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Medien in Gespräch und Spiel

Das ist erst der Anfang! Ab jetzt veröffentlichen wir an dieser Stelle sämtliche Inhalte des monatlichen Newsletters sowie weitere Materialien und Anregungen rund um den Themenbereich "Medien in Gespräch und Spiel". Es lohnt sich also, regelmäßig vorbeizuschauen.

Wir in unserer Kita
Bilderkarten: Das mache ich gern

Kitaräume sind bunt, aufregend und voller spannender Möglichkeiten. Und gerade für die neuen Kinder in der Gruppe gibt es eine ganze Menge zu entdecken. Aber auch für Kinder, die schon länger in der Kita sind, kann eine Erkundung interessant sein. Lassen Sie die Kinder ihre Erkundungsreise durch die Kita mit Fotokamera, Aufnahmegeräte oder Tablet dokumentieren. Was kann man alles im Gruppenraum und im Außengelände sehen und erleben? Wo wird am liebsten gespielt? Welche Musikinstrumente haben wir bei uns in der Kita? Die Fotos der Kinder können Sie auf Plakaten veröffentlichen und in der Kita ausstellen. Nutzen Sie dafür als Anregung unser Material „Plätze in der Kita“.

Suchen Sie gemeinsam mit den Kindern Orte aus, die sie genau erforschen wollen. Dies kann die Küche in ihrer Kita sein, der eigene Gruppenraum, das Außengelände mit Spielplatz und Garten, der Turnraum, die Bibliothek, die Wasch- oder Schlafräume. Überlegen Sie im Vorfeld oder während der Erkundung mit den Kindern gemeinsam:

  • Was kann man in diesem Raum alles machen/spielen/essen?
  • Welche Instrumente gefallen euch?
  • Was machen wir im Turnraum?
  • Was kann man alles im Garten und auf dem Spielplatz machen?
  • Was finden die Kinder schön an der Kita?
  • Was mögen die Kinder nicht so gern in den Räumen/ im Garten / auf dem Spielplatz?


Lassen Sie Kinder dann Fotos von den Aktivitäten in den Räumen oder von den Gegenständen machen. Hier fotografiert immer ein Kind ein anderes in der jeweiligen Aktivität. In der Küche kann beispielsweise in einem Kochtopf gerührt werden. Im Turnraum klettert ein Kind an der Sprossenwand hoch, auf dem Spielplatz wird ein Kind beim Wippen fotografiert usw.
Die Fotos können dann auf ein Plakat geklebt und in den jeweiligen Raum oder in den Flur der Einrichtung gehängt werden. Oder Sie gestalten als individuelles Projekt mit den Kindern gemeinsam eine persönliche Kita-Mappe mit ihren (Lieblings-)räumen und Tätigkeiten. Nutzen Sie unser Material als Anregung oder Vorlage: „Plätze in der Kita"

Variante: Die Kinder erhalten die Bilderkarten „Das mach ich gern 1". „Das mach ich gern 2". Aus diesen können sie die möglichen Aktivitäten, die in dem Raum stattfinden, heraussuchen, ausschneiden und in das freie Feld des Materials „Plätze in der Kita“ kleben.
 

Die Kinder lernen sich kennen

Die Kennenlernphase ist für Kinder eine spannende und aufregende Zeit. Die anderen Gesichter, Spielsachen und Verstecke wecken die Neugier und regen zum Forschen und Entdecken an. Um Vertrauen zu schaffen und die Umstellung zu erleichtern, ist es für Kinder wichtig, einen Überblick zu gewinnen, sich gegenseitig kennenzulernen und Freundschaften zu schließen.
Auf selbsterstellten Bild-Steckbriefen können sich die Kinder mit ihren Vorlieben, Hobbys und Lieblingsfarben vorstellen.  
 
Erstellen Sie eine Vorlage gemeinsam mit den Kindern. Folgende Fragen können als Ideen dienen:

  • Wie heißt du?
  • Hast du einen Bruder oder eine Schwester?
  • Hast du ein Lieblingskuscheltier? Wie heißt es?
  • Was spielst du am liebsten drinnen?
  • Welches ist dein Lieblingsbuch?
  • Was schaust du gern im Fernsehen?
  • Was hörst du gerne?
  • Was spielst du am liebsten draußen?
  • Was machst du besonders gerne in der Kita?
  • Was ist dein Lieblingsessen in der Kita?


Die Interessen und Lieblingsspiele der Kinder können sie anschließend mithilfe der Materialien „Steckbrief: Das bin ich“ und „Bilderkarten: Das mache ich gern“ festhalten. Auf den Steckbrief wird zunächst der Name des Kindes eingetragen. In dem freien Feld in der Mitte wird dann ein Foto aufgeklebt. Dafür können sich die Kinder z.B. gegenseitig fotografieren und den Umgang mit einer Kamera üben. Jetzt fehlen nur noch die Lieblingsbeschäftigungen. Hierfür können Sie die Bilderkarten nutzen und die Kinder ihre Lieblingsbeschäftigungen heraussuchen lassen. Diese werden dann ausgeschnitten und in das entsprechende Feld auf den Steckbrief geklebt. Lieblingsbuch oder Lieblingssendung können gezeichnet werden. So erhält jedes Kind seinen eigenen, ganz individuellen Steckbrief.
Im Anschluss können Sie die Steckbriefe an einer Pinnwand befestigen. Dadurch gewinnen die Kinder einen Überblick über die Gruppe. Gleichzeitig kann sich jedes Kind die Interessen und Lieblingsspiele der anderen Kinder ansehen und Gemeinsamkeiten entdecken. Auch die Erzieher/Innen der Gruppe können einen ganz eigenen Steckbrief anfertigen und sich damit an der Klebeaktion beteiligen. Damit wird die Kita-Gruppe komplett und alle sind an der Pinnwand mit Foto verewigt.

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Tor! Tor! Tor! – ein Kita-Fußball-Turnier veranstalten

Die Kinder Ihrer Einrichtung erleben vermutlich zum ersten Mal eine Fußball-EM bewusst mit. Einen ganzen Monat lang treten die Mannschaften verschiedener Länder gegeneinander an und kämpfen um den sportlichen Sieg. Ganz gleich, ob sie selbst mitschauen dürfen oder das eher nebenbei mitbekommen: Für viele ist die EM ist ein großes Medien- und auch Familienereignis. Im Gesprächskreis können Sie viele Fragen rund um das Thema Fußball aufgreifen, aber auch über das Land, in dem die EM stattfindet: Wie läuft ein Fußballspiel ab? Welche Spielregeln gibt es? Was macht ein Schiedsrichter? Wofür gibt’s eine gelbe oder rote Karte? Was sind Spielerpositionen und was ist ihre Aufgabe?

  • Wo liegt das Austragungsland Frankreich? (Vielleicht hängt eine Europa-Karte in der Kita)
  • Wie leben Kinder in Frankreich?
  • Was essen die Menschen dort gerne? Kennst du Speisen aus Frankreich?
  • Kennst Du ein berühmtes Gebäude in Paris?
  • Wie sieht die französische Flagge aus?

Nehmen Sie die Fußball-EM zum Anlass, um gemeinsam mit den Kindern über diese Fragen zu sprechen. Innerhalb des Gespräches bietet es sich auch an, die Fernsehgewohnheiten der Kinder zu reflektieren. Anregungen und Ideen dazu finden sie in unserem Newsletter „Das Tor zur Welt – Fernsehen zur Fußball-WM 2014“.
 
Durch das Ansehen und Miterleben der EM-Spiele oder auch durch das Sammeln von Sammelkarten kann das Interesse der Kinder an der Sportart steigen. Vielleicht möchten sich einige Kinder selbst mal als Fußballspieler ausprobieren und an einem richtigen Turnier teilnehmen.
Nutzen Sie diese Gelegenheit und organisieren Sie mit den Kindern ein Fußball-Turnier, an dem die Eltern als Zuschauer dabei sein können. Stellen Sie gemeinsam Mannschaften auf und greifen Sie die Ideen der Kinder auf, um einen aktiven und bunten Nachmittag zu gestalten. In der Vorbereitungsphase können die Kinder beispielsweise an Stationen Einladungen oder Krachmacher basteln oder eine Spieleraufstellung gestalten.

Einladungen basteln
Viele Kinder haben Spaß, Einladungen für Eltern und Freunde selbst zu gestalten: Als Einladung für ein Fußball-Turnier können Sie eine Fußball-Malvorlage, z.B. aus dem Internet, nutzen. Die sonst schwarzen Fußball-Flecken sollten bei der Malvorlage noch nicht ausgemalt sein, damit die Kinder die Flecken ganz individuell gestalten können. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. So kann die Einladung am Ende wie ein klassischer Fußball, aber auch wie eine Glitzerkugel mit bunten Steinchen aussehen. Auf der Rückseite des Fußballs kann dann eingetragen werden, wann und wo das Turnier stattfindet und wer einlädt (Platz für den eigenen Namen als Unterschrift lassen). Sollten nicht alle Kinder an der Aktion teilnehmen, können die Werke eingescannt, ausgedruckt und den anderen Kindern zum Weiterverteilen zur Verfügung gestellt werden.
 
