen lassen, wofür es sie einsetzt. Rund um das Grundschulalter können Kinder auch schon über ein Wochenbudget verfügen (z.B. 300 Minuten pro Woche in 10 Gutscheine aufgeteilt). Ebenso könnte auch eine Vereinbarung sein, dass nach ein bis zwei intensiveren Medientagen, Tage mit anderen Beschäftigungen folgen. Bei älteren Kindern kann es sinnvoll sein, eine schriftliche Vereinbarung über die Mediennutzung aufzusetzen. Ein Beispiel: der Mediennutzungsvertrag.


Ausnahmen sind wichtig: Wenn ein Ausflug am Sonntag wegen Regen buchstäblich ins Wasser gefallen ist, der Spielfreund krank ist, es ein tolles Familien-TV-Event gibt etc., darf das Kind auch mal eine Stunde mehr mit Medien verbringen. Wichtig ist immer, dass man Ausnahmen auch als solche kommuniziert, damit das Kind sich beim nächsten Mal nicht darüber beklagt, dass es „aber schon mal länger spielen“ durfte.


Lieblingssendungen, Lieblingscomputerspiele

Nicht nur der zeitliche Faktor spielt eine Rolle sondern auch die Auswahl des Programms. Auch hier können die Kinder ganz bewusst mitbestimmen.
Eltern können ihre Kinder anregen sich beispielsweise aus drei Sendungen (Spielen, etc.) eine auszusuchen und mit ihnen zudem ins Gespräch kommen, was ihm oder ihr so besonders gut daran gefällt.

Weitere Anregungen zum Thema Fernsehen:


Alternativen zu Mediennutzung bestimmen lassen

Auch bei Aktivitäten ohne Medien können Kindern angeregt werden mitzubestimmen. Als Anregung für die Kita und zu Hause, kann auf einem Plakat ein Foto von dem Kind aufgeklebt werden. Das Kind kann um das Foto herum malen, zeichnen und basteln was es am liebsten macht („Was spielst du gern?“ „Welches ist dein Lieblingskuscheltier?“, „Dein Lieblingsspielzeug?“, „Was machst du gern draußen?“).
Schon haben Sie sichtbare Beispiele für nonmediale Beschäftigungen, die Sie aufgreifen können. Als Material können Sie auch unseren Steckbrief nutzen: Das bin ich.


Anregungen für die Eltern zur Sprachförderung durch Medien:

  • Suchen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind Medieninhalte zum Mitmachen aus, beispielsweise Fernsehsendungen, in denen die Kinder zum Mitraten animiert werden, Hörspiele, Musik zum Mitsingen oder Apps zum Vorlesen (www.stiftunglesen.de/apps)!
  • Sprechen Sie über die Inhalte von Hörspielen, Sendungen oder auch Computerspielen – Ihr Kind wird viele der Eindrücke verarbeiten wollen und gerne über das, was es gesehen hat, reden.
  • Reden Sie mit Ihrem Kind während einer Fernsehsendung über das, was da passiert, um die sprachliche Auseinandersetzung über die Inhalte anzuregen. Übertreiben Sie es aber nicht – sonst kann das Kind dem Programm nur noch schwer folgen!
  • Durch den Einsatz von DVDs oder Streaming-Angeboten können Inhalte gezielter und flexibler eingesetzt werden.
  • Auch eine tolle Idee: Geschichten zu zweit ausdenken!
    Statt eine Geschichte vorzulesen, können Sie mit Ihrem Kind selbst welche erfinden, indem Sie sich immer abwechseln und so im Wechsel weiterführen. Das regt die Fantasie und den Sprachschatz an und trainiert das spontane Improvisieren! Dafür sollte das Kind aber schon etwas älter sein.
  • Wächst Ihr Kind mehrsprachig auf, dann nutzen Sie auch entsprechende Angebote und sprechen mal in der Erstsprache, mal in der Zweitspreche über die Inhalte. Kindersendungen für Vorschulkinder (Kikaninchen, Bob der Baumeister, Die Sendung mit der Maus) sind besonders geeignet, um den Wortschatz zu erweitern. Das gelingt dann besonders gut, wenn man mit dem Kind über das Gesehene und Gehörte spricht.
Experimente zu Hause
Familie vor dem Fernseher

Haben Sie den Kleinen bereits die Mehrfarbigkeit des Lichts erklärt, können diese daheim weitere Experimente durchführen. Sie können beispielsweise lernen, dass es neben den Farben, die wir sehen können, auch Farben gibt, die das menschliche Auge nicht wahrnehmen kann. Solches Licht wird zum Beispiel von Fernbedienungen ausgestrahlt. Dieses sogenannte Infrarot-Licht ist zwar für unser Auge unsichtbar, lässt sich aber mit einer Digitalkamera oder einem Smartphone mit Kamerafunktion sichtbar machen! Erklären Sie den Eltern, dass man lediglich die Fernbedienung auf die eingeschaltete Kamera richten muss, bevor man einen beliebigen Knopf drückt. Während bei der Fernbedienung nichts Besonderes zu passieren scheint, offenbart ein Blick auf das Display der Kamera schnell das Gegenteil: Das rot-violette Licht, das von der Fernbedienung ausgeht, wird für unser Auge auf dem Bildschirm sichtbar gemacht!

Im Anschluss können Sie in der Kita oder die Eltern den Kindern erklären, dass unsere elektronischen Geräte durch Lichtsignale gesteuert werden. Die Fernbedienung gibt sozusagen Anweisungen und der Fernseher oder die Musikanlage führt den Befehl aus. Dabei wird mit Absicht nur solches Licht verwendet, das unsere Augen nicht stört. Mit dieser Erkenntnis können Eltern mit ihren Kindern nun noch versuchen, ihre Geräte „über Eck“ zu steuern: Da die Signale aus Licht bestehen, kann man sie folglich mit einem Spiegel reflektieren. Man muss diesen nur richtig ausrichten! Die Kinder lernen dadurch, dass es in der Tat „Unsichtbares“ für uns Menschen gibt und die Bedienung unserer Multimediageräte längst keine Magie ist!

Begleiten, Auswählen und Vorbild sein

Kinder orientieren sich in ihrem Verhalten oft an anderen und ahmen Verhaltensweisen nach.
So verhält es sich auch mit der Mediennutzung. Kinder beobachten sehr genau, wie ihre Eltern Medien nutzen, wie sie den Fernseher an- und ausmachen, mit dem Handy spielen, telefonieren, Fotos machen. Sie sind neugierig und wollen am liebsten auch alles selbst ausprobieren. Bereits sehr junge Kinder imitieren somit auch schon die typische Wischbewegung beim Smartphone oder Tablet, drücken gern verschiedene Knöpfe und lieben es, Fotos anzuschauen. Medien als Gegenstand im Alltag von Familien sind nicht mehr wegzudenken. Aber Eltern können entscheiden, wie sie damit umgehen wollen und ob und wenn ja wie sie schon die jüngsten Kinder sinnvoll und mit Spaß an Medien heranführen. Sie als Erzieherin und Erzieher können die Eltern unterstützen und ihnen Tipps zu einer sinnvollen Medienerziehung geben.


Qualitätsvoll auswählen

Die bunte Medienwelt ist umfangreich und unübersichtlich. Nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, welches Angebot auch das richtige für Kinder ist. Eltern fällt es mitunter schwer, sinnvolle und qualitätsvolle Medien auszuwählen. Im folgenden geben wir Ihnen ein paar Tipps, wo Sie sich informieren können.


Vorlesen als Ritual

Kinder lieben Geschichten und bekommen gern etwas vorgelesen. Als festes Ritual lässt es sich gut in den Alltag integrieren, trägt zur Sprachentwicklung bei und gibt den Kindern Struktur. Sprechen Sie immer wieder mit ihrem Kind über die Inhalte des Buches, lassen Sie sich die Geschichte weitererzählen und regen Sie Ihr Kind an, Beobachtungen in Worte zu fassen.
Leseempfehlungen von Büchern für die Jüngsten: Lesestart.de.
Familien, deren gemeinsame Sprache nicht Deutsch ist, können das Bilderbuchlesen zunächst in ihrer Herkunftssprache einführen. Austausch, Gespräche und Sprachlernen werden auch so sinnvoll gefördert.

