Link zu Eltern und Medien
Link zu Medienkompetenz
Link zu Bürgermedien
Link zu Eltern + Medien
Link zu Eltern und Medien
Link zu Medienkompetenz
Link zu Bürgermedien
Link zu Eltern + Medien
Link zu Eltern und Medien
Link zu Medienkompetenz
Link zu Bürgermedien
Link zu Eltern + Medien
Slider

Medien aktiv

Das ist erst der Anfang! Ab jetzt veröffentlichen wir an dieser Stelle sämtliche Inhalte des monatlichen Newsletters sowie weitere Materialien und Anregungen rund um den Themenbereich "Medien aktiv". Es lohnt sich also, regelmäßig vorbeizuschauen.

Kreatives Lesen und Gestalten mit Bücher-Apps

Es gibt eine Reihe von Bücher-Apps und Vorlese-Apps, die interaktive Gestaltungsmöglichkeiten anbieten. So können die Kinder mit einfachen Bewegungen Handlungsabläufe im Buch mitentscheiden oder kleine Aufgaben erfüllen, um den Protagonisten weiterzuhelfen. Doch wie wäre es mit einem ganz eigenen Buch oder sogar einem eigenen kleinen Film, bei dem die gesamte Handlung, die Figuren und auch der Ort frei von den Kindern entschieden werden? Wir stellen Ihnen drei Apps vor, mit denen dies einfach umzusetzen ist.

Book Creator (für Windows und Apple)
Der Book Creator bietet leere Seiten, die von den Kindern befüllt werden können. Sie können Bilder, Symbole und Texte einfügen und bunt gestalten. Am Ende läuft die Geschichte in Form einer Präsentation ab. Die fertigen Bilder können als PDF-Datei gespeichert werden.
Eine Anleitung finden Sie online bei rananmausundtablet.de
 
Puppet Pals (5,49 € für Apple)
Mit dieser App können die Kinder ihre Geschichten in einen Film verwandeln. Sie können vorgegebene Figuren nutzen oder mithilfe von Selbstportraits eigene Figuren erstellen. Sind die Figuren fertig, wird der Hintergrund ausgewählt und die Figuren laufen über die Leinwand. Zum Schluss kann das Ganze noch vertont werden.
 
Storyrobe (Apple)
Ähnlich dem Book Creator lassen sich hier auch mit Bildern und Ton neue Geschichten entwickeln. Der Phantasie und Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die Bedienung ist einfach. Die Qualität der ausgegebenen Videos ist allerdings nicht mehr ganz zeitgemäß.
 

Weitere kreative Anregungen


Medienpädagogische Ziele:

  • Förderung der Erzähl- und Ausdrucksfähigkeit
  • Schulung der Wahrnehmung
  • Schulung der Konzentration
  • Sprach- und Leseförderung
  • Förderung der Kreativität
  • Technischer Umgang einem Tablet
  • Kreativer Einsatz von digitalen Geräten
  • Selbstständigkeit fördern und Selbstbewusstsein stärken
  • Medial gestalten und produzieren

0 Kommentare

* erforderlich

Verstecken, suchen, fotografieren… los geht’s
Spiel

Kinder lieben es zu toben und sich zu bewegen. Den Bewegungsdrang der Kinder gilt es zu fördern und immer wieder zu ermöglichen. Medien können hierbei spielerisch mit eingesetzt werden. Bei dem Spiel „Verstecken, suchen, fotografieren“ werden die Kinder aktiv. Bereiten Sie im Vorfeld Bilderkarten mit Gegenständen vor, die gesucht werden sollen, indem Sie von jedem Gegenstand ein Foto machen (z.B. Bilderbuch, Ball, Auto, Gummistiefel) und dies entwickeln oder ausdrucken. Die Gegenstände werden dann möglichst in der kompletten Kita versteckt.

Teilen Sie die Kinder in zwei Gruppen ein. Die eine Gruppe hat die Aufgabe die Gegenstände zu finden und die andere Gruppe muss die Kinder beim Finden der Gegenstände fotografieren. Ziel ist es, dass die Kinder, die die Gegenstände finden, möglichst nicht fotografiert werden. Für jeden gefundenen Gegenstand und das passende Foto bekommt die Fotografen-Gruppe Punkte, für jeden Gegenstand ohne Foto bekommt die Gruppe der suchenden Kinder einen Punkt.

Nutzen Sie als Anleitung zum Spiel auch unser Material: „Verstecken, Suchen und fotografieren“.
Die Spielidee ist leicht verändert und entstammt dem Original „Hide, Seek and Shoot“, entwickelt und erprobt und gestaltet durch Prof. Dr. Judith Ackermann, Vanessa Isenberg, Kai Herrmann und Leila Ammar (www.playinsiegen.de).

Mit Kinderyoga den Körper kennenlernen, Yogakarten erstellen: Mit leichten Übungen können die Kinder ihren Körper besser kennenlernen und zur Ruhe kommen. Anregungen für das Kinderyoga finden Sie unter: Yogagogik.de.
Während der Übungen können sich die Kinder gegenseitig fotografieren und so eigene Yogakarten für ihre Gruppe erstellen (Fotos, auf denen die Übungen und ihr Verlauf zum Nachmachen dargestellt werden).
Dies kann auch für andere Bewegungen übernommen werden, wie z.B. Balancieren auf einem Balken, Handstand, Stehen auf einem Bein.
 
Medienpädagogische Ziele:

  • Den Körper besser kennenlernen
  • Kennenlernen der Organe
  • Umgang mit einer Digitalkamera/ einem Tablet
  • Umgang mit einer Videokamera
  • Fotos als Dokumentationsmedium nutzen
  • Schulung der Sinne
  • Schulung der Wahrnehmung
Ich werde später mal Geisterjäger

Kinder haben ihre ganz eigene Vorstellung davon, was sie später mal werden möchten. Ob Prinzessin, Zirkusartist oder Geisterjäger – Greifen Sie die Wünsche und Ideen der Kinder auf und gestalten Sie spannende Abenteuerbilder. Nutzen Sie hierfür unser Material „Wir legen unsere Abenteuerbilder“ und entwickeln Sie gemeinsam mit den Kindern spannenden Geschichten, die sie mit den Bildern darstellen und festhalten möchten.


Der kugelstoßende Schlangendompteur

Mein Wunschberuf: ein tanzender Unterwasserreporter und eine singende Hundestreichlerin? Geht das? Mit unseren MixMax-Bildern wird jeder Beruf möglich. Nutzen Sie hierfür unser Material „MixMax-Bilder selber machen“ und erfinden Sie zusammen mit den Kindern Fantasieberufe. Hierfür können Sie entweder die fertigen Bilder der Steckbriefe (siehe Medien in Gespräch und Spiel) verwenden oder mit den Kindern neue Bilder anfertigen.
 

APP-Empfehlung: „TioMio – Mein animiertes Berufe Puzzle“

(erhältlich für IPad, 0,99 Euro, http://apps.mytoys.de/de/ipad/tiomio-mein-animiertes-berufe-puzzle/). Ob Taucher/Taucherin, Tänzer/Tänzerin oder Schornsteinfeger/Schornsteinfegerin – in dieser App werden eine Reihe von Berufen vorgestellt. Um zu den Vorstellungssequenzen zu gelangen, müssen die Kinder in Form von Schiebebildern fleißig puzzeln. Sind die Charaktere richtig zusammengesetzt, öffnet sich eine kleine animierte Szene, in der etwas Typisches aus dem Alltag des dargestellten Berufs gezeigt wird. Am unteren Bildrand sind alle Berufe mit kleinen Bildern abgebildet, sodass die Kinder sehen, welche Berufe sie noch entdecken können.
Die APP funktioniert ohne Worte und ist in ihrer Handhabung bereits für Kleinkinder geeignet.
 

Medienpädagogische Ziele

  • Schulung der Wahrnehmung
  • Kennenlernen und (medial gestaltendes) Erforschen verschiedener Berufe
  • Technischer Umgang mit Fotokamera/Tablet
  • Technischer Umgang mit Audiogerät
  • Förderung der Kreativität und Phantasie
  • Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen
  • Sprachförderung
Spiele und Medien kritisch und kreativ erkunden
Bewertungsbogen analoge Spiele

Kinder lieben Spiele und sie lieben es Medien zu nutzen. Greifen Sie diese Freude auf und lassen Sie die Kinder zu Spieletestern werden. Sie können mit den Kindern sowohl digitale Spiele auf dem Computer oder Tablet nutzen oder Sie lassen die Kinder aus den analogen Spielen auswählen und diese bewerten. Dadurch erfahren Sie und auch die Eltern, welche Alternativen zu digitalen Spielen bei den Kindern gut ankommen. Nutzen Sie dafür unsere Vorlagen: 1. Spielbewertung digitaler Spiele 2. Spielbewertung analoger Spiele.

Suchen Sie mit den Kindern ein paar analoge oder auch digitale Spiele aus, die sie gemeinsam im Kindergarten spielen möchten. Achten Sie dabei darauf, dass die Spiele altersgerecht sind und dass das nötige technische Equipment vorhanden ist.

Dabei können Sie die Eltern um Hilfe bitten. Vielleicht stellt eine Familie die nötige Technik bereit oder hat eines der ausgewählten Spiele zuhause, dass der Gruppe ausgeliehen werden kann. An einem gemeinsamen Spiele-Nachmittag können die Kinder die Spiele unter die Lupe nehmen.

Im Anschluss können die Kinder die Spiele bewerten und ihr Ergebnis auf dem Bewertungsbogen „digitale Spiele bewerten“ / „analoge Spiele bewerten“ festhalten.

In einem Stuhlkreis können Sie mit den Kindern über die Spielerfahrung sprechen:

Anregungen

  • Worum geht es in dem Spiel? Was ist das Ziel?
  • Was hat Euch an dem Spiel gut gefallen?
  • Was hat Euch nicht so gut daran gefallen?
  • Was würdet Ihr gern verändern?
  • Welche Spiele spielt ihr sonst besonders gern?
  • Mit wem spielt ihr das Spiel am liebsten?

Medienpädagogische Ziele:

  • Kennenlernen analoger / digitaler Spiele
  • Kritische Bewertung von Spielen
  • Förderung der kritischen Auseinandersetzung mit Medien
  • Förderung der Feinmotorik/ Geschicklichkeit/ Konzentration

0 Kommentare

* erforderlich

Klappkarten mit magischem Lichteffekt
Leuchtende Klappkarten basteln

Selbstgestaltete Klappkarten sind ein tolles Geschenk für Freundinnen und Freunde und die Familie. Welches Motiv die einzelnen Klappkarten haben sollen und für wen sie  gebastelt werden, entscheidet jedes Kind selbst. Es können Einladungen, Geburtstagskarten oder einfach Grußkarten gebastelt werden. Ob Glitzersteine, bunte Farbklekse oder lustige Figuren – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Das Besondere an diesen Klappkarten: Sie sind beleuchtet. Beim Zuklappen leuchtet eine kleine Diode/LED auf. Das können die Augen eines Gespenstes sein, der Zauberstab einer Fee, die Narbe einer Blume etc. Nutzen Sie unser Material „Leuchtende Klappkarten“ und setzen Sie gemeinsam mit den Kindern ganz individuelle Lichtakzente.

Durch das Basteln von beleuchteten Klappkarten werden Kinder nicht nur in ihrer Kreativität gefördert, sondern lernen gleichzeitig die Leitfähigkeit von Gegenständen und den Aufbau eines Stromkreislaufs kennen, wodurch sie in ihrer naturwissenschaftlich-technischen Kompetenzentwicklung (8. Bildungsbereich in den Bildungsgrundsätzen in NRW) gefördert werden.
 
Materialien der Klappkarte
Planen Sie etwas Vorlauf für das Basteln der Karten ein, denn Sie brauchen Materialien, die Sie vermutlich nicht immer in der Kita vorrätig haben.
Die LED-Lampen/Leuchtdioden mit Beinchen können gut im Internet bestellt werden, es gibt sie in verschiedenen Farben und in verschiedenen Größen. Ebenso können Sie das selbstklebende Kupferband in verschiedenen Breiten im Internet bestellen. Bei den Knopfbatterien achten Sie darauf, dass es sich um die Batterien mit 3 Volt handelt.
 
Nutzen Sie unser Material „Leuchtende Klappkarten“, um die Karten mit den Kindern zu basteln. Auf der Seite des GMK-M-Teams gibt es eine schriftliche Erklärung der Karten.
 
Tipp
Weitere Anregungen zum Thema Kunst und Technik finden Sie auch in unseren Newsletter-Ausgaben „Erfinderwerkstatt - Aus alt mach neu...“ und „Magische Momente – Experimente mit Licht“ .
 
 
Medienpädagogische Ziele:

  • Förderung der Kreativität und Phantasie
  • Technische und kreative mediale Gestaltung
  • Kennenlernen technischer Abläufe, z.B. eines Stromkreises
  • Technischer Umgang mit Digitalkamera/ Tablet
Ein Wetter-Hörspiel entsteht
Storyboard

Abenteuer-, Ritter- oder Tiererzählungen - Kinder lieben Geschichten. Wieso nicht auch mal eine Geschichte über das Wetter erzählen? Vielleicht eine Geschichte unter dem Motto: Die Reise des Regentropfens, der Wind und seine Freunde, die Wolkenkobolde und die Wolkenfee? Mithilfe von Audiogerät, selbsterzeugten oder gesammelten Geräuschen kann daraus ein spannendes Wetter-Hörspiel gestaltet werden. Sammeln Sie mit den Kindern Ideen und überlegen Sie gemeinsam, worum es in der Geschichte gehen kann.

Unser Storyboard
Mithilfe des Materials „Unser Storyboard: Ein Hörspiel entsteht“ wird der Ablauf der Geschichte festhalten. Bei jüngeren Kindern können Sie auch die Geschichte eines Buches, das die Kinder gut kennen und mögen, vertonen.
Im zweiten Schritt überlegen Sie mit den Kindern, wie und mit welchen Musikinstrumenten oder Gegenständen einzelne Geräusche dargestellt werden sollen.

Die Geräusche-Rezepte von Auditorix geben Ideen, mit welchen Gegenständen z.B. Wind, Regen, Schritte im Schnee, Sturm und Donner klanglich erzeugt werden können.

Anregungen zum Geschichten entwickeln mit Kindern liefert Ihnen unser Newsletter „Sommerzeit – Ferienzeit – Medienzeit? Eine Zeit voller Geschichten“.

Ist die Geschichte fertig und sind die Geräusche festgelegt und alle Gegenstände zusammen gesucht, kann es mit den Proben losgehen. Vielleicht möchte ein Kind die Erzählerin oder der Erzähler sein und die anderen Kinder machen die Geräusche oder ein paar Kinder wechseln sich mit der Erzählerrolle ab? Dann startet die richtige Aufnahme. Die Umsetzung des Hörspiels sollte gemeinsam mit den Kindern besprochen und festgelegt werden.

Präsentieren Sie das Hörspiel in der gesamten Kita. Sie können dies auch nutzen, um im Anschluss einen Elternabend zum Thema „Hören und Zuhören“ einzuleiten.

Tipp: Als Grundlage für das Hörspiel können auch Klanggeschichten oder Bücher genutzt werden. Ideen und Anregungen finden Sie zum Beispiel auf der Seite Kindergarten-Homepage.de.

Kreative Anregungen mit weiteren Medien: Mithilfe der App „MadPad“ (erhältlich für Apple 2,99 Euro) können Sie mit den Kindern auch eine eigene Soundcollage zum Thema Wetter gestalten. Hierfür können Sie sowohl Musikinstrumente, Gegenstände als auch die eigene Stimme nutzen und Geräusche aus der Natur nachstellen. Das Ergebnis kann eine bunte Soundcollage mit Vogelgezwitscher, Windböen und Glockenklängen sein. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Foto und Geräusche direkt kombinieren können Sie über die App „Bookcreator“. Geräusche können direkt mit dem Tablet zum passenden Foto aufgenommen werden, so entsteht ein digitales und vertontes Buch.

Medienpädagogische Ziele:

  •     Schulung der Wahrnehmung
  •     Kennenlernen und (medial gestaltendes) Erforschen der Wetterarten
  •     Technischer Umgang mit Fotokamera/Tablet
  •     Technischer Umgang mit Audiogerät
  •     Förderung der Kreativität und Phantasie, kreative mediale Gestaltung
  •     Sprachförderung und Schulung der auditiven Wahrnehmung

Weitere Anregungen zur medienpädagogischen Projektarbeit zu Jahreszeiten finden Sie in unserem Newsletter „Frühling, Sommer, Herbst und Winter – Ein Jahr voller medienpädagogischer Möglichkeiten“.

Geheimauftrag: Raten von Farben und Formen!

Neben dem freien Fotografieren können kleine Fotoaufgaben Kinder bewusst anregen und spielerisch fördern. Eine Methode können z.B. die „Geheimaufträge“ sein:  Eine kleine Gruppen von drei bis vier Kindern im Alter von ca. 3-4 Jahren bekommt den Auftrag, fünf oder mehr Dinge zu fotografieren, die z.B. eckig, rund, gelb, grün oder rot sind. Bei älteren können die Aufgaben anspruchsvoller sein: sie können dann z.B. alles fotografieren, was sich bewegt, auf dem man sitzen kann, was selber laufen kann, was wächst, usw.…. Die Aufträge werden jeweils geheim ausgeführt, so dass im Anschluss die anderen Kinder raten können, was diese Bilder gemeinsam haben und wie der Geheimauftrag wohl lautete. Verwenden Sie als Anregung für diese Fotomethode unser Material: Geheimauftrag: Raten von Farben und Formen!

Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind 
Mit dem Fotoapparat können Kinder sich auf eine Entdeckungsreise begeben? Dabei kann die sich verändernde Natur kreative Anregungen liefern. In Bäumen, Pflanzen, Wolken, Gegenständen in und außerhalb der Kita können die Kinder, wenn sie ihre Fantasie spielen lassen, Spannendes entdecken. Sieht diese Wolke aus wie ein Elefant? Oder der Ast, wenn ich von hier gucke wie ein Krokodil? Kann ich in der Baumrinde ein Gesicht erkennen? Besonders das „Finden“ von Gesichtern lässt sich draußen und drinnen gut ausprobieren. Diese lassen sich auch gut in Steckdosen, Armaturen, Straßenschilder oder Autos entdecken. Diese zu entdecken, sie anderen zu zeigen und mit dem Fotoapparat zu dokumentieren macht großen Spaß.
Anregungen zu Naturerkundungen realer Tiere und Pflanzen gibt unser Newsletter: Der Natur auf der Spur
Gestalten Sie im Anschluss eine Ausstellung mit den Fundstücken und regen Sie die Kinder an, dazu kleine Geschichten zu erfinden. Geben Sie den fantastischen Wesen Namen und Eigenschaften. Die Geschichten können dann „live“ zu den einzelnen ausgedruckten oder präsentierten Fotos erzählt werden oder Sie schneiden diese als Audioaufzeichnung mit.
Nutzen Sie als Anregung zum Entwickeln von Geschichten auch unseren Newsletter: Eine Zeit voller Geschichten.
 
Medienpädagogische Ziele

  • Schulung der Wahrnehmung
  • Kennenlernen und Erkennen von Farben und Formen
  • Förderung von Sprache durch Benennung der Formen
  • Technischer Umgang mit Fotokamera/Tablet
  • Förderung der Kreativität und Phantasie
  • Anregung schaffen, um Geschichten zu erzählen
Fliegen oder den Mond in seinen Händen halten
Abenteuer-Bilder

Ob in Bilderbüchern, Hörspielen oder im Fernsehen: Kinder lieben Abenteuer. Wieso also nicht auch mal selbst in die Rolle eines Ritters, einer Zauberin, einer Piratin oder eines Prinzen schlüpfen? Nutzen Sie unser Material „Abenteuer-Bilder“ und gehen Sie mit den Kindern auf eine Abenteuerreise.


Die Vorbereitung:

Fragen Sie die Kinder vorab, welche Abenteuer sie gerne einmal erleben möchten. Vielleicht möchten die Kinder ja als Gespensterjäger Geister jagen oder als Astronautin durch's Weltall fliegen – lassen Sie der Fantasie freien Lauf. Suchen Sie mit den Kindern ein paar Ideen aus und überlegen Sie gemeinsam, wie die Kinder das mithilfe von Bettlaken, Stoffen und anderen Materialien umsetzen können. Die Kinder können ihre Ideen auch zunächst auf ein Bild malen, das hinterher als Vorlage genutzt werden kann.
 

Die Durchführung: 

Für die Bilder benötigen Sie Verkleidungssachen, passendes Zubehör für die jeweiligen Geschichten und evtl. einen großen, einfarbigen Hintergrund (beispielsweise ein großes Bettlaken). Fehlt nur noch eine Kamera, eine Leiter oder ein höherer Tisch, von dem aus das Foto aufgenommen werden kann. Nutzen Sie die Bild-Vorlagen der Kinder und stellen Sie die Geschichten mit den Materialien nach. Im ersten Schritt legen sich die kostümierten Kinder auf den Boden und nehmen ihre Position ein. Die anderen Kinder können dann die Materialien drumherum drapieren und richtig anordnen. Zum Schluss noch das Kunstwerk von oben fotografieren und fertig ist das Abenteuer-Bild. (Sinnvoll ist es, die Fotos im Nachbearbeitungsmodus so zu beschneiden, dass der Hintergrund, z.B. eine farbige Decke oder der Boden, das Bild so ausfüllt, dass die Illusion/optische Täuschung stimmig ist)
 

Präsentation:

Die Bilder können Sie als Ausstellung in der Einrichtung aufhängen oder im Rahmen einer Eltern-Kind-Aktion per Beamer präsentieren. Die Kinder können die Moderation übernehmen und durch die Ausstellung oder Präsentation führen, sie können erzählen, wie die Bilder entstanden sind.
 

Tipp:
 Erfinden Sie zusammen doch kleine Geschichten zu den jeweiligen Bildern. Diese können die Kinder entweder frei am Foto-Nachmittag erzählen oder Sie nehmen die Geschichten vorab mit einem Audiogerät auf und spielen die fertigen Aufnahmen zeitgleich zu den Bilder ab. Ideen und Anregungen dazu finden Sie in unserer Newsletter „Sommerzeit – Ferienzeit – Medienzeit? Eine Zeit voller Geschichten“
 
Viele Beispiele zu dieser Fotomethode gibt es auf der Seite des Künstlers Jan von Holleben: www.janvonholleben.com/project/dreams-flying/
 

Medienpädagogische Ziele:

  • Förderung der Kreativität und Phantasie
  • Schulung der Wahrnehmung, Experimentieren mit Perspektiven
  • Technischer Umgang mit Fotokamera (in Kombination mit PC/Tablet/Beamer)
  • Gemeinsames (mediales) Gestalten
  • Phantastische Selbstbilder visualisieren
  • Experimentieren mit optischer Täuschung
  • Kreative Medienkritik (mit Bildern zaubern)
  • Geschichten erfinden und erzählen
Mit Medienpädagogik durch das Jahr
Ein Jahr in unserem Garten

Medienpädagogische Projekte können in vielen Bereichen eingesetzt werden und dabei die Erziehungs- und Bildungsaufgabe der Kita unterstützen. Ob kleine oder große Projekte: Mit dem Einsatz von Medien können Sie die Medienkompetenz der Kinder schulen und sie spielerisch an den kreativen Umgang mit Medien heranführen. Informationen und Anregungen, wie Sie ein Medienprojekt sinnvoll planen und durchführen können, finden Sie auch in unserer Newsletter-Ausgabe „Das neue Jahr mit guten Vorsätzen beginnen“. Mit dem Material „Planungsbogen für medienpädagogische Projekte“ erhalten Sie eine Reihe von Anregungen, die Sie bei der Planung von größeren Medienprojekten beachten sollten und können selbst einen Überblick über den zeitlichen Ablauf erstellen. Auch bei kleineren Projekten ist es sinnvoll sich einen Überblick über die Zielsetzung und den geplanten Ablauf des Projektes zu verschaffen. Hierfür können Sie das Material „Projektcheckliste für kleine Medienprojekte“ nutzen und damit die Vorbereitung, Durchführung und Präsentation strukturieren.


Naturbeobachtung: Unser Baum im Jahresverlauf

Mit einem kleinen Fotoprojekt können Sie die Veränderungen der Natur in den Jahreszeiten festhalten und erforschen. Vielleicht steht auf dem Außengelände ihrer Kita ein großer Baum oder es wurde ein kleiner Garten angelegt? Suchen Sie gemeinsam mit den Kindern ein Objekt aus, das sie in jeder Jahreszeit fotografieren möchten. Am Jahresende können die Bilder dann den Kindern aus den anderen Kitagruppen vorgestellt und präsentiert werden. Nutzen Sie hierfür das Material „Unser Garten im Jahresverlauf“ und kleben Sie die Bilder in die jeweiligen Kästchen auf. Dies kann selbstverständlich auch mit anderen Blumen oder dem Kita-Garten umgesetzt werden.
Anregungen und Ideen zum Fotografieren in der Natur können Sie in unserer Newsletter-Ausgabe „Der Natur auf der Spur - Kreatives mit Kamera und Co.“ nachlesen.


Frühling: Was kriecht denn da durch unser Gemüsebeet?

Die letzten Schneedecken sind geschmolzen und die ersten Sonnenstrahlen blinzeln aus der Wolkendecke hervor. Vögel zwitschern überall und die Blumen leuchten in bunten Farben. Planen Sie mit den Kindern Ihrer Gruppe ein Frühlingsprojekt und gehen Sie mit einer Digitalkamera auf Entdeckungsreise. Sie können beispielsweise nach bunten Blumen oder Käfern suchen oder die ersten Gemüsesorten im eigenen Kita-Garten fotografieren. Dabei können sich die Kinder im Umgang mit einer Fotokamera ausprobieren und gleichzeitig Einblicke in die Welt der Tiere und Pflanzen gewinnen. Greifen Sie die fertigen Bilder auf und sprechen Sie gemeinsam mit den Kindern beispielsweise über die Lebensräume bestimmter Tierarten oder die Entstehung von Pflanzen.
Nutzen Sie als Anregung dazu auch unser Material „Wir gestalten ein Fotorätsel“.

  • Welche kleinen Tiere findet ihr in unserem Garten?
  • Wie alt werden eigentlich Schmetterlinge?
  • Welche Blumenarten kennt ihr?
  • Wie viele Punkte hat ein Marienkäfer?
  • Welches Obst wächst auf Bäumen?
  • u.v.m.


Tipp:
Regen Sie die älteren Kinder Ihrer Gruppe doch zu einer Internetrecherche rund um das Thema Natur an. Für die Recherche bieten sich u. a. die Kindersuchmaschinen fragFINN.de und Blinde-Kuh.de an.


Sommer: Puh, ist das warm – da muss schnell eine Abkühlung her

So ein Sommertag kann ganz schön heiß werden. Überlegen Sie mit den Kindern, wie sie sich im Sommer am besten erfrischen können. Hier einige Ideen: Eis essen, im Schatten sitzen, sich mit Wasserpistole/Wasserschlauch nass spritzen, Füße in einen Eimer mit Wasser halten u.v.m. Lassen Sie die Kinder diese Aktivitäten fotografieren. Sie können mit den Kindern auch eine kleine Audio-Umfrage in der Umgebung machen und sie fragen lassen: „Was erfrischt dich im Sommer?“Nutzen Sie unser Material „Das perfekte Interview“ und bereiten Sie gemeinsam mit den Kindern ggfs. weitere Fragen vor. Als Reporter*innen unterwegs erhalten die Kinder nicht nur die Möglichkeit, ihre technischen Fähigkeiten im Umgang mit einem Audiogerät auszubauen, sie werden auch in ihrer Sprechweise und Kommunikation gefördert und in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt. 


Herbst: Trickfilmfiguren aus Bucheckern, Eicheln und Co.

Der Wind pustet die Blätter von den Bäumen und die Äste landen auf dem Boden. Da lässt sich doch was mit anfangen? In vielen Kitas basteln Kinder Herbstdekorationen aus Naturmaterialien. Doch wie wäre es, diese Arbeiten mit einem kleinen Trickfilm-Projekt zu kombinieren? Aus Eicheln, Bucheckern oder Kastanien lassen sich niedliche Figuren oder kleine Monster gestalten, in kurzen (oder längeren) Trickfilmsequenzen können die Kinder diese lebendig werden lassen… Aus Nüssen, Blättern und Ästen lassen sich weitere Dekorationen oder Figuren basteln.
Nutzen Sie doch unsere Materialien „Storyboard: Trickfilm“ und „Ein Trickfilm entsteht“ und gestalten Sie mit den Kindern einen kleinen Trickfilm, in dem die gebastelten Herbstfiguren die Hauptrolle spielen. Die Erstellung eines Trickfilms mit Herbstfiguren fördert die Kreativität der Kinder, zeigt ihnen neue Gestaltungsformen auf und verstärkt ihre technischen Fähigkeiten im Umgang mit einer Videokamera.


Winter: Es wird magisch

Die Tage werden kürzer und draußen ist es dunkel. Die passende Jahreszeit zum Experimentieren mit Licht. Ob winterliche Schattenspiele oder Lightpainting-Bilder als Weihnachtsgeschenk für die Eltern: Mit den Ideen und Tipps aus unserer Newsletter-Ausgabe „Magische Momente – Experimente mit Licht“ und unserem Material „Lightpainting – Wir malen mit Licht“ werden die Wintertage zum spannenden Erlebnis. Dabei bekommen die Kinder nicht nur einen vertieften Einblick in die gestalterischen Möglichkeiten einer Digitalkamera; sie werden auch in ihren koordinativen Fähigkeiten gefördert und in ihrer visuellen Wahrnehmung geschult.

Wir drehen einen Spielfilm
Vorsicht Kamera! - Ein Spielfilm entsteht!

Filme faszinieren Groß und Klein. Eine spannende Geschichte, bunte Kostüme und die passende Musik schaffen eine Welt, in der sich Kinder mit den Figuren identifizieren können und Emotionen hervorgerufen werden. Wieso nicht auch einmal selbst vor die Kamera treten und eine eigene Geschichte erzählen? Gestalten Sie doch mit den Kindern Ihrer Gruppe einen eigenen kleinen Spielfilm. Mit Hilfe des Materials „Filmgenre“ können sie zunächst gemeinsam entscheiden, was für ein Film gedreht werden soll. Vielleicht eine Liebesgeschichte? Oder ein Märchenfilm, in dem Drachen und Feen mitspielen? Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Unser Material „Vorsicht Kamera! - Ein Spielfilm entsteht!“ gibt Ihnen Anregungen und Ideen für die Planung und den Ablauf der Dreharbeiten.

Vorbereitungen:

In der Vorbereitungsphase wird das Filmgenre festgelegt, können Ideen gesammelt und eine Geschichte entwickelt werden. Nutzen Sie hierfür unser Material „Unser Storyboard – unsere Geschichte“

  • Welche Figuren spielen eine Rolle?
  • Wer spielt diese Rollen?
  • An welchen Orten soll gedreht werden?
  • Wie endet die Geschichte?