Trikots bemalen
Sobald die Mannschaften für das Turnier aufgestellt sind, können die Kinder ihr eigenes Trikot erstellen. Dazu brauchen sie lediglich T-Shirts, Stoffmalfarben und Pinsel. Sie können auch ein eigenes Mannschafts-Logo erfinden oder eine Vorlage ausdrucken, die dann auf die T-Shirts kopiert aufgemalt wird. Falls Sie für alle Mannschaften die gleiche T-Shirt-Farbe verwenden, sollte das Logo groß und deutlich sein (zum Beispiel mit deutlichen Symbolen wie Sonne, Mond, Stern, Regenbogen, Blitz etc.). Auf der Rückseite können Zahlen aufgemalt werden.
 
Spieleraufstellung - Fotoprojekt
Die Spieleraufstellung lässt sich gemeinsam mit den Kindern als Fotoprojekt gestalten: Malen Sie zunächst ein Fußballfeld auf grünes Tonpapier auf. Für die Spieleraufstellung können sich die Kinder gegenseitig fotografieren. Die ausgedruckten Fotos werden dann auf die entsprechende Position im Spielfeld aufgeklebt. Auch Fotoporträts der Kinder, die nicht direkt mitspielen wollen, können auf das Plakat: als Reporter oder als Stimmungsmacher.
 
Krachmacher: basteln und experimentieren
Für diejenigen, die nicht aktiv an dem Turnier teilnehmen möchten oder können, gibt es attraktive Alternativen: Vielleicht hat eine Gruppe von Kindern Lust, die Mannschaften mit selbstgebastelten Krachmachern anzufeuern? Tröten, Rasseln, Regenmacher: Einige Bastelanleitungen finden Sie z.B. auf der Internetseite www.kidsweb.de. Lassen Sie die Kinder dazu mit verschiedenen Rhythmen experimentieren und nehmen Sie diese auf. Wie wirkt das live und wie in der Aufzeichnung? Vielleicht entsteht am Ende jeweils ein eigener Rhythmus, ein Fan-Sound für jede Mannschaft…
Nehmen Sie die Kompositionen als Erinnerung/Dokumentation auf.
 
Dekoration für den Turnier-Nachmittag
Rund um das Turnier können die Eltern und Kinder in den Räumlichkeiten ihrer Einrichtung zusammenkommen, um über das Erlebte zu sprechen und sich bei Speisen und Getränken zu stärken. Eine Reihe von Bastelideen sorgt für eine passende Fußball-Atmosphäre. Von grünen, eingeschnittenen Servietten, die den Fußballrasen darstellen bis hin zu kleinen selbstgebastelten Fähnchen, die an der Decke hängen. Sammeln Sie vorab die Ideen der Kinder und nutzen Sie vorhandene Materialien (z.B. Stoffreste, Buntstifte, Pappe), um diese umzusetzen.
 
Urkunden
Urkunden können als Andenken für alle beteiligten Kinder zum Einsatz kommen. Die Teams aus Spielerinnen und Spielern und auch die Fans, Reporterinnen und Reporter etc. stellen sich zu einem Gruppenbild auf. Dieses Foto wird entweder direkt am Computer in die Urkunde eingefügt oder ausgedruckt und aufgeklebt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, jeweils Fotos der einzelnen Mannschaften anzufertigen, auszudrucken und in die Urkunden einzelner Teams einzufügen.
 
Tipp: Video-Bastelreporter
Die Bastelaktionen können von den Kindern mit der Videofunktion eines Tablets oder eines Smartphones dokumentiert werden. Stellen Sie hierfür 1-2 Aufnahmegeräte zur Verfügung. Die Kinder können sich in der Nutzung abwechseln. Hilfreich für die Zeit der Aufnahme ist eine Betreuungsperson, welche die Kinder begleitet und unterstützt. Sinnvoll ist es, kurze Szenen aufzunehmen. Die Aufnahmen können Sie im Anschluss mit einem Videobearbeitungsprogramm (z.B. MovieMaker für Windows PC oder iMovie für iOS Mac) zusammenfügen. Das entstandene Video kann am Turnier-Nachmittag den Eltern und Kindern präsentiert werden. Dadurch gewinnen die Eltern einen Einblick in die Vorbereitungen für das Fußball-Turnier und die Aktivitäten der Kinder. Gleichzeitig sehen die Kinder, was sie geleistet haben und üben sich im Umgang mit einer Videokamera.

Geschmacksdetektive: Das schmeckt wie….

Was essen wir am liebsten und wie schmeckt eigentlich ein Apfel mit verbundenen Augen? Wer macht das Mittagessen in unserer Kita? Was ist gesund? Kinder bilden ihren Geschmackssinn schon früh aus. Was sie als lecker empfinden und gerne essen, ist häufig von dem Angebot, das ihnen zukommt, abhängig. Isst ein Kind vermehrt Süßspeisen, so kann es sein, dass ihm die gesunde Variante bald nicht mehr schmeckt. Daher ist es besonders wichtig, dass Kindern eine Vielfalt an Lebensmitteln angeboten wird, damit sie ihren Geschmackssinn trainieren und neue Erfahrungen sammeln können. Als Einstieg in das Thema Ernährung kann das Spiel „Geschmacksdetektive“ zum Einsatz kommen. Mit verbundenen Augen probieren, riechen und ertasten die Kinder unterschiedliche Lebensmittel und schulen dabei ihre Wahrnehmung und Sensibilität für verschiedene Geschmäcker. Doch nicht nur das Trainieren des Geschmackssinns, sondern auch die Frage nach der Zubereitung von Lebensmitteln ist ein spannendes Thema für Kinder. Medienpädagogische Ernährungsprojekte können dabei eingesetzt werden, um unserem alltäglichen Essen auf den Grund zu gehen. Ein Interview mit der Kita-Köchin oder der zuständigen Institution kann den Kindern einen Einblick in das Thema Kochen und gesunde Ernährung verschaffen.

So können die Kinder nicht nur erforschen, wer das Mittagessen in der Kita zubereitet, sondern sie erlernen gleichzeitig den Umgang mit einer Fotokamera und einem Aufnahmegerät.

Das esse ich gern – Mein Lieblingsessen
Machen Sie vorab Fotos von den Kindern, drucken Sie diese aus und kleben Sie die Bilder in eine Ecke eines großen Blatt Papiers. Dieses können die Kinder nun nutzen, um ein Bild von ihrem Lieblingsessen zu malen. Danach können die Kinder ihre Bilder vorstellen und erzählen, was sie gemalt haben und warum sie das Essen so gern mögen.
Es bietet sich an, durch  weitere Fragen mit den Kindern ins Gespräch zum Thema Essen und Ernährung zu kommen:

  • Wer kocht bei dir zu Hause?
  • Mit wem isst Du zu Hause?
  • Was magst du gar nicht?
  • Was hast Du heute Morgen gefrühstückt?
  • Was ist deine Lieblingssüßigkeit?
  • Hattest du schon mal ein Loch im Zahn?
  • Was würdest du gern mal probieren?
  • Eine besonders gesunde Lieblingsspeise von dir...


Hängen Sie die Bilder danach in der Kita auf.
 
„Das Essen in unserer Kita“ In jeder Kita läuft es anders. Manche Kitas haben eine eigene Küche, in der ein Koch oder eine Köchin regelmäßig für die Kinder das Essen zubereitet, manche haben einen Lieferservice, der das Essen in die Kita liefert oder manche haben die Möglichkeit, sich von einer anderen Institution mit bekochen zu lassen.
Je nachdem, wie Ihre Begebenheiten sind, können Sie diese nutzen, um die Kinder die Zubereitung des Essens in der Kita dokumentieren zu lassen oder ein Interview mit dem Koch/der Köchin durchzuführen.
Nutzen Sie dazu ein digitales Aufnahmegerät oder eine Videokamera und überlegen Sie gemeinsam mit den Kindern, was Sie den Koch/die Köchin fragen wollen.

Folgende Fragen als Anregung:

  • Wie sind Sie Kita-Koch/Köchin geworden?
  • Wie kommt das Essen in die Kita?
  • Was kochen Sie am liebsten?
  • Was essen Sie selbst am liebsten?
  • Was mögen Sie gar nicht?
  • Was essen die Kinder in der Kita am liebsten?
  • Was ist der wichtigste Gegenstand in der Küche?
  • Was ist gesund und warum?


Als Vorbereitung für das Interview können Sie z.B. unser Material „Ein Interview vorbereiten und durchführen“ nutzen.
 
Geschmacksdetektive: Das schmeckt wie….
Bei der Wahrnehmung von Essen spielen verschiedene Sinne eine Rolle. Wir riechen, wir sehen und wir schmecken. Wenn ein Sinn wegfällt ist es manchmal gar nicht so einfach herausfinden, was wir essen. Wie schmecken also z.B. Tomaten, Gurke, Nudeln mit verbundenen Augen?
Testen Sie dies doch mal mit den Kindern aus. Ein Kind hat die Augen verbunden und wird von einem anderen Kind betreut, indem es die Lebensmittel zum Mund des „blinden“ Kindes führt. Legen Sie nun nacheinander verschiedene Dinge (z.B. Tomaten, Paprika, Banane, Birne, Nudeln oder anderes) auf die Teller und lassen sie die Kinder raten, was sie essen. Wechseln Sie danach die Rollen und auch die Lebensmittel. Der Geschmackssinn wird durch die Wahrnehmungsübung geschult.
Sie können dies selbstverständlich ausweiten, so dass die Kinder anhand der Haptik oder des Geruchs die Lebensmittel erraten.
Ebenso können Sie Fotos von den Lebensmitteln Fotos machen und später ein Ranking aufstellen, welche Produkte die Kinder am häufigsten erraten haben.
 