(Interaktive) Bilderbücher / APPs ansehen und spielerisch einbinden
Einige Bilderbücher z.B. mit Tieren haben mittlerweile die Möglichkeit, dass man sich Tierstimmen anhören kann. Die Kinder können diese Stimmen imitieren. Ebenso eignen sich für interaktives Vorlesen auch einfache APPs mit übersichtlicher Grafik und ruhiger Atmosphäre.
Mit dem PÄDI ausgezeichnete Kinder-APPs: Sin-net.de
Die Datenbank des Deutschen Jugendinstituts enthält ebenso bewertete APPs für Kinder: DJI.de


Gemeinsam Singen und Tanzen

Egal ob von CD oder im Fernseher, Kinder mögen Musik. Eltern und Kinder können gemeinsam mitsingen und es darf getanzt werden.


Kurze Fernsehclips als Einstieg

Fernsehclips sollten vorab gut ausgewählt werden. Denn jüngere Kinder können von schnellen Bildern oder lauten Tönen überfordert werden. Eine Auswahl an Clips findet sich unter: www.kikaninchen.de
Für Kinder ab drei Jahren können Vorschulsendungen wie die Sendung mit dem Elefanten, Sandmännchen oder Animationssendungen wie Der kleine Nick und Yakari interessant sein. Auch hier gilt ähnlich wie bei Bilderbüchern und anderen Medien: betten Sie diese Mediennutzung stets in Gespräche und Spielmöglichkeiten ein und begrenzen Sie die Nutzung auf einzelne ausgewählte Sendungen. Lassen Sie ihr Kind nicht täglich schauen.


Kurze Hörgeschichten

Hörgeschichten sind für Kinder gut geeignet und regen die Fantasie an. Allerdings sollten auch diese Geschichten vorab gut ausgewählt sein, denn Kindern können auch bei Hörgeschichten überfordert werden.
Zu lange Geschichten sollten vermieden werden, 15 bis 20 Minuten sind für jüngere Kinder am Stück ausreichend. Ausgewählte und bewertete Kinderhörbücher finden sich unter: Auditorix.de

Weitere Informationen finden Sie hier im Newsletter unter Links und Tipps.

Phasen der Ruhe und medienfreie Zeiten einplanen
Neben Phasen der Anregung brauchen Kinder vor allem auch Phasen der Ruhe und des Nichtstuns. Hintergrundgeräusche von Radio oder Fernsehen sollten dabei bewusst vermieden werden.
In Familien ist Zeit ohne Medien selten geworden. Hier gilt es auch bewusst Zeit dafür einzuplanen und  Fernsehen, Radio, Handy und Smartphone auch einmal auszuschalten und ggf. außer Sichtweite zu bringen. Spielen und sprechen Sie immer wieder täglich intensiv mit ihrem Kind.

Dem Fernsehen auf der Spur – Kinderfernsehen als Familienthema

Das Trickfilmprojekt kann einen guten Einstieg in das Thema Fernsehen in der Familie bieten. Ziel dabei ist, sich über Qualität und Quantität auszutauschen und die Eltern dafür zu sensibilisieren, die altersgemäßen Bedürfnisse und Wahrnehmungsweisen der Kinder kennenzulernen. Zusätzlich geht es darum, Eltern dazu anzuregen, das Fernsehen der Kinder durch Gespräche oder auch gemeinsames Schauen zu begleiten. Ausgehend von den Interessen und Fernsehgewohnheiten der Kinder können auf Elternabenden oder in Einzelgesprächen folgende Themen interessant sein:

  • Welches sind die Lieblingssendungen Ihres Sohnes, Ihrer Tochter? Worum geht es da?
  • Wie wird die Sendung meistens geschaut (allein, mit Geschwistern, mit Elternteil etc.)?
  • Knüpft das Kind an die Figuren, Themen der Sendung beim Spielen, Malen, Basteln an?
  • Was gibt es in den Sendungen zu lernen? (Dabei kann man die Qualitäten von Vorschulsendungen und klassischen Trickfilmen besprechen)
  • Tauschen Sie sich als Mutter, Vater mit Ihrem Kind über das Gesehene aus? („Was hat die Lieblingsfigur heute gemacht?“ „Was hast du besonders gut gefunden?“ oder auch „Was besonders gruselig?“)
  • Womit beschäftigen sich die Kinder zu Hause, wenn sie nicht fernsehen? (Ziel ist, Alternativen kennenzulernen und diese Alternativbeschäftigungen bei übermäßigem Fernsehkonsum zu fördern)
  • Welche Regeln gibt es beim Fernsehen? Welche Konflikte tauchen womöglich auf und wie kann man sie lösen? (Siehe Broschüren unten)
  • Welche Sendungen sind für Kita-Kinder geeignet?
  • Daran kann sich auch ein Gespräch über allgemeine Mediennutzung und Medienerziehung im Kita-Alter anschließen.
  • In Gruppen/Elternabenden eignet sich als Einstiegsthema immer ein Austausch über Medienhelden früher (als die Eltern Kinder waren) und heute, daran anknüpfen kann ein Austausch über das, was sich geändert hat.
  • Ob Einzelgespräch oder Elternabend, zwei Ziele stehen dabei im Mittelpunkt: einerseits die Eltern in ihrer Medienerziehung anzuregen (was ist möglich und nötig, wie können Eltern das sinnvoll regulieren und begleiten?) und die Eltern zu ermutigen, die medialen Interessen der Kinder wahrzunehmen und als Ausgangspunkt für Spiel und Austausch mit dem Kind zu fördern.


Für die Kita finden Sie weitere Anregungen und Materialien zu: "Wie Kinder fernsehen"

Für Eltern und die Elternarbeit gibt es vielfältige weiterführende Informationen zum Thema Fernseherziehung (teils auch in verschiedenen Muttersprachen):

 

 

Mein Weg zur Schule

Auch Eltern sollten den Prozess des Übergangs von der Kita in die Schule begleiten. Gemeinsam können sie die Kinder auf die neue Situation vorbereiten. Dazu gehören auch meist ein Abschied von guten Freunden und neue Freunde zu finden.

Mit der Einschulung gibt es oft auch einen neuen Schulweg. Vielleicht gehen manche diesen zu Fuß, nutzen Busse oder werden von ihren Eltern gebracht. Eltern können diese Wege im Vorfeld mit ihren Kindern gemeinsam gehen und dies medial festhalten, indem sie beispielsweise gemeinsam eine Wegkarte gestalten.

Regen Sie die Eltern an, mit den Kindern den neuen Schulweg abzugehen, dabei gut einprägsame Stellen zu fotografieren und so den Weg zu dokumentieren. Danach können diese Fotos ausgedruckt und auf einen großen Bogen geklebt und der Weg eingezeichnet werden (evtl. kann als Vorlage Google Maps dienen). Kinder können diesen Plan dann weiter gestalten und als Poster aufhängen.

 

Damals und heute

Regen Sie die Eltern ebenso an über Fotos mit Kindern ins Gespräch zu kommen. Viele Eltern haben mit Sicherheit ein Foto von ihrer eigenen Einschulung und Kinder sind meist neugierig und haben Spaß daran alte Fotoerinnerungen zu durchstöbern.
Mögliche Gesprächsanregungen könnten sein:

  • Wie sahen die Eltern als Kind aus?
  • Was war in der Schultüte?
  • Wie haben die Eltern sich bei ihrer eigenen Einschulung gefühlt?
  • Wie ist die Einschulung abgelaufen?
  • Was war besonders schön? Was war nicht so schön?
  • Was war anders in der Schule im Vergleich zur Kita / bei der Tagesmutter / zu Hause?