Ist das Storyboard fertig, können die Kostüme und Kulissen gebastelt und gestaltet werden.

Lassen Sie die Kinder erste kleine Übungen mit der Kamera machen. Anregungen dazu finden Sie im dem Newsletter „Ich will aber ...!“ - Kinder, Werbung und Konsum".

Tipp: Sie können auch die Geschichte aus einem Buch als Vorlage nehmen und mit den Kindern überlegen, wie diese in einem Film umgesetzt werden kann.

Vorsicht Dreharbeiten!:

Die Kostüme sind fertig, die Geschichte steht: Jetzt kann gedreht werden. Für die Dreharbeiten benötigen Sie eine oder mehrere Kameras (wahlweise Tablets), ein Stativ und ein Mikrofon. Die Kinder können sich bei der Nutzung der Geräte abwechseln. So kann sich jedes Kind im Umgang mit einer Kamera und einem Mikrofon ausprobieren und gleichzeitig als Schauspieler*in vor die Kamera treten. Mit Kindern im Kitaalter kann es sinnvoll sein, einzelne theaterartige Szenen in Totalen und Halbtotalen aufzunehmen und nicht zu komplex filmisch zu arbeiten, also nicht zu viele Schnittsequenzen einzuplanen.

In jedem Fall ist es sinnvoll, ein paar Groß- und Nahaufnahmen anzufertigen: so kann die Aufmerksamkeit auf bestimmte Reaktionen (im Beispiel: das Gesicht der „Großmutter“) oder Details (Korb mit den Geschenken) gelenkt werden. Sie dienen dem filmischen Erzählen der Geschichte und auch als Zwischenschnitte, um von einer Sequenz in eine andere überzuleiten.

Schnitt: 

Sind alle Szenen im Kasten, muss der Film geschnitten werden. Im Internet finden sich eine Reihe kostenloser Schnittprogramme, darunter beispielsweise der Windows MovieMaker, das kostenfreie Programm Shotcut. Freie Musik zum Herunterladen finden Sie auf der Kinderseite Auditorix.

Präsentation:

Gestalten Sie doch einen Kinder-Kino-Nachmittag, zu dem die Eltern Ihrer Gruppe eingeladen werden. Lassen Sie die Kinder vorab Einladungen basteln und den Raum schmücken. Essen können die Eltern mitbringen oder aber Sie kochen mit den Kindern gemeinsam und stellen Popcorn, Kekse oder anderes her. Den fertigen Film können Sie mit Beamer auf einer weißen Fläche präsentieren, Boxen anschließen und Ton testen. Wie Sie die einzelnen Geräte verkabeln finden Sie im Material „Kabelsalat“.

Die Kinder können ebenso die Begrüßung übernehmen oder erzählen, wie der Film entstanden ist und wie sie die Filmtricks gemacht haben.

Medienpädagogische Ziele:

  • Förderung der Kreativität und Phantasie
  • Schulung der Abstraktionsfähigkeit
  • Schulung der Wahrnehmung
  • Sprachförderung
  • Förderung der Erzähl- und Ausdrucksfähigkeit
  • Technischer Umgang mit Foto-/Videokamera, Aufnahmegerät und Schnittprogramm
  • Auseinandersetzung mit Film, Filmsprache und Medienhelden
  • Mediales Gestalten
Experimentieren mit Fotopapier

Experimentieren mit Fotopapier bietet eine spannende Möglichkeit Fotos selbst herzustellen und kreativ zu gestalten. Dabei gewinnen Kinder einen Einblick in die Grundlagen der Fotoentwicklung und können ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Sie können z.B. eine eigene Dunkelkammer in der Kita einrichten.

Einrichten der Dunkelkammer
Für die Fotoentwicklung benötigen Sie zunächst einen vollständig abgedunkelten Raum (Dunkelkammer), in dem Sie einzelne Stationen einrichten können.

Materialien:

  • Entwickler- und Fixiererlösung
  • 4 unterschiedlich farbige Schalen mit einer Größe von 18x24cm oder größer
  • 4 Zangen /Pinzetten (in den gleichen Farben wie die Schalen)
  • Fotopapier
  • Schreibtischlampen (1x 25-Watt-Glühbirne zur Belichtung der Fotos, einige Grüngelb- oder Rotlichtbirnen, damit man sich in der Dunkelkammer noch zurecht findet)
  • Küchenkrepp
  • Zeitungspapier

So funktioniert's:
Die Chemikalien können in Fotoläden oder im Internet erworben werden. Sind alle Materialien vorhanden, werden die Bilder in folgender Reihenfolge entwickelt.

Das Bild wird...

  1. für 2 min. in die Entwicklerlösung gelegt
  2. für ½ min. gewässert
  3. für 5 min. in die Fixiererlösung gelegt
  4. für 5-10 min. gewässert
  5. kurz auf Küchenkrepp gelegt, damit das überschüssige Wasser aufgefangen wird
  6. zum Trocknen auf Zeitungspapier gelegt oder alternativ auf eine Wäscheleine gehangen

Tipp:
Da bei der Fotoentwicklung Chemikalien zum Einsatz kommen, ist es sinnvoll vorab einige Regeln mit den Kindern zu besprechen und festzulegen.

Mögliche Regeln:

  • Es dürfen immer nur 2 Kinder parallel in die Dunkelkammer
  • Die Dunkelkammer darf nur in Begleitung des/der ErzieherIn betreten werden
  • Mit den Zangen und anderen Materialien darf nicht gespielt werden
  • Die farbigen Zangen müssen in den gleichfarbigen Schalen bleiben
  • zur Sicherheit Einmalhandschuhe anziehen
  • u.v.m.

Sind die Regeln festgelegt, können die Kinder diese nachstellen und sich dabei gegenseitig fotografieren. Die fertigen Bilder können dann auf ein Plakat geklebt und vor der Dunkelkammer aufgehängt werden. So können sich die Kinder die Regeln immer wieder anschauen und verinnerlichen.

Fotogramme
Für die Fotogramme benötigen Sie neues Fotopapier sowie verschiedene Gegenstände, die Sie gemeinsam mit den Kindern vorab auswählen können. Ob Bauklötze, Blumen aus dem Garten oder Buntstifte und Schablonen aus der Bastelecke – sämtliche Gegenstände können für die Fotogramme genutzt werden. Die Gegenstände werden dann in der Dunkelkammer auf das Fotopapier gelegt und mit der 25-Watt- Glühbirne belichtet. Im Anschluss wird das Fotopapier wie beschrieben entwickelt und die Konturen der Gegenstände werden sichtbar.

Variante: Wenn Sie bei der Lochkamera (siehe Medien in Gespräch und Spiel) das Pergamentpapier durch Fotopapier ersetzt haben, können Sie diese Bilder ebenfalls entwickeln und erhalten dabei ein Negativ. Um ein Positiv zu erhalten, wird das getrocknete Negativ auf ein neues Blatt Fotopapier gelegt, mit einer Glasplatte beschwert und mit der 25-Watt- Glühbirne belichtet. Danach kann das Foto entwickelt werden.

Kleine Kunstwerke aus Glas-Dias
Aufklappbare Glas-Dias können mit unterschiedlichsten Materialien verschönert werden. Ob Wassermalfarben, Filzstifte, Wolle, Federn oder Transparentpapier – die Kinder können die Glas-Dias frei nach ihren Vorstellungen gestalten.

Material:

  • Diaprojektor
  • weiße Leinwand
  • aufklappbare Glas-Dias
  • Materialien für die Gestaltung: Farben, Pinsel, Stifte, Zahnstocher, Stoffe, u.v.m.

Bevor die Glas-Dias zugeklappt werden können, müssen die Farben zunächst vollständig getrocknet sein. Danach können die Dias in das Magazin des Projektors gesteckt und auf eine weiße Leinwand / Fläche projiziert werden.

Tipp: Laden Sie doch die Eltern und Geschwister ihrer Kita-Gruppe zu einer kleinen Diashow, bei der die Kinder ihre Kunstwerke vorstellen und präsentieren können.

Medienpädagogische Ziele:

  • Förderung der Kreativität
  • Förderung der Experimentierfreude
  • Einstieg in MINT-Themen
  • Kennenlernen alter und neue Medien, Mediengeschichte
  • Förderung medientechnischer und medienkreativer Kompetenzen
  • Schulung der visuellen Wahrnehmung
  • intergenerativer medienpädagogischer Austausch
Von Müll zum Klangboard

Stellen Sie gemeinsam mit den Kindern aus Müll ein geräuschorientiertes Wimmelbild (Klangboard) her. Dies bietet eine spannende Möglichkeit, alte Gebrauchsgegenstände wieder zu verwerten, etwas Neues zu gestalten und das Hörvermögen zu schulen. Überlegen Sie gemeinsam mit den Kindern, welche Gegenstände Sie für das Klangboard nutzen möchten. Vielleicht eine alte Fahrradklingel, Butterbrotpapier, eine leere Dose oder ein altes Telefon? Für das Klangboard eignen sich besonders Gegenstände, mit denen ein Geräusch erzeugt werden kann.

Zu Hause können sich die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern auf die Suche begeben.

Mögliche Gegenstände:

  • Knisterfolie/ Alufolie
  • Zahnbürste
  • Leere Dose
  • Eierkartons / Pappkarton
  • Stahlketten
  • Schlüssel
  • Joghurtbecher
  • Feste Pinsel
  • Fahrradklingel/ Hupe
  • Plastikeimer
  • Lichtschalter
  • Bonbon-Verpackung
  • U.v.m.

Dann kann es auch schon losgehen. Für das Klangboard werden ein großes Brett/eine Spanplatte, doppelseitiges Klebeband, eine kindgerechte Heißklebe-Pistole, Schrauben und einen Schraubendreher benötigt. Das Brett können die Kinder vorab bunt bemalen. Im Anschluss werden die Gegenstände mit Klebeband, wahlweise Heißkleber und Schrauben auf dem Brett befestigt. So entsteht ein buntes selbstgebasteltes Klangboard mit tollen Geräuschen, die von den Kindern ausprobiert werden können.

Tipp:
Gestalten Sie doch mit den Kindern ein kleines Geräusche-Rätsel. Hierfür können die Kinder die einzelnen Geräusche des Klangboards mit einem Aufnahmegerät aufnehmen und den anderen Kindern vorspielen.

Vom Elektroschrott zum Trickfilm – für etwas ältere Kinder
In fast jedem Haushalt gibt es mittlerweile einen Computer. Doch was passiert, wenn der Computer kaputt ist? Meist wandert er einfach in den Müll. Dabei lassen sich eine Reihe bunter und kreativer Sachen aus den Einzelteilen basteln. Schauen Sie sich zunächst mit den Kindern den Computer genau an. Was gehört alles dazu? Was sind Bestandteile eines Computers?
Nutzen Sie dafür die Bilderkarten „Was gehört zum Computer?“. Die Kinder bekommen dadurch einen Überblick und können zu Hause auf die Suche nach Computer-Überbleibseln gehen. Mit einem Aushang können Sie die Eltern auch in die Suche mit einbinden und Einzelteile und Überbleibsel sammeln. Ist der Elektroschrott in Ihrer Gruppe angekommen, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Basteln aus Elektroschrott – ein paar Ideen:

  • Buchstaben-Ketten oder Ringe aus alten Computertasten
  • Armbänder aus Kabelresten
  • aus Festplatten ausgeschnittene Motive als Kettenanhänger
  • Schlüsselanhänger aus Computertastaturen, welche die Kinder bemalen können
  • kleine Elektromonster
  • u.v.m.

Trickfilm aus Elektromonstern:
Lassen Sie die Kinder aus dem elektronischen Schrott kleine Tiere basteln und gestalten Sie im Anschluss eine kleine Story, die Sie dann mit den Kindern in einen Trickfilm umsetzen können.
Nutzen Sie als Anregung und zur Unterstützung unsere Materialien „Ein Trickfilm entsteht“ und „Storyboard: Trickfilm“.

Medienpädagogische Ziele

  • Förderung der Kreativität
  • Umgang mit einer Fotokamera
  • Umgang mit einem Audio-Aufnahmegerät
  • Kennenlernen der Bestandteile eines Computers
  • Förderung der Experimentierfreude
  • Aktives Zuhören
  • Förderung des Selbstbewusstseins
  • Wahrnehmung der Umgebung
  • Bildung der Medienökologie
Erklären mal anders… Eine Video-Anleitung entsteht
So geht das! - eine Video-Anleitung

Die meisten Kinder haben Lieblingsaktivitäten: Manche basteln oder malen besonders gern, andere toben sich beim Turnen und Tanzen aus.

Greifen Sie die individuellen Vorlieben der Kinder auf und gestalten Sie gemeinsam eine Anleitung für diese Aktivität und lassen Sie die Kinder diese filmen. Dabei lernen die Kinder einzelne Abläufe zu beschreiben und zu erklären.

Die Ausdrucksfähigkeit und Kreativität der Kinder wird auf spielerische Weise unterstützt. Gleichzeitig können sie sich im Umgang mit einer Videokamera üben. Nutzen Sie als Anregung unser Material „Eine Video-Anleitung entsteht“.

Wie wird ein Origami gefaltet? Wie wird ein Schmetterling gemalt? Wie geht ein Purzelbaum?

In einem Gespräch können Sie gemeinsam herausfinden, welche Aktivitäten die Kinder besonders gerne ausüben und welche Materialien dafür benötigt werden. Mit der Erstellung einer eigenen Video-Anleitung können die Kinder dann ihre Aktivitäten filmen und gleichzeitig diese den anderen Kindern in der Gruppe beschreiben. Welches Material Sie brauchen und welche Räumlichkeiten sich dafür eignen, hängt dabei von den jeweiligen Aktivitäten ab, die die Kinder gerne vorstellen möchten.

Mögliche Materialien für Bastelideen:

  • Tonpapier
  • Schere
  • Kleber
  • Stifte
  • Farben/ Pinseln

Mögliche Utensilien für Turn- oder Sportübungen:

  • unterschiedliche Bälle
  • Seile
  • Turnmatten
  • Hula Hoop Reifen

Für die Vorstellung der einzelnen Aktivitäten gibt es mehrere Möglichkeiten: Die Kinder können ihre Lieblingsaktivitäten einzeln vorstellen und erklären oder sie bilden z.B. Zweiergruppen, in denen ein Kind die Aktivitäten ausübt und ein anderes Kind diese beschreibt. Es ist auch möglich, die Aktivitäten zunächst nur aufzunehmen und diese dann im Anschluss zu vertonen. Diesen Schritt können Sie gemeinsam mit den Kindern individuell gestalten.

Bevor gefilmt wird: Technik-Check

Sind alle Aufnahmen im Kasten, geht es an den Schnitt/ Vertonung. Dabei werden die Aufnahmen gegebenenfalls in die richtige Reihenfolge gebracht und ggf. mit Erklärungen der Kinder versehen. Bei jüngeren Kindern bietet es sich an die Aufnahmen in einem Durchgang zu drehen und dies evtl. zu wiederholen. Ältere Kinder können Sie anregen aus verschiedenen Perspektiven zu filmen und auch mal Nahaufnahmen von Gegenständen zu machen.

Im Anschluss können die fertigen Video-Anleitungen mit der ganzen Gruppe angesehen, nachgemacht und ausprobiert werden.

In der vorliegenden Anleitung basteln die Kinder eine optische Täuschung. Wenn Sie mit den Kinder diese basteln wollen, nutzen Sie unsere Vorlage "Aus zwei mach eins".

Medienpädagogische Ziele:

  • Schulung der Wahrnehmung
  • Schulung der Konzentration
  • Sprachförderung
  • Förderung der Erzähl- und Ausdrucksfähigkeit
  • Technischer Umgang mit Foto-/Videokamera, Aufnahmegerät und Schnittprogramm
  • Kreativer Einsatz von digitalen Geräten
  • Selbstständigkeit fördern und Selbstbewusstsein stärken
  • Medial gestalten und produzieren
Fototagebuch „Mein Tag in der Kita“

An so einem Tag in der Kita ist viel los. Türme bauen, auf dem Spielplatz toben, mit anderen spielen, sich verkleiden, dann ab zum Mittagessen und eine Runde ausruhen – besonders für die neuen Kinder in der Gruppe sind dies viele Eindrücke auf einmal. Umso hilfreicher ist es, wenn sie den Ablauf in der Kita genau kennenlernen und miterleben können. Mit einem kreativen Fototagebuch lassen sich all die Dinge, die ein Tag in der Kita mit sich bringt, festhalten. Doch was gibt es dabei alles zu beachten? In einem Stuhlkreis können Sie zunächst mit den Kindern besprechen, welche Aktivitäten und Rituale/Abläufe sie in dem Fototagebuch vorstellen wollen. Angefangen vom gemeinsamen Frühstück am Morgen, über das Spielen im Sandkasten, bis zur Verabschiedung. Alles was an einem typischen Tag in der Kita geschieht, wird mit einer Fotokamera dokumentiert. Suchen Sie sich am besten 1-2 Tage aus, an denen Sie das Fotoprojekt gemeinsam mit den Kindern durchführen möchten. Dabei ist es sinnvoll Tage auszuwählen, an denen keine besondere Veranstaltung stattfindet. Für das Dokumentieren der einzelnen Aktivitäten/ Abläufe können Sie die Kinder in kleine Gruppen einteilen. Die erste Gruppe macht dann z.B. Fotos von den morgendlichen Abläufen, wie dem gemeinsamen Morgenkreis und dem Frühstück. Die nächste Gruppe fotografiert die Aktivitäten und Spiele, die bis zum Mittagessen passieren. Das Aufteilen der Kinder in Kleingruppen hat den Vorteil, dass alle Kinder die Möglichkeit bekommen sich im Umgang mit einer Kamera zu üben und schöne Fotos zu machen.
Am Ende werden die ausgedruckten Fotos in der richtigen Reihenfolge gebracht und in ein Fotobuch (z.B. aus zusammengebundene Papierbögen) geklebt. Jetzt fehlen nur noch ein paar Verzierungen und schon hat man ein schönes Fototagebuch, in dem sich die Kinder den Tag in ihrer Kita anschauen können.  

Anregungen: Nutzen Sie die Bilder auch, um die Eltern willkommen zu heißen und ihnen einen Einblick in den Kita-Alltag zu geben.  

Tipp: In Ihrer Kita gibt es Farben als Gruppennamen? Dann regen Sie Kinder zu einer Fotosafari an und lassen Sie alles suchen und fotografieren was in dem Raum/in der Kita in dieser Farbe vorhanden ist. Danach können Sie diese Bilder nutzen, um eine Ausstellung damit im Gruppenraum zu machen.  

Die Audio-Reportage: Wir in unserer Gruppe Ähnlich wie beim Fototagebuch können die Kinder mit einem Audioaufnahmegerät die Kita, ihre Aktivitäten und die dazu passenden Geräusche erkunden. Es können z.B. typische Geräusche während eines Kitatages aufgenommen werden: die Klingel der Tür, das Ankommen der Eltern mit den Kindern, das Begrüßen im Morgenkreis, die Geräusche beim gemeinsamen Frühstück, das Singen, Spielen, Toben oder Schlafen am Nachmittag. Oder Sie lassen die Kinder sich vorstellen mit den Aktivitäten, die sie gern und jeden Tag machen.

So oder so ähnlich können die Kinder berichten:

  • „Hallo, ich bin Alex. Ich wasche mir gerade die Hände.“
  • „Hallo, ich bin Nesrin. Ich spiele gerade Fußball.“
  • „Hallo, ich bin Emma. Ich sitze auf einem Bobbycar.“


Danach werden die dazu passenden Geräusche aufgenommen. Die fertigen Aufnahmen können Sie dann mit einem Audiobearbeitungsprogramm (z.B. Audacity) bearbeiten und zusammenfügen. Im Anschluss können die Kinder gemeinsam die Audio-Reportage anhören.

Unser Kita-Kalender

Ein Kita-Jahr bringt viele Höhepunkte mit sich. Geburtstage, Feste und andere Aktivitäten wollen richtig geplant und gefeiert werden. Aber wie soll man sich die vielen Termine merken? Dafür bietet sich ein selbstgemachter Kita-Kalender an, in dem Sie zusammen mit den Kindern alle wichtigen Termine festhalten. Für den Kalender können Sie z.B. eine Vorlage nutzen, in der die Monate bereits mit Datum versehen sind: kidsweb.de.
Sammeln Sie zunächst die Ideen und Vorschläge der Kinder, wie der Kalender später aussehen könnte. Wichtige Fragen könnten dabei sein:

  • Welche Termine sollen in den Kalender? (z.B. Geburtstage oder Veranstaltungen mit den Eltern)
  • Was brauchen wir alles für den Kalender?
  • Soll der Kalender mit Fotos verschönert werden?
  • Was könnten wir für den Kalender basteln?


Sind alle Termine für den Kalender ausgewählt, kann es losgehen. Nutzen Sie dabei die individuellen Stärken und Wünsche der Kinder und verteilen Sie Aufgaben. Eine kleine Gruppe kann z.B. mit einer Kamera losziehen und Bilder von der Kita und den Kindern machen. Diejenigen die ihrer Fantasie lieber beim Malen freien Lauf lassen wollen, können sich einzelne Monate heraussuchen und mit eigenen Bilder verzieren.
Wer lieber bastelt, kann den Kalender beispielsweise mit kleinen Sternen, ausgeschnittenen Zahlen oder bunten Steinchen verschönern. Im Anschluss werden die Bilder, Fotos und Bastelergebnisse gesammelt und der Kalender wird fertiggestellt. Dafür werden die Blätter oben gelocht und mit einem Faden zusammengehalten. Wenn alles fertig ist sucht man gemeinsam mit den Kindern einen guten Ort in der Kita, wo alle den selbstgemachten Kalender bestaunen können.

Medienpädagogische Ziele

  • Dokumentation eines Kita-Tages
  • Schulung der visuellen Wahrnehmung
  • Förderung der Kreativität und Experimentierfreude
  • Stärkung der Selbstwahrnehmung und -reflexion
  • Auseinandersetzung mit Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Förderung der kreativen Selbstdarstellung und Persönlichkeitsentwicklung
  • Kennenlernen und wahrnehmen der Umgebung
  • Technischer Umgang mit einer Fotokamera, Aufnahmegerät
  • Kreativer Einsatz von digitalen Geräten
Kinderreporter und -reporterinnen berichten
Kinderreporter unterwegs

Kinder hören Musik, lauschen gespannt ihren Hörbüchern und schauen ihre Lieblingssendungen im Fernsehen. Hörmedien sind vielen Kindern bekannt, Radio hören viele eher nebenher: Ob morgens am Frühstückstisch oder im Auto – Kinder bekommen dort die neuesten Popsongs, Nachrichten oder auch Sportreportagen mit. Manche kennen auch Kinderradiosendungen, die sich speziell an sie richten (z.B. das Kinderradio kiraka). Besonders zur Fußball-EM können Kinder den Interviews mit Spielern folgen und durch Berichterstattungen und Reportagen die neuesten Ergebnisse und Ereignisse während der Spiele mitbekommen.

Doch wie läuft eigentlich so eine Radioreportage ab? Was muss alles beachtet werden und welche technischen Geräte braucht man dafür? Nutzen Sie unser Material „Kinderreporter unterwegs“, um mit den Kindern eine eigene Berichterstattung zu gestalten.

Dadurch gewinnen die Kinder einen Einblick in die Arbeit der Sportjournalisten und können sich selbst in der Handhabung mit einem Aufnahmegerät auszuprobieren. Und: Eine Radioreportage eignet sich hervorragend zur Spracharbeit, denn sie regt an, das was man sieht, in Worte zu fassen…
 
Die Radioreportage
Bevor die Radioreportage aufgenommen werden kann, gibt es eine Reihe von Fragen, die Sie mit den Kindern besprechen können, um den Rahmen vorab festlegen zu können:

  • Wann und wo soll die Radioreportage stattfinden?
  • Wer soll interviewt werden?
  • Welche Geräusche lassen sich vor Ort aufnehmen?
  • Welche technischen Geräte brauchen wir?

Die akustische Atmosphäre, die Beschreibung der Stimmung und des sichtbaren Spielverlaufs, einzelne Interviews am Spielfeldrand – das sind wichtige Elemente einer Radioreportage. Das eigene Kita-Fußballturnier oder eine andere zugängliche Sportveranstaltung, z.B. ein öffentliches Training einer Ortsmannschaft, stellen tolle Möglichkeiten dar, um das Thema Fußball aufzugreifen und umzusetzen.

Steht der Rahmen für die Radioreportage fest, können die Aufnahmen losgehen. Für die Radioreportage benötigen Sie ein Aufnahmegerät, welches von den Kindern abwechselnd genutzt wird. Prüfen Sie gemeinsam mit den Kindern, ob das Gerät funktioniert und alle benötigten Teile vorhanden sind. Um den Umgang mit dem Aufnahmegerät zu üben, können die Kinder vor der eigentlichen Radioreportage ein paar Testaufnahmen machen, in denen sie sich beispielsweise gegenseitig Fragen stellen oder Geräusche in Ihrer Einrichtung aufnehmen. Um in die Reportage zu starten, können die Kinder zunächst den Ort ihrer Wahl genau beschreiben.

Folgende Fragen können dabei helfen:

  • Wo befinden wir uns?
  • Was sehe ich?
  • Welche Personen sind da?
  • Was für Aktionen finden statt?
  • Was fällt mir besonders auf?
  • Wie ist das Wetter?

Kinder nehmen unterschiedliche Dinge wahr. Um die verschiedenen Eindrücke einzufangen, ist es hilfreich, wenn mehrere Kinder als Reporter zum Einsatz kommen. Besprechen Sie dafür vorab ein paar Gesprächsregeln (z.B. Laut und deutlich sprechen. Es spricht immer nur ein Kind. Alle Kinder kommen nacheinander an die Reihe, etc.). Ein paar wenige Gesprächsregeln helfen den Kindern die Beschreibungen der anderen abzuwarten, wodurch sämtliche Eindrücke und Ideen leichter und verständlicher aufgenommen werden können. Zugleich ist es sinnvoll, die Kinder in ihrer Aktion nicht zu sehr zu beschränken und sie einfach authentisch loskommentieren zu lassen.

Anregungen:

  • Wer ist gerade am Ball?
  • An wen wurde der Ball weitergegeben?
  • Was macht der Torwart/die Torfrau und wie wirkt sie?
  • Wer hat wem den Ball abgenommen?
  • Wie reagieren die Zuschauer?
  • Wie spielt das Wetter mit?

Zu einer richtigen Radioreportage gehört auch ein Interview mit einer Person vor Ort. Wenn Sie die Reportage mit dem Fußballturnier ihrer Gruppe verbinden möchten, können sich die Kinder gegenseitig interviewen und Fragen zum Turnier stellen. Hierbei ist es sinnvoll, einige Fragen vorab zu überlegen und ein bis zwei Interviewpartner auszusuchen. Ideen und Tipps für das Interview können Sie dem Material „Das perfekte Interview“ entnehmen.  

Die Kinder können sich auch gezielt (mit geschlossenen Augen) auf die Suche nach typischen Geräuschen der Fußballsituation begeben: Was macht die Höratmosphäre des Ereignisses aus? Einige Geräusche, wie z.B. die Reaktionen der Zuschauer können gezielt aufgenommen werden, um sie später unterzumischen. So wird die Reportage noch bunter und spannender.
Den Ablauf des Hörbeitrags können Sie im Anschluss an die Aufnahmen gemeinsam mit den Kindern besprechen und mit Hilfe eines Schnittprogramms fertigstellen. Für die Bearbeitung bieten sich unterschiedliche Schnittprogramme (z.B. Audacity für Windows PC und Mac) an. Die Bearbeitung kann gemeinsam mit den Kindern erfolgen, es ist jedoch sinnvoll, wenn eine Betreuungsperson unterstützend und beratend zur Seite steht, um den Kindern beim Zusammenfügen der Aufnahmen zu helfen.
 
Unsere eigene Fußball-CD
Kinder wachsen mit Musik auf. Schon früh lernen sie durch Fingerspiele und Kinderlieder Melodien kennen, die sie später nachsingen. Warum nicht also eine eigene CD aufnehmen? Während der Fußball-EM lernen Kinder neue Lieder rund um das Thema Fußball kennen. Fußball-Hymnen und Lieder zum Anfeuern der Mannschaften werden vielleicht von der Familie und Freunden mitgesungen und im Fernsehen und Radio übertragen. Neben den Hymnen und Mannschaftsliedern gibt es aber auch eine Reihe von Kinderliedern, die das Thema Fußball aufgreifen und kindgerecht umsetzen. Darunter finden sich Lieder über Fußballspiele, Vereinsfarben und das Thema Freundschaft.
Suchen Sie gemeinsam ein paar Kinderlieder aus und üben Sie diese mit den Kindern ein. Dabei sollten Sie darauf achten, einfache und einprägsame Texte und Melodien zu nutzen. Darüber hinaus sollten die Lieder nicht mehr als zwei bis drei Strophen haben, damit die Kinder diese leichter lernen und mitsingen können. Vielleicht sind in Ihrer Gruppe auch schon Fußballlieder bekannt. Diese können Sie aufgreifen und ebenfalls mit den Kindern einüben.
Wurde ausreichend geprobt, kann es an die Aufnahme gehen. Dafür brauchen Sie ein Aufnahmegerät, das von den Kindern abwechselnd genutzt werden kann. Die aufgenommenen Lieder können Sie hinterher auf einem Computer und den Kindern und Eltern am Turnier-Nachmittag vorspielen.
 
Medienpädagogische Ziele

  • Schulung der Wahrnehmung der Umgebung
  • Schulung der Konzentration
  • Technischer Umgang mit Aufnahmegerät und Schnittprogramm
  • Zuhören und Nachfragen im Interview
  • Sichtbares beschreiben lernen
  • Sprachförderung
  • Förderung der Erzähl- und Ausdrucksfähigkeit
  • Kreativer Einsatz von digitalen Geräten
Exkursion auf einen Bauernhof – Kinderreporter unterwegs

Ein Ausflug auf einen nahegelegenen Bauernhof bietet Kindern die Möglichkeit, Informationen über die Herkunft ihres Essens zu bekommen und Einblicke in das Leben auf einem Bauernhof zu gewinnen. Eine Vielzahl an Bauernhöfen bietet bereits Programme für Kindergruppen an, in denen sie die Arbeit auf einem Bauernhof erleben und selbst aktiv mitwirken können. Vom gemeinsamen Kartoffel ernten und Himbeeren pflücken bis hin zum Kuscheln mit Hund und Katze – die Kinder sammeln neue Erfahrungen und lernen ihr Essen von einer neuen Seite kennen. Die Aktivitäten auf dem Bauernhof lassen sich gut mit der Fotokamera oder dem digitalen Aufnahmegerät dokumentieren. Geräusche auf dem Hof können aufgenommen und später erraten werden, der Bauer oder die Menschen auf dem Hof können interviewt werden. Mit kreativen Fotomethoden, wie dem Bilderrätsel kann z.B. erarbeitet werden, woher die Lebensmittel kommen und welche Tiere und Gegenstände auf einem Hof zu finden sind. Eine Fotogeschichte kann zeigen, wie so ein Tag auf dem Bauernhof abläuft.