Bücher, Filme, App‘s als Einstieg ins Thema nutzen
Als Einstieg in das Thema Ernährung bieten sich Medien wie Bücher oder Apps an. Spielerisch und interaktiv können die Kinder sich hier mit gesunder Ernährung beschäftigen und Lebensmittel und Tiere kennen lernen, wie z.B. mit der App „Die kleine Raupe Nimmersatt & ihre Freunde: Spiele und entdecke!“ oder zu dem Buch „Wachsen Kartoffeln auf Bäumen? in dem die Herkunft verschiedener Lebensmittel besprochen wird.
Ebenso können Sie mit den Kindern Filme im Internet schauen. Einen Videobeitrag zur Herkunft von Rübenzucker liefert die Sendung mit der Maus.
 
Werbung: Verspricht oft mehr als sie hält.
Kindern wird über verschiedene Medien eine Vielzahl an unterschiedlichen Informationen zum Thema Ernährung geliefert. Im Fernsehen und auf Plakaten werden zahlreiche essbare Produkte beworben - viele davon haben Kinder als Zielgruppe. Dabei werden diese häufig mit Bildern oder Clips von berühmten Medienfiguren verknüpft (z.B. Biene Maya Joghurt), wodurch sie für Kinder begehrenswerter erscheinen. Leider sind viele dieser Produkte süßer als ihre „neutralen“ Pendants und somit nicht gut geeignet für Kinder.
Auch das Thema Werbung können Sie gut mit den Kindern bei dem Ernährungsprojekt aufgreifen, indem Sie z.B. einen Werbeclip zu einem Produkt selbst drehen. Nutzen Sie dafür unser Material „Wir drehen einen Werbeclip“.
Anregungen, um über Werbung und Konsum ins Gespräch zu kommen, finden Sie im Newsletter zu Kinder, Werbung und Konsum.
 
Bewegungsspiel: Obstsalat
Als Ergänzung zu medienpädagogischen Aktivitäten eignet sich auch dieses klassische Bewegungsspiel: Für das Spiel wird ein Stuhlkreis aufgebaut.
Jedes Kind setzt sich auf einen Stuhl und bekommt eine Obstsorte zugeteilt. Dabei erhalten immer 3-5 Kinder die gleiche Obstsorte. Bei jüngeren Kindern bietet es sich an, Karten mit dem jeweiligen Obst oder Gemüse zu verteilen, damit sie nicht vergessen, zu welcher Sorte sie gehören. Diese können auch vorab in einer Bastelrunde gemeinsam angefertigt werden. Ein Kind aus der Gruppe steht in der Mitte des Stuhlkreises. Das Kind in der Mitte ist der Bauer, die Kinder auf den Stühlen sind der Obstkorb.
Spielablauf: Der Bauer ruft laut eine Obstsorte in den Raum. Die Kinder mit der genannten Obstsorte müssen nun blitzschnell ihre Plätze tauschen. Dabei versucht der Bauer ebenfalls einen Platz zu ergattern. Am Ende der Runde fehlt ein Stuhl, sodass wieder ein Kind in der Mitte stehen bleibt. Dieses ist nun der Bauer der nächsten Runde und kann eine neue Obstsorte aufrufen.
Ruft der Bauer jedoch „Obstsalat“ müssen alle Kinder aufstehen und ihre Plätze tauschen.

Spielen lassen

Spiele lösen unterschiedliche Gefühle bei Kindern aus. Bei welchem Spiel sich ein Kind wohlfühlt, sich entspannt, sich anregen lässt, nervös oder aggressiv wird, lässt sich häufig schon durch aufmerksame Beobachtung des Kindes ausmachen. Fühlt sich ein Kind durch gewisse Regeln oder die Geschwindigkeit eines Spieles unter Druck gesetzt, gesteht es sich diese Gefühle längst nicht immer ein, weil das Spiel vielleicht von anderen Kindern als „cool“ oder „einfach“ bezeichnet wird. Durch ein Gespräch über das Spiel können Sie das Kind auf seine jeweilige Stimmung aufmerksam machen oder es dazu befragen. Ebenso können Sie gezielt digitale Spiele einsetzen, um spielerisch Lerninhalte zu vermitteln, Kinder anzuregen und Projekte in der Kita thematisch zu bereichern. Um mit den Kindern in eine Reflexion zu ihrem eigenen Spielverhalten zu kommen, können Sie diese Fragen als Anregung verwenden:

  • Was spielst du am liebsten zu Hause / in der Kita?
  • Was spielst du am liebsten draußen?
  • Mit wem spielst du am liebsten?
  • Was ist dein Lieblingsspielzeug?
  • Spielst du auch manchmal am Computer, Handy oder Tablet?
  • Was brauchst du für dein Lieblingsspiel?
  • Wie fühlst du dich beim Spielen mit Kindern, am PC, am Tablet? Was spielen andere?
  • Spielst du auch manchmal jemanden aus dem Fernsehen/aus einem Spiel nach?
  • Spielen auch Erwachsene?


Anregungen zum Gespräch, auch über das digitale Spielen, finden Sie im Newsletter „Das macht Spaß! Spiele entdecken und erleben“.
 
Einsatz von Apps bei Kita-Projekten
Digitales Spielen bietet die Möglichkeit, Kindern gezielt und spielerisch Lerninhalte zu vermitteln (Edutainment). So wird in vielen digitalen Spielen die Hand-Auge-Koordination durch das gleichzeitige Schauen auf den Bildschirm und Reagieren auf dem Touchscreen oder mit der Maus geschult. Ebenso gibt es Spiele, die zur Sprachförderung und zum Hörverstehen eingesetzt werden können oder bei denen logisches und räumliches Denken, Farbverstehen und Konzentration gefördert werden. Apps bieten im Vergleich zu Büchern verschiedene interaktive Möglichkeiten, die die Kinder gezielt anregen und altersgerecht fördern. Die Kinder können interessegeleitet und meist intuitiv die App bedienen und oft gibt es unterschiedliche Spiele für verschiedene Niveaus. Selbstverständlich ist bei der Auswahl der entsprechenden App der aktuelle Entwicklungsstand, die Vorlieben des Kindes sowie die Altersfreigabe
Einige dieser Apps, die Sie zur Ergänzung eines Projektes oder Themas in der Kita nutzen können, werden im Folgenden vorgestellt. Die Spiele sind als Ergänzung zum aktions- und sinnesorientierten nonmedialen Lernen zu verstehen.

 
Lern-Apps
 
Buchstaben
Die App „Drawnimal“ dient dem spielerischen Lernen der Buchstaben. Hier wird das Lernen der Buchstaben A-Z mit dem analogen Zeichnen von Tierfiguren kombiniert. Dazu wird das mobile Gerät (Tablet oder Smartphone) auf ein Blatt Papier gelegt, so dass noch genug Platz zum Zeichnen ist. Es werden digital verschiedene Tiere gezeigt, die malerisch vervollständigt werden sollen. Ein Sprecher begleitet das Malen, indem er formuliert um welchen Buchstaben und welches Tier es sich handelt,  z.B. „L wie Löwe“.

Zahlen
Es gibt einige Apps, die sich mit der Förderung des Zahlenverständnisses auseinandersetzen, wie z.B. die App „Zahlen lernen von 1 bis 10“. Alle Figuren, Gegenstände wie auch die Zahlen sind aus Knete geformt und digitalisiert worden. Ab drei Jahren können Kinder die Zahlen kennenlernen, zählen üben und Mengen zuordnen.

Englisch
Eine App zum Englischlernen schon ab drei Jahren ist „Squirrel & Bär – ein Abenteuerspiel zum Englisch lernen“. Hier gehen die Kinder gemeinsam mit den beiden tierischen Protagonisten auf eine Reise, um eine Heilpflanze zu finden. Dabei begegnen sie allerlei Situationen, in denen sie nur mit englischen Begriffen weiterspielen können und diese von verschiedenen Tieren in unterschiedlichen Umgebungen erlernen. Kleine eingebaute Spiele, wie ein Memory sorgen für die nötige Erholung zwischen den Lernphasen.

Sachwissen/Umwelt
In den „Tierwelten für Kinder“-Apps können Kinder verschiedene Tiere in ihren natürlichen Umgebungen kennenlernen und sprechen lassen. So werden die Tierwelten Afrikas, Asiens, Brasiliens, des Nordpols und des Ozeans durch lustige Bilder für Kinder ab drei Jahren erforschbar gemacht. Informationen über das Wetter, die Jahreszeiten und das Klima können Kinder ab vier Jahren in der App „Das ist mein Wetter – Meteorologie für Kinder“ erhalten. Dabei werden sie von einer anfangs selbst erstellen Figur begleitet. Außerdem werden Experimente vorgestellt, die die Kinder in der Kita oder zu Hause durchführen können.
 
Das Spielen von Computerspielen oder Spiele-Apps können Sie gemeinsam mit den Kindern erproben.


Anregung
Lassen Sie die Kinder die verschiedenen Apps bewerten. Nutzen Sie hierfür unseren Bewertungsbogen „Das fand ich toll. Das fand ich nicht so toll“.