 

 

Gemeinsamkeiten stärken und Vielfalt fördern

Lassen Sie Eltern an dem Interview-/Radioprojekt teilhaben, indem sie selbst Interviewpartner für die Kinder sind. Laden Sie die Eltern z.B. zu einem interkulturellen Nachmittag in die Kita ein. Jeder kann Essen und Getränke mitbringen. Und wenn sich der Elternkreis ihrer Kita aus Menschen verschiedener ausländischer Herkunftskulturen oder unterschiedlicher Regionen Deutschlands zusammensetzt, können diese für ihre Kultur oder Region typische Gerichte mitbringen. So ergeben sich ein gemütliches Beisammensein und eine lockere Atmosphäre, in der die Kinder ihre Fragen stellen und aufnehmen können und die Eltern miteinander ins Gespräch kommen können. Gemeinsam können Sie sich dann auch die Interviews der Kinder anhören und die Kinder können erzählen, wie sie sich auf die Interviews vorbereitet haben.

Das gemeinsame Miteinander kann durch das gemeinsame Essen und den Austausch über verschiedene traditionelle Gerichte und kulturelle Besonderheiten unterstützt werden. Lassen Sie die Eltern berichten oder gestalten Sie den Austausch kreativ.
Hier bietet es sich an, ein Plakat, Kochbuch oder Fotoprojekt zu gestalten: Bereiten Sie Zettel vor, auf dem der Name des Gerichtes, evtl. der kulturelle Zusammenhang („Zuckerfest“, orthodoxe Ostern, Ostern in Italien etc.) mitgeteilt wird, die Kinder machen Fotos und können dazu passende Fahnen malen. Rezepte können geteilt werden und z.B. in einem gemeinsamen Kita-Kochbuch zusammengestellt und an die Eltern verteilt werden. Die gestalteten Plakate werden in der Kita ausgehängt und an „Hörstationen“ kann sich jeder die Interviews anhören.

Eltern sind Vorbilder – Computernutzung zu Hause

Auch in den Familien der Kinder spielen Computer und Laptops neben Handys und Tablets eine große Rolle. Einige der Eltern arbeiten evtl. von zu Hause am PC, nutzen ihn selbst zum Spielen von Online-Games, tauschen sich per Mail oder Videochat mit Freunden oder Verwandten aus oder surfen im Internet.
Und es dauert meist nicht lange bis Kinder die Faszination und Spielmöglichkeiten eines Computers für sich entdecken. Eltern sollten Kinder an den Computer heranführen, indem sie gemeinsam kind- und altersgerechte Computerspiele spielen, zusammen ein Bild am PC malen, mit der Tante skypen oder sich Fotos und Videos anschauen. Generell ist es wichtig, im Familienalltag immer viel Alternativen zur medialen Beschäftigung anzubieten.

Raten Sie Eltern, für die Computer-Nutzung zu Hause Regeln aufzustellen, an die sich die Kinder halten müssen. Auch die Zeit, die Kinder vor dem Computer oder an Bildschirmen verbringen, sollten Eltern im Vorfeld festlegen und gemeinsam besprechen.
Je nach Alter sollten Kinder im Kita-Alter nicht täglich und auch nicht länger als 20 bis 30 Minuten am Computer spielen. Um den Kindern auch ein akustisches Signal für das Ablaufen ihrer Computer-Zeit zu geben, können Eltern einen Wecker oder eine Eieruhr stellen. Dies kann das Signal sein, dass sie das Spiellevel noch zu Ende spielen dürfen und dann den Computer ausmachen sollen. Dadurch wird die Frustration, mitten im Spiel aufhören zu müssen, verringert. Manchen Eltern muss vermittelt werden, dass sie mit der eigenen Mediennutzung Vorbilder sind. Kindern wird es schwerer fallen den Computer auszuschalten, wenn sich die Eltern selbst nur schwer vom Bildschirm lösen können. Das eigene Medienverhalten und das der Familie zu reflektieren, kann daher auch wichtiger Bestandteil von Elternarbeit in der Kita sein.


Anregung:

Eltern können gemeinsam mit Ihren Kindern ab 6 Jahren einen Mediennutzungsvertrag erstellen. Dieser kann die Mediennutzung in der Familie regeln. Unnötige Diskussionen und Streits können damit ggf. reduziert werden.


Bevor Sie die Eltern über die Einführung des Computers informieren, überlegen Sie im gesamten Team die Vor- und Nachteile und die möglichen Argumente der Eltern.
Entwickeln Sie dazu eine gemeinsame Haltung und Ideen, wie sie den Computer gezielt mit den Kindern einsetzen möchten.
Gehen Sie auf die skeptischen Eltern ein und laden Sie sie z.B. zu einem Besuch in der Kita ein. Die Bedenken der Eltern beziehen sich vermutlich u.a. darauf, dass ein Computer in der Kita zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht und das Interesse der Kinder nur noch darauf gerichtet ist. Zwar wird es vermutlich so sein, dass das Interesse der Kinder am Anfang stark auf den Computer gerichtet ist, doch das liegt einfach daran, dass es einen neuen, interessanten Gegenstand in der Kita gibt. Würden Sie eine neue besondere Schaukel auf dem Außengelände aufstellen, wäre es vermutlich genauso.
Aber mit der Zeit kann auch der Computer zum alltäglichen Gegenstand in der Gruppe werden und das flammende Interesse der Kinder wird abflachen.

Medienpraxis für Groß und Klein
Familie im Wohnzimmer

Medien sind ständige Alltagsbegleiter und das mittlerweile schon von Geburt an. Digitale Fotoapparate und Videokameras, Smartphones und Fernseher sind aus den Familien schon gar nicht mehr wegzudenken. Doch wie mit diesen Medien sinnvoll, kritisch und auch kreativ umgegangen werden soll, müssen Kinder erst noch lernen. Auch viele Eltern sind bei der Medienerziehung noch unsicher und stehen vor neuen Herausforderungen. Daher sollten Sie Eltern in die Medienarbeit in Ihrer Kita einbeziehen und so für Transparenz sorgen. Dann profitieren nicht nur die Kleinen sondern auch die Großen von Ihrer medienpädagogischen Praxis.


Elternarbeit besteht aus mehr als nur Elternabenden.

Je mehr Sie die Eltern in die verschiedenen Aktivitäten einbinden, desto besser wird möglicherweise der Kontakt auch zu neuen Eltern und die Möglichkeit zur übergreifenden Medienerziehung. Denn Transparenz schafft Akzeptanz.
Und gerade im Bereich der Medienpädagogik können Eltern gut in einzelne Projekte eingebunden werden. Laden Sie die Eltern z.B. zu einem gemeinsamen Ausflug ein und lassen Sie sowohl Kinder als auch Eltern den Ausflug mit einer Fotokamera dokumentieren. Die entstandenen Fotos können anschließend auf einem gemeinsamen Nachmittag als Foto-Ausstellung präsentiert werden.
Auch andere Produkte von kleineren Projekten wie z.B. Theateraufführungen, gebastelte oder gemalte Kunstwerke, kreative Fotos oder selbstgedrehte Filme eignen sich für eine Elternvorführung. Und einige Eltern sind Ihnen sicherlich bei der Durchführung solcher Projekte und den Vorbereitungen dazu gern behilflich. Überlegen Sie vorab, was Sie sich von den Eltern wünschen und wie diese Sie unterstützen können. Wenn Eltern z.B. anbieten bestimmte technische Geräte auszuleihen oder zu schenken, sollten Sie vorher prüfen, ob sich die Technik auch für Ihr Vorhaben eignet bzw. ob die Technik auf dem aktuellen Stand ist. Und wenn Sie selber nicht so gut darüber Bescheid wissen, gibt es sicherlich andere hilfsbereite Eltern, die die technischen Geräte vorher auf ihre Funktionalität hin überprüfen.
Das Thema Medienpädagogik bietet sich aber natürlich auch für einen reinen Elternabend an. Fördern Sie den Austausch unter den Eltern zum Thema Medien, indem Sie z.B. das Bild Medien bei uns zu Hause als Gesprächsanlass nutzen oder Ergebnisse der Medienprojekte als Ausgangspunkt verwenden. Lassen Sie die Eltern berichten, wie der Mediengebrauch bei Ihnen zu Hause ist und welche Regeln Sie für ihre Kinder aufgestellt haben. Allein der Austausch kann eine Art Beratung unter Gleichgesinnten sein. So können sie von den Erfahrungen und Aktivitäten anderer Eltern profitieren und sich Anregungen und Tipps für die eigene Mediennutzung in der Familie holen.
Es bietet sich evtl. auch an, zu so einem Elternabend einen Medienpädagogen bzw. -experten einzuladen. Die Initiative Eltern+Medien der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen bietet Ihnen auch dieses Jahr die Möglichkeit sich kostenfrei für einen Medienelternabend anzumelden. Dieses Angebot ist seit Jahren sehr beliebt und wird sehr gut genutzt. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.elternundmedien.de/aktuelles.html