Lassen Sie die Kinder den Bauernhof mit der Fotokamera erkunden.
Sie können ihnen dazu kleine Fotoaufgaben geben oder sie auch vorab frei fotografieren lassen. Dadurch erhalten Sie auch einen Einblick, wie die Kinder ihre Umgebung wahrnehmen.

Bilderrätsel
Lassen Sie die Kinder Bilderrätsel von einzelnen Tiere, Gegenständen und Pflanzen machen. Dazu können die Kinder erst eine Makroaufnahmen machen und dann eine Auflösung von weiterweg.
Genauere Erläuterungen gibt Ihnen unser Material zum Fotorätsel.

Bildercollage: Wo kommt das Ei her?
Bereiten sie vorab Bilder von gängigen Lebensmitteln (Brot, Käse, Butter, Spiegelei) vor. Auf dem Bauernhof haben die Kinder dann die Aufgabe, gemeinsam mit der Betreuungsperson, die jeweilige Herkunft des Lebensmittels herauszufinden und diese zu fotografieren. Sie sollten je nach Größe der Gruppe mehrere Fotokameras mitbringen, damit sich die Kinder (höchstens zu dritt) in der Benutzung abwechseln können. Die entwickelten Fotos werden dann gemeinsam mit den Kindern auf einzelnen Collagen zusammengebracht. Als mögliches Ergebnis könnte eine Collage wie folgt aussehen: In der Mitte befindet sich das Foto einer Henne, das von den Kindern gemacht wurde. Um sie herum sind beispielsweise Bilder von Spiegeleiern, Rührei und Hähnchen Nuggets positioniert.
Durch die Bildercollagen gewinnen Kinder einen Überblick über die Herkunft der Lebensmittel und können sich gleichzeitig im Umgang mit einer Kamera ausprobieren.
 
Geheimauftrag – Hörrätsel
Welches Geräusch machen die Kuh, der Hund und die Melkmaschine?
Für das Hörrätsel erstellen sie vorab einige Zettel mit einzelnen Bildern von Tieren und landwirtschaftlichen Geräten. Auf dem Bauernhof angekommen, teilen sie die Kinder in Kleingruppen von 3-4 Kindern ein. Jede Gruppe erhält einen der Zettel. Die Tiere und Geräte sind bei jeder Gruppe unterschiedlich und müssen zunächst vor den anderen Gruppen geheim gehalten werden.
Mit diesen Geheimaufträgen und einem Aufnahmegerät pro Gruppe müssen die Kinder nun die passenden Geräusche auf dem Bauernhof wiederfinden und aufnehmen. Wurden alle Geräusche gefunden, kommen die Kinder erneut zusammen. Nun beginnt die Rätselrunde. Jede Gruppe spielt ihre entdeckten Geräusche einzeln ab. Die anderen Kinder können nun rätseln, worum es sich bei den Geräuschen handelt und welches Tier bzw. welches Gerät dahintersteckt.
Das Hörrätsel bietet den Kindern die Möglichkeit das Gehörte mit dem Gesehenen zu verbinden und den Umgang mit einem Aufnahmegerät zu erlernen.
 
Bildergeschichte
Ein Tag im Leben einer Kuh
In Absprache mit dem Bauernhof können die Kinder den Tag eines Tieres auf dem Bauernhof kennenlernen. Die einzelnen Stationen, die ein Tier im Verlauf eines Tages durchläuft, werden dann von den Kindern dokumentiert.
Von der morgendlichen Futterstation bis hin zur Melkmaschine am Nachmittag – die einzelnen Stationen werden mithilfe von Fotokameras festgehalten und können anschließend auf einem Plakat zusammengetragen werden.
Hierbei kann der Fokus besonders auf die Produktion der Nahrungsmittel gelegt werden. So entdecken die Kinder wie beispielsweise Milch produziert wird und wer die Eier legt. Die Bildergeschichte gibt den Kindern die Gelegenheit, den Tag eines Tieres auf dem Bauernhof kennenzulernen und die Herkunft einzelner Lebensmittel zu begreifen.
 
Interview mit dem Bauer / der Bäuerin
Bereiten Sie gemeinsam mit den Kindern das Interview in der Kita vor. Was möchten die Kinder von dem Bauer/der Bäuerin wissen?
Mögliche Fragen könnten sein:

  • Wann stehst Du auf?
  • Was machst Du morgens/mittags/abends?
  • Was wird auf dem Bauernhof alles angepflanzt?
  • Was ist Dein Lieblingsgericht?
  • Warum kräht der Hahn?


Nutzen Sie als Vorbereitung zum Interview auch unser Material „Das perfekte Interview“ oder die Anregungen aus dem Newsletter „Kindern eine Stimme geben“.  
Zurück in der Kita Lassen Sie den Tag auf dem Bauernhof Revue passieren. Schauen Sie sich mit den Kindern die Bilder oder hören Sie sich gemeinsam nochmal die Hörrätsel an und überlegen Sie mit den Kindern:

  • Was hat dir besonders gut gefallen?
  • Welche Tiere hast du gesehen?
  • Welche Lebensmittel hast du probiert?
  • Was wächst in der Erde?
  • Möchtest du auch auf dem Bauernhof arbeiten und leben?

 
Und jetzt pflanzen wir selbst an: Das Wachsen der Kresseköpfe als Stopmotionfilm und Daumenkino
Die Produktion von Lebensmitteln findet natürlich nicht nur auf einem Bauernhof statt und so können die Kinder mithilfe von selbstgebastelten Kresseköpfen den Prozess des Wachsens eigenhändig miterleben.

Für die Kresseköpfe benötigen Sie folgende Materialien:

  • alte Socken
  • Watte
  • Kressesamen
  • Blumentöpfe oder Tassen
  • Wackelaugen
  • Pappe
  • Bindfaden


Die Socken werden mit Watte ausgestopft und an der Öffnung zugeknotet. Mithilfe des Bindfadens können die Kinder eine beliebig große Nase abbinden. Mit den Wackelaugen und der Pappe können lustige Gesichter gestaltet werden. Legen Sie die Kressesamen für einige Minuten in Wasser, damit sie etwas aufweichen und besser kleben. Währenddessen stellen die Kinder die Kresseköpfe in die Blumentöpfe oder Tassen und begießen sie mit reichlich Wasser. Nun können sie überlegen an welchen Stellen dem Kopf „Haare“ wachsen sollen. Dort werden die Samen aufgelegt.
Lassen Sie die Kinder nun jeden Tag mindestens ein Foto (besser drei oder vier am Tag verteilt) des Kressekopfes machen. Stellen Sie dabei die Fotokamera auf ein Stativ und dieses immer wieder vor die gleiche Stelle vor den Kressekopf. Markieren Sie den Standort des Stativs mit Klebestreifen auf dem Boden, falls Sie das Stativ immer wieder entfernen müssen. Der gebastelte Gesichtsausdruck kann natürlich von Tag zu Tag verändert werden (z.B. von einem traurigen zu einem lachenden Mund). Regelmäßiges Gießen nicht vergessen!
Nach etwa einer Woche sollte die Kresse so hoch gewachsen sein, dass die Kinder ihrem Kressekopf einen Haarschnitt verpassen können. Die geerntete Kresse schmeckt gut auf einem Butterbrot oder im Salat.
Sie können die Fotos in einem Schnittprogramm zusammenstellen oder ausdrucken und als Daumenkino nutzen. Kleben Sie dazu die Fotos an einer Kante zusammen. So entsteht ein „Kinofilm“ zum Mitnehmen in der Hosentasche.
Weitere Anregung zur Arbeit mit Trickfilm erhalten Sie in unserem Material.  

Medienpädagogische Ziele:

  • Dokumentation der Exkursion auf dem Bauernhof
  • Schulung der Wahrnehmung
  • Technischer Umgang mit Fotokamera und Aufnahmeprogramm
  • Zuhören, Nachfragen und Wiedererkennen von Gehörtem
  • Sprachförderung
  • Schulung der Konzentration
  • Kreativer Einsatz von digitalen Geräten
Spielentwickler werden – kreative Ideen für eigene Spiele
MixMax-Bilder selber machen

Kinder lieben Spiele und denken sich gern neue Spiele aus. Sie können die Kreativität der Kinder fördern, indem Sie sie anregen, selbst zu kleinen Spieleentwicklern zu werden. Die Möglichkeiten selbst ein Spiel zu gestalten sind vielfältig. Kinder setzen sich so aktiv mit einem Thema auseinander, werden kreativ und können später ein eigenes Produkt präsentieren. Nutzen Sie selbstgemachte Fotos um ein Memory, ein Puzzle oder ein MixMax-Spiel zu erstellen. Sie können diese Spiele immer wieder in ihrer Einrichtung nutzen und in den Gruppen spielen lassen. Auch digital mit Hilfe von Tablets und Apps können Kinder mittlerweile fast intuitiv selbst kleine Spiele erstellen, die dann online zu Hause oder in der Gruppe gespielt werden können.

Ein MixMax-Spiel selber machen
Dieses Klappspiel kennen Kinder ggf. schon aus entsprechenden Büchern. Verschiedene Tierköpfe und -körper werden neu zusammengewürfelt und es entstehen lustige Kombinationen und neue Figuren: Ein Elefant bekommt Beine des Tigers, ein Hase erhält den Kopf des Hundes.
Als Vorbereitung können Sie mit den Kindern online spielen: WDRMaus.de
Und nun sind die Kinder selbst an der Reihe: Besonders lustig wird es, wenn die Kinder sich verkleiden. Positionieren Sie die Kinder einzeln an der Wand und lassen Sie die Kinder sich gegenseitig fotografieren. Die Bilder werden ausgedruckt und dann an den gleichen Stellen auseinander geschnitten. Nun können alle Körperteile gemixt werden (Kopf von Kind A, Rumpf von Kind B, Beine von Kind C). Um die Lebensdauer des Spiels zu verlängern, laminieren Sie die einzelnen Spielelemente ein. Achten Sie darauf, dass die Kinder möglichst ihr eigenes Bild zerschneiden, einige Kinder können sehr sensibel darauf reagieren, wenn ihr Foto von sich zerschnitten wird.
Nutzen Sie unsere Anleitung, um das Spiel gemeinsam mit den Kindern zu basteln.
 
Medienfiguren-Memory
Lassen Sie die Kinder ihre Lieblingsfigur malen. Scannen Sie die Bilder ein und drucken Sie diese dann zweimal im gleichen Format aus. Danach sollten Sie überprüfen, ob die Farben der Bilder auf der Rückseite durchscheinen. Falls ja, kann diese mit einer Pappe verstärkt werden. Zum Schluss laminieren Sie jede Karte ein, sodass sie ein wasser- und schmutzdichtes Spiel erhalten.
Sie können die Kinder auch am PC oder am Tablet malen lassen und die Bilder abspeichern. So wird der Umgang mit der Maus oder dem Touchscreen geübt. Auf Kritzel-Klub.de gibt es verschiedene Stiftarten, Farben und weitere Extras. Das Malen kann zunächst mit verschiedenen Spielen gelernt werden (z.B. zu Musik malen, ein Wort hören und dies malen oder ein bestehendes Bild ergänzen). Unter WDRMaus.de finden die Kinder Hintergründe, Rahmen und Gegenstände, die eingefügt werden können. Sie werden dabei vom Elefanten begleitet.
Die gemalten Medienfiguren können anschließend reflektiert werden, damit die Kinder sich noch einmal aktiv mit ihnen auseinandersetzen. Häufig finden Kinder Eigenschaften an Figuren interessant, die von Erwachsenen nicht direkt vermutet werden. Oder sie projizieren eigene Eigenschaften auf die Figuren (z.B. „Die hat auch eine Narbe“), die diese eigentlich gar nicht besitzen.
So können Sie herausfinden, was die Kinder sich wünschen oder kompensieren wollen. Viele Kinder nehmen die Medienfiguren als reale Freunde oder Gefährten wahr. Eine Differenzierung zwischen Realität und Bildschirm, Zeichentrick und „echten“ Menschen findet oft noch nicht oder ungenau statt. Fragen wie „Was findest du an der Figur besonders gut?“ können Ihnen helfen mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Vielleicht möchte jedes Kind der Gruppe erzählen, was seine Lieblingsfigur kann. In unserem Newsletter „Helden geben Orientierung“ finden Sie Anregungen, wie Sie das Thema Medienhelden mit den Kindern vertiefen können.

Ein Memory können Sie selbst verständlich auch mit selbstgemachten Fotos basteln. Lassen Sie die Kinder ihre Lieblingsplätze in der Kita fotografieren, einzelne Schuhe oder Körperteile. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Als Anregung können Sie auch das Material zum Fotorätsel nutzen.
 
Memory-App
Auf Learningapps.org haben Sie die Möglichkeit mit den Kindern eine eigene Memory-App zu erstellen. Hierfür wählen Sie die Vorlage „Paare-Spiel“ aus und klicken auf „neue App erstellen“. Dort laden Sie unter der Überschrift „Paare erstellen“ pro Paar immer zweimal den gleichen Scan der Medienfiguren hoch. Um mehr als ein Paar hochzuladen, wählen Sie „weiteres Element hinzufügen“. Im weiteren Schritt, kann die App im Vorschaumodus beliebig oft gespielt werden. Um sie zu speichern, müssen Sie allerdings ein Konto anlegen. Dann kann die App an die Eltern und Interessierte versendet werden.
 
Medienpädagogische Anregungen

  • Auseinandersetzung mit (digitalen) Spielen
  • Reflexion des eigenen Spiels
  • Förderung der Sprache, Kreativität und des Spiels
  • Spiel mit verschiedenen Rollen
  • Technischer und kreativer Umgang mit Fotokamera, Tablet und Computer
Jetzt mal genauer hinsehen

Die Erkundung der Natur ist für Kinder besonders interessant. Überall wächst oder kriecht etwas und es gibt eine Menge zu entdecken. Und Naturwissenschaft lässt sich ganz einfach mit Medienpädagogik verbinden. Denn indem Sie die Kinder ihre Umgebung auch mit verschiedenen Medien erkunden lassen, eröffnen sich ganz neue Perspektiven auf die Umgebung. Sie können die Kinder z.B. mit Digitalkameras oder Tablets auf Entdeckungsreise schicken und sie ihre Umgebung auf mediale Weise erkunden und inszenieren lassen. Materialien aus der Natur können im zweiten Schritt unter einem Mikroskop detailliert untersucht werden. Der Einsatz eines digitalen Mikroskop bietet den Kindern die Möglichkeit Gesehenes festzuhalten und ggf. in der Kita auszustellen.
Die Medien erfüllen hierbei zweierlei, sie dienen als Instrument zur Untersuchung der Umgebung und kommen zugleich zum Einsatz, um die gefundenen Beobachtungen zu dokumentieren und zurück in die Kita bringen. Dadurch lässt sich das Thema auch längerfristig in der Kita verankern oder Gruppen können durch die medial Aufzeichnungen ihr Fundstücke gegenseitig präsentieren.

Das digitale Mikroskop
Untersuchungen am Mikroskop sind sicher für viele Kinder spannend. Wie kann man sonst etwas Winziges so detailliert betrachten. Durch die Arbeit mit einem digitalen Mikroskop eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten, denn es lässt sich per USB-Kabel an einen Computer anschließen. Somit können die Beobachtungen festgehalten und auch anderen zur Verfügung gestellt werden.
Die Erkundung der Natur lässt sich damit ganz einfach mit Medienpädagogik verknüpfen. Sammeln Sie z.B. zusammen mit den Kindern Gegenstände wie z.B. Blätter, Gräser, Rinde oder tote Insekten und lassen Sie sie anschließend von den Kindern unter dem Mikroskop erkunden. Während ein Kind durch das Mikroskop schaut, können die anderen Kinder auf dem Computer verfolgen, wie die Gegenstände vergrößert aussehen. Wenn die Kinder Einstellungen gefunden haben, die besonders schön, originell oder gar witzig aussehen, können Sie davon Foto-Aufnahmen machen,  ausdrucken und ggf. in einer kleinen Ausstellung zum Thema Natur präsentieren.
Anschließend können Sie die Kinder, die nicht zugeschaut haben, raten lassen, um was für einen Gegenstand/ ein Tier es sich bei den Aufnahmen  handeln könnte. Es bietet sich auch an, dass Sie die originalen Sammelstücke zusammen mit den Mikroskop-Fotoaufnahmen in der Kita ausstellen, sodass auch andere Kinder und Eltern die Fundstücke  bestaunen können.

Weitere Anregungen zur Erkundung der Natur mit Medien finden Sie in dem Newsletter Der Natur auf der Spur.


Groß oder klein?
Lassen Sie die Kinder bei einem kleinen Waldspaziergang auf Entdeckerreise gehen. Hierfür verstecken Sie oder eine andere Kindergruppe  vor dem Spaziergang an bestimmten Stellen kleine Spielfiguren, die die Kinder dann suchen. Statten Sie die Kinder  mit einer Digitalkamera oder einem Tablet aus und lassen Sie sie ihre Funde fotografieren. Die Kinder sollen nun die Figuren von ganz nah fotografieren (ggf. Makromodus einstellen) und von weiter weg fotografieren. Regen Sie die Kinder an dabei verschiedene Perspektiven einzunehmen.  Denn wenn z.B. eine Figur auf einem Ast sitzt und von unten fotografiert wird, wirkt sie ebenfalls größer, als sie eigentlich ist. Auch hier bietet es sich an, aus den Fotos eine Ausstellung oder ein Fotobuch zu erstellen.

Lesen Sie in unserem Material wie Sie Digitalkameras  zur Erstellung von Bilderrätseln oder Optischen Täuschungen einsetzen können.


Augmented Reality
Durch die digitalen Medien gibt es inzwischen auch immer mehr Apps, Spiele und Anwendungen, die sich der Augmented Reality bedienen.
Unter Augmented Reality versteht man auch die erweiterte Realität durch Medien und die damit verbundene visuelle Darstellung von zusätzlichen Informationen und Bildern. Wenn Sie z.B. in einer neuen Stadt sind und eine Sehenswürdigkeit fotografieren, kann Ihnen eine passende App Hintergrundinformationen zu diesem Gebäude oder weitere Fotos angezeigt werden. Aber auch zur Planung der eigenen Einrichtung wird es genutzt. Sie können sich z.B. online ein neues Sofa anschauen und durch fotografieren Ihres Wohnzimmers probieren, ob es zu ihrer Einrichtung und von der Größe her passt.
Mittlerweile gibt es einige einfach zu bedienende Apps mit denen man Augmented Reality erstellen kann. Laden Sie z.B. die Foto-App AR-Effekt herunter und lassen Sie die Kinder mit einem Tablet die Kita erkunden. Wenn die Kinder die App öffnen, können sie die Umgebung fotografieren und durch Antippen der erscheinenden Kreise z.B. Dinosaurier, Unterwasserwelten oder Blumen einfügen Auf dem Foto verschmelzen dann Umgebung und digitale Welt zu einem Bild, sodass es aussieht, als wenn z.B. ein Dinosaurier durch die Kita stampft.
Lassen Sie die Kinder damit experimentieren und ihre Ergebnisse anschließend präsentieren. Erkennen Sie Ihre Kita auf den Fotos noch wieder?
Alternativ können Sie auch die App Quivervision nutzen. Hier können Sie im Internet Malvorlagen ausdrucken und diese von den Kindern anmalen lassen. Danach wird mit Hilfe des Smartphones oder Tablets das Bild eingescannt.
Mit Hilfe der App können dann die Figuren der Bilder zum Leben erweckt werden. Dabei lassen sich die Figuren bewegen und die Kinder können sich Geräusche der Tiere anhören.


Medienpädagogische Ziele

  •  Schulung der Sinne und Wahrnehmung der Umgebung
  •  Räumliches Verständnis entwickeln
  •  Förderung der Kreativität und Experimentierfreude
  •  Experimentieren mit Gestaltungsmöglichkeiten
  •  Kennenlernen verschiedener Perspektiven und deren Gestaltungsmöglichkeiten
Der Musikclip über unsere Kita – Kreativ mit Video und Musik
Kreativer Musikclip

Mit Musik haben wir die Möglichkeit vielfältig kreativ zu werden. Wir können selbst Musik machen und Lieder produzieren. Mit Musik-Apps kann dies mittlerweile umgesetzt werden, ohne dass ein richtiges Instrument zur Verfügung stehen muss. Eine gewisse musikalische Grundbildung ist hierfür aber durchaus hilfreich. Für Kinder bieten sich einfache und intuitive Apps an, wie z.B. VidRhythm. Hier können sie zu vorgegebenen Liedern selbst Töne durch den Körper (Klatschen, Pfeifen) und Texte erzeugen. Die Elemente werden dann entsprechend gemixt, so dass lustige Clips entstehen. Eine Zusammenstellung von Musik-Apps finden Sie im weiteren Text. Ebenso bietet es sich an mit Kindern kleine Musikclips zu drehen, z.B. von den Lieblingsplätzen der Kinder in der Kita. Wählen Sie mit den Kindern die Plätze und die Musik aus und nutzen Sie die Kamera kreativ. So entstehen kleine Clips und die Musik verleiht diesen eine besondere Atmosphäre. Anregungen zur Umsetzung gibt Ihnen unser Material „Unsere Kita – Musik und Video kreativ im Einsatz“.


Unser eigenes Musikvideo

Zu einem tollen Song gehört natürlich ein ebenso toller Videoclip! Ob Sie dabei ein Video zu einem selbstgemachten Stück drehen oder ein Lieblingslied der Kinder zur Vorlage nehmen, bleibt natürlich Ihnen und den Kleinen überlassen. Einigen Sie sich nach der Liedauswahl auf den Stil des Clips: Soll das Video die Kinder beim Singen und Tanzen festhalten oder eine Art Handlung haben? Auch bei echten Chart-Stürmern variieren die Stile und Inhalte der Clips teilweise gewaltig. Wählen Sie mit den Kindern die Vorgehensweise aus, die am besten realisierbar erscheint und am meisten Spaß macht. Tragen Sie die Ideen der Kinder für den Clip auf einem Storyboard/Drehbuch zusammen.
Als Vorlage können Sie unser Material zum Trickfilmdreh nehmen: Material Storyboard

Tipp: Am einfachsten ist es, die Musik im Nachhinein unter das Filmmaterial zu legen und keine extra Tonaufnahmen während des Drehs zu machen.
Beim Dreh eines Videos sind Requisiten wichtig! Je nachdem, was die Kinder in ihrem Video zeigen wollen, können Sie vorher mit ihnen basteln.
Dem Ideenreichtum sind dabei kaum Grenzen gesetzt; schließlich kann in dem Clip ja so gut wie alles passieren. Wenn Dinosaurier und UFOs darin vorkommen sollen – dann soll es so sein! Damit ergänzen Sie das musikalische Projekt mit weiteren kreativen Methoden. Als Aufnahmegerät eignet sich natürlich am besten eine richtige Kamera.


Machen Sie im Vorfeld kleine Übungen mit der Kamera
, so dass die Kinder bereits Erfahrungen gesammelt haben, z.B. Zaubern mit der Kamera. Nehmen Sie verschiedene Perspektiven und Einstellungen mit der Kamera auf und überlegen Sie gemeinsam mit den Kindern wie die Bilder wirken. Anregungen finden Sie unter Fotopraxis 1 – Mit Einstellungsgrößen und Ausschnitten experimentieren und Fotopraxis 2 Mit Perspektiven experimentieren.
Für ein cool geschnittenes, dynamisches Musikvideo braucht es aber meist noch ein paar weitere Tricks und Kniffe. Zum Beispiel machen Kamerafahrten immer einen tollen Eindruck, weil sie einen Moment nicht nur starr wiedergeben, sondern fließend aus mehreren Blickwinkeln einfangen. Doch wie bekommt man so etwas möglichst geschmeidig und ohne Wackler hin? Überprüfen Sie hierfür, ob Ihnen ein Bollerwagen, ein Euro-System-Roller, ein Dreirad, ein Bürostuhl oder etwas Vergleichbares zur Verfügung steht. Darauf können Sie die Kamera platzieren (und natürlich gut fixieren!) und vorsichtig herumfahren. Schon haben Sie eine geschmeidige Kamerabewegung!

Nutzen Sie unser Material: „Unsere Kita – Musik und Video kreativ im Einsatz“.

Bei der digitalen Nachbearbeitung können viele weitere tolle Effekte hinzugefügt werden. Dafür stehen kostenpflichtige und kostenlose Programme zur Verfügung. Werkzeuge wie GoPro, Avidemux oder der Windows Movie Maker erfüllen die grundlegenden Bedürfnisse, um die Aufnahmen zu schneiden, neu zu sortieren und mit der Musik Ihrer Wahl zu unterlegen.
Freie Musik zum Herunterladen bietet die Kinderseite Auditorix an.
 

Nachher hat man immer was zum Lachen!

Man kennt es von vielen Serien und Filmen: Outtakes am Ende der Folge oder als Bonus auf der DVD zeigen einige der Aufnahmen, die nicht so geklappt haben, wie sich Regisseur und Darsteller das vorgestellt haben. Nicht selten bringen Missgeschicke, Versprecher oder andere Pannen dabei ordentlich was zu lachen! Auch beim Dreh in der Kita oder beim Komponieren der Musikstücke werden die Kinder sicher viel Spaß und Freude gehabt haben. Neben lustigen Momenten ist es aber auch einfach schön, im Nachhinein den Entstehungsprozess Revue passieren zu lassen. Halten Sie zwischenzeitlich immer wieder mal Momente und Szenen fest, die Sie später mit den Kindern noch einmal zusammen ansehen können. Das stärkt nicht nur das Zusammengehörigkeitsgefühl, sondern lässt auch viele Augenblicke ins Gedächtnis zurückkehren und zeigt interessante Momente, die zuvor sicher nicht jeder mitbekommen hat.
 

Die DJs von Morgen

Dank moderner und vor allem handhabbarer Technik ist die Komposition von elektronischer Musik längst nicht mehr nur was für Profis! Erschwingliche und intuitiv bedienbare Programme ermöglichen es praktisch Jedermann, eigene Songs zu kreieren. Ob Techno oder simulierte klassische Instrumente – den eigenen kreativen Ideen stehen heute kaum noch Grenzen im Weg! Mit entsprechenden Apps und Geräten können Sie nicht nur Musik, Tanz und Gesang der Kinder aufnehmen, sondern auch mit passenden Beats, Loops und Effekten versehen. Apps wie Garage Band oder FL Studio Mobile (sehen Sie sich hierzu unsere App-Empfehlungen an) können als leicht bedienbare Werkzeuge genutzt werden, um tolle Melodien zu erschaffen oder die Lieblingsstücke der Kleinen in etwas völlig Neues zu verwandeln.


Apps zur Musikproduktion für Android und iOS

  • Recorder (iOS; kostenlos): Die vorinstallierte Sprachmemo-App im iPhone oder iPad bietet bereits eine gute Qualität für eine beigelegte Software. Wenn es doch mehr Funktionen und ein paar Effekte braucht, steht mit FIRE 2 eine Alternative für 5,99€ im App-Store zur Verfügung.
  • Garage Band (iOS; 3,99€): Die App zeichnet sich durch eine leichte und intuitive Bedienbarkeit aus, was sie zu einem praktischen Werkzeug macht. Liveaufnahmen können auch mit elektronischen Instrumenten verbunden werden. Das Programm eignet sich für die Erstellung von Musikstücken, zur Aufnahme von Interviews und Erstellung von Musikclips
  • VidRythm (iOS; kostenlos): Mit dieser simplen Software können Geräusche und kurze Videoaufnahmen zu kleinen Musikfilmen zusammengefügt werden.
  • Easy Voice Recorder (Android; kostenlos): Hierbei handelt es sich um eine simple Recorder-Funktion. Einfach zu bedienen, bietet dafür jedoch auch wenige Funktionen und nur moderate Qualität der Aufnahmen. Eine ebenfalls kostenlose Alternative bietet die App Hi-Q MP3 Rec, die die Dateien automatisch im mp3-Format aufnimmt.
  • TapeMachine Recorder (Android; 2,99€): Die App kostet im Vergleich zu den vorher genannten zwar etwas, bietet dafür jedoch einen qualitativ guten Rekorder mit zusätzlichen Effekten und Editierfunktion.
  • My Piano (Android; kostenlos): Die App beinhaltet elf Instrumentenklänge, die mit zusätzlichen Effekten versehen werden können. Auch die Aufnahme kurzer Audio-Samples ist damit möglich.
  • FL Studio Mobile (Android; 14,95€): Die App bietet neben einem Multitrack-Rekorder zur Aufnahme mehrerer Audiospuren eine umfangreiche Instrumentenbibliothek und vielfältige Bearbeitungsmöglichkeiten.
  • Magix Music Maker (Windows; 59,99€): Der Magix Music Maker ist im Vergleich zwar die teuerste, dafür jedoch eine besonders vielseitige, qualitätsvolle Software zum Aufnehmen und Produzieren von Musik. Per Drag & Drop-Steuerung lassen sich Instrumente abmischen, Sounds und Effekte einbinden sowie qualitativ gute Aufnahmen einbinden. Dazu bietet das Programm typische Sounds aus verschiedenen Musikgenres. Über den Service Media-X-Change können die wichtigsten Grundfunktionen auch auf Android- und iOS-Geräten genutzt und die Werke auf diesen abgespielt werden.

Weitere Infos und Programm gibt es hier: http://tausend-medien.de/appmusik/


Medienpädagogische Ziele:

  • Förderung medientechnischer und medienkreativer Kompetenzen
  • Anregung der musikalischen Kreativität
  • Erzählfähigkeit der Kinder fördern
  • Anregung der Fantasie
  • Förderung der Ausdrucksfähigkeit und Kreativität
  • Medial gestalten und produzieren
  • Förderung der Sprachkompetenz
  • Aktives Zuhören
  • Teamwork
  • Schulung der Wahrnehmung
  • Förderung von Selbstvertrauen
Wir drehen einen Werbeclip
Wir drehen einen Werbeclip

Größer, schneller, besser! Werbebotschaften präsentieren Spielsachen und Markenprodukte immer im besten Licht – und nicht selten wird dabei übers Ziel hinausgeschossen. Da erwachen Figuren zum Leben, Rennautos können die Schallmauer durchbrechen und neue Konsolen lassen einen ins Spiel selbst eintauchen. Mit der Zeit erkennt man jedoch, dass solche Werbespots übertrieben sind und nicht immer für bare Münze genommen werden sollten. Entwickeln Sie mit den Kindern einen eigenen Werbeclip. Lassen Sie die Kinder selbst ein Phantasie-Produkt entwickeln, welches im Clip angepriesen wird. Sie können dies aber ebenso gut mit Spielzeug machen. Dem Spielzeug können dann neue Eigenschaften hinzugedichtet werden oder Sie entwickeln mit den Kindern einen Werbespot für die Kita, die eigene Kitagruppe. Nutzen Sie als Anregung zur Umsetzung unser Material: Wir drehen einen Werbeclip.