Ebenso ist es anschließend möglich, die Spiele auf verschiedene Arten nachzustellen und zu besprechen. Zum Beispiel können sich die Kinder aus verschiedenen Materialien (Stoffe, Pappe, Bänder etc.) Kostüme zusammenstellen oder einzelne Figuren nachbasteln. Eine Szene kann, z.B.  im freien Spiel, als Papier- bzw. Sockentheater nachgespielt werden. Entwickeln Sie mit den Kindern eine kleine Aufführung und filmen Sie diese. Die Szene kann dann mit einfachen Programmen wie dem Windows Movie Maker gemeinsam mit den Kindern geschnitten und mit Musik unterlegt. Auf Juki.de ist die Erstellung eines eigenen Trickfilms möglich.

Sensibilisierung der Sinne - ein Parcours
Erkunden mit allen Sinnen

In der frühkindlichen Pädagogik gehört die bewusste Auseinandersetzung mit den Sinnesorganen zum Standard. Denn längst ist bewiesen, dass Lernen leichter fällt, wenn es mit Sinneseindrücken verbunden wird. Zur Schulung der fünf Sinne eignet sich neben klassischen Spielen und Übungen ebenfalls der Einsatz verschiedener Medien, da diese das genaue Hinschauen und Hinsehen, das Untersuchen der Umwelt mit dem Seh- und Hörsinn anregen können. Zugleich kann das, was die Kinder untersucht und erkannt haben auch dokumentiert und anderen zugänglich gemacht werden.
In einem Sinnesparcours kann die Wahrnehmung der Kinder durch bewusstes Hinsehen, Zuhören, Schmecken, Fühlen und Riechen geschult werden. Kombinieren Sie hierbei bewusst Angebote mit und ohne Medien. Sie können den Parcours auch mit Hilfe von Medien dokumentieren.
Stimmen Sie die Kinder auf den Sinnesparcours ein, indem Sie die Kinder vorher überlegen lassen, was sie am liebsten hören, sehen, riechen, schmecken und fühlen. Sie können als Anregung auch unser Material den Sinnes-Steckbrief nutzen.

Nutzen Sie die folgenden Fragen als Anregung:

  •  Welche Hörspiele hörst du gern?
  •  Welche Lieder hörst du besonders gern?
  •  Welches Geräusch magst du  gern?
  •  Welches magst du gar nicht?
  •  Welche Sendungen siehst du gern im Fernsehen?
  •  Was siehst du, wenn du deine Augen schließt?
  •  Was riechst du zu Hause am Liebsten?
  •  Welchen Geruch magst du nicht? Was stinkt?
  •  Was isst du gern? Was isst nicht du nicht so gern?
  •  Mit wem kuschelst du am liebsten?
  •  Welche Oberflächen fühlen sich für dich schön/unangenehm an?
  •  Welche Hörspiele hörst du gern?
  •  Welche Sendungen siehst du gern im Fernsehen?

Anschließend können die Kinder ihren ganz eigenen Sinnes-Steckbrief "Mit allen Sinnen" erstellen. Sie können die Kinder entweder Bilder malen, ihre Lieblingssinneseindrücke fotografieren und dann die Bilder hineinkleben lassen. Lassen Sie die Kinder anschließend darüber berichten, was sie gerne hören, fühlen, sehen, schmecken und fühlen.


Der Wahrnehmungsparcours
An einzelnen Sinnes-Stationen können Sie die Wahrnehmung der Kinder sensibilisieren. Der Parcour kann entweder am Stück von den Kindern z.B. an einem Projekttag durchlaufen werden, oder Sie integrieren die einzelnen Sinnes-Übungen nacheinander in den Kitaalltag.


Medienpädagogische Anregungen für den Parcours
Geben Sie den Kindern beim Durchlaufen des Parcours eine Fotokamera und lassen Sie die Kinder fotografieren, was sie sehen, riechen, fühlen, schmecken und hören. Die Bilder können sie dann wahlweise in unser Material „Mit allen Sinnen“ aufkleben oder Sie nutzen die Bilder, um danach mit den Kindern ins Gespräch zu kommen, eine Ausstellung zu machen oder als Anregung für weiterführende Projekte.
Alternativ können Sie die Kinder immer zu zweit durch den Parcours schicken. Ein Kind durchläuft eine Station und beschreibt was es sieht, wie sich etwas anfühlt, wie etwas riecht usw. und ein anderes Kind nimmt währenddessen mit dem digitalen Aufnahmegerät auf. Die Audioaufnahmen kann sich die Gruppe dann im Nachhinein anhören und gemeinsam erraten, was das Kind beschreibt und was es sein könnte.


Die Stationen

Hören
Ohren sind immer im Einsatz und haben nie wirklich Ruhe. Auch wenn es eigentlich ganz ruhig ist, sind dennoch immer irgendwelche Hintergrundgeräusche zu hören. Das aktive Zuhören und Hinhören kommt dabei manchmal zu kurz. Aber dennoch ist gerade die Schulung der auditiven Fähigkeiten von Kindern wichtig. Für den Sinnes-Parcour können Sie z.B. ein Geräusche-Memory erstellen. Dafür befüllen Sie ganz einfach kleine Dosen (z.B. kleine Tupperdosen, ausgewaschene Konservendosen oder große runde (Cappuchino)-Plastikdosen) mit Materialien wie z.B. Sand, Kieselsteinen, Nägeln, einer Murmel oder einem Stück Holz. Jedes Material wird in jeweils zwei Dosen gefüllt und an der Station müssen die Kinder dann durch Schütteln der Dosen die Paare herausfinden.
In einem weiteren Schritt können Sie die Kinder dann noch raten lassen, welche Materialien sich in der Dose befinden und das ganze dann auflösen, indem Sie den Kindern den Gegenstand anschließend zeigen.
Nutzen Sie ein digitales Aufnahmegerät und lassen Sie die Geräusche von den Kindern aufnehmen. Sie können sich die Geräusche dann nochmal mit den Kindern anhören und nochmal erraten lassen.
Als Alternative können Sie auch eine Playback-Station aufbauen. Hierfür benötigen Sie lediglich einen CD-Spieler und CDs mit Playback-Versionen von Kinderliedern. Lassen Sie die Kinder an dieser Station dann ein bis zwei Lieder zum Besten geben.

Anregungen zu Musik in der Kita erhalten Sie in dem Newsletter Hier spielt die Musik!
Anregungen zu weiteren Ideen rund um das Thema Hören erhalten Sie in dem Newsletter Mit den Ohren sehen.


Sehen
Die Auge-Hand-Koordination ist bei Kindern noch nicht so ausgeprägt wie bei Erwachsenen und muss erst noch erlernt werden. Für diese Station benötigen Sie einen Computer oder einen Laptop mit einer Maus. Erstellen Sie mit Paint oder Word ein Dokument, das vier große, unterschiedliche Formen zeigt (z.B. ein Kreis, ein Rechteck, ein Dreieck und ein Sechseck). Öffnen Sie dieses Dokument dann in Paint und lassen Sie die Kinder die einzelnen Formen mit der Maus farbig nachmalen. Das ist gar nicht so einfach, weil diese Kombination von Hand- und Augenbewegungen noch ungewohnt ist. In einem weiteren Schritt können Sie den Schwierigkeitsgrad erhöhen. Lassen Sie die Kinder sich ein Auge mit der Hand zuhalten und das ganze nur mit einem sehenden Auge ausführen.
Wird es dadurch wohl einfacher oder schwieriger?

Weitere Anregungen rund ums Malen mit und ohne Medien erhalten Sie in dem Newsletter Wenn Kinder malen.

Wahlweise können Sie hier auch eine Station mit dem digitalen Mikroskop (vgl. Medien aktiv) anbieten, bei dem die Kinder z.B. Blätter, Haare, Federn oder Holz mal genauer unter die Lupe nehmen können.
Oder Sie lassen die Kinder mit einer Digitalkamera die Kita erkunden, indem Sie ihnen einen Fotoauftrag geben. Lassen Sie die Kinder z.B. rote Gegenstände, Sachen aus Holz oder kuschelige Materialien fotografieren. Hier steht das bewusste und selektive Sehen im Fokus.


Fühlen
Verbinden Sie an dieser Station den Kindern die Augen und bereiten Sie eine Kiste mit ausgewählten Materialien vor. Die Kinder müssen dann jeweils einen Gegenstand herausziehen und erfühlen, um was es sich handelt. Neben kleinen Spielzeugen können Sie Materialien aus der Natur oder aus dem Haushalt, aber genauso gut auch mediale Gegenstände wie z.B. ein Smartphone, eine Digitalkamera oder eine Computermaus in die Kiste füllen. Ebenso können Sie auch gemeinsam mit den Kindern eine große Fühlwand / Fühlgemälde basteln, wo verschiedene Materialien zu fühlen sind.
Da Kinder das Fühlen mit den Händen gewohnt sind, können Sie auch mal versuchen die Kinder diese Gegenstände mit den Füßen erkennen zu lassen.