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Computerspiele in der Familie: Gemeinsam statt einsam!
Zwei Kinder sitzen vor einem Computer

Wenn es um Computerspiele für Kinder geht, sind sich viele Eltern unsicher. Dabei beschäftigen sie sich immer wieder mit den gleichen Fragen: Ab wie viel Jahren darf mein Kind Computerspielen? Welche Spiele sind für mein Kind geeignet? Wie lange darf ich mein Kind mit dem Computer, dem Tablet und/oder der Konsole spielen lassen?
Diese Fragen stellen sich Eltern vor allem jetzt in der kalten Jahreszeit, in der viele Beschäftigungen drinnen stattfinden, immer häufiger. Auf die Fragen gibt es zwar keine allgemeingültigen Antworten, aber wie Sie als ErzieherIn Eltern in Bezug auf die kindliche Freude am Computerspiel beraten können, lesen Sie hier.

Regen Sie Eltern dazu an, kein generelles Verbot von Computerspielen auszusprechen, auch wenn sie selbst unsicher sind. Vielmehr sollten sie zusammen mit ihren Kindern auf Entdeckungsreise gehen und verschiedene altersgerechte Spiele ausprobieren. Dabei ist die vorherige Auswahl der Spiele entscheidend. Geben Sie Eltern ihre Erfahrungen mit bestimmten Computerspielen weiter und sprechen Sie Empfehlungen aus, wenn Sie bereits gute Erfahrungen mit bestimmten digitalen Spielen gemacht haben. Alternativ oder zusätzlich können Sie in Ihrer Kita auch eine Liste aushängen, in die Eltern Spiele-Empfehlungen eintragen können. So profitieren alle Eltern von den Erfahrungen einzelner.
Bevor das Spiel dann gespielt wird, sollten Eltern ihren Kindern eine klare Zeitvorgabe geben. Ältere Kita-Kinder können z.B. bis zu 30 Minuten am Computer spielen, während jüngere Kinder deutlich weniger Spielzeit haben sollten. Und wenn das Spielen losgeht, sollten Eltern mitspielen, zugucken und nachfragen. Nur so wissen Sie, ob das Spiel wirklich für ihr Kind geeignet ist und für welche Inhalte es sich begeistern lässt. Weisen Sie darauf hin, dass die zunächst kostenlose Nutzung von Online-Spielen wie Spielaffe etc. für diese Altersgruppe problematisch sein kann: nicht altersgerechte Angebote sind oft nur einen Klick entfernt und manche Spiele sind in höheren Levels kostenpflichtig.

Einfach statt kompliziert
Kinder mögen gerne simple Spiele. Auch wenn solche Spiele Eltern banal erscheinen, bringen sie Kindern enormen Spielspaß. Es muss also nicht immer ein aufwändiges Computerspiel sein. Und teuer muss es sowieso nicht sein. Raten Sie Eltern, die Computerspiele in ihrer örtlichen Bibliothek auszuleihen. Und bei einem gemeinsamen Besuch von Eltern und Kindern in der Stadtbibliothek werden bestimmt nicht nur Computerspiele ausgeliehen?

Alternativen schaffen
Besonders in der Ferienzeit, wenn die Kinder viel Zeit zu Hause verbringen, ist es wichtig, dass Eltern ihren Kindern Alternativen zum Computerspielen oder Fernsehen bieten. Neben Gesellschaftsspielen, Spaziergängen draußen oder anderen Aktivitäten können Eltern mit ihren Kindern z.B. auch kreative Aktivitäten rund ums Fotografieren machen. Geben Sie ihnen dafür ihre Erfahrungen und Materialien zum Lightpainting, Malen mit der Kamera oder Mit der Kamera zaubern weiter und animieren Sie sie dazu, diese einfachen und kreativen Methoden auch mal zu Hause auszuprobieren.

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Magische Momente in der Familie
Lemur guckt aus dem Fenster.

Aufgrund der früh einsetzenden Dunkelheit und der zunehmenden Kälte finden die meisten gemein-samen Tätigkeiten der Familie zu dieser Jahreszeit drinnen statt. Viele Familien stehen dann vor der Frage, wie sie ihre Kinder in den eigenen vier Wänden am besten beschäftigen können. Doch auch in den eigenen vier Wänden können Familien zusammen mit ihren Kinder magische Momente erleben.
Lesen Sie hier, welche Anregungen und Tipps Sie Eltern für die Freizeitgestaltung zu Hause geben können.

Beim Schaffen von magischen Momenten in den eigenen vier Wänden geht es gar nicht darum ganz besonders eindrucksvolle Erlebnisse durch aufwändige Vorbereitungen zu schaffen. Vielmehr geht es darum, gemeinsam mit den Kindern alltägliche Tätigkeiten wie z.B. das Vorlesen, Fotografieren und Hörspiele Hören bewusst anders zu gestalten, um ihnen besondere Erlebnisse und Erinnerungen zu schaffen.

Magisches Vorlesen
Eltern können das Vorlesen von Geschichten z.B. als kleines Event organisieren, indem sie z.B. eine Kuschelecke einrichten und mit Kerzenschein oder gedämmtem Licht eine besonders gemütliche Stimmung schaffen.
Für Gruselgeschichten können sich Eltern und Kinder auch gemeinsam eine Höhle bauen und sich zum Vorlesen darin verkriechen. Gelesen wird dann nur mit einer Kopflampe oder einer Taschenlampe. Um dann noch einen besonderen Gruselfaktor einzubauen, können sich Eltern die Taschenlampe beim Vorlesen auch unter das Kinn halten. Die dabei entstehenden Schatten lassen das Gesicht furchterregend erscheinen.
Kinder mögen es zwar sich zu gruseln, doch dieses angenehme Grusel-Gefühl kann auch schnell in Angst umschlagen. Denn Dunkelheit und Themen wie z.B. Gespenster können Kindern Angst einjagen. Raten Sie den Eltern daher ihre Kinder beim Vorlesen oder Geschichtenerzählen im Auge zu behalten und eventuell nach ihrem Wohlbefinden zu fragen. Wenn sich die Kinder zu sehr gruseln, sollten Eltern die Situation sofort auflösen und im wahrsten Sinne des Wortes Licht ins Dunkel bringen.

Neben diesen Möglichkeiten gibt es weitere Möglichkeiten das Vorlesen attraktiver zu gestalten. Beispielsweise können Eltern ihre Kinder mit einbeziehen, indem sie die Kinder zum Weiterentwickeln der Geschichte anregen („Was meinst du, wie könnte das jetzt weitergehen?“) zum Nachspielen der Geschichte anregen oder sie in Verbindung mit Apps zum Mitmachen anregen. Die App Zippel Zappel Fingerlein z.B. verbindet Reime und Geschichten mit Fingerspielen und aktiviert die Kinder so zum Mitmachen.