Einen Werbespot drehen

Was wollen wir präsentieren? Wofür wollen wir Werbung machen?

  • Regen Sie die Kinder an, selbst ein „atemberaubendes“ Produkt zu entwerfen. Lassen Sie der Fantasie freien Lauf, was das Spielzeug alles können und wie es heißen sollte. Skizzen und Bilder können den kreativen Schaffensprozess beflügeln. Das Spielzeug kann entweder in der Fantasie oder auf dem Papier entstehen; vielleicht lässt es sich mit dem richtigen Material aber auch tatsächlich basteln.  
  • Sie können einen Mitbring-Tag veranstalten, an dem jedes Kind das eigene Lieblingsspielzeug in die Kita bringen und anpreisen darf. Überlegen Sie mit den Kindern, wie sie ihre Spielsachen eindrucksvoll und gerne auch übertrieben präsentieren können.


Haben Sie „das perfekte Produkt“ vor Augen, sei es ein fantastisches Spielzeug oder das bald anstehende, eigene Kita-Fest, muss das natürlich auch unter die Leute gebracht werden. Wie wir alle wissen, steht und fällt der Erfolg schließlich mit dem Marketing – ein guter Werbespot ist also unerlässlich!


Technik und Storyboard

Besprechen Sie dazu zunächst das Drehbuch für den Spot und legen Sie dabei grundlegende Details fest: Wie lange soll die Werbung sein? Werbespots dauern in der Regel weniger als eine Minute. Die Kunst liegt also darin, in dieser kurzen Zeitspanne alle wichtigen Verkaufsargumente unterzubringen. Dazu muss also festgelegt werden, welche Aspekte des Produkts im Mittelpunkt stehen sollen. Soll der Werbespot actionreich sein? Wird Musik benötigt oder wird selbst ein Lied gesungen? Welcher Werbeslogan passt zu unserem Spot?
Aber auch in filmischer Hinsicht müssen Entscheidungen getroffen werden: Was soll gedreht werden? Welche Aufnahmen/Bilder sollen entstehen? Nutzen Sie hierfür als Vorlage das Storyboard.

Für den Dreh benötigen Sie eine Foto- oder Videokamera, ein Tablet oder ein Smartphone. Machen Sie zunächst mit den Kindern eine Einführung in die Technik. Sie können dazu auch einfache Übungen machen, in dem sich die Kinder gegenseitig filmen und interviewen. Jedes Kind sollte die Technik mal bedient haben.
Ebenso können Sie mit den Kindern filmisch arbeiten, z.B. indem Sie mit der Kamera zaubern (Material: Zaubern mit der Kamera) oder arbeiten Sie mit verschiedenen Perspektiven und Einstellungen.

Nutzen Sie für den Filmdreh ein Stativ, damit die Aufnahmen weniger verwackeln. Ebenso können Sie die Kinder einen Fernseher(Bildschirmrahmen) basteln lassen, in dem sie die Produkte präsentieren.
Mit einem Video- und Bildbearbeitungsprogramm können die Aufnahmen zu einem knackigen Filmchen zusammengeschnitten und bei Bedarf mit Musik und zusätzlichen Effekten untermalt werden.

Einfache Programme für die grundlegenden Funktionen sind im Internet frei erhältlich:

  • Einfache Zeitraffereffekte herstellen mit der APP Hyperlapse verfügbar für iOS und für Android.
  • Filmschnitt mit Movie Maker

Neben einem filmischen Werbespot gibt es natürlich auch noch andere Möglichkeiten, das Produkt anzupreisen. Je nach Alter, Größe, technischen Fähigkeiten oder Vorlieben der Gruppe kann der Spot auch als Radiowerbung oder als eine Art Theateraufführung aufgenommen werden.
Ist der Werbespot fertig, können Sie den Schaffensprozess gemeinsam mit den Kindern reflektieren: Wie ist das perfekte Produkt zu Beginn entstanden? Wie wirkt es nun durch den Werbespot? Die Kinder übertragen diesen Erkenntnisgewinn vielleicht auf das Werbefernsehen, und nehmen daraus mit, dass ein Produkt nicht unbedingt immer einhält, was ein professionell aufbereiteter Werbespot verspricht.
Nutzen Sie als Anregung zur Umsetzung unser Material: Wir drehen einen Werbeclip.


Medienpädagogische Ziele:

  • Werbekompetenz entwickeln
  • Medienkritische Haltung
  • Sprachförderung
  • Technischen Umgang mit Fotokamera und Videokamera erlernen
  • Förderung der Kreativität und Phantasie
  • Förderung der Wahrnehmung
„Wo kommst Du her?“ „Wer bist Du?“ und „Wo bist Du jetzt?“ – Kreative Produkte mit Fotos und Bildern erstellen

Kita-Kinder sind oftmals noch sehr auf ihre eigene Umgebung fokussiert und mit sich selbst beschäftigt.
Daher fällt es ihnen schwer, sich zu vorzustellen, dass andere Kinder mit Zügen, Booten/Schiffen  und zu Fuß aus einem anderen Land zu uns kommen. Eine selbsterstellte Weltkarte kann dabei helfen, mehr über die Heimatländer und Kulturen der anderen Kinder zu erfahren sowie ein Gefühl für den Globus und „die Welt da draußen“ zu entwickeln. Kaufen Sie z.B. in einem Buchladen eine große Weltkarte oder malen Sie selbst eine auf einem großen Papierbogen nach.
Gestalten Sie diese gemeinsam mit den Kindern mit selbstgemalten Zeichnungen, Fotos und Bildern, zeichnen Sie Wege nach oder bringen Sie kleine Steckbriefe an. Das Gemeinschaftsprojekt kann die Identifikation mit der Gruppe fördern und ein Bewusstsein für die Welt und ihre Vielfalt schaffen. Eine weitere schöne und kreative Möglichkeit, die Ich-Identität der Kinder zu stärken, ist ein so genanntes „Ich bin wichtig“-Buch! Anregungen, wie Sie dies mit Kindern erstellen, erhalten Sie hier:


Eine Weltkarte erstellen

Hängen Sie die Weltkarte an einen Ort, an dem Sie gut mit den Kindern arbeiten können und sie selbst dran kommen. Lassen Sie die Kleinen sich gegenseitig fotografieren, z.B. an ihrem Lieblingsort in der Kita. Sie können dazu die Kamera auch auf einem Stativ befestigen. Mit diesen Bildern können Sie danach die Weltkarte bestücken oder sie für die Steckbriefe von Medien in Gespräch und Spiel verwenden.
Da wahrscheinlich mehrere Kinder aus ein- und demselben Land stammen, kann man die Fotos auch auf der Karte verteilen und über Pfeile oder mit Bindfäden auf das jeweilige Herkunftsland verweisen, damit es nicht zu eng wird. Die Kinder können dann neben ihrem Foto noch ein selbstgemaltes Bild oder ein selbsterstelltes Foto kleben – oder es werden kleine Steckbriefe angebracht, auf denen sich die Kinder jeweils kurz vorstellen, z.B. mit:

  • Namen
  • Alter
  • Lieblingsessen
  • Lieblingsfarbe
  • bester Freund / beste Freundin
  • Lieblingsplatz in der Kita
  • Lieblingsspielzeug


Mit dieser fertigen Weltkarte schafft man ein für alle anschaubares, schönes Gemeinschaftsprojekt, das die Identifikation der Kleinen mit ihrer Gruppe fördern kann!

Anregung: Sie können die Kinder auch Hand- oder Daumenabdrücke auf die Weltkarte machen lassen.
 
Foto-Erkundungen in der Natur und in der Kita

Viele Kinder, die aus anderen Ländern zu uns flüchten, kennen oft keine unterschiedlichen Jahreszeiten so wie wir sie hier in Deutschland haben. Und es bietet sich an, mit Kindern diesen Phänomenen der Natur im Herbst auf den Grund zu gehen. Nutzen Sie den nahegelegenen Park, Wald, Spielplatz oder die Wiese nebenan und schauen Sie mit den Kindern genau hin: „Was liegt dort alles auf dem Boden?“, „Welche unterschiedlichen Farben haben die Blätter?“, „Was kann man kreatives aus Eicheln und Kastanien basteln?“
Nehmen Sie die Fotokamera mit auf Ihren Ausflug. Lassen Sie die Kinder Bilder von den Blumen, Herbstblättern, Eicheln und Kastanien, Bäumen und Baumrinde und alles was ihnen sonst noch auffällt knipsen. Sammeln Sie auch ein paar Blätter und Eicheln o.a. ein. Zurück in der Kita können Sie sich gemeinsam die Bilder anschauen. Benennen Sie alles mit Namen oder lassen Sie die Kinder raten, was es ist. Drucken Sie die Fotos aus. Mit den Dingen aus der Natur und den Fotos können kreative Poster gebastelt werden. Die Kinder, die in dieser Umgebung neu sind, können so die Bedeutung und die Worte lernen und haben die Poster jeden Tag in der Kita vor Augen. Ebenso lernen sie ihre neue Umgebung kennen.  

Erste Übungen mit der Kamera und kreative Anregungen zum Fotografieren – auch in der Natur, erhalten Sie in dem Newsletter:
KREATIV MIT KAMERA UND CO.
 
Ein „Ich bin wichtig“-Buch erstellen

Sich sicher und geborgen zu fühlen ist gerade für junge Kinder ungemein wichtig. Freunde und Freundinnen zu haben, zu einer Gruppe dazuzugehören und vor allem zu wissen, dass man wichtig ist und geschätzt wird, sind für eine gesunde Entwicklung notwendig. Manche Kinder haben diese Sicherheit jedoch nicht – oder durch traumatische Erfahrungen wieder verloren. Sie müssen in ihrer Selbstwahrnehmung gestärkt werden und Zutrauen zu sich selbst finden. Dazu gehört, in sich hinein zu horchen und seine Interessen, Gedanken und Bedürfnisse nach außen hin ausdrücken zu können. Dabei lernt man dann, seinen Platz unter anderen zu finden und sich als bedeutsam zu empfinden.
Eine kreative Möglichkeit, die Ich-Identität der Kinder zu stärken, ist ein so genanntes „Ich bin wichtig“-Buch! Das ist gewissermaßen eine eigene Dokumentation der Kinder über sich selbst und fungiert als eine Art Anker und Tagebuch. Sie können darin selbst gemachte Dinge verewigen – wie Bilder, Geschichten und was sonst noch in Kreativprozessen entsteht. Damit machen sie die Erfahrung wirksam zu sein, stärken ihre Ich-Identität, und können durch die Visualisierung ihrer Stärken, ihrer Freunde und ihrer Fähigkeiten mehr Zutrauen zu sich selbst finden.

In das „Ich-bin-wichtig“-Buch können sie alles über sich eintragen (ähnlich wie bei der Weltkarte):

  • was sie gern und nicht so gern mögen,
  • was sie gern essen
  • was sie gern im Fernsehen schauen und wer ihre (Fernseh-)Helden und Heldinnen sind
  • was sie später mal werden wollen,
  • was ihre Lieblingsspielzeuge und Lieblingsplätze in der Kita sind,
  • welche Personen ihnen wichtig sind,
  • wo sie herkommen,
  • was sie sich wünschen
  • wer ihre Familie ist.

In dieses persönliche „Ich bin wichtig“-Buch können die Kinder alles über sich eintragen, was von ihnen kommt, sie beschäftigt und mit ihnen zu tun hat. Es können auch selbst gemachte Fotos oder gesammelte Dinge aus der Natur, wie getrocknete Blätter, eingeflochten werden – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt!

Geben Sie den Kindern die Möglichkeit, selbst Fotos zu machen und drucken Sie sie aus, damit die Kinder die Ergebnisse in Händen halten.
 
Medial kann das Ganze noch erweitert werden: Wenn Sie beispielsweise die Ergebnisse auch auf dem Computer oder einer CD festhalten möchten, können aufgenommene Videos, Lieblingslieder, selbst Gesungenes oder Getanztes mit eingeschlossen werden.

Anregung:
Scannen Sie die Buchergebnisse ein. Sie können diese entweder bei einem Elternabend über den Beamer präsentieren (wenn die Kinder damit einverstanden sind), ein digitales Fotobuch erstellen oder Sie stellen die Ergebnisse in einem Fotobuch zusammen und lassen dies professionell ausdrucken. 

Weitere Anregungen:


Medienpädagogische Ziele:

  • Sprachförderung
  • Kulturelle Vielfalt erfahren
  • Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit ausbauen
  • Kreativer Ausdruck mittels Bilder und Fotos fördern
  • Gruppenidentifikation fördern
  • Förderung der Wahrnehmung
  • Kennenlernen von Technik
  • Erkundung der Natur und der Umgebung
Wir fragen mal nach – mit Kindern Radio machen
Interviewanleitung: Darf ich dich mal was fragen?

Hörmedien gehören zu den ersten wichtigen Medien für Kinder. Sie lieben es Geschichten und Geräuschen zu lauschen. Hörgeschichten und Kinderradiosendungen sind Vermittler von Wissen und regen die Fantasie der Kleinen an. In der Kita können Hörmedien immer wieder gut eingesetzt werden. Ebenso kann man einfache Technik nutzen, um mit Kindern selbst etwas aufzunehmen: Interviews mit anderen Kindern oder mit Erwachsenen, Geräusche aus der Umgebung einfangen, Umfragen in der Stadt oder kleine Reportagen. Kinder lernen dadurch sich auszudrücken und werden angeregt, ihre Sicht auf Dinge zu äußern und neue Meinungen kennenzulernen. Sie können dies mit unterschiedlichen Themen verbinden.
Anregungen, wie Sie mit den Kindern ein gutes Radiointerview vorbereiten und führen gibt Ihnen unser Material „Darf ich dich mal was fragen!“. Warum also nicht mal selbst Radio machen?

Doch bevor man sich gleich ans Selbermachen wagt, sollte erst einmal ein wenig mit dem Gehör und der Stimme geprobt werden, um ein Gespür für die Tonarbeit zu entwickeln.


Das geht mit ein paar einfachen Spielen:

Hingehört: Zunächst machen es sich alle auf dem Boden in einem Sitzkreis bequem. Dabei dunkelt man am besten auch den Raum ab. Dann schließen alle für mehrere Minuten die Augen und versuchen, sich so still wie möglich zu verhalten. Nach einer bestimmten Zeit öffnen dann alle wieder ihre Augen und flüstern sich die gehörten Geräusche zu: Was gab es da eigentlich rundherum zum Lauschen?

Ich höre was, was du nicht hörst: Im Prinzip spielt sich das genau wie das bekannte „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Bloß versucht man hier, ein Geräusch zu beschreiben, das man irgendwo hört, während die anderen versuchen müssen, herauszufinden, woher das wohl kommt.

Aufgepasst: Ein Kind bewacht mit verbundenen Augen einen Schatz! Die anderen versuchen, sich von verschiedenen Startpunkten aus anzuschleichen. Wenn die Wache etwas Verdächtiges hört und mit dem Finger die richtige Richtung aufzeigen kann, aus der ein Dieb kommt, muss derjenige wieder an seine Startposition zurück. Wenn der Schatz geschnappt oder nach zwei Minuten erfolgreich beschützt wurde, wird gewechselt.


Auch Versuche mit der eigenen Stimme bieten sich an und sind wichtig! Schließlich ist noch kein perfekter Radiosprecher vom Himmel gefallen. Vermutlich wird sich jedes Kind erst einmal darüber wundern, wie anders die eigene „Radiostimme“ klingt. Zudem scheuen sich manche davor, vor anderen zu sprechen oder herumzualbern. Spiele mit der Stimme können dazu beitragen, die Kinder aufzulockern und Hemmungen zu lösen. Außerdem erfahren sie, wie variabel man mit der eigenen Stimme umgehen kann und wieviel Spaß es macht, damit zu spielen! Für Stimmübungen bieten sich Experimente mit der Körperhaltung und Atmung an, aber auch wie sich die Stimme verändert, wenn man den Mund weiter öffnet oder schließt oder wenn man sich die Nase beim Sprechen zuhält. Außerdem bemerkt man durch die bewusste Arbeit mit Text und Audio möglicherweise Sprachauffälligkeiten, wie Näseln oder Lispeln, die man vorher überhört hat.
 

Radiosendung im Vorfeld anhören

Hören Sie sich gemeinsam mit den Kindern eine Kinderradiosendung an und kommen Sie mit den Kindern ins Gespräch:

  • Was hat dir daran gefallen?
  • Was hat dich weniger interessiert?


Beispiele für Kinderradiosendungen:


Was können wir aufnehmen?

  • Umfragen in der Kita: Was gefällt Dir an der Kita? Was gefällt dir nicht? Womit spielst du am liebsten? Was ist dein Lieblingsessen? Was würdest Du gern mal essen? ….
  • Interview: Wer soll interviewt werden? Und zu was? Das aufgenommene Interview kann anschließend zusammen geschnitten werden.
    Nutzen Sie als Anregung dazu unser Material „Darf ich dich mal was fragen?“
  • Reportagen können mit einem Ausflug verbunden werden! Die Kinder können etwas zu dem Ort sagen, den sie besuchen. Dabei beschreiben sie zum Beispiel, was sie sehen oder was sie über das Ausflugsziel denken. Sie können auch O-Töne (Originaltöne) von Menschen einholen, die ebenfalls vor Ort sind.
  • Geräusche: Die Kinder können Geräusche aus der nahen Umgebung aufnehmen und andere raten lassen, was sie hören.


Sie können die Kinder zu den Aufnahmen Fotos machen lassen, diese lassen sich später auch mit dem Audio kombinieren.  


Worum soll es gehen? – Themenauswahl

Anstatt ein Thema fest vorzugeben, können Sie auch die Kinder selbst die Themen finden lassen, über die sie reden möchten. Schließlich wissen sie selbst am besten, was ihnen auf der Zunge liegt.
Unterstützen Sie den Findungsprozess, indem Sie nachfragen und die Kinder so auf Ideen bringen, achten Sie aber auch darauf, dass die Themenvielfalt nicht zu sehr ausufert. Wenn es mehrere Favoriten gibt, wozu etwas gestaltet werden soll, können Sie die Kinder auch in Gruppen aufteilen oder die Entscheidung per Abstimmung treffen lassen.
Wichtig ist, dass hier keine perfekte, professionelle Radiosendung entstehen soll, wie man sie auf öffentlichen Sendern hört. Lassen Sie also ruhig Freiraum für Experiment und Fantasie.

Mögliche Themen:

  • Unsere liebsten Spielsachen
  • Was gefällt uns an unserer Kita?
  • Was gefällt uns nicht so gut an unserer Kita?
  • Das Essen in unserer Kita
  • Worauf freue ich mich am meisten, wenn ich in die Kita komme?
  • Themen mit Aktualitätsbezug zur Kita, z.B. wie die Kinder die Baustelle direkt nebenan finden, was sie davon halten, wenn Leute Zigarettenkippen über den Zaun werfen, Tauben zu Besuch sind oder auch wie man ein neues Spielgerät, ein neues Brettspiel findet
  • Berichte über das letzte Fest in der Kita oder eine Ankündigung des kommenden Festes (mit Interviews der Kinder anderer Gruppen oder auch der Leitung
  • Weihnachten, Ostern, Sankt Martin, u.ä.


Achtung Aufnahme! – Worauf müssen wir achten?
Technik checken und üben!
Es ist sehr ärgerlich, wenn man erst nach der Aufnahme merkt, dass die Technik gestreikt hat. Wirklich viel Lust, nochmal alles von vorne zu starten, hat man da nur noch selten. Deswegen ist es vor jeder Aufnahme wichtig, die Funktionalität der Geräte zu überprüfen! Testen Sie also vorher das Mikrofon: Nimmt es auf? Falls nicht, ist es womöglich ausgeschaltet, der Akku leer, ist es nicht richtig angeschlossen oder kaputt? Überprüfen Sie gegebenenfalls auch den Geräuschpegel am Monitor. Wenn die Kurven nicht oder zu weit ausschlagen, muss eventuell an der Lautstärke gedreht werden.
Auch Umgebungsgeräusche sollten nach Möglichkeit minimiert werden. Das Zuhören macht viel weniger Freude, wenn man die Stimmen kaum versteht, weil es zum Beispiel zu laut oder windig ist. Als Aufnahmetechnik können Sie Digitalrekorder, Tablet, Smartphone oder einfache MP3-Geräte (mit externem Mikro) nutzen.  


Ein Interview führen – in der Kita und woanders

Bevor man sich aber mit dem Mikrofon an fremde Leute heranwagt, kann zunächst innerhalb der Kita geübt werden, indem die Kinder und Kita-MitarbeiterInnen zu gemeinsam festgelegten Themen befragt werden.
Dies kann man zum Beispiel als einfache Meinungsumfrage gestalten; jeder, der mag, gibt seine Ansichten zum Besten: zum Lieblingsspielzeug oder zum Lieblingsessen, ….
So können die Kleinen in einem vertrauten Raum untereinander die Technik des Interviewens einüben. Die Aufnahmen können anschließend zusammengeschnitten und der ganzen Gruppe oder bei einer größeren Kita-Veranstaltung vor Publikum vorgestellt werden. Auf diese Weise erhalten alle einen Eindruck von der allgemeinen Meinung und Gemütslage der Beteiligten zu bestimmten Themen, die die Kita betreffen – vielleicht regt das ja zu weiteren Gesprächen an und ermutigt alle gemeinsam, etwas zu verändern!
Richtig spannend wird es dann im nächsten Schritt, wenn man sich mit dem Mikrofon hinaus wagt und andere Leute zu einem Sachverhalt interviewt. Fragen Sie doch mal nach, was die Kinder zurzeit beschäftigt oder knüpfen Sie es an ein aktuelles Kita-Thema an. Sie können dies auch mit einer Exkursion verbinden. Anschließend sollten ein paar Fragen mit den Kindern vorbereitet werden. Halten Sie die Anzahl der Fragen in einem überschaubaren Rahmen, sonst könnten die Kinder im Laufe des Interviews die Konzentration verlieren und von der Vielzahl an Antworten überfordert sein.
Eine Handvoll einfacher, knackig formulierter Fragen reicht da für einen Eindruck zum Thema voll aus!


Anregung:
Zum Thema Mitbestimmung und Partizipation könnte ein Ausflug ins Rathaus und ein Interview mit dem Bürgermeister o.a. interessant sein.

Nutzen Sie für die Vorbereitung eines Interviews auch unser Material „Darf ich Dich mal was fragen?“


Tipps für ein gelungenes Interview:

  • Überlegen Sie sich die zentralen und wichtigsten Fragen: Was wollen wir herausbekommen? Folgen Sie diesem roten Faden. Abweichungen und Zwischenfragen sind erlaubt und gut für das Gespräch. Kehren Sie mit den Kindern aber wieder zum eigentlichen Thema zurück.
  • Die W-Fragen verwenden: Wer? Was? Wo? Wann? Wie? Warum? Woher? Mit diesen Fragen regt man die Befragten an, sich ausführlicher zu äußern als nur mit „ja“ oder „nein“.
  • Nicht mehrere Fragen auf einmal stellen, sonst verliert der Interviewpartner vielleicht den Überblick und vergisst zwischendurch, was er sagen wollte. Das macht es auch für die Jungreporter einfacher, dem Gespräch zu folgen.
  • Wenige, dafür wichtige Fragen stellen! So verliert man das Thema nicht aus den Augen.
  • Nutzen Sie ruhig ein paar Minuten vor dem Interview zum Plaudern oder um die Kinder ein wenig durch den Ort der Betragung (Rathaus, Feuerwehr, Krankenhaus, Grundschule etc.) führen zu lassen. Das gibt den Kindern Gelegenheit, sich erst einmal auf die unbekannte Situation einzustellen. Außerdem lindert es vielleicht die Nervosität, wenn man vorher schon ein paar Worte mit dem Interviewpartner wechselt und die Kinder merken, dass es sich um eine nette Person handelt.


Musik und sonst so…

Mit dem Schnittprogramm Audacity können Sie einzelne Elemente zusammenschneiden und Musik oder Jingles einbinden. Kostenlose Musik erhalten Sie z.B. im Internet bei Auditorix oder Jamendo (keine Kinderseite).
Berücksichtigen Sie in jedem Fall, dass womöglich nicht immer viel Zeit für das Radiomachen zur Verfügung steht. Nehmen Sie daher lieber mit den Kindern kurze Audio-Elemente auf. Falls Sie ein lokales Radio in der Nähe haben, fragen Sie doch mal, ob Sie nicht mit ihren kleinen Radioergebnissen kommen können und es ggf. im öffentlichen Programm laufen kann. Eine Exkursion zum Radio generell kann für die Kinder auch ein schönes Ereignis und Teil des Projektes sein.


Weitere Spielideen mit Audio

  • Geräuscherätsel
  • Geräuschewerkstatt
  • Geräuschgeschichten: Gruppen werden Geschichten mit bekannten Situationsbeschreibungen gegeben; Welche Geräusche sind nötig, um die geschichte verständlich ohne Worte zu erzählen? à Andere Gruppe soll dann erraten, worum es geht


Weitere Anregungen zum Hören: Mit den Ohren sehen


Medienpädagogische Ziele

  • Förderung der Sprachentwicklung
  • Kennenlernen der Vielfältigkeit der eigenen Stimme
  • Stärkung der auditiven Wahrnehmung
  • Einblick in Entstehung und Produktion von Medienprodukten wie Radiosendungen oder Hörspielen
  • Umgang mit Technik
  • Selbstständigkeit fördern und Selbstbewusstsein stärken
  • Entwickeln von gemeinsamen Lösungen; Entscheidungen treffen
  • Lernen, sich an Regeln zu halten
  • Mut und Offenheit gegenüber anderen
  • Anregung zum (kritischen) Nachfragen
Nicht immer ist alles so, wie es scheint
Optische Täuschung: Aus groß mach klein!

Natürlich spielen unsere Augen beim Erforschen unserer Umgebung eine ganz wichtige Rolle. Allerdings neigen wir deswegen auch dazu, uns mitunter zu sehr auf das zu verlassen, was wir im ersten Moment zu sehen glauben. Vielleicht kennen Sie es ja von sich selbst: Wenn Sie erst einmal etwas gesehen haben, kann man es nur schwer wieder ungesehen machen! So zum Beispiel bei optischen Täuschungen. Manchmal spielen uns unsere Augen einfach einen Streich oder lassen sich in die Irre führen. Würden Sie den Kindern nun sagen, dass unsere Augen uns manchmal anflunkern, werden Ihnen manche vielleicht nicht glauben, andere hingegen neugierig nachfragen. Beginnen Sie doch damit, das Thema visuell durch das Vorführen optischer Täuschungen anzustoßen. Sie können zum Beispiel Bildkarten mit geeigneten Motiven herumgeben oder im Großformat ausdrucken und an die Wand hängen. Klassische Motive wären beispielsweise zwei Kreise bestehend aus unterschiedlich großen Punkten, in denen der jeweils mittige Punkt eigentlich gleich groß ist – durch die umliegenden, unterschiedlich großen Punkte aber verschieden groß aussehen. Oder gerade Linien, die durch ihre Anordnung schief und krumm wirken. Auch Motive mit Farbtäuschungen erfüllen ihren Zweck. Lassen Sie die Bilder einen Moment lang wirken und anschließend kommentieren. Sie können auch nachfragen, was den Kindern an den Bildern auffällt.

Vermutlich werden Sie unterschiedliche Antworten erhalten und können eine interessante Diskussion anstoßen. Überprüfen Sie anschließend zusammen die Motive, beispielsweise indem die Punkte mit einem Lineal nachgemessen werden oder die Bilder in kleine Elemente zerschnitten werden, sodass sich die Täuschung auflöst. Doch wie kann das sein? Sie können dann erklären, dass unsere Augen die Umwelt nicht einfach sehen, wie sie ist, sondern unser Gehirn versucht, uns zu „erklären“, was wir da eigentlich sehen. Dabei kann es aber auch passieren, dass es sich vertut und uns etwas vorgaukelt, das gar nicht stimmt. Mit ein paar kleinen Experimenten und Spielen können die Kinder mehr über das Sehen lernen und selbst lustige Täuschungen herstellen!


Du bist ja auf einmal so groß! – Optische Täuschungen selber machen

Das Erkennen und Zuordnen von Bildern erfolgt durch die Kommunikation zwischen Auge und Gehirn. Dabei spielen Erfahrungen eine wichtige Rolle, denn unser Gehirn ordnet und verarbeitet die Eindrücke ausgehend von dem, was es bereits kennt. Darum weiß man zum Beispiel automatisch, dass bestimmte Objekte größer sein müssen als andere.
Aber genau deshalb kann unsere Wahrnehmung auch ausgetrickst werden! Probieren Sie doch mal ein paar Spiele mit der Perspektive aus. Dafür brauchen Sie lediglich eine Kamera, zum Beispiel die Ihres Smartphones. Die Kinder können sich gegenseitig von weit oben oder tief unten fotografieren, sodass sie winzig oder wie Riesen wirken. Mit dem richtigen Hintergrund und der entsprechenden Pose kann der Effekt noch überzeugender wirken. Und welches Kind würde nicht gerne mal riesengroß sein? Mit genug Platz können Sie auch mehrere Kinder für lustige Motive einbeziehen.
Stellt sich ein Kind beispielsweise so nah vor die Kamera, dass es von Kopf bis Fuß gerade noch ins Bild passt und ein anderes einige Meter weiter weg, kann man es so aussehen lassen, als wäre eines von beiden riesengroß und das andere winzig klein. Dafür reichen schon etwa fünf Meter Abstand zur Kamera sowie weitere fünf Meter zwischen den beiden Darstellern. Mit etwas Fantasie lassen sich so lustige Motive kreieren. Man könnte es zum Beispiel so aussehen lassen, als würde ein Kind das andere auf seiner ausgestreckten Hand halten! Vielleicht haben die Kleinen aber auch noch weitere spannende Ideen zum Ausprobieren. Zum Vergleich können Sie jede Szene zusätzlich aus einem neutralen Blickwinkel aufnehmen, um zu verdeutlichen, dass Vieles eben nur eine Frage der Perspektive ist. Zeigen Sie die Fotos abschließend herum oder präsentieren Sie sie auf einem Bildschirm, damit die Kleinen ihre Eindrücke wiedergeben können. Die Ergebnisse werden sie sicher verblüffen.
Nutzen Sie als Anregung unser Material: Optische Täuschungen selber machen.