Schmecken    
Wenn das Auge nicht mitisst, ist man ganz auf den Geschmackssinn konzentriert. Doch dann ist es gar nicht so einfach nur durchs Probieren zu erkennen, was man gerade isst. An dieser Station verbinden sich die Kinder gegenseitig die Augen, sodass diese sich ganz auf das Schmecken konzentrieren können.
Hier eignen sich z.B. klein geschnittenes Obst und Gemüse, um die Kinder probieren und raten zu lassen. Manche Sachen werden den Kindern leichter fallen, da man sie auch über die Konsistenz erraten kann (z.B. Möhren). Bei der Unterscheidung zwischen Apfel und Birne wird es aber dann schon schwieriger.
Lösen Sie das Rätsel auf und lassen Sie die Kinder danach nochmal schmecken. Regen Sie die Kinder während des Probierens zu beschreiben, was sie schmecken: weich, hart, süß, sauer, scharf, kalt warm, usw.
Lassen Sie die Kinder Fotos davon machen oder die Beschreibungen mit einem Aufnahmegerät aufnehmen.


Riechen
Ähnlich wie beim Hören bietet es sich hier an ein Duft-Memory durchzuführen. Auch hier befüllen Sie immer paarweise kleine Dosen mit Gegenständen, die einen markanten Duft haben. Das könnten z.B. Tannenzapfen, Kräuter und Gewürze, Seifenstücke oder Lebensmittel sein. Nachdem die Kinder die Paare erraten haben, können Sie sie hier auch wieder rätseln lassen, um was es sich in der Dose wohl handelt.

Musik hören, über Musik sprechen, Musik machen…

Wie Erwachsene haben auch Kinder sehr unterschiedliche Hörgewohnheiten. Manche lauschen ihrer Lieblingsmusik sehr bewusst und aufmerksam, während andere lieber einfach etwas im Hintergrund laufen lassen. Manche lieben es, sich zu Musik zu bewegen, andere spielen, während sie Musik hören. Sprechen Sie mit den Kindern über ihre Hör- und Musikgewohnheiten. Auch Musik in die Kita mitzubringen, um sie ins Spiel oder die Pausenzeit einzubinden, kann für die Kinder eine tolle Erfahrung sein. Doch Vorsicht: Das Abspielen privat gekaufter Musik ist unter Umständen GEMA-pflichtig! Wenn Sie sichergehen wollen, dass Sie Musik in der Kita nutzen dürfen, leihen Sie sich am besten etwas aus den Medienzentren aus – da sind die Nutzungsrechte im Leihvertrag bereits inbegriffen.

….über Musik sprechen
Gemeinsam mit den Kleinen können Sie herausfinden, welche Lieder sie besonders gern mögen und zu welchen Tageszeiten und Gelegenheiten sie Musik hören:

  • Wann hörst Du Musik?
  • Was ist Dein Lieblingslied? Kannst Du das singen?
  • Wo hörst Du am häufigsten Musik? Wo hörst Du nie Musik?
  • Womit hörst Du Musik? (Radio, MP3-Player, CD-Player)
  • Hören Deine Eltern viel Musik und wenn ja, was für welche?
  • Tanzt du zu Hause zu Musik/mit deinen Eltern/Geschwistern?
  • Hat Dein Wecker eine Melodie?
  • Hast Du eine Art Gute-Nacht-Lied?

Dabei können die Kleinen auch erzählen, woher sie ihre persönlichen Lieblingslieder kennen und warum sie diese Stücke so besonders mögen. So tauschen sie sich untereinander aus und lernen möglicherweise neue Stücke, Formate oder auch Sendungen kennen, die ihnen vorher nicht bekannt waren.
Sie können auch als Anregung zum Hören mit den Kindern unser Hörtagebuch ausfüllen. Welche Geräusche und welche Musik hören sie den ganzen Tag (zu Hause, auf dem Weg in die Kita, in der Kita, abends im Bett).

 

Was dem einen der Topf ist dem anderen die Trommel – Musik selber machen!

Beim Zuhören muss noch lange nicht Schluss sein! Kinder haben nicht nur Spaß am Lauschen. Auch das Erzeugen von Klängen, Tönen und Melodien ist eine sehr spaßige Angelegenheit. Kinder haben jedoch noch nicht so eine festgelegte Vorstellung von Musik und hören eher auf Klangbilder als auf Harmonien.
Das Interesse an Geräuschen ist dabei bereits Motivation genug, um sich musikalisch auszuleben. Das wiederum verschafft Ihnen und den Kleinen nahezu unendliche Möglichkeiten in der Komposition toller und kreativer Musikstücke! Nahezu alles in der Kita, was Geräusche macht, kann dafür benutzt werden – von Holzklötzen bis hin zu einer Dose mit Büroklammern. Wie in einer Big Band kann so jedes Kind ein Instrument für sich finden und damit einbringen.
So kann z.B. ein eigener Gruppen- oder Kita-Song entwickelt und aufgezeichnet werden. Wer an Musik denkt, hat in der Regel Instrumente und Gesang im Sinn. Aber mit entsprechenden Aufnahmegeräten oder Apps kann man Jingles und Melodien komponieren, die beispielsweise als Signal die Essenszeit, den Morgenkreis oder andere Phasen im Kitaalltag „einläuten“ können. Auch selbst getextete Reime und Raps oder Beatboxing-Einlagen sind leicht umsetzbar und können mit zusätzlichen Effekten noch etwas aufgepeppt werden – entsprechende App-Empfehlungen sind am Ende des Newsletters aufgelistet.
 

Singen wie die Stars! – Sing-Star-Karaoke
Was zudem früher nur in der Mini Playback Show möglich war, kann heutzutage jeder über Spielkonsolen nachmachen! Wenn Ihnen ein Fernseher oder Beamer zur Verfügung steht, können Sie Tanz- und Karaoke-Wettbewerbe in der Kita veranstalten, bei denen die Kleinen ihr Star-Potenzial zur Geltung bringen.
Dafür können Sie beispielsweise eine Wii oder Playstation aus der Stadtbibliothek ausleihen und mit entsprechenden Spielen wie „Wii Karaoke“, „Singstar“ oder „Just Dance“ die kleinen Nachwuchs-Sternchen zum großen Auftritt bitten. Auch wenn hier eine Lesekompetenz gefordert ist, gibt es mittlerweile diese Spiele auch mit Liedern für jüngere Kinder. Ebenso können Sie die Lieder mit Kindern gemeinsam singen, so dass die Kinder die Texte lernen. Für die Gruppe oder intern für eine Kita-Veranstaltung können Sie das auch auf Video dokumentieren.

„Guck mal, das ist ja toll!“

Gerade in frühen Lebensjahren übt Fernsehwerbung einen großen Reiz aus. Das kommt nicht von ungefähr: Werbespots sind oft von lebhafter Musik, lustigen Bild- und Toneffekten, schnellen Bildwechseln und bunten Farben geprägt. Ihre kurze Dauer und einfache Struktur kommt dem kindlichen Auffassungsvermögen entgegen, da sie langen und komplizierten, zusammenhängenden Handlungen nur schwer folgen können. Werbespots sind also sehr attraktiv und dabei für die Kleinen meist noch nicht vom regulären Fernsehprogramm zu unterscheiden. Viele Spots bedienen sich lustiger Figuren, mit denen sich Kinder identifizieren können und die sie womöglich schon aus ihren Lieblingssendungen und Geschichten kennen. Sie mögen, was auf dem Bildschirm passiert, integrieren Lieder und manchmal auch Slogans aus der Werbung in ihr Spiel. Oftmals finden sie das ganze Drumherum viel interessanter als das Produkt, das eigentlich beworben wird – aber der starke Wiedererkennungswert bindet sie trotzdem emotional an die Sachen, die dann vielleicht beim Bummel durch die Stadt entdeckt werden. Hinzu kommt, dass kleinen Kindern oftmals noch eine „gesunde Portion Misstrauen“ und Kritikfähigkeit fehlen: Sie erkennen nicht immer, dass ihnen etwas „aufgeschwatzt“ werden soll und nehmen an, das Werbung sie über ein Produkt lediglich informieren möchte. Hier ist es sinnvoll, Kinder für die Ziele der Werbung zu sensibilisieren. Dies kann mit verschiedenen Aktionen in der Kita unterstützt werden.

Wer kennt’s? - Über Werbung sprechen
Kinder werden fast täglich mit Werbebotschaften konfrontiert. In vielen Fällen merken sie das gar nicht und fühlen sich durch Werbung gar nicht angesprochen. Aber wenn sie fernsehen oder Videos auf YouTube schauen, werden sie gezielt adressiert. Neben typischer „Erwachsenenwerbung“ für Autos, Rasierer oder Parfüms hüpfen dabei auch regelmäßig bunte Figuren über den Bildschirm, die den Kindern gefallen – und manchmal auch solche, die sie aus ihren Lieblingsserien und -filmen kennen! Solches Cross-Media-Marketing und Merchandising zielt bewusst auf die Interessen und Lebenswelten der Kinder ab und soll sie dazu verlocken, Produkte mit den bekannten und beliebten Fernsehhelden zu kaufen.

Schauen Sie sich gemeinsam mit den Kindern einige solcher bekannten Marken, Figuren und Logos an. Schon in diesem Alter sind Kinder empfänglich für das Wiedererkennen von Zeichen, Symbolen und Marken, was sich die Werbewirtschaft zu Nutze macht. Sie kennen zum Teil schon Werbesprüche, Melodien und Slogans auswendig. Knüpfen Sie an diese Vorkenntnisse an. Fragen Sie zum Beispiel, welche Werbespots ihnen besonders gefallen oder welche Musik und Lieder sie aus der Werbung kennen. Sie können danach fragen, welche Film- und Serienhelden die Kinder haben und so herausfinden, ob sie diese aus der Werbung oder von anderen Produkten her kennen.