Zauberhaftes Fotografieren
Mit dem Fotoapparat können Eltern und Kinder auch zu Hause kreative, aber vor allem auch magische Fotos machen. Empfehlen Sie Eltern einfach mal gemeinsam mit ihren Kindern das Fotografieren im Dunkeln auszuprobieren. Lichtquellen wie z.B. der Kerzenschein oder sogar die Weihnachtsbeleuchtung können so besonders schön in Szene gesetzt werden. Der Blitz der Fotokamera sollte dabei ausgeschaltet sein, damit die Bilder den schönen Schein der Dunkelheit nicht verändern. Mit der Einstellung einer höheren Blende werden die Fotos insgesamt etwas heller, aber auch verschwommener und eine längere Belichtungszeit sorgt dafür, dass die Lichter stärker hervorgehoben werden.

Gemütliches Zuhören
Auch das Lauschen eines Hörspiels kann in der Winterzeit gemütlich gestaltet werden. Anstatt einfach die Geschichte anzuschalten, können Eltern z.B. mit Decken und Kissen eine kuschelige Ecke schaffen, in der sie es sich mit ihren Kindern gemütlich machen können. Auch hier sorgen Kerzen und gedämmtes Licht für eine behagliche Stimmung. Mit einem warmen Tee oder Kakao kann die Wohlfühl-Atmosphäre beim Hören eines Hörspiels abgerundet werden. Spielt das Ganze auf einem Piratenschiff oder in einem Hexenhaus?
Regen Sie zum (evtl. gemeinsamen) Gestalten einer passenden Umgebung an.

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Kindgerechte Fernsehsendungen

Viele Eltern sind unsicher, wenn es um den Umgang mit dem Fernseher in Bezug auf ihre Kinder geht. Sie fragen sich, wann und wie lange Sie ihre Kinder fernsehen lassen sollen und welche Sendungen geeignet sind.
Und nicht selten werden Sie als ErzieherIn um Rat gefragt. Lesen Sie hier, was gutes Kinderfernsehen ausmacht und was Eltern bei der Wahl der Sendung beachten sollten.


Was macht eine gute und vor allem kindgerechte Fernsehsendung aus?

  • Kindgerechte Sendungen sind in sich abgeschlossen und dauern möglichst nicht länger als 30 Minuten.
  • Eine klare Unterscheidung von guten und bösen Filmfiguren ist für Kinder wichtig
  • Spannende und entspannende Elemente wechseln sich ab. Der Wechsel von Spannung und Entspannung ist bei Kindersendungen kürzer als bei Sendungen für Erwachsene.
  • „Happy-End“, denn ein guter Ausgang der Geschichte ist für Kinder wichtig.
  • Eine lineare Handlung, Kinder verstehen noch keine Rückblicke oder Zeitsprünge.
  • Handlungen, die sich an der Lebenswelt der Kinder orientieren, sich mit Situationen aus dem Alltag der Kinder beschäftigen und Figuren aufweisen, die ihnen Identifikationsmöglichkeiten bieten.
  • Eine Sendung mit einer ruhigen Abfolge der Bilder ohne schnelle Schnitte oder Bildwechsel ist für Vorschulkinder besonders geeignet.

Einen Überblick über das Fernsehprogramm mit Empfehlungen erhalten Sie unter Flimmo.tv – der Programmberatung für Eltern.


Anregungen zum Fernsehen zu Hause

Durch das Angebot vieler Fernsehsender, Sendungen auch jederzeit online im Internet oder über Fernseh-Apps anzuschauen, können Familien und Kinder unabhängig von bestimmten Sendezeiten fernsehen. Ebenso bieten Festplattenrekorder die Möglichkeit Sendungen aufzunehmen. Das hat den Vorteil, dass Eltern das Programm gezielter auswählen und die Dauer des Fernsehens einfacher bestimmen können. Raten Sie den Eltern dazu, Kinder nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen fernsehen zu lassen. Denn sie brauchen Raum und Zeit, um ihre Fernseherlebnisse im Spiel, beim Toben oder auch einfach im Gespräch mit ihren Eltern zu verarbeiten.
 
Regen Sie die Eltern an, sich mit dem Fernseh- und Medienkonsum in der Familie zu beschäftigen.

  • Welche Rolle spielt das Fernsehen in der eigenen Familie?
  • Was mögen die eigenen Kinder am liebsten im Fernsehen schauen?

Nutzen Sie dafür beispielsweise die Checkliste aus Geflimmer im Zimmer, die Eltern zur Reflexion anregen soll.

Die gesamte Broschüre Geflimmer im Zimmer enthält weitere Anregungen und Tipps zum Umgang mit dem Fernseher in der Familie:
www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Geflimmer-im-Zimmer,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf

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Medienarbeit in der Kita: Transparenz schafft Akzeptanz

Das neue Kitajahr hat begonnen und auf die Kinder wartet ein Jahr voller Spiele, Ausflüge und Projekte. Die Förderung von Medienkompetenz lässt sich in diese Arbeiten integrieren. Organisieren Sie einen Elternabend, bei dem Sie den Eltern die Medienarbeit an Ihrer Kita vorstellen: Wie ist die Medienarbeit eingebunden, welche speziellen medienpädagogischen Angebote planen Sie im Laufe des Jahres? Stellen Sie verschiedene Bausteine und Wege der alters- gerechten Medienpädagogik vor. So schaffen Sie Transparenz und können direkt zu Beginn auf Fragen und Anregungen der Eltern reagieren.

Verdeutlichen Sie den Eltern, dass Sie die Förderung von Medienkompetenz in Ihrer Einrichtung als Kombination aus Medienerziehung und kreativer Arbeit umsetzen. Ziel ist dabei gerade nicht, Kinder auch in der Kita unreflektiert Medien konsumieren zu lassen.
Altersgerechte Medienarbeit bedeutet einerseits die medialen Erfahrungen der Kinder und Familien aufzugreifen und andererseits den Kindern kreative Möglichkeiten zu erschließen, sich auch mit Medien auszudrücken oder damit zu experimentieren. Hörmedien, Fotografie und Video werden als kreative Werkzeuge und Experimentierfelder genutzt. Computer und Tablets dienen dabei mitunter als Medien der Verarbeitung, Darstellung, Weiterentwicklung.
Die Projekte bieten auch erste Grundlagen einer Kritikfähigkeit, wenn etwa in Gesprächen die Urteilsfähigkeit gefördert wird, mit älteren Kita-Kindern zum Thema Werbung gearbeitet wird oder die Lieblingsfiguren, -spiele  oder -sendungen zum Thema gemacht werden.
Vielleicht stehen einige Eltern der Medienarbeit in der Kita eher skeptisch oder ablehnend gegenüber. Dann können Sie erklären, dass viele verschiedene Medien wie z.B. Smartphone, Fernseher, Spielkonsolen oder Computer in Familien inzwischen allgegenwärtig sind und die Kinder durch medien-pädagogische Angebote in der Kita gezielt auf die reflektierte Nutzung und Rezeption vorbereitet werden.
Die Förderung der Medienkompetenz ist Teil der frühkindlichen Bildung und umfasst vor allem aktive, kreative und nach und nach kritikfördernde pädagogische Angebote.

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Medienzeit = gemeinsame Zeit

Mit den neuen Kindern kommen natürlich auch neue Familien in die Kita.
Auch der Termin für einen ersten gemeinsamen Elternabend im neuen Kitajahr ist vielleicht schon geplant. Neben einem gegenseitigen Kennenlernen können Sie den Elternabend nutzen, um den Familien von den Angeboten Ihrer Kita zu berichten. Wenn Sie bereits praktische und kreative Medienarbeit durch- führen, zeigen Sie den Eltern doch mal einige Ergebnisse und Produkte aus dem Vorjahr. Evtl. ergeben sich dadurch Fragen bei den Eltern zur Medienerziehung zu Hause und Sie können gemeinsam mit den Eltern einen Medienelternabend planen oder erste Fragen und Unklarheiten besprechen. Viele Eltern profitieren oft von einem Austausch untereinander und dem Blick in andere Familien bezüglich des Umgangs mit den Medien.