Lemur im Fernsehen – Aus zwei mach eins

Unsere Augen lassen sich aber nicht nur mit Fotos austricksen. Auch mit den „bewegten Bildern“ lassen sich kleine Zaubertricks vollführen – ganz ohne Film! Für einen einfachen optischen Trick reichen zwei Notizzettel, eine Schere, ein Holzspieß (oder ein anderes längliches Objekt), ein Bleistift, ein Filzstift und etwas Klebstoff. Und so wird es gemacht: Auf einem Zettel wird mit Bleistift ein Fernseher vorgezeichnet, auf dem anderen unser Lemur – oder jedes andere Tier, das die Kinder besonders mögen! Sind die Zeichnungen gut gelungen, können die Bleistiftlinien mit dem Filzstift nachgezogen werden. Sie können als Anregung unsere schon fertige Vorlage „Lemur im Fernsehen“ nehmen und die Kinder diese ausschneiden und bemalen lassen.
Anschließend werden beide Zettel senkrecht in der Mitte geknickt. Nun bestreicht man die Rückseite eines Notizzettels mit Klebstoff und legt dann den Holzspieß in die Knickfalte hinein. Auch der Spieß sollte jetzt mit etwas Klebstoff bestrichen werden. Der zweite Notizzettel wird nun mit der Rückseite an den ersten Zettel und den Spieß geklebt. Achten Sie dabei auf die richtige Ausrichtung, damit nicht eine Seite kopfüber steht! Jetzt haben Sie eine Art Fähnchen mit dem Fernseher auf der einen und dem Tier auf der anderen Seite. Wenn der Klebstoff getrocknet ist, kann es auch schon losgehen! Man muss nur den Spieß zwischen beide Handflächen nehmen und ganz schnell hin und her drehen. Schon sitzt der Lemur auf einmal im Fernseher!

Aber wie macht er das nur?

Bei dieser optischen Täuschung handelt es sich um die sogenannte „Nachbildwirkung“: Bilder, die wir sehen, wirken für eine ganz kurze Zeit auf unseren Augen nach; man könnte also sagen, die Augen „erinnern“ sich für eine sehr kurze Zeit an das, was sie gesehen haben. Die Kinder können den Effekt selbst ausprobieren, indem sie sich mehrere Sekunden auf einen bestimmten Gegenstand konzentrieren und dann schnell die Augen schließen. Für einen Augenblick könnte es sein, dass sie den Gegenstand noch vor sich sehen.
Die beiden Bilder scheinen also deswegen miteinander zu verschmelzen, weil unsere Augen das eine Motiv noch „in Erinnerung“ haben, während sie bereits das andere sehen. Darum sehen Filme oder Daumenkinos für uns auch wie flüssige Bewegungen aus: Daumenkino basteln.


Lichtbilder leicht gemacht!

Kinder sind gerne selbstwirksam. Das Gefühl, selbst etwas geschaffen zu haben, gibt schließlich jedem ein gutes Gefühl. Mit den richtigen Materialien können sich die Kleinen an ihren ersten eigenen Fotoentwicklungen versuchen und dabei faszinierende Ergebnisse erhalten. Alles, was dafür nötig ist, ist so genanntes Solar-Fotopapier, auch Heliografiepapier genannt (erhältlich zum Beispiel im Internet). Die zwei anderen wichtigen Zutaten sind dann noch Sonnenlicht und Wasser – mehr braucht es nicht!
Das Papier ist üblicherweise im A5-Format zu haben und bereits fertig beschichtet. Es wird also keine weitere Chemie zur Entwicklung benötigt. Haben Sie das Material, können die Kinder verschiedene Objekte zusammentragen, die sie als Motiv zu Papier bringen möchten. Das können zum Beispiel Löffel, Kämme, gepresste Blätter oder Münzen sein. Vielleicht finden Sie noch andere spannendere Motive oder können aus mehreren Objekten ein abstraktes Kunstwerk zusammenstellen.
Nun muss das ausgesuchte Objekt nur auf das Papier gelegt werden. Wenn Sie sichergehen wollen, dass nichts verrutscht, können Sie das Ganze mit dünner Frischhaltefolie fixieren. Danach wird das Papier mit direktem Sonnenlicht bestrahlt. Für ein gutes Ergebnis sollte man es nicht hinter eine Fensterscheibe legen, da diese zu viel UV-Licht abhält und so die Entwicklungszeit verlängert. Die Uhrzeit ist auch wichtig für die Entwicklungsdauer. Bei direkter Bestrahlung unter einer kräftigen Mittagssonne reichen meist schon fünf Minuten, am späten Nachmittag und ohne direkte Einstrahlung dauert es wesentlich länger.
Achten Sie in jedem Fall darauf, dass kein Schatten auf das Papier fällt, da dieser sonst das Motiv verfälscht! In der Zwischenzeit können Sie eine Fotoschale (oder einen anderen flachen Behälter z.B. aus Plastik) mit Wasser vorbereiten. Sie können den Gegenstand ein wenig anheben und überprüfen, ob das Papier darunter hell geworden ist. Falls ja, ist der feierliche Moment gekommen! Versammeln Sie sich mit den Kindern um die Fotoschale und tauchen Sie das Bild langsam ins Wasser hinein.
Nach wenigen Sekunden werden sie Zeugen einer wundersamen Verwandlung: Die zuvor weißen Stellen unter den Objekten nehmen nun ein kräftiges dunkelblau an, während die Farbe drum herum verblasst – aus dem Negativ ist ein Positiv geworden! Der Blaudruck ist dann fertig, wenn alle grünen Töne vom Bild verschwunden sind. Die getrockneten Bilder ergeben wunderbare Motive zum Aufhängen. Die Kinder können ihre ersten Fotogramme so immer wieder betrachten und haben so auch einen Ausflug in die Geschichte der Fotografie gemacht.

Tipp

Bei günstigem Wetter und Sonnenschein kann auch jeder seinen eigenen Handabdruck zu Papier bringen, den man dann an seinem Garderobenhaken oder Spind anbringt. So hat jedes Kind ein persönliches Motiv an seinem Platz!
 

Weitere Anregungen zu optischen Täuschungen und zu Fotografie mit Kindern:

Sinnlich: Medienprojekte zum Sehen, Hören, Fühlen

Kinder sind neugierig auf die Welt und entdecken täglich Neues. Mit allen Sinnen erkunden sie ihre Umgebung. Sie beobachten und untersuchen vieles genau. Knüpfen Sie an die kindliche Neugierde an  und verbinden Sie Aktionen im Freien mit medienpädagogischen Aktivitäten, indem Sie z.B. auf den Spielplatz, in die Natur oder in den Wald eine Foto- oder Videokamera und ein digitales Aufnahmegerät mitnehmen. Die Kinder können ihre Eindrücke in Bild und Ton festhalten. In der Kita kann das gesammelte Material, dazu dienen, die Erkundungen Revue passieren zu lassen. Projizieren Sie mit einem Beamer die Bilder oder Videos, die die Kinder von ihrem Spielplatz, dem Kita-Garten, den Bäumen, Tieren und Gräsern gemacht haben übergroß in der Kita an eine Wand. Durch aufgenommene Geräusche, Musik oder gesammelten Naturmaterialien schaffen Sie eine besondere Atmosphäre in der Kinder über ihre Erfahrungen und Beobachtungen im Freien berichten können.


Gut hinhören – Geräusche aufnehmen und Hörerlebnisse schaffen

Nehmen Sie zum Erkundungsspaziergang oder einfach in Ihr Außengelände ein Aufnahmegerät mit. Dies kann ein Handy, Tablet, Kassettenrecorder oder digitales Aufnahmegerät sein. Schließen Sie einen Moment die Augen und hören Sie mit den Kindern genau hin:

  • Welche Geräusche hört man, wenn alle still sind?
  • Welche Tiere hört man? Welche Straßengeräusche?
  • Welche Geräusche können wir selbst machen, mit Blättern, Holz, Steinen oder dem eigenen Mund?
  • Wie hört es sich z.B. an, wenn wir mit Blättern rascheln, wenn wir Steine aneinander reiben, wenn wir Holz zerbrechen?


Lassen Sie die Kinder diese Geräusche aufnehmen und nehmen Sie – wenn möglich – die Gegenstände, mit denen Sie diese Geräusche erzeugt haben, mit in die Kita.
Anregungen, wie Sie das Thema Hören mit Kindern weiterverfolgen können, finden Sie im Newsletter „Mit den Ohren sehen“.


Natur-Eindrücke festhalten

Bei Ausflügen in die Natur oder auch einfach im Kita-Außenbereich lohnt es sich, eine Foto- oder Videokamera mitzunehmen. Lassen Sie die Kinder ihre Umgebung und ihre Beobachtungen fotografieren.
Bei etwas älteren Kindern können Sie dies auch mit kleinen Fotoaufgaben verbinden wie z.B. dem Fotorätsel oder Sie lassen die Kinder alles fotografieren:

  • was grün ist
  • was aus Holz ist,
  • was aus Stein ist
  • womit man spielen kann
  • was eine Pflanze ist
  • was sich bewegt
  • wo man sich verstecken kann
  • wo man sitzen kann

oder für die älteren:

  • was nicht in die Natur gehört
  • was man essen kann
  • was wie ein Gesicht aussieht

Regen Sie die Kinder dabei auch an mal die Perspektive (Material: Fotopraxis 2) zu verändern.

  • Wie wirkt der Baum, wenn ich nur die Baumkrone fotografiere?
  • Wie sieht die Rinde aus, wenn ich ganz nah ran gehe?
  • Wie sieht die Rutsche von unten aus?
  • ...


Was wir alles gefunden haben! – Mit Materialien aus der Natur basteln.

Sammeln Sie gemeinsam mit den Kindern Materialien aus der Natur, vom Spielplatz oder aus dem Kita-Garten. Sie können diese nutzen, um dann mit den Kindern zu basteln und zu malen. Ältere Kinder können auch mit Blättern o.ä. Figuren basteln. Diese Figuren können dann wiederrum für einen Trickfilm genutzt werden: “Lasst die Bilder laufen - Ein Trickfilm entsteht"


Atmosphäre schaffen – die Natur, der Wald, der Spielplatz in der Kita

Fotos aus Wald, Garten, Spielplatz können Sie nutzen, um eine besondere Atmosphäre in der Kita zu schaffen: Projizieren Sie die gesammelten Fotos mit einem Beamer an die Wand, so dass die Bilder für alle Kinder sichtbar sind. Schauen Sie sich die Fotos gemeinsam an. Lassen Sie die Kinder von ihren Erlebnissen im Wald berichten und fantastische Geschichten, vielleicht von Elfen, Kobolden und Zauberern, erzählen.
Weitere Gesprächsanregungen:

  • Was war schön dort?
  • Was hat Euch nicht so gut gefallen?
  • Was für Materialien wurden gesammelt? Was ist daraus entstanden?
  • Welche Tiere habt Ihr gesehen?
  • Wonach hat es im Wald gerochen?


Ebenso können Sie sich dann gemeinsam die Geräusche anhören (evtl. den Raum dazu verdunkeln). Lassen Sie die Kinder raten, was das für Geräusche sind, die sie aufgenommen haben.

  • Mit welchen Materialien wurden die Geräusche gemacht und wie hört es sich an?
  • Wo wurde das Geräusch aufgenommen?

Alternative: BilderbuchkinoWählen Sie für das Projekt ein thematisch passendes Buch, das Sie bereits gemeinsam mit den Kindern gelesen haben oder noch lesen wollen. Beschäftigen Sie sich mit den Kindern intensiv mit dem Buch und dessen Inhalt. Sie können die Kinder während des Vorlesens anregen, einzelne Dialoge mitzusprechen, Tierstimmen nachzuahmen oder mit Instrumenten oder dem Mund während des Lesens Geräusche zu machen. Lassen Sie die Kinder zu dem Buch malen und basteln.

Scannen oder fotografieren Sie die Bilder und bringen Sie sie in eine Reihenfolge. Ältere Kinder können hier miteingebunden werden, indem sie die Geschichte weiterentwickeln und nacherzählen. Die Jüngeren können zum Beispiel für die Geräuschkulisse sorgen. Verteilen Sie die Aufgaben in der Gruppe (Musizieren, Geräusche machen, Dialoge sprechen etc.) Präsentieren Sie dazu die Bilder mit einem Beamer.
Nutzen Sie hier auch unser Material "Mit Kindern Geschichten entwickeln und vertonen erstellen".

Anregungen:
Sie können das fertige Bilderbuch auf eine CD brennen oder die Fotos entwickeln und binden lassen, so dass die Kinder ihr selbst gestaltetes Buch mitnehmen können.
 

Medienpädagogische Ziele

  • Sprachförderung durch Geschichtenentwicklung und Anregung der Phantasie
  • Schulung der Wahrnehmung
  • Schulung des konzentrierten Zuhörens, Filtern von Geräuschen
  • Sinnlich orientierte Medienarbeit
  • Eigenständige Bedienung von technischen Geräten, wie Fotokamera und Aufnahmegerät
  • Naturgeräusche erkennen, aufzeichnen und in eine andere Umgebung transportieren
  • Eigenständiges Gestalten von Bildern
Die Bilder laufen lassen – Wir erstellen einen Trickfilm

Mit selbstgemachten Trickfilmen in der Kita können Sie die Fernsehkompetenz der Kinder wirkungsvoll fördern. Dafür müssen die Filme nicht immer aufwendig produziert werden, sondern können mit einfacher Technik und (Bastel-)Material aus der Kita umgesetzt werden. Kinder können dabei ihrer Fantasie freien Lauf lassen, Geschichten und Figuren entwickeln, lernen den Umgang mit der Video- oder Fotokamera / dem Tablet, gemeinsames Produzieren, erweitern ihren Wortschatz und erfahren wie Trickfilme, die sie schon aus dem Fernsehen kennen, entstehen. Je nach Zeit und Lust können Sie Ihr Trickfilmprojekt dann umfangreicher oder eben kleiner gestalten und auch dem Technikstand Ihrer Einrichtung anpassen. Nutzen Sie als Anregung für das Trickfilmprojekt unser Material „Ein Trickfilm entsteht“ oder die weiteren Anregungen, Übungen und Technikinfos im Text.

Filme bestehen aus einer Vielzahl von einzelnen Bildern. Aneinander gereiht und in Folge ablaufend werden sie zum bewegten Bild im Fernsehen, Kino oder Video. Damit unser Auge das Gefühl hat, dass keine einzelnen Bilder ablaufen, braucht es ca. 16 bis 18 Bilder pro Sekunde. Das liefert eine Illusion von Bewegung. Bei Video, Film und Fernsehen laufen pro Sekunde noch wesentlich mehr Bilder ab, um eine flüssige Bildqualität zu erzeugen. Wenn Sie mit Kindern einen Trickfilm drehen, können Sie diesen hohen Standard selbstverständlich nicht halten.

Zur Orientierung: Für 30 Sekunden Trickfilm würden Sie ca. 120 Bilder aufnehmen. Hier nehmen wir es also in Kauf, dass es etwas ruckeliger aussieht und nur vier Bilder pro Sekunde gezeigt werden.


Es geht los: „Wir sind die kleinen Filmemacher“:

Nutzen Sie für die Erstellung eines Trickfilms unser Material „Ein Trickfilm entsteht". Drucken Sie sich das PDF aus und besprechen Sie gemeinsam mit den Kindern die einzelnen Schritte.

Als Ergänzung dazu hier noch einige Anregungen:


Geschichten und Figuren entwickeln

Überlegen Sie sich gemeinsam mit den Kindern eine Geschichte: worum soll es gehen, welche Figuren spielen eine Rolle, welches Ende hat die Geschichte? Knüpfen Sie an die Ideen der Kinder an und sammeln Sie alles z.B. auf einem großen Papierbogen. Danach bringen Sie die Ideen zusammen und denken gemeinsam mit den Kindern darüber nach, welche Figur welche Rolle in der Geschichte einnimmt, wie der Anfang, die Mitte und der Schluss der Geschichte sein soll. Sie können die Kinder auch die einzelnen Szenen in einem Storyboard zeichnen lassen und dann besprechen. Nutzen Sie hier auch unser Material "Storyboard" als Anregung.


Malen, Basteln, Gestalten – die Kulisse und die Figuren entstehen

Verteilen Sie Rollen: Ein paar Kinder basteln die Kulisse und andere die Figuren.


Technik und Software

Für die Aufnahmen können Sie eine Fotokamera, Videokamera oder ein Tablet nehmen. Das Tablet hat den Vorteil, dass es unterstützende Apps gibt, mit denen eine Trickfilmerstellung leicht gelingt (z.B. Lego MovieMaker kostenlos für iOS und Android oder Stop Motion Studio kostenlos für iOS). Stative für Tablets gibt es bereits günstig zu kaufen.

Achten Sie bei der Videokamera darauf, dass Sie diese vorab in den Rec-Frame bzw. iFrame-Modus (falls vorhanden) bringen. Dieser nimmt automatisch immer eine Sekunde Bild auf.

Wenn Sie mit einer Fotokamera arbeiten, brauchen Sie ca. für 30 Sekunden Film 120 Bilder. Sie können von einer Einstellung / einer Szene jeweils 2 bis 3 Bilder machen.


Schritt für Schritt

Nachdem die Kulisse aufgebaut ist, die Figuren auf ihren Anfangspositionen liegen und die Rollen und Aufgaben der Kinder klar sind, kann es losgehen. Die Kinder können die Figuren selbst bewegen und auch die Fotokamera oder das Tablet selbst betätigen. Dazu werden ein bis zwei Fotos / Aufnahmen von der Szene gemacht und dann wird ein kleines bisschen verändert. Dann folgen eine weitere Aufnahme und wieder eine kleine Änderung. Je kleinschrittiger die Kinder die Figuren bewegen, desto flüssiger erscheint die Bewegung im Film, aber desto mehr Bilder werden Sie auch benötigen um den Film zu erzählen und die Geschichte fertig zu stellen. Tipp: Für 1 Minute Film braucht man ca. 1 Stunde Arbeitszeit. Lassen Sie die Kinder in verschiedenen Phasen abwechselnd die Figuren animieren und die Kamera bedienen, so sind auch junge Kinder konzentriert dabei.


Vertonung des Textes/Geräusche und Filmschnitt

Übertragen Sie die Bilder oder die Videoaufnahmen auf einen PC. Mit Hilfe einer kostenlosen Schnittsoftware (z.B. MovieMaker für Windows PC oder iMovie für iOS Mac) werden die Bilder recht einfach als Film zusammengestellt. Sie können selbstverständlich Ihren Film auch vertonen, indem Sie die Kinder Dialoge einsprechen, Geräusche machen oder Musik unterlegen lassen. Freie Geräusche und Musik finden Sie u.a. bei Auditorix. Je nach Entwicklungsstand der Kinder können diese Sie bei der Nachbearbeitung unterstützen.


Das Ergebnis kann sich sehen lassen

Kinder sind stolz auf das, was sie produziert haben und neugierig auf das Gesamtergebnis. Zeigen Sie den Film beispielsweise auf einem Kitafest oder bei einem gemeinsamen Kinotag der gesamten Einrichtung und laden Sie die Eltern ein. Lassen Sie die Kinder den Film präsentieren und erklären, wie der Film entstanden ist. Sie können dies auch mit einem anschließenden Elternabend zum Thema Fernsehen und Medienerziehung verknüpfen.

Weitere Infos und Anregungen finden Sie hier: TricKINO, ein Videotutorial und Projektdokumentation zur Trickfilmarbeit hier: medien und bildung.

(Medien-)pädagogische Ziele

  • Förderung der Fernsehkompetenz
  • Stärkung der Reflexion in Bezug auf Film und Fernsehen
  • Medien verstehen, begreifen und durchschauen lernen
  • Bedienung einer Videokamera/Tablet/Fotokamera
  • Trickfilm aktiv und kreativ kennen lernen
  • künstlerische Bildung (Bilder, Figuren gestalten, Erzählen in Bild und Ton)
  • Sprachförderung (Geschichten gemeinsam entwickeln, Bildgeschichten/Aktionen in Worten ausdrücken)
  • Konzentration fördern
Schule anders kennenlernen – eine kreative mediale Exkursion!

Um den KiTa-Kindern eine Vorstellung vom Schulleben zu geben, bietet es sich an, mit den Kindern eine Schule zu besuchen. Vielleicht gibt es in Ihrer Einrichtung feste Kooperationen. Auch wenn die Kinder auf unterschiedliche Schulen gehen werden, die jeweils zu Kennenlerntagen einladen, kann es sinnvoll sein gemeinsam eine Schule als Beispiel zu besuchen. Sie können diese Exkursion kreativ mit Medien unterstützen, indem die Kinder kreative Fotoaufgaben lösen, Interviews mit Schülerinnen und Schülern führen oder Videoclips z.B. auch gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern drehen. Lassen Sie die Kinder zu Geheimagenten werden…

 

Geheimagenten – Erkundung des Schulgeländes mit Fotos
(evtl. zusammen mit Schulkindern)

In der Schule werden die Kinder in Kleingruppen eingeteilt (evtl. Schul- und Vorschulkinder zusammen). Jede Gruppe erhält eine Fotokamera und einen Zettel mit einem „Geheimauftrag“. Dabei handelt es sich um eine Foto-Aufgabe, die die Kinder jeweils in ihrer Gruppe lösen sollen.

Dabei sollen sie jeweils fünf oder sechs Fotos machen, die alle eine Sache gemeinsam haben, wie z.B.:

  • Fotografiert, was rund ist.
  • Fotografiert, was grün ist.
  • Fotografiert, was aus Holz ist.
  • Fotografiert, wo man drauf sitzen kann.
  • Fotografiert, was Geräusche macht.
  • Fotografiert, was Kinder gestaltet haben.

Die Gruppen können sich dann frei auf dem Schulgelände bewegen und die vorgegebenen Gegenstände fotografieren. Dabei ist wichtig, dass sie ihre Aufträge wirklich geheim halten.
Im Anschluss finden sich alle Kinder im Klassenraum zusammen und jede Gruppe darf ihre Fotos präsentieren. Die anderen Kinder sollen dann erraten, welchen Geheimauftrag die jeweils anderen Gruppen hatten.

Tipp: Diese Aufgabenstellung lässt sich auch für andere Exkursionen oder auch als Projekt innerhalb der Kita anpassen.

„Darf ich dich mal was fragen?“ – Kinder interviewen Kinder
Die Vorschulkinder besuchen die GrundschülerInnen in ihrer Schule, um dort mehr über ihren Schulalltag zu erfahren (oder andersherum, GrundschülerInnen kommen in die Kita). Ausgestattet mit Mikrofon und Aufnahmegerät werden die Kinder zu kleinen Reportern, die nun die älteren Kinder befragen.
Erarbeiten Sie vorab gemeinsam mit den Kindern, was ein Interview ist, wie man am besten Fragen stellt und wie die Technik funktioniert. Machen Sie gemeinsam einen Test, eventuell mit einem Rollenspiel. Sie können als Anregungen auch die Inhalte aus diesem Newsletter Kita der Vielfalt nutzen und mit den Kindern Hörübungen und ähnliches machen.

Überlegen Sie sich gemeinsam mit den Kindern Fragen, die sie den Großen stellen wollen und lassen Sie der Kreativität der Kinder freien Lauf.

Mögliche Fragen könnten sein:

  • Wie heißt du?
  • In welche Klasse gehst du?
  • Wie kommst du zur Schule?
  • Was ist dein Lieblingsfach?
  • Wo machst du deine Hausaufgaben?
  • Was machst du in den Schulpausen?

Anregung: Basteln Sie gemeinsam mit den Kindern aus einem großen Karton einen Fernsehbildschirm und nutzen Sie diesen als Utensil bzw. Bühne für die Interviews und zeichnen Sie es ggf. mit der Videokamera auf oder machen Sie Fotos.

Los geht's
Achten Sie während der Interviews darauf, dass eine ruhige Atmosphäre geschaffen wird und möglichst wenige Nebengeräusche aufgenommen werden. Verteilen Sie Rollen: Lassen Sie ein Kind „Achtung Aufnahme“ sagen, ein anderes den Ton anhören und ein drittes den Reporter sein. So verteilen Sie Verantwortlichkeiten und verringern Unruhe.
Jedes Interview kann z.B. auch damit anfangen, dass die Kinder sich erstmal vorstellen. „Ich heiße ..., bin 5 und gehe in die Kita. Heute interviewe ich ..., sie ist 7 und geht in die Schule“.
Hören Sie sich danach gemeinsam mit allen Kindern das Material an.


 
Wir zaubern auf dem Schulhof! – Eine Filmsequenz erstellen
Mit einem einfachen Filmtrick können sich die Kinder wie von Zauberhand auf dem Schulhof von einer Ecke in die andere, von einem Spielgerät auf ein anderes zaubern. Oder sie können mehrere Kinder nacheinander auf dieselbe Bank zaubern. Diese kreative Methode ist leicht und einfach umzusetzen. Sie benötigen ein Gerät, mit dem man Videos aufzeichnen kann (Digitalkamera mit Videofunktion, Videokamera, Tablet), ein Stativ oder einen stabilen Untergrund auf dem die Kamera abgestellt werden kann. Unser Material „Zaubern mit der Kamera“ zeigt, wie man in einzelnen Schritten diesen kleinen Stopptrick erstellt. Lassen Sie der Kreativität und Phantasie der Kinder ihren Lauf und sie nach Lust und Laune verschiedene Positionen ausprobieren. Das ist nicht nur ein Spaß für die Kinder, sondern soll auch vermitteln, dass Filme oder Fernsehbeiträge auf die gleiche Weise bearbeitet sein können und auch bei den Profis mitunter getrickst wird und nicht alles so ist wie es erscheint.
 
Aktivitäten in der Schule – Collage erstellen
Die Kinder konnten sich einen Überblick über das Schulgelände verschaffen. Nun sollen sie die verschiedenen Räumlichkeiten besser kennenlernen und besprechen, was man in der Schule so alles macht. Diese Aufgabe kann im Klassenzimmer stattfinden, sodass die Kleinen ein erstes Gefühl dafür bekommen, wie eine Unterrichtsstunde abläuft.
Stellen Sie sich nach vorne an die Tafel und stellen den Kindern Fragen, z.B.:

  • Was habt ihr auf dem Schulhof alles gesehen?
  • Was machen die Kinder auf dem Schulhof?
  • Welche Schulfächer kennt ihr?
  • Es gibt noch ganz besondere Räume hier in der Schule. Habt ihr welche entdeckt? (z.B. der Kunst-/Musikraum, Speisesaal, Turnhalle)
  • Was ist hier anders als in der Kita? Was gibt es in der Kita nicht? (z.B. Tafel, Lehrerpult usw.)

Nachdem die Aktivitäten rund um das Thema Schule genannt wurden, erhalten die Kinder jeweils ein Blatt Papier und Stifte. Sie dürfen jetzt ihren Lieblingsort bzw. ihre Lieblingsaktivität malen, zum Beispiel: Sport in der Turnhalle, Seilspringen auf dem Schulhof etc.
Regen Sie die Kinder dazu an, möglichst viele und unterschiedliche Motive zu malen. Am Ende werden alle Bilder auf eine Collage zusammengebracht, die in der KiTa aufgehängt werden kann. Alternativ können die Kinder ihre Lieblingsorte und -aktivitäten fotografieren. Lassen Sie die Bilder entwickeln und hängen Sie diese in der KiTa auf. Ebenso können Sie als Anregung auch unseren Steckbrief Meine Schule nutzen.
 
(Medien-)pädagogische Ziele

  • Fotoperspektiven kennenlernen und ausprobieren
  • Technischen und kreativen Umgang mit der Foto- und Videokamera erlernen
  • Entwicklung und Gestaltung kurzer Stoppfilme
  • Reflexion und Förderung von Medienkritik
  • Sprachförderung mittels Medienarbeit
  • Schulung der Wahrnehmung und der Konzentration
Erzähl mir von dir!

Kinder sind neugierig und lieben es, Fragen zu stellen. Ebenso gern teilen sich Kinder mit und erzählen von sich, ihrer Familie, Tieren und Freunden. Nutzen Sie dies, indem Sie die Kinder anregen, sich gegenseitig zu interviewen.
Sie können das im Kontext des vorgeschlagenen Themas „Interkulturelle Feste kennenlernen und feiern“ umsetzen oder auch bei anderen Themen, die in der Kita präsent sind. Nehmen Sie die Interviews mit einem digitalen Mikrofon, MP3-Player, Handy o.a. auf und hören Sie sich das Ergebnis gemeinsam an. Interviews sind schnell gemacht, können überall durchgeführt werden und sind für Kinder eine besondere Erfahrung, denn einige von ihnen haben vielleicht noch nie die eigene Stimme gehört. Bevor Sie mit den kleinen neugierigen Reporterinnen und Reporter starten, können Sie verschiedene Sprechübungen machen und folgende Fragen besprechen:

  • Wie heißt das, wenn man sich im Radio und TV gegenseitig befragt?
  • Was machen Reporterinnen und Reporter bei einem Interview?
  • Habt ihr schon mal ein Interview im Radio gehört?
  • Wo und wann hört ihr Radio?
  • Was gefällt euch beim Radio hören?
  • Was gefällt Euch weniger, nicht so sehr?
  • In welcher Sprache hört ihr Radio oder seht ihr Fernsehen?


Methoden und pädagogisches Setting

Vorbereitungen:
Bevor Sie loslegen, können Sie gemeinsam mit den Kindern Radio entdecken. Es gibt einige kindgerechte Radiosendungen, die Themen anschaulich, lustig und nach den Wünschen der Kinder aufbereiten. Evtl. gibt es lokale Radiosender, die zu einer bestimmten Zeit Angebote für Kinder haben oder Sie erforschen gemeinsam, welche Internetradios es für die Kinder gibt, wie z.B. Kiraka, Wunderwolke Radio, Radijojo und Flubidux.


Sie können aber auch Ihr Interviewprojekt einfach so starten. Für ein Interview oder einen Radiobeitrag ist es wichtig, dass die Kinder klar und deutlich sprechen. Dazu gibt es einige Sprechübungen, die man gemeinsam machen kann:

Die Gähnübung: Bei dieser Übung dürfen die Kindern nach Herzenslust laut gähnen. So erreicht man Geschmeidigkeit und das Zwerchfell wird aktiviert. Der Mund sollte beim Gähnen locker geöffnet sein, die Zunge im Mundraum liegen. Achten Sie darauf, dass die Kinder den Mund nicht überspannen.

Die Lautbildungsübung: Für klares, deutliches Sprechen ist die Vokalbildung geeignet. Hier werden die Lippen deutlich geformt. Die Zunge der Kinder sollte locker im Mundraum liegen und ohne Druck die unteren Schneidezähne berühren. Beachten Sie bei den einzelnen Vokalen folgendes:

  • A: weit geöffneter, aber kein allzu breiter Mund; lockerer Unterkiefer
  • E: mittlere Mundöffnung, obere und untere Zahnreihe gut 1 cm auseinander
  • I: dieselbe Öffnung wie beim „E“, der Unterkiefer bewegt sich 1 mm nach unten.
  • U: Formen Sie die Lippen zum Kussmund.
  • O: Kussmund mit etwas weiter geöffnetem Unterkiefer


Begeistern Sie die Kinder, indem Sie mit ihnen sogenannte Zungenbrecher üben: „Der Spatz spaziert früh und spät im Spinat.“ Das macht Kindern Spaß und das gemeinsame Lachen lockert die Stimme. Eventuell kennen die Kinder auch Zungenbrecher in anderen Sprachen. Weitere Zungenbrecher.