Mögliche Fragen könnten sein:

  • Wer sind eure Lieblingsfiguren aus Film und Fernsehen? Wo habt ihr die außerhalb des Fernsehens schon mal gesehen? (Transfer)
  • Wer kann Werbemelodien oder Lieder singen? (Mit diesem Spiel lässt sich erkennen, welche Kinder Werbung schauen und wahrnehmen)
  • Welche Werbespots kennt ihr? Welche mögt ihr am meisten und warum? (Bewertungen ausdrücken, je nach Alter: Qualitätsurteil begründen)
  • Welche Werbespots mögt ihr nicht und warum?
  • Kennt ihr irgendwelche Figuren und Stars aus der Werbung? Wie gefallen sie euch? (nachhaltige Wahrnehmung erkennen und Werbung bewerten, z.B. Paula die Kuh, M&M’s, etc.)


In der Auswertung können beliebte Elemente der Werbung zusammengetragen werden: zum Beispiel eine nette Figur, ein cooler Clip, Musik, ein Webespruch, besondere Spezialeffekte oder ein Logo.Sammeln Sie mit den Kindern ein paar Eindrücke aus ausgesuchten Werbespots, die Sie sich zusammen anschauen und tragen Sie zusammen, was in den Spots vermutlich nicht ganz der Wahrheit entspricht. Kann das Spielzeugflugzeug wirklich selbstständig fliegen und erwachen die Puppen wirklich zum Leben oder ist das alles vielleicht doch frei erfunden? Vielleicht haben Sie in Ihrer Gruppe das ein oder andere Kind, das manche dieser Produkte selbst kennt und besitzt. Es kann als „Experte“ sicher ein paar Eindrücke wiedergeben, was an der Werbung stimmt und was nicht. Erklären Sie den Kindern in einfachen Worten, wer diese Werbung macht und wozu sie dient. Auch wenn bekannte Figuren darin vorkommen oder das Präsentierte toll aussieht, ist es wichtig für die Kinder zu verstehen, dass Werbung vor allem eines will: Verkaufen!  


Werbedetektive – Marken und Figuren auf der Spur

Werbung will ein bestimmtes Lebensgefühl vermitteln: „Iss dies und du wirst gesund“; „Trag diese Schuhe und du bist cool“. Und dabei setzt sie darauf, dass ein früh entwickeltes Markenbewusstsein eine langjährige Bindung zu einer Marke festigt und auch eine starke Identifikation mit dem Produkt erfolgt.
Für Kinder kann das später Folgen haben, denn in der Schule sind dann womöglich eher diejenigen cool, die bestimmte Markenkleidung tragen. Daher ist es wichtig Kindern auch schon früh zu vermitteln, dass teure Marken nicht so wichtig sind wie die Menschen, die sie tragen – und dass ein Pulli ohne Logo genauso gut ist. Doch welche Marken kennen die Kinder überhaupt und woran erkennt man sie? Anhand von Bewegungsspielen lässt sich das leicht herausfinden! Dazu können sich beispielsweise alle in einem Stuhlkreis versammeln. Auf Ihre Fragen hin stehen dann die entsprechenden Kinder auf, die angesprochen werden.

Zum Beispiel können Sie fragen:

  • Wer hat ein Logo auf dem Pulli?
  • Wer trägt Schuhe mit einem Namen drauf?
  • Wer hat eine Jeans ohne irgendetwas drauf?


Die Kinder können sich auch gegenseitig auf der Vorder- und Rückseite nach Marken, Symbolen oder Schriftzügen absuchen. Tragen Sie die Ergebnisse zusammen. Welche Logos und Figuren kennen die Kinder und was finden sie an ihnen besonders toll?
Wichtig: Versuchen Sie eine neutrale Atmosphäre zu schaffen und nicht per se Markenkleidung als schlecht zu titeln. Es ist wichtig, dass die Kinder nicht bloßgestellt werden. Versuchen Sie also möglichst neutral herauszustellen, wie das in Ihrer Gruppe aussieht.  


Die Werbedetektive auf Spurensuche in der Kita

Werbung ist nahezu allgegenwärtig: auf Werbetafeln und Litfaßsäulen, in Printprodukten, im Fernsehen, Radio und Internet. Dabei nehmen wir oftmals gar nicht mehr bewusst wahr, wo uns allseits bekannte und neue Produkte ins Bewusstsein gedrängt werden sollen. Beim genauen Hinsehen fällt uns dann oftmals auf, dass auch unser zu Hause – wenn nicht sogar wir selbst – Träger von Werbung und bekannten Marken sind. Deshalb ist es wichtig, Kindern diese Werbung bewusst zu machen, damit sie geschickter und kritischer damit umgehen zu können. Lassen Sie zu diesem pädagogischen Zweck die Kinder als Werbedetektive Ihre Kita genau unter die Lupe nehmen. Denn auch hier finden sich beim genauen Hinsehen Werbebotschaften und bekannte Logos und Schriftzüge auf Spielsachen, Lebensmitteln sowie Haushalts- und Einrichtungsgegenständen. Teilen Sie die Kinder in Gruppen auf und geben Sie ihnen entweder etwas zum Malen oder zum Fotografieren mit, damit sie alles, was ihnen beim Stöbern und Schnuppern auffällt, festhalten können. Sie können den Radius auch erweitern, indem Sie gemeinsam mit den Kleinen die unmittelbare Umgebung der Kita mit in den Blick nehmen. Oder unternehmen Sie einen kleinen Ausflug und halten Sie dabei alles an Werbung und Produktlogos fest, was sie unterwegs finden!

Die Ergebnisse können anschließend zusammengetragen werden:

  • Welche Symbole, Logos und Marken haben die Kinder gefunden? Welche davon kennen sie? Welche davon sind ihnen eventuell besonders oft unter die Augen gekommen?
  • Wie viele Werbeplakate haben sie gefunden? Wofür wird am meisten geworben? Lebensmittel, Parfüm, Kleidung, …?
  • Welche dieser Marken kennen die Kinder auch von zu Hause? Wer kauft diese Sachen und wofür?


Ein eigenes Kita-Logo entwickeln

Schöne bunte Formen und Farben machen Kindern Spaß. Werden Sie mit den Kindern kreativ und entwickeln Sie Werbung, ein Logo für die eigene Kita. Ob für die gesamte Kita, Ihre Gruppe oder einen Jahrgang: Kinder sind leidenschaftliche Maler und Bastler und denken sich gern etwas aus. Lassen Sie der Kreativität der Kinder freien Lauf und lassen Sie sie ihre Ideen malen und basteln.
Vorab können Sie auch die Ideen anhand bekannter Marken und Logos zusammentragen und fragen, was den Kleinen besonders gut gefällt und warum.
Anschließend können Sie versuchen, einen Konsens für das eigene Logo zu finden, indem Sie Fragen stellen:

  • Welche Farben soll das Logo haben?
  • Welche Form soll das Logo haben? Soll es rund, kreisförmig, eckig sein?
  • Was soll das Logo beinhalten? Sollen die Initialen der KiTa darin vorkommen, soll eine bestimmte Figur oder Form zu sehen sein?


Finden Sie heraus, was die Kinder in der Kita besonders mögen. Sie können gegebenenfalls auch mehrere Logos entwickeln. Ist das Design vollendet, steht der Veröffentlichung nichts mehr im Wege. Ob als Briefkopf auf das Kitapapier, als Aufnäher für Kleidung, Sticker/ Aufkleber oder Banner für die Eingangstür, als Hintergrundbild am Computer oder auf Tassen in der Küche – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig!
 
Computerspiele testen

Dass Produkte womöglich nicht immer so sind, wie die Werbung sie präsentiert, ist eine Erfahrung, die man irgendwann mal macht. Im Zuge von Crossmarketing werden z.B. Produkte mit den Helden der Kinder aus Film und Fernsehen entwickelt, um die Bindung der Kleinen an ihre Lieblingsfiguren auszunutzen und so die Verkaufschancen zu erhöhen. So kommen dann zur Zeichentrickserie alsbald schon Spielsachen, Kleidung oder Frühstücksflocken dazu. Auch Computerspiele, welche die Lizenzen bekannter Marken aufgreifen, sind seit vielen Jahren üblich. Nicht alle dieser Spiele zeichnen sich durch eine hohe Qualität oder einen umfangreichen Spielspaß aus.
Lassen Sie die Kinder selbst zu Spieletestern werden. Entscheiden Sie sich mit den Kindern für ein oder zwei Spiele und testen Sie sie gemeinsam! Lassen Sie dazu am besten immer Gruppen von zwei bis drei Kindern gleichzeitig an den Computer und begleiten Sie sie dabei. Sie können die Kinder dabei animieren, das Spiel kritisch zu beäugen.
Stellen Sie zwischendurch Fragen, was ihnen an dem Spiel gefällt, was nicht, ob es optisch ansprechend ist, ob es fair oder zu schwer ist, abwechslungsreich, oder womöglich sogar langweilig. Woran liegt das? Kennen sie womöglich andere, ähnliche Spiele, die ihnen aber besser gefallen? Versuchen Sie den Kindern dabei zu helfen, auszudrücken, was ihnen gut oder weniger gut gefällt, aber bleiben Sie möglichst neutral und wenig suggestiv. Die Kleinen werden schon selbst merken, ob das Spiel etwas taugt oder sich eher als Mogelpackung entpuppt. Indem sie sich als „Produkttester“ versuchen, lernen sie, eine kritische Haltung einzunehmen, ein Produkt reflektierter zu beurteilen und sie können dabei möglicherweise wertvolle Erfahrungen sammeln, dass nicht automatisch alles toll sein muss, was bekannte Figuren auf der Packung trägt.
Nutzen Sie als Spieletest auch unser Material und die Testbögen.