Junge Eltern – auch die technikaffinen – sind oft noch unsicher in Bezug auf die Medienerziehung ihrer Kinder und dankbar für Anregungen – ohne erhobenen Zeigefinger.
Folgende Beispiele geben Ihnen als Erzieher/in Anregungen, wie Sie Eltern in der Medienerziehung beraten können. Eltern können die Tipps nutzen, um gemeinsam mit ihren Kindern die klassischen Medien auch mal anders zu nutzen.


Bilderbuch

Neben der klassischen Variante, dass Erwachsene den Kindern ein Bilderbuch vorlesen, bietet ein Bilderbuch vielfältige Nutzungsweisen. Raten Sie den Eltern dazu, sich mit den Kindern das Buch erst mal nur anzuschauen und die Kinder die einzelnen Bilder beschreiben zu lassen. Die Bilder wecken bei Kindern zahlreiche Assoziationen und regen sie zum Sprechen an.
Bei bekannten Büchern können Eltern ihre Kinder auch dazu animieren, selber eine kleine Geschichte zu den Bildern zu erzählen. So fördern Eltern nebenbei die Erzählfähigkeit ihrer Kinder und legen den Grundstein für den späteren Erwerb der Schriftsprache.
Ebenso können Eltern sich mit ihren Kindern eine Seite aus einem Bilderbuch anschauen und das Kind durch Nachfragen dazu anregen, eine eigene, kleine Geschichte zu den Personen und Tieren zu erfinden. Jüngeren Kindern fällt es noch schwer, sich selbstständig eigene Geschichten auszudenken. Eltern können durch gezieltes Nachfragen ihre Kinder dabei unterstützen.


Fernsehen

Kinder beschäftigen sich häufig mit den Inhalten aus dem Fernsehen, auch wenn die „Flimmerkiste“ gar nicht mehr an ist: Sie berichten von ihren Fernsehheld/innen, malen Bilder von ihnen, unterhalten sich mit anderen Kindern über ihre Lieblingssendung oder bauen die Figuren in ihr Spiel mit ein. Erklären Sie den Eltern, dass sie durch ihr Interesse an den Lieblingsheld/innen ihrer Kinder auch ihr Selbstwertgefühl steigern.
Ermuntern Sie Eltern, sich zusammen mit ihren Kindern eine Folge der Lieblingssendung ihrer Kleinen anzuschauen und anschließend an die gemeinsame Fernseherfahrung anzuknüpfen. Ein Bild malen über den Lieblingsheld aus dem Fernsehen und ein Gespräch über die gemeinsame Fernseherfahrung sind z.B. zwei Möglichkeiten. Eltern und Kinder können aber auch eine Szene aus der Sendung nachspielen und ein Video davon machen. Anschließend kann sich die gesamte Familie den Film auf dem Fernseher oder Computer ansehen und so ein ganz besonderes Fernseherlebnis schaffen.


Hörspiel

Hörspiele sind bei Kindern sehr beliebt. Während des Hörens entwickeln sie zu der Geschichte ihre ganz eigenen Bilder im Kopf.
Raten Sie Familien dazu, dass sie ihre Kinder dazu anregen diese Bilder aufzumalen. So bekommen Eltern einen Einblick in die Fantasiewelt ihrer Kinder. Durch die Bilder können Eltern erfahren, wie sich ihr Kind die Personen, die Umgebung und auch die Stimmung aus der jeweiligen Geschichte vorstellt. Gleichzeitig verarbeiten Kinder auf diese Weise auch ihre Höreindrücke.
Kinder brauchen neben dem Hören eines Hörspiels keine zweite Beschäftigung. Gerade bei neuen, ihnen unbekannten Geschichten sind Kinder vollkommen auf das Hören fixiert. Nach dem Hören sollten sich Eltern mit ihren Kindern über die Geschichte austauschen und evtl. sogar ihre Kinder die Geschichte nochmal zusammenfassen lassen. So fördern Eltern nicht nur die Zuhör- sondern auch die Sprechkompetenz ihrer Kinder.


Anregung

Für die Eltern von Kita-Kindern bietet die Landesanstalt für Medien NRW über ihre Initiative Eltern+Medien zum Thema „Frühkindliche Mediennutzung“ kostenfreie Elternabende. Infos unter www.elternundmedien.de.

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Kreative Ferienzeit
Erdmännchen mit Kokosnuss

Auch für Kinder, die nicht in den Urlaub fahren, sind Ferien etwas Besonderes. Eltern stehen aber häufig vor der Frage, wie sie die Freizeit der Kinder gestalten können. Manchmal fehlen ganz einfach die Ideen. Lesen Sie, welche Anregungen und Tipps Sie Eltern für die Ferien- und Freizeitgestaltung geben können.

Nutzen Sie die Beispiele, um Eltern Anregungen zu geben, wie sie zusammen mit ihren Kindern und ohne großen Aufwand besondere (mediale) Erlebnisse in der Ferien- bzw. Freizeit schaffen können:

Ferienhörtagebuch

Alle zwei bis drei Tage oder nach Ausflügen und Ereignissen können Eltern ihre Kinder von ihren Erlebnissen berichten lassen und dabei mit der Aufnahme-Funktion eines Handys oder mit einem Tonaufnahmegerät aufnehmen. Die Aufnahmen können am Ende mit Freunden und Verwandten angehört werden oder als einzelne Tracks auf eine CD gebrannt werden, sodass die Kinder ihr eigenes Hör-Tagebuch haben und sich an die Erlebnisse erinnern können.

Zirkusvorstellung

Zusammen mit Freundinnen und Freunden können sich Kinder Kunststücke und andere artistische oder witzige Einlagen ausdenken, proben und den Eltern in einer Zirkusvorstellung präsentieren. Zusätzlich können Plakate gemalt, Eintrittskarten verkauft und Kostüme erstellt werden. Als Andenken können Eltern die Vorführung mit einer Foto- oder Videokamera oder ihrem Smartphone festhalten.

Fotosafari

Warum nicht mal die heimische Tierwelt entdecken und dokumentieren? Einfach auf kleinen Ausflügen in die Natur, in den Tierpark oder in den Wald eine Fotokamera, ein Tablet oder Smartphone mitnehmen und die Kinder alle Tiere, die sie entdecken, fotografieren lassen. Als besonderes Highlight eignet sich dabei ein Familien-Picknick. Aus den Fotos können die Kinder ein Fotoalbum als Erinnerung erstellen.

GPS-Tour

Ausgerüstet mit einem GPS-Gerät oder einem Smartphone mit GPS-Funktion können sich Familien auf einen medialen Spaziergang oder sogar auf Schatzsuche begeben. GPS-Geräte sind häufig in der lokalen Tourist-Information oder über andere Einrichtungen kostenlos ausleihbar. Und auf www.geocaching.de gibt es eine Übersicht über bestehende Routen und versteckte Schätze in der eigenen Nachbarschaft.

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Gemeinsam fernsehen in der Familie
Lemur filmend

Fernsehen zu zweit oder mit mehreren macht nicht nur mehr Spaß, sondern bietet auch die Möglichkeit, sich über das Gesehene auszutauschen. Das ist vor allem für Kinder wichtig. Eltern sollten daher generell gemeinsam mit ihren Kindern gezielt und bewusst fernsehen und sich anschließend über die Sendungen austauschen. Einerseits können Kinder die Inhalte so besser verstehen und verarbeiten und andererseits stärken Gemeinschaftserlebnisse Bindung. Sicher können die Kinder bekannte altersgerechte Serien und Formate auch mal allein schauen. Eltern sollten Kinder dann aber über die Inhalte berichten lassen. Absprachen über Zeit und Dauer des Fernsehens sollten die Eltern mit ihren Kindern im Vorfeld besprechen und festlegen.