Das Interview

Schritt 1: Fragetechniken üben – Fragen überlegen
Mit sogenannten „W-Fragen“, also „Wieso? Weshalb? Warum?“ etc. vermeidet man Kurzantworten („ja“ oder „nein“) und regt die Kinder zu etwas ausführlicheren Äußerungen an. Bestärken Sie die Kinder darin, in ganzen Sätzen zu antworten. Überlegen Sie mit den Kindern, welche Fragen sie stellen wollen und wen sie interviewen wollen.

Beim Thema interkulturelle Feste bietet es sich beispielsweise an, dass sich die Kinder gegenseitig befragen:

  • Wie heißt du?
  • Woher kommt deine Familie? (hier können auch verschiedene Städte, Dörfer, Stadtteile und Bundesländer genannt werden)
  • Was findest du an Ostern schön?
  • Welche anderen Feste kennst du? Wie feiert ihr das?
  • Was macht deine Familie an Ostern? Wie feiert ihr Ostern?


Sie können als Anregung auch das Wimmelposter nehmen, so können die Kinder anhand des Posters Fragen entwickeln und diese stellen. Testen Sie bei der Probeaufnahme auch das Mikrofon und hören Sie sich gemeinsam mit den Kindern die Aufnahmen an. Manche Kinder werden sich zum ersten Mal selbst hören. Dabei stellen sie meist fest, dass sich die eigene Stimme aus dem Lautsprecher anders anhört, als wenn sie selbst sprechen. Dies liegt daran, dass wir unsere eigene Stimme auch „von innen“ hören und unser Körper als Klangkörper fungiert. Die aufgenommene Stimme ist die Stimme, wie andere sie hören.


Schritt 2: Durchführung

Lassen Sie die Kinder aktiv Interviews führen: Sie können dafür ein digitales Aufnahmegerät (Tablet, Handy etc.), ein mit einem externen Mikro ausgestatteten Computer oder eine Videokamera nutzen. Schließen Sie das Aufnahmegerät an Lautsprecher an und hören Sie sich gemeinsam mit den Kindern die Aufzeichnungen an.


Checkliste für das Interview

  • Ruhigen Ort mit wenigen Störgeräuschen wählen
  • Kurze Testaufnahme, Ton kontrollieren
  • Interviewer stellt sich vor / InterviewpartnerIn stellt sich vor
  • Fragen überlegen, ggf. aufschreiben und „proben“
  • Laut und deutlich sprechen
  • Ausreden lassen
  • Nicht immer das Gleiche fragen
  • Nach dem Interview bedanken


Schritt 3: Der Schnitt

Sie können das aufgenommene Ton-Material bearbeiten und daraus z.B. eine Erinnerungs-CD machen. Zu diesem Zweck gibt es Audacity – eine kostenlose Software für den Tonschnitt. Je nach Entwicklungstand der Kinder können Sie als ErzieherIn die Interviews selbst zusammenschneiden oder die Kinder daran beteiligen. Führen Sie die Kinder in das Schnittprogramm Audacity ein. Probieren Sie das Programm gemeinsam mit den Kindern aus. Kinder sind ungehemmt und haben keine Angst vor Technik. Außerdem kann Auditorix Ihnen und den Kindern zeigen, wie man die Interviews mit der Gratis-Software schneidet. Wenn die Interviewbeiträge fertig geschnitten sind, können Sie diese auf CD brennen oder auf einen USB-Stick übertragen und den Kindern und Eltern mitgeben.


Tipp:
Auch ungeschnittene Aufnahmen, die chronologisch hintereinander aufgenommen wurden, können ein interessantes Ergebnis sein.


Anregung:
Dokumentieren Sie die Interviews mit der Fotokamera oder lassen Sie die Kinder Fotos von ihren Interviewpartnern machen. Sie haben so die Möglichkeit das Projekt gut in der Kita zu präsentieren und das „Kopfkino“ zu erweitern.


Weitere Ideen für`s „Radio machen“:

  • Umfragen in der Kita oder auf der Straße machen,
  • Exkursion zum örtlichen Radiosender,
  • Reportage-Exkursion in eine Einrichtung, wie z.B. in die neue Schule, in eine Kirche, zum Bäcker oder Friseur,
  • Geräusche-Rätsel
  • Eine CD mit den aufgenommenen Beiträgen als Erinnerung für die Kinder.


Medienpädagogische Ziele:

  • Audiomedien aktiv nutzen lernen
  • Zuhörförderung
  • Kindliche Neugierde und Phantasie anregen
  • Sprachkompetenz und Sprachförderung
  • Interviewtechnik erlernen und verstehen
  • Mikrofontechnik üben und beherrschen
  • Kulturen kennen und schätzen lernen
Das Computer-Diplom

Das Bedienen eines Computers müssen Kinder erst lernen. Und im Gegensatz zu einem Tablet oder Smartphone, bei denen die Bedienung durch die Touch-Funktion fast intuitiv verläuft, ist das Arbeiten mit einer Computermaus zuerst eine Herausforderung. Die Hand-Auge-Koordination spielt dabei eine große Rolle.
Wenn diese erste Hürde genommen wurde, geht es weiter: Welche Programme gibt es? Wie kann man diese öffnen und bedienen? Wie startet man eigentlich einen Computer und wie fährt man ihn wieder herunter? Für Kita-Kinder, die meistens noch nicht lesen und schreiben können, stellt das eine besondere Aufgabe dar. Sie ahmen dies nach oder orientieren sich an Symbolen. Lesen Sie, wie Sie den Kindern das Wissen rund um den Computer näher bringen und wie Sie sie dafür mit einer Auszeichnung belohnen.

Bevor es losgeht:
Dem Computer Raum geben

Es empfiehlt sich, den Computer so aufzustellen, dass er als eine Beschäftigungsmöglichkeit von vielen angesehen wird. Nach und nach können sich die Kinder daran gewöhnen, dass der Computer auch im Raum ist und mal für Spiele, zur Information oder Präsentation hinzugezogen wird.
Die Kinder werden ihm schon nach einer kurzen Eingewöhnungszeit nicht mehr Aufmerksamkeit als anderen Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten schenken.

Einige Tipps:

  • Es sollte so viel Platz vorhanden sein, dass sich mehrere Kinder gleichzeitig um den Computer tummeln können. Kinder haben Spaß, anderen beim Spielen und Experimentieren zuzusehen und zu helfen, dies fördert zugleich ihre Kommunikation untereinander.
  • Stellen Sie den Computer nicht in eine uneinsehbare Nische oder Nebenraum, Sie sollten das Geschehen auf und vor dem Bildschirm  im Blick haben können.
  • Darüber hinaus sollte das Gerät auf einem standfesten Tisch und möglichst nicht gegenüber einem Fenster stehen, um Spiegelungen zu verhindern.
  • Die einzelnen Kabel sollten entweder so liegen, dass die Kinder nicht darüber stolpern können oder in einem Kabelkanal befestigt werden.

Welche Software?
Überlegen Sie darüber hinaus, mit welchen Programmen Sie den Computer ausstatten möchten und wer ihn technisch betreuen kann. Eventuell kann diese Aufgabe auch von einem versierten Elternteil übernommen werden.
Wählen Sie z.B. Software, mit deren Hilfe Sie die Sprachförderung unterstützen oder ein Spiel, das Sie als thematische Ergänzung zu einem Projekt nutzen.
Eine Übersicht über sinnvolle Spiele erhalten Sie auf verschiedenen Internetseiten.
Eine Sammlung dazu finden Sie zum Beispiel hier: "Das macht Spaß! - Spiele entdecken und erleben"


Anregungen zur zeitlichen Nutzung

Wie nutzen Sie den Computer im Kita-Alltag? Hier gibt es verschiedene Modelle und vielleicht haben Sie auch schon mehrere ausprobiert:

  • Regelmäßige Computertage, an dem die Kinder zu zweit für ca. eine ½ Stunde den Computer zum Malen, zur Spracharbeit, zum Spielen oder für anderes nutzen können.
  • Feste Tages- und Uhrzeiten, an denen der Computer genutzt werden kann.
  • Computer wird dann genutzt, wenn es sich inhaltlich anbietet.
  • Computer als fester Bestandteil der Gruppe, der je nach Wunsch der Kinder (in einem vorgegeben Zeitfenster) genutzt werden kann.


Es geht los:
Das Computer-Diplom

Bevor Sie zusammen mit den Kindern die verschiedenen Funktionen des Computers ausprobieren und das Computer-Diplom machen, sollten Sie zunächst ein bisschen „Theorie“ betreiben. Neben dem Erarbeiten von Regeln zur Computernutzung gehört hierzu auch das Benennen der einzelnen Computer-Teile und dessen Zubehör. Das kann das Basiswissen sein, was Sie anschließend für das Bestehen des Computer-Diploms benötigen.


Was gehört alles zum Computer?

Nicht alle Kinder wissen, welche technischen Geräte zu einem Computer gehören bzw. aus welchen Teilen ein Computer besteht. Hilfreich ist ein kleines Spiel, mit dem die Kinder die Bestandteile eines Computers kennenlernen. Nutzen Sie hierfür unser Material mit den Bildkärtchen, auf denen Computer-Zubehör abgebildet ist. Hierzu zählen z.B. eine Maus, eine Tastatur, ein Bildschirm, ein USB-Kabel, ein Computergehäuse, ein USB-Stick, ein CD-Laufwerk, ein Power-Knopf, eventuell ein Drucker, ein Scanner, ein Mauspad, eine CD-ROM, Lautsprecher usw.
Mischen Sie diese mit Bildern von Gegenständen, die eindeutig nicht zu einem Computer gehören, wie z.B. ein Locher, eine Schere, ein Tacker, ein Handy, ein Buntstift, ein Telefon usw. Lassen Sie die Kinder dann im Spiel bestimmen, welche der Bilder zu einem Computer gehören und wie die einzelnen Teile heißen. So können Sie zusammen mit den Kindern auf spielerische Art und Weise herausfinden, was zu einem Computer gehört und was nicht.


Regeln für die Computernutzung gemeinsam erarbeiten

Stellen Sie zusammen mit den Kindern Regeln für das Arbeiten am Computer auf. Das funktioniert am besten, wenn Sie die Kinder Vorschläge machen lassen. Und da sicher ein paar Kinder Regeln von zu Hause für die Computernutzung kennen, werden einige Vorschläge zusammen kommen. Sie können sie Kinder auch mit weiteren Hinweisen unterstützen.


Als Anregung können Sie sich auch an den folgenden Regeln orientieren:

  • Nicht am Computer trinken.
  • Nicht am Computer essen.
  • Nur mit sauberen Händen den Computer bedienen.
  • Zu zweit am Computer spielen und abwechseln.
  • Sich an Computer-Zeiten halten.
  • Nur ein Kind bedient die Maus. Die anderen dürfen zuschauen.
  •  …


Visualisieren Sie die gemeinsam erarbeiteten Regeln zusammen mit den Kindern

Lassen Sie die Kinder dazu Bilder oder Fotos machen, die die einzelnen Regeln verdeutlichen. Diese Fotos können Sie dann am Computerarbeitsplatz aufhängen, sodass die Regeln für die Kinder immer sichtbar sind.
Und als Vorbild achten Sie möglichst darauf, dass die Regeln auch von Ihrem Team eingehalten werden.

Die Technik - Nicht alles auf einmalSchauen Sie sich gemeinsam an, wie ein Computer funktioniert bzw. wie man ihn bedient. Einige Kinder werden da schon routinierter als andere Kinder sein. Lassen Sie den Kindern Zeit, sich mit der Technik vertraut zu machen. Erklären Sie den Kindern nach und nach die wichtigsten Funktionen, wie das An- und Ausschalten des Rechners, das Starten und Schließen von Programmen und das Bearbeiten von Fotos. Achten Sie darauf, dass jedes Kind alle Aufgaben einmal selbst am Computer ausführt. Als Einstieg bietet sich das Malprogramm „Paint“ an. Hier können sie die verschiedenen Malfunktionen ausprobieren, die dank einfacher Symbole für Kinder ganz simpel auszuwählen sind. Kinder können hier ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Alles rund ums Malen lesen Sie auch in unserem Newsletter „Wenn Kinder malen“.

Anschließend lassen Sie die Kinder ein von Ihnen ausgewähltes und zuvor auf dem Computer installiertes Spiel spielen. Wählen Sie Spiele aus, die Kindern spielerisch Lerninhalte vermitteln und die sie gut ohne fremde Hilfe spielen können. Alles rund ums Spielen lesen Sie auch in unserem Newsletter „Das macht Spaß! – Spiele entdecken und erleben“.

Diese Ideen können Bestandteil des Computer-Diploms sein. Selbstverständlich können Sie diese um weitere ergänzen. Gestalten Sie die Vergabe des Diploms. Die Kinder werden stolz sein ihr Diplom in den Händen zu halten. Sie können dies auch mit einer Elternveranstaltung verbinden. Ebenso sollte mit Erhalt des Diploms eine Erweiterung der Handlungsoptionen der Kinder einhergehen.
Jetzt dürfen die Kinder z.B. selbstständig ein Spiel auswählen und während einer zurvor festgelegten Zeit spielen.


Medienpädagogische Ziele

  • Technik kennen und bedienen lernen
  • Sprachförderung und Wortschatzerweiterung
  • Anregung der Kreativität und Phantasie
  • Grenzen erleben und sich an Regeln orientieren
  • Förderung der Hand-Auge-Koordination
  • Einstieg in altersgerechte Mediennutzung zur Unterstützung chancengleicher Bildung


Noch ein paar technische Anregungen …

Viele Einrichtungen haben bereits Computer in den Einrichtungen. Manche sind von ihren Trägern ausgestattet, einige können sich selbst für ein Gerät entscheiden und andere bekommen Computer, die ausrangiert sind.
Auch wenn es nicht das neueste und beste Gerät ist, ist es hilfreich, wenn einige Anforderungen erfüllt sind.  


Ausstattung und Anschlüsse

  • Achten Sie darauf, dass der Computer bzw. der Laptop ein DVD-Laufwerk mit einem Brenner hat. Das Laufwerk brauchen Sie z.B., um Software von einer CD abzuspielen oder Fotos als Andenken auf CD zu brennen.
  • Der Computer sollte auch ein paar gängige USB 2.0 Ports haben. USB 3.0 Anschlüsse sind nicht zwingend notwendig, beschleunigen aber den Datentransport von z.B. einer Kamera auf den Computer.
  • Ein SD-Karten-Einschub sollte bestenfalls auch vorhanden sein. Dann können Sie die Speicherkarten von Digitalkameras, Handys etc. direkt in den Computer stecken. Außerdem können dort auch die kleineren Speicherkarten, die Micro-SD-Cards, anhand eines Adapters eingelesen werden. Wenn Sie keinen SD-Karten-Einschub haben, können Sie ein SD-Karten Ladegerät anschließen oder die Geräte  mit einem USB-Kabel verbinden.
  • Bei den neueren Geräten ersetzt inzwischen das HDMI-Kabel das alte Bildschirmkabel. Mit dem HDMI-Anschluss können Sie einen Beamer an ihren Computer anschließen und Fotos oder Videos darüber abspielen. Es ist aber nicht zwingend notwendig, denn auch über den älteren Anschluss lässt sich ein Beamer anschließen.
  • Über die bekannten Audio-Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon verfügt fast jeder Computer.
  • Um das Internet nutzen zu können, braucht der Computer einen Netzwerk- bzw. LAN-Anschluss. Und um über W-LAN ins Internet zu kommen, muss der Computer Wireless LAN unterstützen.


Leistungen

  • Die Festplatte, also der Computerspeicherplatz, sollte über ca. 500 GB Speicher verfügen. Das genügt allemal, um Fotos, Videos und Musik darauf zu speichern. Wenn Sie weniger Speicher haben, können Sie ggf. Fotos, Videos oder anderes auf einer externen Festplatte abspeichern.
  • Für den normalen Gebrauch reicht eine Grafikkarte mit 512 MB völlig aus. Sobald Sie allerdings den Fokus auf Spiele und Spielsoftware legen, lohnt es sich, einen Computer zu kaufen, dessen Grafikkarte mit mehr Speicher ausgestattet ist. Je mehr Arbeitsspeicher der Computer hat, desto schneller und flüssiger kann er Prozesse und Anwendungen verarbeiten. Der Computer sollte daher mit mindestens 4 GB - besser sogar mit mehr - Arbeitsspeicher ausgestattet sein.
  • Bei dem Prozessor, der für die Geschwindigkeit des Rechners verantwortlich ist, ist die Taktfrequenz entscheidend. Der Computer bzw. Prozessor sollte mindesten 2 (GHz) Gigahertz haben.


Wenn alle Vorbereitungen getroffen sind, kann der Computer z.B. immer wieder als Zusatz in thematische Einheiten eingebunden werden.
Führen Sie z.B. gerade das Thema Wald und Wiesen ein, liegt es auf der Hand, in die Natur zu gehen und Bäume, Gräser und Tiere mit allen Sinnen zu erkunden.
Der Computer kann dann ergänzend eingesetzt werden, indem die Kinder zunächst ein Lernspiel zu dem Thema spielen oder im Anschluss an die Exkursion die Fotos von ihren Entdeckungen auf den Computer laden oder auf Kindersoftware recherchieren.

Praktische Medienpädagogik ganz leicht
Checkliste zur Planung von medienpädagogischen Projekten

Indem Kinder selber kleinere mediale Produkte wie z.B. Fotos, kleine Trickfilme oder eigene Hörgeschichten erstellen, lernen sie Medien als Ausdrucksmittel und nicht bloß als reines Rezeptionsmittel kennen. Außerdem lernen sie durch die praktische Medienarbeit bestimmte mediale Darstellungen zu durchschauen und zu reflektieren. Das sind einige der grundlegenden Fähigkeiten, die durch aktive Medienarbeit vermittelt werden sollen. Und dazu bedarf es nicht unbedingt groß angelegter Projekte.

Die Checkliste zur Planung von medienpädagogischen Projekten und die folgenden Anregungen, helfen Ihnen dabei Ihr Vorhaben in die Praxis umzusetzen.

Die Vermittlung von Medienkompetenz in der Kita ist wichtiger Bestandteil der frühkindlichen Bildung. Da Medien inzwischen alltägliche Begleiter geworden sind, bedarf es früher Förderung. Und Medienkompetenz ist nicht einfach nur eine Kompetenz, die Kinder erlangen sollen, sondern setzt sich aus mehreren Dimensionen zusammen. Der Medienpädagoge Dieter Baacke hat nicht nur den Begriff der Medienkompetenz geprägt, sondern auch die einzelnen Dimensionen definiert. Hierzu gehören die Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung.
Diese Elemente lassen sich gut mit Themen aus anderen Bildungsbereichen verknüpfen, d.h. Sie können Medien als ein Bestandteil in einem laufenden Projekt einsetzen. Verknüpfen Sie z.B. das Thema Umwelt mit einem Fotoprojekt, bei dem die Kinder Müll in der Umgebung fotografieren sollen oder recherchieren Sie mit den älteren Kindern gemeinsam auf kindgerechten Internetseiten, wie Strom und Wasser gespart werden können. Prüfen Sie doch mal, inwieweit Sie vielleicht auch schon medienpädagogisch arbeiten. Und wenn Sie unsicher in Bezug auf die medienpädagogische Praxis sind, probieren Sie einfach zunächst einfache Projekte aus, die kein großes technisches Know-How erfordern.
Zur Organisation und Vorbereitung von medienpädagogischen Projekten, können Sie unsere Checkliste als Orientierung und Hilfestellung nehmen.

Folgende Beispielprojekte dienen als Anregung für Ihre nächsten Projekte:
 
Aus alt mach neu
Organisieren Sie sich einen alten Computer, der nicht mehr genutzt wird.
Einige Eltern haben bestimmt noch einen im Keller oder auf dem Dachboden stehen. Schauen Sie sich den Computer gemeinsam mit den Kindern an und besprechen Sie was die einzelnen Elemente für Funktionen haben (z.B. An-/Ausknopf, CD-Laufwerk). Öffnen Sie anschließend den Computer, indem Sie das Gehäuse, das in vielen Fällen nur mit wenigen Schrauben befestigt ist, entfernen. Schauen Sie sich mit den Kindern die Bestandteile aus dem Innenleben des Computers an und nehmen Sie sie heraus. Sie müssen dabei nicht behutsam vorgehen, denn der Computer wird danach ja nicht mehr benutzt. Was könnten diese ganzen Teile für Funktionen haben? Wie sehen die Teile aus? Lassen Sie die Kinder assoziieren und erklären Sie bei Interesse mehr über die Funktionen. Lassen Sie anschließend die Kinder aus den Einzelteilen des Computers individuelle Kunstwerke gestalten. Das können z.B. Wimmelbilder, Mobiles, Plakate oder kreative Figuren sein.
 
Kreativ mit der Fotokamera
Fotokameras sind für die medienpädagogische Praxis in der Kita besonders gut geeignet. Und nicht nur Digitalkameras sondern auch Tablets und möglicherweise auch Smartphones können hier zum Einsatz kommen.
Fotos können als ein Ausdrucksmittel, zur Reflexion von sich selbst oder zur Förderung der Kreativität hervorragend verwendet werden. Besprechen Sie als erstes zusammen mit den Kindern die Funktionen der Kamera und geben Sie ihnen anschließend kleinere Fotoaufträge. Sie werden über die Ergebnisse staunen. Lassen Sie die Kinder z.B. ihre Lieblingsplätze in der Kita fotografieren oder gestalten Sie zusammen kleine Fotorätsel.
Sie können mit den Kindern aber auch die verschiedenen Einstellungsgrößen und Perspektiven besprechen und die Kinder Gegenstände oder Personen aus verschiedenen Entfernungen und Blickwinkeln aufnehmen lassen. Aber planen Sie nicht zu viel, ein Fotoauftrag oder freies fotografieren reicht für den Anfang. Geben Sie den Kindern dafür Raum und Zeit zum Ausprobieren.
Die entstandenen Fotos lassen sich auf vielfältige Weise präsentieren: als Fotoausstellung auf Plakaten, als Diashow über einen Computer oder Beamer, als Fotobuch zur Erinnerung oder in einem digitalen Bilderrahmen.

Der kreative Fernseher in der Kita
Sie können den Fernseher in die Kita holen, auch ohne ein digitales Gerät anzuschaffen. Basteln Sie z.B. mit den Kindern einen Fernseher aus einem großen Pappkarton und lassen Sie die Kinder in die Rolle von FernsehmoderatorInnen oder SchauspielerInnen schlüpfen. Als besonderes Highlight können Sie die Kinder auch bei ihren Vorführungen im Fernsehen filmen und sich anschließend ihre eigene Fernsehsendung zusammen ansehen. Lassen Sie den Fernseher auch nach Abschluss dieses kleinen Projekts in der Gruppe stehen. Die Kinder werden ihn in ihr alltägliches Spiel integrieren und Fernseherlebnisse darin nachspielen oder sich weiterhin als Moderatoren ausprobieren.

Erzähltheater
Regen Sie die Kinder dazu an, sich eine kleine Geschichte auszudenken und in mehreren Bildern aufzumalen. Da Klein-Kinder oftmals noch Schwierigkeiten mit längeren und komplexeren Geschichten haben, reichen kurze Geschichten, die sich in zwei oder drei Bildern darstellen lassen. Die Geschichten können natürlich auch von den Lieblingsbüchern oder Lieblingssendungen der Kinder angeregt sein. Lassen Sie die Kinder anschließend ihre Geschichten anhand der Bilder erzählen. Als nächsten Schritt können Sie sich auf eine kurze Geschichte einigen, die sie evtl. gemeinsam noch etwas ausschmücken und als Hörspiel aufnehmen. Die Vorlage zum Erstellen eines Storyboards hilft Ihnen dabei den Überblick über die einzelnen Elemente wie z.B. Geräusche, Stimmen und Text zu bewahren. Und für die Aufnahme können Sie ein günstiges Aufnahmegerät oder ggf. auch Ihr privates Smartphone nutzen.
Sie werden sehen, wie interessiert und gespannt die Kinder sein werden, wenn Sie sich die Geschichte zum ersten Mal gemeinsam anhören. Sollten Sie dennoch unsicher in Bezug auf die praktische Umsetzung von medienpädagogischen Projekten sein, schlagen Sie in einem nächsten Teamgespräch eine Fortbildung dazu vor.
 
Finanzielle Förderungen
Wenn Sie größere Anschaffungen oder Ausgaben im Rahmen von medienpädagogischen Projekten planen, können Sie sich auch um Fördergelder bewerben. Das Deutsche Kinderhilfswerk finanziert z.B. Projekte aus dem Medienfonds oder Sie stellen einen Förderantrag bei Aktion Mensch oder einer anderen Stiftung.
Das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen stellt eine Übersicht aller Stiftungen in NRW zur Verfügung. Mit wenigen Klicks können Sie dort Stiftungen in ihrer Nähe und für ihren Zweck ausfindig machen.
Mit einem bereits durchgeführten und besonderen Projekt können Sie sich auch beim Medienpreis Die Goldene Göre des deutschen Kinderhilfswerk bewerben oder bewerben Sie sich für den Dieter Baacke Preis in der Kategorie „Projekte von und mit Kindern“. Dort erwarten Sie Auszeichnungen bis zu 2.000€.

Digitale Spiele bewerten

Spiel ist nicht gleich Spiel. Und das trifft auf Computer- und Konsolenspiele noch mehr zu als auf Brett- oder Gesellschaftsspiele. Denn neben dem Spielinhalt sind in Computerspielen auch z.B. Grafik/Bilder, Musik oder Steuerung wichtige Kriterien, die den Unterschied ausmachen.
Doch was ist Kindern bei Spielen wichtig? Und welche Faktoren sind ausschlaggebend dafür, ob sie ein Spiel gut oder eher weniger gut finden?
Gehen Sie diesen Fragen gemeinsam mit den Kindern in ihrer Kita auf den Grund und finden Sie heraus, welches Computerspiel den kritischen Augen der Kinder standhalten kann.

Testen und bewerten Sie gemeinsam mit den Kindern ein Computerspiel oder eine Spiele-App. Als Bewertungsgrundlage können Sie den Bewertungsbogen nutzen, der bereits viele der zu bewertenden Faktoren eines digitalen Spiels berücksichtigt. Sie können aber auch vorher mit den Kindern überlegen, welche Kriterien ihnen bei einem Spiel wichtig sind und den Bewertungsbogen ergänzen.

Los geht's
Da immer nur zwei Kinder an einem Computer spielen sollten, kann der Spieletest in einen Parcours mit weiteren klassischen Spielen wie z.B. Dosenwerfen eingebunden werden. So kommen alle Kinder der Reihe nach zu der Computer-Station und sind die restliche Zeit auch beschäftigt. Sie können auch bei anderen Stationen Elemente eines Computerspiels wie z.B. die zuvor erwähnte Socken-Suche in den Parcours einbinden. So werden den Kindern gleichzeitig interessante Alternativen zum Computerspiel aufgezeigt.

Für die Station, an der die Kinder das Computerspiel bewerten, benötigen Sie lediglich einen Computer oder ein Laptop und ein Computerspiel (wahlweise können Sie dies auch mit einem Tablet und einer Spiele-App machen). Es bietet sich an, ein Computerspiel auszuwählen, das viele Kinder kennen und mögen. An der Station können dann immer zwei Kinder an einem Computer sitzen. Jedes Kind hat ca. 5 Minuten Zeit, um das Spiel zu testen. Aufgrund der begrenzten Zeit wählen Sie am besten ein kurzes Spiel aus. Nach dem Spielen bewerten die Kinder dann einzelne Faktoren wie z.B. die Grafik, die Steuerung oder den Spielspaß des Spiels. Dafür malen sie so viele Köpfe aus, wie ihnen diese Kategorie wert ist.
Den Spiele-Test können Sie natürlich auch unabhängig von einem Parcours mit mehr Zeit und aufwändigeren Spielen durchführen. Ebenso können Sie die Tests auf Apps, Konsolenspiel, Brett- oder Kartenspiele ausweiten.

Tipps und Anregung
Hängen Sie die Testergebnisse auch in der Kita aus, dann können Eltern sich über die Bewertung informieren und das Spiel auch mal zu Hause mit ihren Kindern spielen – vorausgesetzt das Spiel hat gut abgeschnitten. 
Sie können die Kinder auch Bilder zu den einzelnen Spielen malen lassen – etwas was ihnen besonders gut gefallen hat und etwas, was ihnen weniger gut gefallen hat.

Medienpädagogische Ziele

  • Spiele reflektieren lernen und Medienkritik fördern
  • Spiele unter bestimmten Gesichtspunkten analysieren und bewerten
  • Eigene Vorlieben benennen und begründen
  • Sprachförderung
Malen mit der Kamera II: Light Painting
Lightpainting-Anleitung

Wie genau soll das funktionieren? Mit Licht malen? Ganz einfach: Mit wenigen Einstellungen lässt sich in dunklen Räumen Licht mit einer Fotokamera mehrere Sekunden lang aufnehmen, sodass alle Lichtbewegungen auf einem Foto abgebildet werden.
Dieses sogenannte Lightpainting ist inzwischen eine beliebte Methode in der Medienpädagogik, und das aus zwei guten Gründen: Es ist einfach umzusetzen und das Ergebnis ist wirklich bezaubernd. Besonders Kinder sind von der Lichtmalerei beeindruckt und wollen gar nicht mehr damit aufhören, ihre Licht-Kunstwerke zu zaubern. Erzeugen Sie gemeinsam mit den Kindern kreative Bilder, die z.B. als Weihnachtsgeschenk für die Eltern genutzt werden können.

Aufwärmübungen

Taschenlampen-Tanz
Mit einem kurzen, aber aktiven Spiel können Sie die Kinder an die Dunkelheit beim Lightpainting gewöhnen. Für das Spiel wird ein Jäger/eine Jägerin bestimmt, der mit einer Taschenlampe ausgestattet wird. Der Raum wird verdunkelt und alle Kinder fangen an durch den Raum zu hüpfen und zu tanzen. In dieser Zeit setzt sich der Jäger heimlich auf den Boden und ruft laut „Der Taschenlampen-Tanz“. Dann müssen alle Kinder in ihrer Bewegung innehalten und auch der Jäger schaltet ohne sich zu bewegen die Taschenlampe an. Die Kinder, die von dem Licht der Taschen-lampe angestrahlt werden, steigen aus der Runde aus. Das Kind, das zuletzt übrig ist, wird der neue Jäger.

Ratet mal!
Um die Kinder daran zu gewöhnen, dass sie beim Lightpainting die Taschenlampe bzw. Lichtquelle direkt in die Kamera halten müssen, bietet sich zuvor ein Aufwärmspiel an. Dunkeln Sie dafür einfach den Raum ab und setzen Sie sich mit den Kindern in einen Halbkreis. Nun kommt der Reihe nach ein Kind nach vorne und malt mit einer Taschenlampe einen Gegenstand (z.B. einen Stern, eine Blume o.Ä.) in die Luft. Die anderen Kinder raten dann, was gemalt wurde.
 