Malen, basteln, spielen, sprechen: Vertrauen und Zugehörigkeit schaffen
Bilderkarten: positiv - negativ

Die meisten deutschen Kinder kennen Krieg glücklicherweise nur aus zweiter Hand, z.B. aus Erzählungen, Büchern, Fernsehen und Radio. Für viele der Kinder, die neu in diesem Land sind, sind Pistolen jedoch mehr als nur Spielzeuge. Sirenen haben für sie eine ganz andere Bedeutung als für uns, lösen vielleicht Angst- und Fluchtreaktionen aus.

Ihr Erfahrungshorizont unterscheidet sich zum Teil bedeutend von dem der Kinder aus Deutschland. Daher kann es vorkommen, dass sie anders – unsicher, verängstigt und zurückhaltend – auf manche Dinge reagieren. Sie verstehen noch nicht, dass sie in der Kita sicher sind und keine Angst mehr haben müssen. Es ist wichtig, Kinder dabei zu unterstützen, Zutrauen zu sich und ihrer neuen Umgebung zu entwickeln und Kontakte mit anderen zu schließen. Hierbei können gemeinsames Spielen, Basteln, mediales Gestalten, aber auch Lockerungs- und Entspannungsmaßnahmen, Puppen, Tiere und Ausflüge in die Natur helfen, um das Eis zu brechen. Um mit Kindern in einen Austausch zu kommen, können Sie sie anregen zu malen, zu basteln und zu fotografieren, z.B. zu Themen wie „Das macht mir Freude! / Davor hab ich Angst!“. Als Anregung nutzen Sie dazu unser Material: Das bin ich und unsere Bildkarten.


Es geht darum, für die Neuankömmlinge Stress und Anspannung abzubauen, ihre Kontaktfreudigkeit zu erhöhen und eine Stärkung ihres Selbstvertrauens zu bewirken
. Das schafft man am besten, indem man sie nicht gesondert behandelt. Natürlich brauchen die Kleinen erst einmal eine gewisse Zeit, um sich in ihren neuen Alltag einzugewöhnen, doch in der Regel suchen sie vor allem Freunde und Freundinnen und eine Gruppe, zu der sie dazugehören können. Also sollten sie auch als Teil einer Gruppe behandelt werden! Hat man es mit schwer traumatisierten Kindern zu tun, ist eine professionelle Hilfe und Begleitung jedoch unabdingbar.
Für die Verständigung mit zurückgezogenen und traumatisierten Kindern können Sie einen wichtigen Beitrag leisten, indem Sie mit einfacher Sprachvermittlung versuchen, eine Brücke zu bauen. „Ich bin… Du bist…“ – „Das ist meine Nase. Das ist deine Nase.“ Unterstützen Sie die Sprache mit Gesten und Fingerzeigen. Solche Gespräche bestätigen die Identität des Kindes und können ihm dabei helfen, sich zu beruhigen und auf Sie einzulassen.
 

Entspannung durch Atem- und Körperübungen fördern

Entspannungstechniken lassen sich in einfachen Spielen umsetzen. Sie können zum Beispiel mit den Kindern zusammen herausfinden, wer am längsten auspusten kann. Oder wer wohl am längsten gähnen oder wer sich am besten recken und strecken kann! Dies sind Möglichkeiten, die nervösen und angespannten Kindern helfen können, sich zu lockern und sich auf ihre Umgebung und Mitmenschen einzulassen. Solche Spiele können Freude machen und zu spontanem Lachen führen, was sehr gut und wichtig ist, schließlich signalisiert Lachen eine positive Einstellung und Zuwendung!
 

Anregungen für weitere Gruppenspiele zur Arbeit mit Körper, Atmung und Nähe

Atmen mit dem Luftballon: Alle Kinder legen sich auf den Boden und platzieren einen aufgeblasenen Luftballon auf ihrem Bauch. Zu ruhiger Musik wird dann entspannt tief ein- und ausgeatmet. Durch das Heben und Senken des Ballons nimmt man die Atmung bewusster wahr.

Telegrafieren: Die Kinder setzen sich hintereinander in eine Reihe. Das Spiel funktioniert wie „Stille Post“, jedoch mit Bildern oder Worten, die man mit dem Finger auf dem Rücken des Kindes vor einem malt. Beim vordersten Kind angekommen wird das erkannte Motiv dann mit der Ursprungsbotschaft verglichen.

Stopmotion: Alle Kinder bewegen sich zur Musik frei durch den Raum. Wenn Sie die Musik stoppen, verharren alle in ihrer augenblicklichen Position, bis Sie die Musik wieder weiterlaufen lassen.

Spots in Movement: Alle Kinder bewegen sich zu Musik frei durch den Raum und tun, was sie wollen. Sobald Sie die Musik unterbrechen, stellen Sie eine leichte Aufgabe, die alle Kinder sofort ausführen müssen, zum Beispiel jemandem die Hand  geben, eine bestimmte Geste ausführen, hochspringen, auf einen Gegenstand klettern, usw.

Hörbuch / Geschichte mitgemacht: Dafür setzen Sie sich mit allen Kindern in einem Kreis zusammen. Sie können entweder ein Hörbuch, das Sie kennen, abspielen oder selbst eine Geschichte erzählen. Sie können dabei mit den Kindern die Handlung „mitspielen“, indem Sie Dinge, die passieren, mit Bewegungen und Geräuschen untermalen, z.B. indem sich alle auf die Beine klopfen, wenn die Hauptfigur läuft oder mit Papier rascheln, wenn ein Lagerfeuer entzündet wird, usw.

Such-Spiel: Hierfür werden jeweils zwei Karten mit dem gleichen Motiv ausgeteilt, z.B. eine Handlung, ein Tier oder ein Gegenstand. Durch das Ausspielen der entsprechenden Motive müssen die Kinder ihren jeweiligen Partner finden. Haben sich alle gefunden, werden die Karten neu durchgemischt.

Gordischer Knoten: Zuerst werden zwei Freiwillige ausgewählt, die den Raum verlassen. Danach beginnt der Rest der Gruppe, sich zu verknoten, indem jeder die Hände von jemand anderem ergreift. Man darf auch über die Arme anderer steigen. Wichtig ist dabei, sich nicht loszulassen oder umzugreifen, weil der Knoten sonst ggf. nicht wieder aufgelöst werden kann! Nachdem die Kinder fertig sind, versuchen die Freiwilligen nun, den Knoten wieder zu entwirren.
 
Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken: Darüber freue ich mich / Davor habe ich Angst

Kulturelle Vielfalt ist eine tolle und vor allem spannende Sache! Verschiedene Kulturen bringen unterschiedliche Bräuche, Geschichten, Essgewohnheiten und noch vieles mehr mit. Da die Welt heutzutage immer kleiner wird, ist es wichtig, den Kindern nicht nur zu zeigen, dass es normal ist, täglich mit Menschen aus anderen Kulturen zu tun zu haben, sondern dass wir uns trotz unserer verschiedenen Herkunft auch in vielen Dingen ähneln. Aber vor allem,dass jeder eine ganz individuelle und eigenständige Persönlichkeit ist!
Um Kinder mit ihrer Kita-Gruppe vertraut zu machen, Gemeinsamkeiten, aber auch spannende Unterschiede zu entdecken, können sie Bilder gestalten, z.B. zum Thema „Darüber freue ich mich.“ oder „Davor hab ich Angst.“ Mit unseren dazugehörigen Bildkarten können Sie die Kinder anregen  Plakate zu gestalten.
Zudem können Sie diese Bilder nutzen, um die Sprache bei Kindern zu fördern:

  • „Welches Tier / welcher Gegenstand ist auf dem Bild zu sehen?“
  • „Welches Geräusch macht das Tier / der Gegenstand auf dem Bild?“
  • „Wo findet man das Tier / den Gegenstand in der Kita, zu Hause, im Garten?“


Ebenso können die Kinder die Plakate mit Text, (selbstgemachten) Fotos und selbst gemalten Bildern füllen. Dies stellt eine tolle Möglichkeit dar, sich vorzustellen und auszudrücken – selbst, wenn sie sich mit der deutschen Sprache noch schwer tun!
Drucken Sie den Kindern unsere Vorlage aus. In eine Spalte werden die Dinge eingetragen, welche die Kinder mögen und sie glücklich machen, in die andere tragen sie ein, was ihnen Angst macht. Jedes Blatt kann mit einem Foto oder Namen personalisiert werden. Je nachdem, was Sie für besser halten, können Sie die Kinder diese Aufgabe allein oder in kleinen Gruppen bearbeiten lassen. Manche Kinder machen so etwas lieber in Ruhe für sich, andere wären allein vielleicht überfordert, sodass sie Betreuung benötigen.
Für die Aufgabe bietet es sich an, ein paar Bilder als Vorlagen vorzugeben (z.B. Spinnen, Katzen, Regenwolken oder Arztspritzen) – das macht es den Kleinen leichter, sich in die Aufgabe einzufinden und kann sie zu weiteren Ideen und Einfällen anregen. Achten Sie darauf, genug freie Blätter parat zu haben, falls die Kinder eigene Motive malen möchten. Das Spannende an dieser Übung ist, dass die Kinder viele verschiedene Eindrücke voneinander gewinnen können und vielleicht auch mehr über sich selbst erfahren. Vielleicht merken sie, dass sich jeder vor Spinnen fürchtet. Aber es kann auch überraschend sein, wenn manch einer vielleicht keine Angst davor hat oder sie sogar interessant findet! Es kann die Kleinen aber auch für die verschiedenen Lebenssituationen und Erfahrungshorizonte der anderen Kinder sensibilisieren. Vielleicht lernen die einheimischen Kinder dadurch, dass Hubschrauber oder Wasserpistolen – für sie lustige Spielsachen – von manch anderen als bedrohlich empfunden werden und ihnen Angst machen, weil sie diese mit anderen Assoziationen verknüpfen.