Die Fußball-WM ist für Kinder ein ganz besonderer Anlass und da einige Spiele schon um 18:00 Uhr gezeigt werden, können Familien daraus ein gemeinsames Event machen und den Kindern ein schönes Erlebnis bereiten. Damit es auch allen Spaß macht, ist es wichtig zu wissen, dass viele Kinder im Kita-Alter meist noch nicht in der Lage sind, einem ganzen Spiel konzentriert zu folgen.

Die mitunter angespannte Atmosphäre kann für die Kinder auch aufwühlend sein. Nicht alle Kinder interessiert zudem das Spielgeschehen. Dennoch gefällt es vielen dabei zu sein. Eltern sollten Spiel-, Beschäftigungs- und Bewegungsmöglichkeiten nebenher oder nebenan einplanen. Eventuell ist es für Kinder dieses Alters angemessen, nur zeitweise mitzuschauen oder nur eine Halbzeit mitzuverfolgen und sich auch bewusst anderen Beschäftigungen zu widmen.

Eltern sind oft verunsichert, wie lange Kinder generell fernsehen sollten. Dies ist aufgrund von unterschiedlichen Familienkonstellationen und unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Kinder auch nicht immer eindeutig zu beantworten. Die Broschüre „Mit Medien leben lernen“ bietet Tipps zu altersentsprechenden Nutzungszeiten.

Besondere mediale Anlässe wie die Fußball-WM lassen Ausnahmen zu alltäglichen Regeln der Fernsehnutzung zu. Allgemein ist es für Kinder wichtig, ihre Fernseherlebnisse und Gedanken mit jemandem zu teilen. Eltern bekommen so mehr über die Gefühle und Reaktionen der Kinder während des Fernsehens mit. Was finden Sie besonders spannend oder lustig? Wer gefällt ihnen besonders gut? Und ganz allgemein wird der Austausch innerhalb der Familie gefördert, wenn die Familienmitglieder über das Gesehene sprechen, Fragen der Kinder beantworten oder gemeinsam bei Quizshows rätseln.

 

Tipp

Um Kindern das Einhalten von festen Fernseh-Zeiten zu erleichtern, können Eltern Zeitgutscheine einsetzen. Jeden Tag oder wöchentlich bekommen Kinder dann ihrem Alter entsprechende Gutscheine über bestimmte Medien-Zeiten, die sie nach Bedarf einlösen können.

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Fotokamera in der Familie nutzen

In einigen Familien stehen gemeinsame Ausflüge in die Natur nicht so oft auf dem Programm. Anhand von kreativen Tipps und Anregungen können Sie Eltern dazu anregen, dass z.B. auch ein kurzer Wald-oder Park-Spaziergang mit Spaß und Spielerei für Groß und Klein verbunden werden kann. Regen Sie die Eltern an z.B. eine Fotokamera mitzunehmen und die Kinder damit fotografieren und experimentieren zu lassen.

Sie können z.B. die Ergebnisse Ihres Park-/Wald- und Wiesentags nutzen, um den Eltern damit ein Beispiel zur Gestaltung eines Ausflugs aufzuzeigen. Ähnlich wie die kreative Naturerkundung in der Kita können Eltern und Kinder gemeinsam Pflanzen und Lebewesen im Wald entdecken. Ausgestattet mit einer Fotokamera oder einem Smartphone können die Kinder den gemeinsamen Ausflug dokumentieren und Spaßfotos mit ihren Eltern in der Natur machen. Sie können z.B. selber krabbeln wie eine Ameise und dabei fotografiert werden oder ein Foto von ihren Eltern als Baum machen. Regen Sie die Eltern an, den Kindern die Kamera in die Hand zu geben und mit einer Kameraschlaufe am Handgelenk zu befestigen, so kann die Kamera nicht aus Versehen fallen gelassen werden. Die entstandenen Fotos können nach dem Ausflug gemeinsam auf einem größeren Bildschirm angeschaut werden. Das bewusste und gemeinsame Betrachten der Fotos ist für Kinder ein großartiges Erlebnis. Raten Sie den Eltern dazu, besonders schöne Fotos auch mal auszudrucken oder in ein Fotoalbum zu kleben – oder sogar auf einen digitalen Bilderrahmen zu speichern. So sind die Fotos den Kindern ständig zugänglich und erinnern sie an den gemeinsamen Ausflug.

 

Was wächst denn da?

Auch Familien, die keinen Garten oder Balkon haben, können die Natur in ihre Wohnung holen und beobachten. Regen Sie die Eltern dazu an, gemeinsam mit den Kindern etwas einzupflanzen. Sonnenblumensamen, Kressesamen oder Avocadokerne eignen sich gut, denn hier geht das Wachstum zügig und die ersten Ergebnisse sind schnell sichtbar. Gemeinsam mit ihren Kindern können die Eltern überlegen, was die Pflanzen zum Wachsen brauchen, wieviel Wasser und Licht gut sind. Um das Wachstum zu dokumentieren, können die Kinder jeden Tag mit der Fotokamera ein Foto machen und sich gemeinsam anschauen. Dieses Projekt eignet sich ebenso für die pädagogische Projektarbeit in der KiTa.

 

Wissenswertes beim Kauf einer Kamera

Die Auswahl eines geeigneten Gerätes ist bei der großen Auswahl von Kameras nicht immer leicht. Die folgenden Tipps geben Ihnen ein paar Eckpunkte, auf die Sie achten können:

 

Kinderfreundliche und handliche Bedienung:

Die wichtigen Knöpfe und Hebel, wie Auslöseknopf und Zoomeinstellung sollten gut für die Kinderhände erreichbar sein. Ein großes Display erleichtert das Auswählen des Bildausschnitts und macht mehr Freude bei der Betrachtung der Bilder. Die Kamera sollte leicht und griffig sein, so dass die Kinder die Kamera gut festhalten können.

 

Auflösung und Funktionen:

Aktuelle Kameras haben meist nicht weniger als 10 Megapixel, dies reicht auch vollkommen aus. Ein eingebauter Bildstabilisator kann hilfreich sein, damit die Bilder nicht so schnell verwackeln. Ebenso kann die Reichweite des Zooms geringer sein, denn Kinder suchen sich zum einen die Motive im Nahbereich und zum anderen sind Aufnahmen mit einem großen Zoom schnell verwackelt, wenn die Kinder keine ruhige Hand haben.

 

Speicherung: Kaufen Sie eine Speicherkarte, die genug Platz aufweist, denn Kinder zeigen die Fotos gern und immer wieder herum. Es empfiehlt sich, die Bilder dann regelmäßig auf einen PC zu übertragen und dann alle Fotos von der Karte zu löschen. Löschen Sie die schlechten Bilder möglichst schnell, damit es nicht unübersichtlich wird. Für KiTas, die sich nicht für jede Gruppe eine Kamera leisten können, empfiehlt es sich, für jede Gruppe eine Speicherkarte zu kaufen. So werden die Bilder der einzelnen Gruppe nicht durcheinander gespeichert oder aus Versehen gelöscht.

 

Zubehör: Einfache Zubehörteile sollte man beim Kauf gleich mit berücksichtigen: Eine kleine Tasche oder Schutzhülle, die den kleinen Schatz sicher umschließt. Für die Nutzung am Wasser darf es auch ein passendes wasserdichtes Gehäuse sein. Mit einem für Optiken geeigneten Mikrofasertuch kann die Frontlinse des Objektivs von Fingerabdrücken sauber gehalten werden. Wichtig ist auch ein geladener Ersatzakku.

 

Kinderkamera ja oder nein?

Kinderkameras haben den Vorteil, dass sie meist kindgerecht gestaltet, aufgebaut und bedienbar sind. Sie sind robust, überstehen oft einen Sturz und sind mit wenigen Funktionen nicht überfrachtet. Dennoch ist die Auflösung der Kinderkameras immer noch schlechter als die einer normalen und auch preislich sind sie oft nicht deutlich günstiger. Ebenso ist die Auswahl geringer und insbesondere die großen Marken produzieren keine Kinderkameras.