Light Painting: Methode und pädagogisches Setting
Lightpainting ist einfach, kreativ und für Kinder spannend. Nutzen Sie für die Durchführung auch das Material „Lightpainting – Malen mit Licht“.

Vorbereitungen: Suchen Sie mit den Kindern verschiedene Lampen aus, wie z.B. Taschenlampen, Fahrradlampen oder LED-Lichter. Sie können Taschenlampen auch mit transparenter Folie bekleben, so dass Sie verschiedene Farben erhalten. Sie können jede Kamera nutzen. Wichtig ist, dass Sie die Belichtungszeit und die Blende manuell einstellen können. Wählen Sie dazu in den Kameraeinstellungen das Programm Manuell (M). Stellen Sie die Belichtungszeit auf 20 Sekunden (wahlweise auch auf 30 Sekunden) und die Blende auf ca. 16 (f/16). Experimentieren Sie mit diesen Einstellungen.

Exkurs: Was ist eine Blende?
Die Blende besteht auch vielen kleinen Lamellen, sie reguliert den Lichteinfall bei der Kamera und hat Einfluss auf die Helligkeit von Fotos. Spricht man von einer geschlossenen bzw. kleinen Blende, ist die Blendenzahl erhöht (z.B. f/16). Es kommt wenig Licht rein. Ist die Blende weit offen kommt viel Licht rein und die Blendenzahl liegt z.B. bei f/8.

Befestigen Sie die Kamera auf einem Stativ und verdunkeln Sie den Raum. Die Kinder können sich aussuchen, was sie malen und welches Licht sie verwenden wollen. Nachdem der Auslöser der Fotokamera gedrückt wurde, sind 20 Sekunden Zeit zum Malen. Hierbei ist es wichtig, dass die Lampe in Richtung Kamera zeigt. Wenn die Kinder nicht durchgängig malen wollen, können sie währenddessen die Hand vor die Lampe halten, das Licht wird von der Kamera dann nicht gesehen und man kann an anderer Stelle wieder anfangen zu malen.
Tipp: Markieren Sie vorab den Bereich auf dem Boden, der für die Kamera sichtbar ist, so können sich die Kinder an diesem Bereich orientieren.

Die entstandenen Bilder können in einer Ausstellung in der Kita präsentiert werden.
 
Medienpädagogische Ziele:

  • Kreativer Umgang mit der Fotokamera
  • Kennenlernen gestalterischer Kameratechniken
  • Förderung der Experimentierfreude und Kreativität
  • Schulung der visuellen Wahrnehmung
  • Förderung der koordinativen Fähigkeiten

 
Wie Sie auch im Hellen die Fotokamera zum Malen benutzen können, zeigt Ihnen diese Anleitung zum Erstellen von magischen Wischbildern. Mit dieser kreativ-experimentellen Methode können Sie gemeinsam mit den Kindern ganz einfach künstlerische Fotos erstellen.

Im Fernsehstudio: Realität und Fiktion

Die Film- und Fernsehindustrie bedient sich einfacher Tricks bei der Erstellung von Filmen: In Action-Szenen werden Schauspieler durch Stuntmen ersetzt, vermeintliche Großstädte werden in einer Miniatur-Ausgabe nachgebaut und wirken durch die Kamera-einstellungen riesig oder Szenen werden ganz einfach am Computer digital nachbearbeitet. Kita-Kinder haben noch nicht das entsprechende Wissen, um diese Tricks zu durchschauen und zu verstehen wie Fernsehen gemacht wird. Durch das Experimentieren mit einfachen Filmtricks können Sie die Medienkompetenz der Kinder auf spielerische Art fördern und einen aktiven Beitrag zum Verstehen von Film und Fernsehen leisten.


Methode 1: Klettern wie Spiderman und Pippi Langstrumpf

Wie schafft es Spiderman eigentlich so problemlos eine senkrechte Hauswand hinauf zu klettern?
Und warum kann Pippi Langstrumpf an der Zimmerdecke herumkrabbeln?
Die Fernsehmacher bedienen sich zum Teil recht einfacher Methoden zur Gestaltung solch augenscheinlich abenteuerlicher Szenen.
Um Kindern zu zeigen, wie solche filmischen Mittel eingesetzt werden, können Sie diese Methode ganz einfach selber ausprobieren.
Nutzen Sie hierfür auch das Material: “Klettern wie Spidermann und Pippi Langstrumpf“.
Sie brauchen nichts weiter als eine Videokamera oder eine Digitalkamera mit Videofunktion. Befestigen Sie die Kamera auf einem Stativ und suchen Sie sich einen geeigneten „Hintergrund“. Der „Hintergrund“ kann z.B. eine einheitlich farbige Wand oder eine Hauswand sein. Wichtig ist, dass keine Motive oder Gegenstände das Bild stören, denn sonst wirkt die Aufnahme später weniger authentisch.
Kippen Sie dann die Kamera auf dem Stativ um 90° zu einer Seite. Schalten Sie die Kamera ein und schauen Sie sich gemeinsam mit den Kindern den Bildausschnitt an. So können Sie dann auf dem Boden markieren, ab wann die Kinder bei der Aufnahme im Bild sind und ab wann nicht mehr. Markieren Sie auch auf dem Boden, wo das Stativ stehen soll. Krabbeln die Kinder von links nach rechts wird die Kamera um 90° nach links gedreht, krabbeln sie in die andere Richtung dann um 90° nach rechts.
Während einige Kinder auf dem Boden krabbeln, können andere die Kamera bedienen oder Achtung Aufnahme rufen. Lassen Sie die Kinder mal schneller und mal langsamer krabbeln, so dass es scheint, als falle es den Kindern mal leichter und mal schwerer die „Wand hochzuklettern“.
Schauen Sie sich gemeinsam mit den Kindern die Aufnahmen an. Wenn Sie  anschließend die Szene gemeinsam über den Laptop oder einen Fernseher betrachten, können Sie gemeinsam über das Ergebnis staunen: Die Aufnahmen werden am Monitor „automatisch gedreht“, da eine Videokamera kein Hochformat aufnehmen kann. Es sieht so aus, als laufen die Kinder an einer senkrechten Wand hinauf.

Methode 2: Live aus dem All
Wie kommen die Schauspieler in einem Astronauten-Film eigentlich ins All und warum können Hexen und Zauberer in Filmen fliegen?
Für solche und noch unzählig weitere Film- und Fernsehaufnahmen wird mit einem sogenannten Greenscreen (je nach Hintergrundfarbe kann es auch ein Bluescreen sein) gearbeitet: Hängen Sie dazu ein großes grünes Tuch an eine Wand oder legen Sie es auf den Boden oder über eine Bank. Die Schauspieler bewegen sich einfach vor dieser grünen Hintergrundfläche, die durch digitale Bearbeitung durch jeden beliebigen Hintergrund ersetzt werden kann.
Mit Hilfe von APPs können Sie ohne großen Aufwand diese Methode gemeinsam mit den Kindern ausprobieren und die Kinder können sich so an ausgefallenen Orten zeigen. Nutzen Sie beispielsweise für das iPAD Stop Motion Pro (kostet 4,49?) oder Stop Motion (für 0,89? Erweiterung um die Green Screen-Funktion). Für Android-Geräte gibt es Green Screen Pro (die APP nur für Fotos kostet 1,49?). Die Filme oder Fotos vor dem Green Screen können dann mit der APP durch ausgefallene Hintergründe bearbeitet werden.

Aber Vorsicht: Nicht nur der Hintergrund, sondern auch z.B. grüne Kleidungsstücke werden durch das ausgewählte Hintergrundbild ersetzt.

Methode 3: Mit der Kamera zaubern
Mit diesem Kameratrick können aus Kindern kleine Helden werden, 10 Kinder in einer Kiste verschwinden oder einen kurzen Stop-Trick-Film entstehen lassen. Nutzen Sie diese Schritt-für-Schritt Anleitung für das Zaubern mit der Kamera und lassen Sie der Kreativität der Kinder freien Lauf. Eine Kombination mit Greenscreen führt zu besonders ausgefallenen Filmszenen.
 
Weitere Anregungen:
Wie Sie mit Kindern zum Thema Kameraeinstellung und –perspektiven arbeiten erfahren Sie hier bei unserer Fotopraxis1 und Fotopraxis2.
Anregungen, wie Sie mit den Kindern das Thema Medienheldinnen und –helden bearbeiten können, finden Sie unter dem Newsletter aus März.
 
Medienpädagogische Ziele:

  • Förderung der Fernsehkompetenz
  • Förderung der Kreativität und Experimentierfreude
  • Stärkung der Reflexion in Bezug auf Film und Fernsehen
  • Medien verstehen und durchschauen lernen
  • Schulung der Wahrnehmung
  • Bedienung einer Videokamera
  • Eigene Filmaufnahmen erstellen
  • Experimentieren mit Gestaltungsmöglichkeiten

Sie suchen Unterstützung bei einem Filmprojekt oder wollen weitere medienpädagogische Projekte in Ihrer Einrichtung umsetzen? Dann bewerben Sie sich für den LfM-Wettbewerb „Gewinnen Sie eine Medienpädagogin/ einen Medienpädagogen“ und gewinnen Sie eine qualifizierte medienpädagogische Fachkraft, die an vier Terminen gemeinsam mit Ihnen und den Kindern in Ihrer Einrichtung ein solches Projekt begleitet und umsetzt. Über das Ergebnis werden sicherlich nicht nur die Kinder staunen...

Hier finden Sie weitere Informationen. Das Bewerbungsformular können Sie als PDF ausfüllen.

Mal anders!
Malen mit der Kamera

Das Wort „malen“ ruft bei den meisten Leuten das gleiche Bild hervor: Kinder, die mit allerlei Buntstiften vor einem Blatt Papier sitzen und fantasievolle Zeichnungen anfertigen.
Dabei gibt es neben dieser klassischen Variante zahlreiche andere Möglichkeiten und Materialien um zu malen: Man kann beispielsweise mit Pinseln, Sprühdosen oder Stempeln auf Papier, Pappe, Stoffe, Leinwände, Mauern u.v.a. malen – aber eben auch mit den eigenen Fingern auf einem Tablet und mit einer Maus auf dem Computerbildschirm. Selbst mit einer Fotokamera kann ohne Hilfsmittel digital gemalt werden.
Probieren Sie gemeinsam mit den Kindern die verschiedenen (digitalen) Varianten des Malens aus, lernen Sie das Malen mit der Kamera 1 kennen und fördern Sie so die Kreativität und Experimentierfreude der Kinder.

Malen auf Papier
Neben Buntstiften gibt es weitere interessante Materialien, mit denen auf Papier gemalt werden kann. Mit Wassermalfarbe, Wachsmalstiften oder Fingerfarbe können Kinder Kunstwerke auf das Papier zaubern. Aber auch z.B. mit einem selbstgebastelten Kartoffel-Stempel oder einem schraffierten Gegenstand können Kinder schöne Bilder produzieren.
Das Ausprobieren dieser unterschiedlichen Materialien fördert bei Kindern ihre Wahrnehmung und motorischen Fähigkeiten. Lassen Sie den Kindern beim Gestalten und Experimentieren freie Hand. Nutzen Sie das Malen aber auch, um ein bestimmtes Produkt zu erstellen: z.B. ein Daumenkino, ein Bilderbuch oder ein Storyboard für eine Hörgeschichte oder sogar einen kurzen Film.

Malen mit der Maus
Während beim klassischen Malen mit Stift und Papier die Hand-Augen-Koordination in Anspruch genommen wird, wird diese beim Malen mit dem Computer auf eine spezielle Art und Weise gefordert und trainiert. Gerade von den jüngeren Kindern haben einige evtl. noch keine Erfahrungen mit Computern bzw. Laptops geschweige denn mit der Bedienung einer Computermaus. Und das Arbeiten bzw. Malen mit der Computermaus ist für Kinder und Anfänger eine besondere Herausforderung, da die Handbewegungen nicht 1:1 mit der Steuerung eines Gegenstandes übereinstimmen. Lassen Sie die Kinder daher doch mal mit dem bekannten Malprogramm „Microsoft Paint“ oder dem ähnlichen und kindgerechten Programm „Tux Paint“ das Malen mit der Maus ausprobieren. In solchen Programmen können Kinder erste Erfahrungen mit dem virtuellen Auswählen von unterschiedlichen Stiften und Farben sammeln. Außerdem werden ihnen durch die Funktionen des Wegradierens und Rückgängigmachens neue Möglichkeiten in der Bildgestaltung gegeben. Auf diese zugleich spielerische und kreative Art und Weise erlernen Kinder die grundlegenden Funktionen zur Bedienung eines Computers bzw. Laptops.

 
Malen auf dem Tablet
Das Malen mit einem Tablet entspricht im Gegensatz zum Malen am Computer den natürlichen Malbewegungen der Kinder. Dabei nutzen die Kinder zumeist ihren Finger als „Stift“. Die Technik knüpft also eher an das „Fingermalen“ an, ermöglicht zugleich durch Auswahl verschiedener Werkzeuge feiner gestaltete Formen. Je nach Entwicklungsstand können ältere Kinder auch mit einem speziellen Stift, dem Touch Pen, malen. So kann die natürliche Malbewegung mit einem Stift auch auf einem Tablet ausgeführt werden (z.B. mit der App „Paper“ für Apple-Geräte (In-App-Verkäufe möglich) oder „ScribMaster zeichnen und malen“ für Smartphones und Tablets mit Android).
Bei anderen Anwendungen können Kinder auf Tablets nicht nur frei malen, sondern auch kleinere Aufgaben bewältigen. Bei der kostenlosen und prämierten App „Malduell“ können immer zwei Kinder gegeneinander antreten. Es gilt, eine vorgegebene Form mit dem Finger ganz auszumalen. Es wird gleichzeitig gemalt und wer zuerst fertig ist, gewinnt die Runde.
 
Malen mit der Kamera
Eine besonders kreative experimentelle Methode, um Bilder zu gestalten, ist das „Malen“ mit einer Fotokamera. Dabei werden bei der Kamera die Verschlusszeit verlängert und der Bildstabilisator sowie der Autofokus ausgestellt.
Dann kann es losgehen: Das Kind sucht sich ein interessantes, evtl. farbig auffälliges Motiv (das Regal mit den Schuhen/ den Sandkasten mit einem Stück Rasen), es drückt den Auslöser und schwingt dabei die Kamera über das Motiv. Schon erhält man ein rätselhaftes, verwischtes Bildmotiv. Unterschiedliche Bewegungen beim Fotografieren führen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen.
Eine anschauliche Anleitung zum Malen mit der Kamera finden Sie hier.
Das Ergebnis sind Fotos, die durch die Wischtechnik wie gemalt und künstlerisch aussehen. Besonders schön werden die Bilder, wenn Motive mit bunten Farben ausgewählt werden. Auch mehrere unterschiedliche Farben in einem Bild (z.B. ein Blumenbeet oder ein Sandkasten mit bunten Förmchen) führen zu kreativen und anschaulichen Ergebnissen. Probieren Sie mit den Kindern in ihrer Kita diese Gestaltungstechnik aus und bestaunen Sie die Ergebnisse.
Stellen Sie dafür an der Kamera vorher die erforderlichen Funktionen ein und lassen Sie die Kinder in kleinen Gruppen auf Motivsuche gehen. Die Kinder können drauf losknipsen und die verschiedenen Wischtechniken an unterschiedlichen Motiven ausprobieren. Anschließend können Sie sich gemeinsam die Bilder über einen Computer anschauen und die schönsten Bilder bzw. Kunstwerke heraussuchen, ausdrucken und in der Kita aufhängen.
Da durch die Wischtechnik die Motive verfremdet werden, eignen sich die Bilder auch, um nachher gemeinsam zu rätseln, welchen Ort in der Kita oder welchen Gegenstand die Fotos darstellen.
Für diese Methode eignen sich besonders digitale Spiegelreflexkameras. Aber auch bei einigen der kleineren Digitalkameras kann man die Funktionen einstellen, die für das Malen mit der Kamera erforderlich sind.
Mit ein bisschen Übung und ohne die Veränderung der Belichtungszeit können Sie sogar Smartphones dafür einsetzen. Das funktioniert allerdings nur gut, wenn Sie den Auslöser über einen Knopf am Smartphone und nicht direkt am Display auslösen (bei manchen Smartphones ist es die + Taste zum Lautstellen, die Sie am Rand finden).
 
Tipp
Fortgeschrittene können zusätzlich die Lichtempfindlichkeit an der Kamera variieren und so den Bildern noch weitere Effekte hinzufügen. Und anstatt die Kamera beim Fotografieren zu bewegen kann auch an dem Objektiv gedreht werden. Das ergibt ebenfalls tolle künstlerische Fotos. Lassen sie die Kinder einfach mal experimentieren.


Medienpädagogische Ziele

  • Anregung der Kreativität, Phantasie und Experimentierfreude
  • Eigenständige Bedienung der Fotokamera
  • Kennenlernen von APPs und anderen kreativen Programmen
  • Förderung der Hand-Auge-Koordination durch Malen mit unterschiedlichen Utensilien, wie Stift, Pinsel und Computermaus
  • Sprachförderung
  • Schulung der Wahrnehmung

Malen mit Licht!? In der November-Ausgabe erfahren Sie, wie Sie auch mit Licht malen und daraus beeindruckende Fotos erstellen können (Material Wir malen mit der Kamera 2 - Lightpainting).



Kreative Fotoideen

Das Fotografieren mit Fotokamera, Smartphone und Tablet ist heute so beliebt wie nie. Kinder sehen, wie ihre Eltern und größeren Geschwister in verschiedenen Situationen fotografieren und Momente und Erlebnisse damit festhalten. Sie selbst schauen sich gern auf diesen Fotos an und haben oft auch Spaß daran, selbst zu fotografieren.
So können sie ihren Mitmenschen ihre ganz besondere Sicht auf die Welt zeigen. Die einfache Bedienung von Fotokameras ermöglicht Kindern dabei einen einfachen Zugang zur Fotografie. Die digitalen Bilder kann man sich sofort anschauen und sie laden dazu ein, viele unterschiedliche Fotos zu machen. Neben den klassischen Schnappschüssen kann die Fotokamera aber auch kreativ eingesetzt werden. Kinder lernen so die Möglichkeiten dieses Mediums kennen und mit diesem zu experimentieren.
Nutzen Sie die folgenden Anregungen, um mit Kindern kreative Fotoideen umzusetzen.

Das bin ich
Die meisten Kinder lieben es, fotografiert zu werden, sich dabei zu verkleiden und in andere Rollen zu schlüpfen oder vor der Kamera Grimassen zu schneiden. Lassen Sie die Kinder sich daher gegenseitig fotografieren.
Sie können die Kamera auch auf einem Stativ befestigen und gemeinsam mit den Kindern überlegen, was fotografiert werden soll: das Kind in voller Größe, der Oberkörper mit Kopf oder nur das Gesicht. Sie können dazu auch das Material Fotopraxis 1: Mit Einstellungsgrößen experimentieren nutzen und es sich vorab gemeinsam mit den Kinder anschauen.
Lassen Sie die Kinder unterschiedliche Stimmungen ausdrücken: Wie sehe ich aus, wenn ich fröhlich/wütend/traurig bin? Die Kinder können sich auch mit ihrem Lieblingsspielzeug oder ihren Freund/innen fotografieren lassen. Mit Verkleidungsutensilien können sie vor der Kamera in andere Rollen schlüpfen und ihre Lieblingsfiguren oder fiktive Figuren darstellen. Lassen Sie der Kreativität der Kinder freien Lauf und geben Sie auch Raum zum Herumalbern.

Schauen Sie sich danach die entstandenen Fotos mit den Kindern an, z.B. direkt auf dem Display der Kamera oder noch besser auf einer großen Leinwand. Dies fördert die Selbstreflexion und -wahrnehmung der Kinder. Drucken Sie die Fotos gegebenenfalls aus oder lassen Sie sie entwickeln. Dann können die Kinder daraus ihren Steckbrief basteln und die verschiedenen Facetten ihrer Person darstellen. Einige Fotos können Sie auch in der Kita weiterverwenden, z.B. um sie über den jeweiligen Jackenhaken des Kindes zu kleben.


Das ist unsere Gruppe
Erstellen Sie gemeinsam mit den Kindern ein Fotoalbum zu ihrer Gruppe. Entscheiden Sie gemeinsam, was alles fotografiert werden soll (z.B. Gruppenraum, Außengelände, Spielzeug etc.). Lassen Sie die Kinder die Fotos selbst knipsen. Um ein Gruppenfoto mit allen zu machen, können Sie die Kamera auf einem Stativ befestigen und die Selbstauslöser-Funktion nutzen.
So lernen die Kinder diese Anwendung kennen und das Warten auf den Auslösermoment bringt zusätzliche Spannung und Spaß in das Gruppenfoto. Drucken Sie die Bilder entweder aus und kleben Sie sie in ein Album oder erstellen Sie ein digitales Fotoalbum, z.B. mit Hilfe des Programms PowerPoint. Ein Fotoalbum eignet sich gut, um z.B. neuen Eltern einerseits die Kita vorzustellen und ihnen andererseits einen Einblick in die Medienarbeit in ihrer Kita zu geben.

Bilderrätsel
Um auf kreative Art und Weise die Umgebung zu erkunden und die Fotokamera einzusetzen, bietet es sich an, Bilderrätsel mit den Kindern zu erstellen.
Die Kinder fotografieren zunächst ganz nah ein Detail von einem beliebigen Gegenstand, z.B. von einem Spielzeug, einer Blume, der Schaukel im Garten. Wichtig für diese Nahaufnahmen ist, dass die Makro-Funktion eingeschaltet ist, da der normale Focusbereich extrem nahe Objekte nicht scharf stellen kann. Direkt danach machen die Kinder noch ein Foto, auf dem der gesamte Gegenstand zu sehen ist: Das ist die Auflösung des Rätsels.
Nutzen Sie die Anleitung zum Bilderrätsel, um gemeinsam mit den Kindern die Aufgabe zu besprechen. Schauen Sie sich anschließend mit allen Kindern die entstandenen Fotos an und rätseln Sie gemeinsam, was die Nahaufnahmen wohl abbilden könnten.


Lieblingsplätze
Lassen Sie die Kinder ihre Lieblingsplätze in der Kita fotografieren, wie z.B. die Schaukel auf dem Außengelände, die Kuschelecke im Gruppenraum oder die Matte im Sportraum. Die Kinder können nacheinander ihren Lieblingsplatz mit der Fotokamera fotografieren und so in Szene setzen, wie sie es möchten. Schauen Sie sich anschließend gemeinsam die entstandenen Fotos an und lassen Sie die Kinder erzählen, was ihren Lieblingsplatz ausmacht, was sie dort machen und was sie daran toll finden.


Geheimer Foto-Auftrag
Teilen Sie die Kinder in mehrere Kleingruppen ein und rüsten Sie die Gruppen mit einer Fotokamera aus. Nachdem Sie mit den Kindern die wichtigsten Kamerafunktionen besprochen haben, erhält jede Gruppe unterschiedliche und geheime Foto-Aufträge.
Die Aufträge könnten z.B. lauten: Fotografiert alles, was grün, was rund, was dreieckig ist, was ein Gesicht hat oder worauf man sitzen kann. Nachdem die Gruppen den Geheimauftrag erfüllt haben, schauen Sie sich mit allen Kindern die Bilder einer Gruppe an. Die Kinder müssen nun erraten, was die Aufgabe der anderen Gruppen war. Die entstandenen Bilder eignen sich auch für eine thematische Ausstellung in der Kita.


Kreative Foto-Apps nutzen
Lassen Sie die Kinder doch mal Fotos mit einem Tablet aufnehmen und bearbeiten. Dafür gibt es zahlreiche spezifische Apps, die sich gezielt an Kinder richten. Mit dem kostenlosen„Story Creator“ (verfügbar für iOS, mit einigen Erweiterungen kostet die App 1,79 ?) beispielsweise können Kinder Fotos aufnehmen, durch eigene Malereien verzieren und zusätzlich mit einer Tonaufnahme versehen.
Die Bilder lassen sich anschließend wie ein virtuelles Fotoalbum anschauen. Zu jedem Foto wird dann die passende Audioaufnahme abgespielt. Mit der App können Sie z.B. für jedes Kind einen digitalen Steckbrief erstellen.


Beachten Sie, dass auch kostenlose und kindgerechte Apps teilweise
In-App-Verkäufe nutzen.
Das heißt, dass z.B. zusätzliche Funktionen kostenpflichtig erworben werden müssen. Sie können diese In-App-Verkäufe aber auf Ihren mobilen Geräten deaktivieren. Eine Anleitung finden Sie hier: http://k.lfm-nrw.de/handysektor.
Achten Sie bei Abfragen immer darauf, welche Berechtigungen Sie dabei freigeben und entscheiden Sie, ob Sie diese wollen.
Beim „Story Creator“ werden Sie keine In-App-Verkäufe finden, so dass diese App bedenkenlos mit Kindern genutzt werden kann.

Medienpädagogische Ziele

  • Schulung der visuellen Wahrnehmung
  • Förderung der Kreativität und Experimentierfreude
  • Stärkung der Selbstwahrnehmung und -reflexion
  • Förderung der kreativen Selbstdarstellung und Persönlichkeitsentwicklung
  • Auseinandersetzung mit Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Kennenlernen und wahrnehmen der Umgebung
Kopfkino: Ein Hörspiel gestalten – von der Idee zum Produkt

Hörspiele gehören mit zu den beliebtesten Medien bei Kindern. Die Hörgeschichten handeln meist von Abenteuern, Märchen, Freundschaft oder Spukgeschichten und regen die Fantasie der Kinder an. Stimmungsvolle Musik, lebendige Stimmen und die passenden Geräusche lassen beim Hören Bilder oder sogar ganze Filme in den Köpfen der Kinder entstehen – sie erzeugen das sogenannte Kopfkino. Durch ihre Hörerfahrungen und Fantasie haben Kinder großes Potential, sich solche Geschichten selbst auszudenken und mit den passenden Gestaltungsmitteln auszuschmücken. Knüpfen Sie daran an und erstellen Sie gemeinsam mit den Kindern ein eigenes Hörspiel zu einer selbstkreierten Geschichte.

Ein Hörspiel entsteht

Lassen Sie der Fantasie der Kinder freien Lauf und erfinden Sie gemeinsam mit ihnen eine Geschichte, die sie anschließend als Hörspiel vertonen. Nutzen Sie dafür die Hinweise zum Thema „Geschichten mit Kindern entwickeln“ aus dieser Ausgabe. Dabei gilt: Je einfacher und kürzer die Geschichte ist, desto besser und einfacher ist die Umsetzung eines Hörspiels. Das Hörspiel lebt von Geräuschen und Dialogen und lässt sich von den Kindern umsetzen. Sie können auch mehrere kleinere Geschichten (möglichst nicht länger als 1 bis 2 Minuten) vertonen und so die Ideen aller Kinder berücksichtigen.

Das Storyboard

Erstellen Sie gemeinsam mit den Kindern genau wie die Profis ein Storyboard zu der Geschichte, indem Sie die Vorlage Storyboard dafür nutzen. Anhand des Storyboards können Sie die Vertonung der Geschichte Szene für Szene planen und visualisieren. Das ist gerade für Kinder wichtig, da sie so eine anschauliche Anleitung für die Erstellung ihres eigenen Hörspiels haben.

Was ist die erste Szene?

  • Wo beginnt das Hörspiel?
  • Welche Personen spielen eine Rolle?
  • Was sagen die Personen?
  • Welches Kind spricht welche Figur?
  • Welche Geräusche sind wohl zu hören?
  • Welche Materialien brauche ich, um die Geräusche zu machen?
  • Welche Geräusche kann man vielleicht mit der Stimme machen? Welche in der Umgebung aufnehmen oder mit Hilfsmitteln herstellen?

Entwickeln Sie gemeinsam mit den Kindern Szene für Szene und lassen Sie die Kinder evtl. die einzelnen Szenen malen. Tragen Sie all dies sowie die benötigten Materialien in das Storyboard ein.

Geräusche

Neben der Geschichte sind Geräusche, Stimmen und Musik die wichtigsten Bestandteile eines Hörspiels. Sie lassen ein Hörspiel erst zu einem richtigen Hörerlebnis werden. Doch vielen Kindern ist gar nicht bewusst, wie ein Hörspiel aufgenommen wird bzw. wie die Geräusche tatsächlich in ein Hörspiel kommen. Hören Sie sich gemeinsam mit den Kindern einen kurzen Ausschnitt eines Hörspiels an: Läuft da wirklich gerade ein wieherndes Pferd vorbei? Gewittert es tatsächlich, während das Hörspiel aufgenommen wird? Sie können sich anschließend gemeinsam mit den Kindern das Video „Der Geräuschemacher“ von der Sendung mit der Maus anschauen. Dort wird anschaulich gezeigt, wie verschiedene Geräusche für Videos und auch Hörspiele erzeugt werden. Knüpfen Sie daran an und erzeugen Sie zusammen mit den Kindern eigene Geräusche.

Der Geräuschekoffer
Sammeln Sie in einem Koffer oder in einer Kiste Materialien, die sich zum Erzeugen von Geräuschen eignen. Packen Sie zu Beginn einige wenige Materialien wie z.B. Alu- oder Plastikfolie, Holzklötze und eine leere Konservendose in den Koffer. Stellen Sie den Koffer und seinen Inhalt den Kindern vor, indem Sie z.B. eine kurze Geschichte erzählen und mit den Materialien passende Geräusche erzeugen. Begeben Sie sich anschließend mit den Kindern auf die Suche und füllen Sie den Koffer mit weiteren Materialien. Lassen Sie die Kinder kreativ mit den unterschiedlichen Materialien umgehen, lassen Sie sie kombinieren und assoziieren, welche Geräusche dadurch erzeugt werden. Wie hört sich Reis in einem Karton an und wie, wenn man ihn rein rieseln lässt? Wie hört sich der Klang einer schruppenden Zahnbürste auf Jeans an? Wie knisternde Folie? Was ist zu hören, wenn man in eine leere Konservendose spricht? Um die Fantasie anzuregen, ist es sinnvoll, dass Kinder sich die Augen zuhalten oder umdrehen, während ein anderes Kind das Geräusch mit einem Gegenstand produziert.

Weitere Anregungen finden Sie bei den Geräusche-Rezepten von AUDITORIX.

Der Koffer kann immer wieder mit neuen Materialien gefüllt und für weitere Projekte genutzt werden (z.B. zur Vertonung von Filmen oder Radiosendungen). Ebenso können Sie mit den Kindern fertige Geräusche im Internet recherchieren, auswählen und herunterladen, z.B. unter Geräuschesammlung von AUDITORIX.

Tipp

Als Einstieg in die Arbeit mit Geräuschen können Sie auch das Hörtagebuch mit den Geräuschekarten verwenden. Oder weitere Anregungen aus dem MekoKitaService „Mit den Ohren sehen“ entnehmen.

 

ErzählerIn – Ja oder Nein?