Kinder finden Kinderkameras häufig auf den ersten Blick attraktiver, weil sie bunt sind und wie Spielzeug aussehen, auf den zweiten Blick, mit zunehmender Praxis, merken Kindern durchaus, wenn die Bilder nicht so gut aussehen, unscharf sind oder das Display zu klein zum Zeigen ist. Daher gibt es leider keine eindeutige klare Antwort auf diese Frage.

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Hörgewohnheiten reflektieren

Das mit den Kindern gemeinsam erstellte Hör-Tagebuch können Sie als Grundlage und Gesprächsanlass für die Elternarbeit zum Thema Hören nutzen. Reflektieren Sie gemeinsam mit den Eltern die Hörgewohnheiten der Kinder und lassen Sie sie entdecken, welche Geräusche ihre Kinder tagtäglich wahrnehmen.

Da Hörmedien im Alltag der Kinder eine große Rolle spielen, können Sie dieses Thema mit der Besprechung des Hör-Tagebuchs in der Elternarbeit verbinden. Fragen Sie die Eltern auch, ob ihre Kinder im Alltag zwischendurch Hör-Pausen und somit Zeit für Entspannung haben. Denn durch den ständigen Einsatz der Ohren ist das bewusste Empfinden von Ruhe besonders wichtig.

Als Medium haben Hörspiele für viele Kinder eine große Bedeutung. Dabei hören sie häufig nicht dem gesamten Hörspiel aktiv zu, sondern konzentrieren sich auf die für sie interessanten Stellen. Ein Gespräch mit den Kindern über das Gehörte kann Eltern Informationen über aktuelle Empfindungen und Interessen ihrer Kinder geben. Fragen Sie z.B. nach den Aktionen und Erlebnissen der Hauptfigur oder auch nach der spannedsten oder lustigsten Stelle des Hörspiels. Durch das aktive Zuhören der Eltern fühlen sich die Kinder außerdem anerkannt und erfahren Wertschätzung.

Reflektieren Sie gemeinsam mit den Eltern wann ihre Kinder Hörspiele hören (z.B. als Routine vor dem Einschlafen, beim Autofahren, beim Malen oder ohne erkennbare Muster). Dies ist wichtig, da Kinder Hörspiele beispielsweise auch zum Überbrücken von Langeweile nutzen. Das bewusste Erleben von Langeweile ist für Kinder aber genauso wichtig wie gezielte Ruhepausen. So wird den Sinnen und dem Körper eine Art Regenerationszeit ermöglicht. Bei der Wahl von Hörspielen sollten die unterschiedlichen Hörgewohnheiten und Interessen der Kinder beachtet werden. Manche Kinder mögen es eher ruhiger und andere mögen es lieber spannend. Eine gewisse Spannung in kindgerechten Hörspielen ist aber nicht weiter schlimm, da Kinder diese Spannung stets auch mit Entspannung verbinden.

Elternabende zum Thema „Faszination Hören“ bietet die Initiative Eltern+Medien an.

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Helden geben Orientierung
Lemur als Superman

In ihrer Familie bekommen Kinder Hilfestellungen und Orientierungen für ihren Alltag. Häufig sind die eigenen Eltern oder auch ältere Geschwister Vorbilder für Kinder. Dennoch orientieren sie sich zuweilen an den Eigenschaften und Fähigkeiten ihrer Helden und identifizieren sich mit ihnen. Daher ist es für die Kinder wichtig, dass ihre Helden von ihrem Umfeld akzeptiert werden. Denn eine negative Haltung gegenüber diesen projizieren sie schnell auf sich selbst und können das dann als Ablehnung empfinden.

In Bildern und Zeichnungen drücken Kinder aus, was sie gerade beschäftigt. Dabei zeigen die Bilder nicht immer, was Kinder wirklich zu Hause sehen. Kinder malen auch das, was sie attraktiv finden oder was sie gerne sehen würden, z.B. was bei älteren Geschwistern angesagt ist. Die besonderen Fähigkeiten oder das Aussehen ihrer Helden lassen sich auch häufig in ihren Zeichnungen wiederfinden. Ob Wunsch oder Wirklichkeit: die Bilder der Kinder sind sicher eine gute Grundlage, um mit den Eltern über Medienerziehung ins Gespräch zu kommen.

 

Heldenausstellung in der Kita

Nutzen Sie beispielsweise die gemalten Bilder der Kinder (Malvorlage Lemur), um sie als Gesprächsanlass auf einem Elternnachmittag oder -abend zu zeigen. Schreiben Sie die Namen der Kinder auf die jeweilige Rückseite der Bilder und präsentieren Sie die Bilder den Eltern zum Beispiel in einer Art Ausstellung. Die Eltern können sich die Bilder genau anschauen und raten, welches Bild von ihrem Kind stammt bzw. welche Medienfigur ihrem Kind zuzuordnen ist. Im Gespräch können Sie gemeinsam darüber diskutieren, was die Bilder zum Ausdruck bringen und was das Kind veranlasst haben könnte dieses Motiv zu malen. 

 

Weitere Anregungen:

Heldinnen- und Heldenwäscheleine: Schneiden oder drucken Sie gängige Medienhelden der Erwachsenen oder auch aus der Kindheit der Erwachsenengeneration aus und kleben Sie diese auf DIN A4 Zettel auf (wahlweise können Sie diese auch laminieren). Sie können diese Zettel dann bei einem Elternabend/-nachmittag an einer Wäscheleine gut sichtbar im Raum aufhängen.

Lassen Sie die Eltern eine Medienfigur auswählen, die sie besonders toll/besonders schrecklich finden. Reihum kann dann jeder seine gewählte Figur vorstellen und seine Erinnerungen, Wahrnehmungen, Meinungen dazu äußern.

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Thema Medien im Elterngespräch

Das Bild "Medien bei uns zu Hause" können Sie als Gesprächsanlass für Elterngespräche, Eltern-Kind-Gespräche oder auf Elternabenden nutzen.  Sie können z.B. über die Ergebnisse der Gesprächs- und Spielrunde in der Kita oder die Mediensituation zu Hause sprechen.

Ziel dabei ist zunächst, möglichst offen und wertfrei über den familiären Mediengebrauch, auch über positive Nutzungsformen oder Lieblingsmedien ins Gespräch zu kommen.

Sinnvoll ist ein Vergleich der Medienkindheit der Eltern/der Erzieherinnen mit der heutiger Kinder: Was hat sich verändert? Was ist ähnlich geblieben? Hierfür können Sie den Fragebogen aus der Broschüre „Mit Medien leben lernen“ nutzen.

Anregungen/Fragen für das Elterngespräch

  • Betrachten Sie bitte das Bild: Was ist bei Ihnen zu Hause ähnlich, was anders?
  • Womit beschäftigt sich Ihr Kind gern zu Hause? (Fragen Sie nach medialen und non-medialen Beschäftigungen) 
  • Was macht Ihrem Kind besonders viel Spaß? 
  • Welche Sendung, welches Spiel gefällt Ihnen als Familie, als Vater/Mutter gut?
  • Welche Sendung/welches Spiel gefällt Ihrem Kind, aber Ihnen selbst nicht so sehr? Warum?

Beratungsfragen:

  • Was könnte besser/anders sein?
  • Welche Alternativen gibt es? Womit beschäftigt sich Ihr Kind gern?
  • Wie kann problematischem Medienkonsum entgegengewirkt werden (z.B. Alternativen stärken und anregen, Regelungen einführen, Fernseher aus Kinderzimmer entfernen, Altersfreigaben und Altersempfehlungen beachten, gemeinschaftliche (auch mediale) Erlebnisse fördern, Medienkonsum nicht als Belohnung oder Bestrafung einsetzen)?

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