Zum Einstieg in die Hörspielproduktion ist es einfacher, wenn es ein Kind gibt, welches als Erzähler durch die Geschichte führt. Dadurch kann die Geschichte Struktur bekommen und es werden weitere Informationen gegeben, die über den reinen Text und Geräusche nicht vermittelt werden können. Um mehrere Kinder in die Aufnahmen einzubinden, kann die Rolle des Erzählers auch von mehreren Kindern übernommen werden.

 

Achtung, Aufnahme! – Die Technik und Vorbereitung

Wählen Sie einen ruhigen Raum, ohne viele Hintergrundgeräusche oder Hall. Um Störung bei der Aufnahme zu vermeiden und den Kindern ein Gefühl von professionellem Tonstudio zu geben, kann von außen ein Hinweisschild mit „Achtung, Aufnahme“ an die Tür geklebt werden. Lassen Sie die Kinder zum Kennenlernen der Aufnahmegeräte mit dem Mikrofon experimentieren und finden Sie gemeinsam heraus, wie laut man sprechen muss und wie nah man an das Mikrofon herantreten sollte. Jedes Kind kann einen kurzen Satz in das Mikrofon sprechen und hören, wie sich die Aufnahme anhört. So können sich die Kinder an die Technik und an ihre „Radio-Stimme“ gewöhnen.

Legen Sie gemeinsam mit den Kindern die Rollen fest:

  • Wer macht welche Geräusche?
  • Wer kontrolliert den Ton?
  • Wer hält das Mikrofon?
  • Wer gibt den Startschuss mit „Achtung Aufnahme!“.

Besprechen Sie vor der Aufnahme noch mal das Storyboard, damit jedes Kind seinen Einsatz weiß, ggf. können sie auch einen Probedurchlauf ohne Aufnahmegerät machen.

Als Aufnahmegerät können Sie ein Diktiergerät, ein Handy/Smartphone, ein Tablet, einen MP3-Player mit Aufnahmefunktion oder ein Kindermikrofon mit USB-Anschluss nutzen. Lesen Sie hier auch die Anregungen aus der MekoKitaService-Ausgabe „Mit den Ohren sehen“.

 

Tipp

Bewerben Sie sich bis zum 31. August mit dem fertigen Hörspiel oder einem anderen Medienprodukt Ihrer Einrichtung beim Dieter Baacke Preis, dem bundesweiten Preis für medienpädagogische Projekte.

 

Medienpädagogische Ziele:

  • Erzählfähigkeit der Kinder fördern
  • Anregung der Fantasie
  • Medien verstehen lernen / durchschauen lernen
  • Medial gestalten und produzieren
  • Sprachförderung
  • Schulung der Wahrnehmung
  • Aktives Zuhören
Live aus der Kita – Fernsehen selbst gemacht

Gerade zur Fußball-WM wird in den Familien häufig der Fernseher eingeschaltet und auch sonst ist das TV das wichtigste Medium für Kinder. Kindern macht es zum einen Spaß fernzusehen und zum anderen sich selbst aufzunehmen und im Fernsehen zu sehen. Eine aktive und kreative Auseinandersetzung mit diesem Medium fördert daher nicht nur die Medienkompetenz der Kinder, sondern trägt auch dazu bei, die Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit der Kinder zu unterstützen. Lassen Sie die Kinder daher selber filmen, vor der Kamera agieren und eigene Sendungen planen. In einem selbstgebastelten Fernseher können die Kinder einen tagesaktuellen Bericht aus der Kita liefern, Witze erzählen, „Dingsda“ spielen, sich gegenseitig zu ihrem Lieblingsessen befragen oder über ihre Lieblingssendungen im Fernsehen erzählen.

 

Methoden und pädagogisches Setting

Erstellen Sie gemeinsam mit den Kindern kurze Fernsehbeiträge. Basteln Sie hierfür aus einem großen Pappkarton ein tragbares Fernsehgerät: Schneiden Sie ein rechteckiges Loch (Bildschirm) in den Karton und entfernen Sie die gegenüberliegende Seite (Rückwand), so dass die Kinder besser in den Karton kommen. Je nach Lust, kann der Fernseher gestaltet werden und mit An- und Ausschaltknöpfen ergänzt werden. Der fertige Fernseher wird auf einen Tisch gestellt (oder auf zwei Tische mit Platz für Stühle), die Kinder setzen sich dahinter oder zwischen die Tische. Damit der Fernseher stabil steht, kann er mit Klebeband leicht fixiert werden. Achten Sie später bei der Aufnahme darauf, dass die Kinder nicht zu weit hinten sitzen, sonst könnten Schatten die Gesichter der Kinder bedecken. Lassen Sie die Kinder zunächst im Papp-Fernseher experimentieren und einzeln oder zu zweit hinter den Fernseher treten, sodass sie auf dem „Bildschirm“ zu sehen sind. Die Kinder können dann ausprobieren, wie laut sie sprechen müssen, was sie sagen und wie sie sich bewegen können. Die anderen Kinder können zuschauen und Rückmeldung geben.

 

Sammeln Sie gemeinsam Vorschläge, was für Aufnahmen mit dem Fernseher gemacht werden können und wie diese präsentiert werden sollen. Hier einige Anregungen:

  • Nachrichten aus der Kita
  • Witz des Tages erzählen
  • Sich gegenseitig interviewen (zum Lieblingsessen, Lieblingsfußballspieler/in, Lieblingsspielzeug)
  • Sich und seinen Lieblings-Sportler/ seine Lieblings-Sportlerin vorstellen
  • „Dingsda“: Dinge mit Kinderworten erklären

 

Da der Fernseher tragbar ist, kann auch von unterschiedlichen Orten berichtet bzw. gesendet werden. Lassen Sie die Kinder die einzelnen Beiträge zunächst proben und anschließend mit einer Kamera aufnehmen. Befestigen Sie möglichst das Aufnahmegerät (Videokamera, eine Digitalkamera mit Videofunktion, ein Smartphone oder Tablet) auf einem Stativ.

Welche Geräte Sie zum Aufnehmen und Abspielen von Filmsequenzen nutzen können und welche Kabel dafür benötigt werden, zeigt die Übersicht zum Kabelsalat.

Schauen Sie sich anschließend mit den Kindern die einzelnen Aufnahmen an, überlegen Sie, ob etwas verändert oder verbessert werden sollte und nehmen Sie den Beitrag gegebenenfalls erneut auf. So lernen die Kinder auch, dass eine Sendung geprobt und mehrmals aufgezeichnet wird, bevor sie ausgestrahlt wird.

Veranstalten Sie zum Abschluss ein gemeinsames „Fernseh“-Event und zeigen Sie den Eltern die Film-Ergebnisse. Um dabei ein richtiges Kino-Gefühl zu vermitteln, können die Kinder Eintrittskarten basteln und an die Eltern verkaufen, Popcorn selber machen und den Raum für die Vorstellung verdunkeln.

 

Medienpädagogische Ziele

  • Medienkompetenz fördern
  • Videokamera bedienen
  • Fernsehen verstehen lernen
  • Eigene Fernsehbeiträge erstellen
  • Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit der Kinder fördern
  • Sprachförderung

 

Weitere Anregungen

  • Malen Sie dem Papp-Fernseher auch einen An- bzw. Ausschalter auf und statten Sie ihn mit einem Vorhang aus. Nach Betätigen des Ausknopfs wird dann einfach der Vorhang zugezogen und für alle Kinder ist deutlich erkennbar, dass der Fernseher nicht mehr in Betrieb ist.
  • Regen Sie die Kinder an, sich mit einem einfachen „Zaubertrick“ in ihren Lieblingsfußballer/ihre Lieblingssportlerin zu verwandeln und filmen Sie die Verwandlung (Zaubern mit der Kamera).
Was wächst denn da? Wer krabbelt dort? – Exkursion mit Kamera und Co.

Kinder sind neugierig und lieben es in der Natur unterwegs zu sein, unter Steine zu schauen, Blätter, Holz, Nüsse und Ähnliches zu sammeln. Nehmen Sie doch mal bei Ihrem nächsten Park-/Wald- und Wiesentag mit den Kindern eine Lupe, ein Fernglas, eine Fotokamera, ein Aufnahmegerät (z.B. Handy), einen Kompass oder ein GPS-Gerät mit und lassen Sie die Kinder damit ihre Umwelt erforschen. Dabei können die Kinder z.B. mit der Lupe einmal genauer hinschauen und Kleinstlebewesen beobachten, diese Tiere in Nahaufnahme und weitere Pflanzen aus unterschiedlichen Perspektiven fotografieren, mit dem Aufnahmegeräte Geräusche der Umgebung aufnehmen und mit dem Kompass Richtungen bestimmen. Lassen Sie die Kinder auch Materialien aus dem Wald mitnehmen und Rinde abpausen. Vergessen Sie nicht ein gemeinsames Gruppenfoto der Aktion. Das gesammelte Material kann in der Kita in einer Ausstellung den Park-/Wald- und Wiesentag dokumentieren. Und anhand der Fotos kann gemeinsam herausgefunden werden, was entdeckt wurde.

Es kann sein, dass einige Kinder nicht regelmäßig in Parks, Wäldern und Wiesen unterwegs sind. Fragen Sie die Kinder doch mal nach ihren Erfahrungen:

  • Wer spielt öfter draußen?
  • Wo spielt ihr dort und mit wem?
  • Wer ist regelmäßig auf dem Spielplatz/im Park oder im Wald?
  • Mit wem geht ihr auf den Spielplatz/in den Park oder in den Wald?
  • Was spielt ihr da?
  • Wer hat schon mal im Wald eine Bude gebaut?
  • Was ist schön im Wald/auf dem Spielplatz/im Park/im Garten?
  • Was ist dort eher nicht schön?

 

Methoden und Pädagogisches Setting

Nehmen Sie bei dem Park-, Wald- und Wiesentag verschiedenen Utensilien und Medien mit:

  • eine Lupe, um genauer hinzusehen zu können
  • ein Fernglas, um die Vögel auf den Bäumen zu beobachten
  • eine Fotokamera, um zu dokumentieren und Kinder Fotos von Bäumen und Baumkronen, Blumen, Käfern, Rinde, Gras u.a. machen zu lassen
  • Papier und Stifte, um Rinde, Blätter abzupausen
  • Tüten und Körbe, um Rinde, Blätter, Steine, Kastanien, Nüsse, Blumen zu sammeln
  • evtl. einen Kompass/GPS-Gerät, um Richtungen bestimmen zu können
  • evtl. ein Aufnahmegerät (z.B. ein Handy), um Vogelgezwitscher, Geräusche des Waldes oder der Umgebung aufnehmen zu können und die Kinder Beobachtungen aufsprechen zu lassen.

 

Gehen Sie mit den Kindern auf Exkursion in die Natur und nutzen Sie gemeinsam mit den Kindern die Medien, um der Natur auf die Spur zu kommen. Überlassen Sie den Kindern die Kamera. Befestigen Sie  die Kameraschlaufe am Handgelenk des Kindes, so dass die Kamera nicht so schnell herunterfallen kann. Lassen Sie die Kinder zunächst ganz frei fotografieren, es wird eine bunte Mischung an Fotos dabei entstehen. Danach können Sie mit den Kindern auch nach speziellen Aufgaben fotografieren. So können sie z.B. Detail-Aufnahmen von Rinde, Blättern, Blumen und Käfern machen, Bäume aus der Froschperspektive noch größer erscheinen lassen oder einfach besonders schöne Blüten fotografieren.

 

Verteilen Sie Fotoaufgaben, zum Beispiel:

Fotografiert...

  • 5 unterschiedliche Blätter.
  • alles, was aus Holz ist.
  • alles, was nicht in die Natur gehört (z.B. Müll).
  • alles, was bunt ist.
  • kleine Lebewesen/die kleinsten Lebewesen, die euch begegnen?
  • alles, was man essen kann.
  • fotografiert Bäume und sammelt dazugehörige Blätter.

 

Damit Nahaufnahmen nicht unscharf werden, schalten Sie zusätzlich die Makro-Funktion (Symbol der Blume auf der Digitalkamera) ein. Nutzen Sie hierfür die Hinweise/Erläuterungen aus der „Wir gestalten ein Fotorätsel“.

 

Tipp

Wenn Sie ein Ton-Aufnahmegerät (z.B. ein Handy) mitgenommen haben, lassen Sie die Kinder die Geräusche der Umgebung aufnehmen und sie ihre Beobachtungen erklären.

 

Erleben Sie die Natur mit den Kindern

Wie viele Kinder werden gebraucht, um einen Baum komplett zu umarmen? Wie fühlen sich Blätter an? Wie fühlt sich Rinde an? Wie riecht es hier? Die Kinder können dazu ihre Augen zu machen und einfach nur fühlen und wahrnehmen.

Nehmen Sie aus der Natur Blätter, Holz, Gras, Erde oder ähnliches mit, so können Sie in der KiTa mit den Utensilien basteln, Wimmelbilder herstellen, Blätter abpausen/pressen und neben die Fotos von den Bäumen die gesammelten Blätter und/oder Rinde kleben.

 

Zurück in der KiTa

Schauen Sie sich gemeinsam mit den Kindern an, was sie gesammelt und fotografiert haben.

Welches Blatt, welche Rinde gehört zu welchem Baum? Welche Blumen wurden gepflückt? Welche Geräusche wurden aufgenommen? Welche Pflanzen und Tiere wurden entdeckt? Nutzen Sie die Fotos und gesammelten Gegenstände, um gemeinsam mit den Kindern im Internet nach den Entdeckungen zu recherchieren. Mit Hilfe des Internets und kindgerechten Internetseiten können Sie gemeinsam etwas über die beobachteten Tiere und Pflanzen herausfinden. Die Kindersuchmaschinen www.blinde-kuh.de und www.fragfinn.de eignen sich beispielsweise sehr gut, um mit Kindern zu recherchieren. Nutzen sie diese Informationen zusammen mit den Fotos und den gesammelten Gegenständen, um gemeinsam Plakate zur Dokumentation der Aktion zu erstellen. Ebenso gibt es unter http://www.kindernetz.de/oli/tierlexikon/-/id=10600/1o2wn12/index.html ein Tierlexikon, wo sich die Kinder über Tiere informieren können.

 

Erstellen eines Fotomemorys

Die Fotos können auch für ein Foto-Memory weiterverwendet werden. Dafür einfach jedes Foto zwei Mal ausdrucken. So können die Kinder das Gelernte auch im Spiel wiederholen und vielleicht erinnern sie sich ja auch Wochen später noch daran, zu welcher Baumart das Foto mit dem fünfgliedrigen Blatt gehört.

 

 

Medienpädagogische Ziele

  • Kennenlernen der Kameratechnik
  • Schulung der Wahrnehmung der Umgebung
  • Förderung der Experimentierfreude und Kreativität
  • Mit Fotos/Bildern berichten/dokumentieren
  • Kleine mündliche Geschichten und Berichte zu Fotos entwickeln
  • Kennenlernen verschiedener Perspektiven und deren Wirkungsweise
  • Experimentieren mit Gestaltungsoptionen

 

Tipp

Sie können die Naturerkundung auch im Laufe des Jahres wiederholen und so die Unterschiede in den verschiedenen Jahreszeiten gemeinsam herausarbeiten und dokumentieren.

Geräusche-Exkursion

Der Frühling ist da! Die bunte Pflanzenwelt und die aktive Tierwelt können wir schon mit den Augen bewundern, aber wie hört sich der Frühling eigentlich an? Genaues Hinhören ist hier gefragt. Begeben Sie sich zusammen mit den Kindern und ausgestattet mit einem Aufnahmegerät auf eine Geräusche-Exkursion. Dabei werden Töne, Klänge und Laute aufgenommen, die die Kita im Frühling widerspiegeln.

 

Methoden und pädagogisches Setting

Die Geräusche-Exkursion lässt sich gut mit kleineren Gruppen durchführen. Benötigt werden der Anzahl der Gruppen entsprechend viele Aufnahmegeräte. Hierfür eignen sich z.B. Mikrofone (z.B. Easi-Speak-Mikrofon), Handys, Smartphones oder MP3-Aufnahmegeräte. Bevor es losgeht, sollten Sie die Kinder auf das Hören einstimmen. Für die Geräusche-Exkursion eignen sich Aufwärmübungen, bei denen sich die Kinder auf die Klänge ihrer Umgebung konzentrieren.

 

Aufwärmübung

Setzen Sie sich zuerst in der Kita zusammen mit den Kindern in einen Kreis: Alle sollten ganz leise sein. Lauschen sie gemeinsam den Geräuschen aus der Umgebung und fragen Sie die Kinder, was sie hören. Gehen Sie anschließend nach draußen und sammeln sie auch hier Töne und Klänge, die sie mit ihren Ohren wahrnehmen. Fragen Sie die Kinder, welche dieser Geräusche man besonders im Frühling hört. Hier können z.B. summende Bienen, zwitschernde Vögel, im Wind wehende Blätter oder draußen spielende Kinder genannt werden. Sammeln Sie aber auch gemeinsam Ereignisse des Frühlings, die man nicht hören kann (z.B. das Blühen von Blumen und Bäumen).

Das gemeinsam erstellte Hör-Tagebuch und/oder die Bildkarten können als Anregung genutzt werden, um Geräusche aus der Umgebung der Kita zu finden.

Jetzt geht es los. Statten Sie jede Gruppe mit einem Aufnahmegerät aus und erläutern Sie den Kindern die Bedienung. Bestimmen Sie ein Kind, das zuerst die Rolle des Aufnahmeleiters übernimmt. So können Streitigkeiten zwischen den Kindern verhindert werden. Erkunden Sie die Geräusche in der Umgebung ihrer Kita und lassen Sie den Aufnahmeleiter ein Geräusch, das ihm besonders gut gefällt, aufnehmen. Lassen Sie die Kinder zwischendurch immer wieder die Augen schließen, um sich auf die Geräusche zu konzentrieren. Hat ein Kind etwas aufgenommen, darf ein anderes Kind Aufnahmeleiter sein.

Haben alle Kinder ein Geräusch oder sogar mehrere aufgezeichnet, können Sie anschließend ihre Ergebnisse gemeinsam anhören. Schließen Sie das Aufnahmegerät dazu entweder direkt an Aktivboxen an oder laden Sie die mp3-Dateien auf einen Computer. Für die Bezeichnung der einzelnen Dateien eignet sich der Name des jeweiligen Aufnahmeleiters und des aufgenommenen Geräusches. Hören Sie sich mit allen Kindern aus der Gruppe  die Aufnahmen an und lassen Sie die Kinder die einzelnen Geräusche erraten. Der jeweilige Aufnahmeleiter kann dann aufklären, um welches Geräusch es sich handelt und wo er es aufgenommen hat.

 

Variante 1

Zu dem jeweiligen Geräusch können die Kinder ein passendes Foto aufnehmen. Anschließend können Foto und Geräusch zusammen in einer Präsentation dargestellt werden. Schauen und hören Sie sich die Präsentation gemeinsam mit den Kindern an.

 

Variante 2

Bevor ein Kind ein Geräusch aufnimmt kann es sich kurz vorstellen, indem es z.B. sagt: „Ich heiße Felix und höre...“.

 

Variante 3

Geräusche selber machen: „Wie klingt ein Pferd? Wie kann ich das Geräusch von Schritten im Schnee erzeugen, wenn gar kein Schnee liegt?“ Machen Sie selbst mit den Kindern Geräusche und nehmen Sie diese auf. Lassen Sie erraten, wie was klingt und was es sein könnte. Anregungen, wie Geräusche gemacht werden, finden Sie bei AUDITORIX als „Geräuschrezepte“.

 

Tipp zu mp3-Aufnahmegeräten für Kinder

Beim Kauf oder Leihen von Aufnahmegeräten sollten Sie generell darauf achten, dass das Gerät die Dateien in dem gängigen mp3-Format speichert. Eine Funktion zur direkten Wiedergabe der Aufnahmen über den Recorder ist gerade bei Kindern interessant. Vor allem sollte das Gerät leicht zu bedienen sein, sodass die Kinder die Aufnahmen ohne viele Erklärungen ganz leicht selber machen können. Wenn Sie häufiger mit Aufnahmegeräten arbeiten wollen, lohnt sich die Anschaffung eines kindgerechten und qualitativ hochwertigen Aufnahmegeräts. Ein Easi-Speak-Mikrofon Pro eignet sich durch seine kindgerechte Handhabung besonders für Kinder im Kita-Alter. Neben der fast selbsterklärenden Bedienung wird das Herunterladen der mp3-Dateien durch den integrierten USB-Stecker vereinfacht.

Ausleihen können Sie sich Geräte häufig auch in einem Medienzentrum vor Ort. Hier finden Sie eine Übersicht über die kommunalen Medienzentren in NRW.

 

Medienpädagogische Ziele

Die aktive Medienarbeit mit Audio-Aufnahmegeräten verfolgt verschiedene medienpädagogische Aufgabenbereiche und Ziele der frühkindlichen Medienbildung:

  • Bewusste, auditive Wahrnehmung von Sozialräumen/Umgebungen
  • Schulung des konzentrierten Zuhörens und Filtern von Geräuschen
  • Eigenständige Bedienung von Audio-Aufnahmegeräten
  • MP3-Dateien und auf einen Computer laden und abspielen
  • Geräusche mittels Aufnahmegeräten aus ihrer natürlichen Umgebung entfernen und erkennen
  • Eventuell Gestaltung von kleinen Präsentationen mit MP3-Dateien und Fotos
Stopptrick: Heldenhaft zaubern mit der Kamera!
Mit der Kamera zaubern

Mit einem einfachen Filmtrick können sich die Kinder wie von Zauberhand in ihre eigenen Heldinnen und Helden verwandeln. Wie Sie diese unterhaltsame und zugleich Medienkompetenz fördernde Methode in der Kita umsetzen können, zeigt Ihnen das beigefügte Material „Zaubern mit der Kamera“. Benötigt werden nur Verkleidungsutensilien und ein Gerät, mit dem man Videos aufzeichnen kann (Digitalkamera mit Videofunktion, Videokamera, Tablet) und ein Stativ oder ein stabiler Untergrund und los geht?s. Lassen Sie der Kreativität und Phantasie der Kinder ihren Lauf und sie nach Lust und Laune verschiedene Zaubertricks oder auch Rollen durchspielen. Drucken Sie die Anleitung aus und erklären Sie den Kindern die einzelnen Schritte.

 

Zu „Heldenhaft zaubern mit der Kamera

Das Schaubild zeigt – Kindern und Erwachsenen –, wie man in einzelnen Schritten einen kleinen Stopptrick erstellt. Drucken Sie die Anleitung aus und erklären Sie den Kindern die einzelnen Schritte. Lesen Sie den Text dazu eventuell vor. Sie können verschiedene Geräte (Videokamera, Fotokamera, Tablet) für die Aufnahme nehmen. Stellen Sie sicher, dass Ihr gewähltes Gerät aufnimmt und testen Sie vorab, wie Sie die Aufnahmen aktivieren, stoppen und abspielen können. Testen Sie auch in diesem Zuge den Ton und die Lautstärke der Tonaufnahme.



Methoden und pädagogische Settings

Das Projekt kann gut auch in kleinen Gruppen von Kindern durchgeführt werden. Es lässt sich in Stationen-Arbeit integrieren, als eine Etappe, welche
die Kinder nach und nach durchlaufen. Die Station „Zaubern mit der Kamera“ können Sie verbinden mit allgemeiner kreativer Arbeit (Stationen an denen die Kinder z.B. malen, basteln, ein Quiz lösen oder eben fotografieren) oder gezielt in Stationen-Arbeit zum Thema Medien integrieren (z.B. Fotorätsel, Hörrätsel, Lieblingssendung malen, Bilderbuchkino). 
Mit dieser Stopptricktechnik wird auch im Fernsehen immer noch gearbeitet. Einige Animationsfilme und bekannte Spots aus Kindersendungen, wie z.B. der Sesamstraße werden so gedreht.
Insgesamt passt es in einen allgemeinen Methodenbaukasten zur kreativen Arbeit in der Kita.



Varianten:

a) Das Kind vor der Kamera verwandelt sich durch wiederholtes Pausieren der Kamera Stück für Stück in seinen Helden. Bei jeder Aufnahme kommt ein weiteres Verkleidungsstück/Accessoire hinzu.
b) Ein Kind steht von Anfang an als Held verkleidet vor der Kamera und ein bis zwei Kinder stehen daneben. Mit einem Zauberspruch lässt der Held die anderen beiden Kinder verschwinden. Hierfür einfach während der Pause die anderen Kinder aus dem Bild gehen lassen und erneut Record drücken.



Tipp

Verteilen Sie Rollen, so können Sie mehrere Kinder bei dem Stopptrick parallel beschäftigen: Schauspieler; Kamerakinder; Kinder, die während der Pause den Schauspielern die Verkleidung überstreifen; Kinder, die „Achtung Aufnahme“ rufen und die Tür bewachen, damit keiner versehentlich in die Aufnahmesituation läuft. Wechseln Sie diese Rollen, so dass die Kinder verschiedene Rollen kennenlernen.



Medienpädagogische Ziele

Verschiedene medienpädagogische Aufgabenbereiche und Ziele können hierbei umgesetzt werden:

  • Manipulationen und Veränderungen der Aufnahmen durch eigenes Handeln kennenlernen 
  • Selbstdarstellung, Spiel mit Identitäten/Rollen
  • Medien kreativ nutzen
  • Filmtricks durchschauen lernen

 

Weitere Anregungen:

Mehrere Kinder in einem Karton verschwinden lassen. Nehmen Sie hierfür einen großen Karton/ eine Kiste und lassen Sie die Kinder filmen, wie ein Kind in die Kiste steigt. Danach wird die Aufnahme gestoppt und das Kind klettert wieder aus der Kiste heraus. Die Aufnahme starten und das nächste Kind steigt in die Kiste usw. Wenn Sie sich den Film danach mit den Kindern ansehen, scheint es als wenn alle Kinder in der Kiste verschwinden.

Ein Fotorätsel gestalten
Mit der Kamera zaubern

Dieses recht einfach umzusetzende Projekt ist ein guter Einstieg in die aktive Medienarbeit in Kitas.
Die Kinder fotografieren Details  aus der Kita als Makroaufnahme. Anschließend  knipsen sie als „Auflösung“ das Rätselobjekt als Ganzes.

Dabei sind verschiedene Varianten möglich. Z.B. kann das Fotorätsel immer an einem Tag in der Woche stattfinden, so dass nach und nach ein Album oder eine kleine Ausstellung entsteht.


Zum Fotorätsel

Das Schaubild zeigt – Kindern und Erwachsenen –, wie man in einzelnen Schritten ein Fotorätsel anfertigt. Drucken Sie die Anleitung aus und erklären Sie den Kindern die einzelnen Schritte (Text eventuell vorlesen).


Methoden und pädagogische Settings

Das Projekt kann gut auch von kleinen Gruppen von Kindern durchgeführt werden. Es lässt sich in Stationen-Arbeit integrieren, als eine Etappe, welche die Kinder nach und nach durchlaufen. Die Station „Fotorätsel“ können Sie verbinden mit allgemeiner kreativer Arbeit (Stationen an denen die Kinder z.B. malen, basteln, ein Quiz lösen oder eben fotografieren) oder gezielt in Stationen-Arbeit zum Thema Medien integrieren (z.B. Fotorätsel, Hörrätsel, Lieblingssendung malen, Bilderbuchkino).

Insgesamt passt es in einen allgemeinen Methodenbauskasten zur kreativen Arbeit in der Kita und kann variantenreich, auch themengebunden entwickelt werden (Fotorätsel zu Themen wie „Blüten und Pflanzen“, „Blätter und Bäume“, „Meine Kita“ etc.).


Medienpädagogische Ziele

Das Fotorätsel-Projekt verfolgt verschiedene medienpädagogische Aufgabenbereiche und Ziele, die Teil einer frühkindlichen Medienbildung sind.

  • Mit Perspektiven und Ausschnitten experimentieren
  • „Manipulationen“ /Veränderungen des aufgenommenen durch eigenes Handeln kennenlernen
  • Eventuell Fotos, Mini-Fotopräsentation gestalten
  • Fotos auf PC, Tablet etc. laden
  • Gestaltende Aneignung des Sozialraumes (Kita/Umgebung)
  • Eigenständige Gestaltung eines Rätsels (auch als kleine Gruppe)
  • Medien kreativ nutzen/Fotos gestalten
Mehr Tipps rund um´s Thema Fotografieren
Spiele zum Einstieg und Ideen zum Einsatz der Fotos

Der „lebendige“ Fotoapparat

Es werden Zweierteams gebildet: Ein Kind ist der Fotoapparat, das andere fotografiert mit dem „lebendigen“ Fotoapparat. Dazu wird der „Fotoapparat“ auf das ausgewählte Motiv ausgerichtet (Totale, Halbtotale, Nah oder Detail) und der Fotograf oder die Fotografin drückt auf einen unsichtbaren Auslöser auf der Schulter des Fotoapparates. Dieser speichert die Szene/das Bild, merkt sich also, was er gesehen hat. Es können mehrere Aufnahmen gemacht werden, bevor der „Fotoapparat“ die fertigen Bilder zeigt, also erzählt oder zeichnet, was „fotografiert“ wurde. Stimmt das überein mit der Aufnahme, die vom anderen Kind beabsichtigt wurde? Danach wird gewechselt.

Kamera-Training

Für manche Kinder ist das Gucken durch den Kamerasucher noch ziemlich ungewohnt. Mit einer Toilettenpapierrolle oder einem Stück Papier/Pappe mit einem quadratischen Loch in der Mitte kann schon mal geübt werden: Was habe ich denn im Sucher? Wie verändert sich der Ausschnitt, wenn ich die Kamera weiter weg halte? Und wo sind dann plötzlich die anderen hin

Fotopuzzle

Ein Foto auf festen Karton kleben und in unterschiedlich große Stücke zerschneiden. Fotopuzzles kann man auch im Fotogeschäft bzw. in Drogerien mit Fotoabteilung machen lassen, dann sieht das eigene Fotopuzzle genauso professionell aus, wie die Puzzles, die die Kinder bereits kennen.

T-Shirts und Tassen bedrucken

Das Bild einscannen, auf Spezialfolie, die im Bürofachhandel erhältlich ist, ausdrucken und auf ein T-Shirt, einen Leinenbeutel, Kochschürzen o.ä. aufbügeln. In Fotogeschäften kann man mit seinen eigenen Fotos auch Tassen oder Mousepads gestalten lassen.

Die Vernissage

Die Fotos zu Collagen weiterverarbeiten oder auf Wandzeitungen bzw. Ausstellungstafeln aufkleben oder aufhängen. Dazu ruhig auch mal das eine oder andere Bild vergrößern lassen oder selber in der Dunkelkammer vergrößern, denn dadurch wirken Bilder noch mal ganz anders. Und dann werden die Eltern und Großeltern zur feierlichen Ausstellungseröffnung eingeladen.

MEKOKITASERVICE

Hier können Sie sich für unseren Newsletter anmelden und erhalten monatlich kostenlos medienpädagogische Anregungen und Materialien für Ihren Kita-Alltag.

 

Ein Angebot der:

Logo LFM

Durchgeführt von der:

Logo GMK