Sie können diesen Prozess unterstützen, indem Sie Gesprächsanregungen zu den Bildern anbieten:

  • „Was war dein schönstes Erlebnis?“
  • „Warum hattest du davor Angst?“
  • „Wer war mit dabei?“


Bei älteren Kindern bietet sich es an, die Kategorien der Tabelle durch weitere Gefühlskarten zu erweitern. Über den unten angegebenen Link bieten wir weitere Emotionen wie „das finde ich eklig“ oder „das macht mich traurig“ an, mit denen die Kinder ihre Gefühle differenzierter ausdrücken können und sich so vielleicht noch weitere Gesprächsdynamiken eröffnen.
 

Steckbrief: Das mache ich gern

Ebenso können Sie die Kinder anregen, sich damit zu beschäftigen, was sie gern spielen – drinnen, draußen, was sie sich gern ansehen und anhören.
Nutzen Sie dafür ebenso unser Material als Vorlage:


Anregung:
Hängen Sie die Steckbriefe mit den Fotos und Namen der Kinder in der Kita aus und nutzen Sie diese später bei Elternnachmittagen, um mit den Eltern ins Gespräch zu kommen.

Mitbestimmung und Partizipation von Kindern ermöglichen

In den frühen Jahren werden Entscheidungen häufig über den Kopf der Kinder hinweg getroffen. Oder Eltern versuchen, ihren Kindern jeden Wunsch von den Augen abzulesen und umzusetzen. Kinder brauchen Räume, in denen sie selbst etwas zu sagen haben. Und zugleich sollten sie lernen, in Gruppen Meinungen zu äußern und auszuhandeln. Denn: Wie man diskutiert, wie man Entscheidungen trifft, wie man sich einigt und Kompromisse schließt, all das lernt man nur durch eigenes Handeln und Üben. Partizipationsfähigkeit muss in der Praxis erworben werden. Dabei kann die Kita helfen, indem sie immer wieder Möglichkeiten schafft, in denen sich die Kleinen mit einbringen können. Das ist deshalb so wichtig, weil partizipative Bildung viele verschiedene Kompetenz- und Bildungsbereiche stärkt und den Kindern zu einer starken Persönlichkeit verhilft. Gleichzeitig wachsen sie so in demokratische Strukturen hinein und lernen, ihre Wünsche und Interessen zu vertreten und auf faire Weise auszuhandeln.

Medien wie Fotos, Videos oder Audioaufnahmen können dabei als Ausdrucksmittel unterstützen. Durch Fotos beispielsweise kann sich jedes Kind ausdrücken, auch solche, die sich sprachlich noch nicht so klar äußern können oder die sich schwer tun, etwas offen anzusprechen.

Fotos und Bilder zur Mitbestimmung nutzen:

Das finde ich gut in meiner Kita! Das würde ich gern ändern!
Lassen Sie die Kinder z.B. fotografieren, was ihnen besonders gut an der Kita gefällt oder was ihnen nicht so gut gefällt. Die Bilder können als Anregung dienen, Dinge in der Kita zu verändern wie z.B. eine neue Raumgestaltung, andere Essensregeln oder eine kreative Umgestaltung des Außenbereichs.
Ebenso können Bilder und Fotos ein tolles Mittel dafür sein, vereinbarte Regeln anschaulich festzuhalten und sich immer wieder in Erinnerung zu rufen.
Und das Gestalten der Fotos macht obendrein ja auch Spaß! So können beispielsweise Regeln über den richtigen Umgang miteinander in einer Spieleecke, mit beliebtem Spielzeug oder am Computer anhand leicht verständlicher Visualisierungen aufgehängt werden.


Beispiele für Fotos und ihre Symbolik:

  • Hände unterm Wasserhahn waschen: Nur mit sauberen Händen an den Computer!
  • Zeigefinger vor dem Mund: Hier ruhig sein!
  • Kind, das Schuhe ins Regal stellt: Hier kommen die Schuhe hin!
  • Herumspringende Kinder: Hier darf getobt werden!

Entwickeln Sie mit den Kindern die Regeln und überlegen Sie, welche Fotos dafür gemacht werden sollen und wie sie umgesetzt werden können. Sie können selbstverständlich auch mit Symbolen, gemalten Bildern, Verkleidungsutensilien oder Spielzeug arbeiten und somit die Fotos interessant gestalten. Sammeln Sie gemeinsam mit den Kindern die Ideen.

  • Welche Regeln gibt es bereits in der Kita, die man gut mit Bildern darstellen könnte?
  • Wo braucht es noch weitere Regeln bzw. welche werden immer wieder vergessen?

Manche Themen lassen sich auch in verschiedenen Foto-Szenen in Form eines kleinen Posters umsetzen.


Ein paar weitere Ideen für Ihre Projekte:

  • So gehen wir in der Kita miteinander um…
  • Diese Regeln haben wir in unserem morgendlichen Gesprächskreis: z.B. Man lässt in Ruhe ausreden und hört zu. Man verspottet niemanden für seine Meinung.
  • Was darf ich im Spielzimmer? Was nicht?
  • Wie wasche ich mir die Hände?
  • Wir verhalte ich mich in der Küche?


Die fertigen Bilder können anschließend als Bilderreihe an einer Wand oder dem jeweiligen Raum aufgehängt werden.


Selbstverständlich können Sie dies auch mit anderen Themengebieten verknüpfen, wie z.B.:

  • Wie backe ich einen Kuchen und was braucht es dafür?
  • Wie ziehe ich aus Samen eine Pflanze/Kresse/Avocado hoch?
  • Wie bastele ich eine Laterne?

Die Kinder lernen, sich durch den Einsatz von Medien auch kreativ mit Inhalten auseinander zu setzen und erleben so eine aktive Teilhabe an der Mitgestaltung der Kitaumgebung.
Anregungen, wie Sie die Kamera in den Kita-Alltag einführen und kreativ nutzen können, finden Sie auch in dem Newsletter: Kreativ mit Kamera & Co.

Licht ins Dunkel bringen

Den ganzen Tag nehmen Kinder über ihre Augen verschiedenste Eindrücke auf. Neugierig studieren sie ihre Umwelt und lernen dabei, Objekte anhand bestimmter Merkmale zu erkennen und zu sortieren. Dabei ist Licht für die optische Wahrnehmung besonders wichtig, weil es unseren Augen hilft, Formen, Figuren und Farben besser zu erkennen. Ohne Licht wirkt alles irgendwie grau. Man könnte also sagen, dass erst das Licht unser Leben so bunt und interessant macht. Testen Sie das mit den Kindern mal, indem Sie verschiedene farbige Gegenstände zusammentragen. Führen Sie die Objekte alle einmal in der Runde herum und halten Sie die Namen und Farben fest.

 

Dabei können Sie mit passenden Fragen auch Gesprächsanregungen liefern:

  • Was ist eure Lieblingsfarbe?
  • Welche Farben benutzt ihr am liebsten zum Malen?
  • Welche Farben passen gut zusammen und welche nicht?
  • Kennt ihr besonders bunte Tiere?
  • Welche Dinge fallen euch ein, die dieselbe Farbe haben?

 

Bringen Sie die Sachen danach in einen abgedunkelten Raum und vergleichen Sie: Hat sich die Erscheinung der Gegenstände verändert? Lassen Sie die Kinder überprüfen, welche Farben man besser sieht und welche sich nur noch schlecht erkennen lassen. Woran könnte das liegen?
Interessant wäre auch zu schauen, wie die Gegenstände unter buntem Licht aussähen. Wirken die Farben unter rotem oder blauem Licht genau gleich oder hat sich etwas verändert? Auf diese Weise wird deutlich, dass unser Farbempfinden ganz entscheidend davon abhängt, in welches Licht wir die Dinge tauchen.
 

Welche Farbe hat das Licht?
Normales Licht erscheint für uns in der Regel farblos oder weiß. Mit einem einfachen Versuch lässt sich jedoch zeigen, dass sich mehr dahinter verbirgt!
Sie können dies mit zwei Methoden leicht demonstrieren:

  • Verwenden Sie die die silberne Unterseite einer CD als Lichtspiegel, indem Sie einfallendes Licht auf eine Oberfläche, z.B. eine Tischplatte oder ein Blatt Papier, reflektieren lassen.
  • Füllen Sie ein Glas mit Wasser und beleuchten es aus einer bestimmten Richtung.

In beiden Fällen wird man auf der Oberfläche darunter bunte Lichtreflexionen erkennen! Die Kinder erleben so, dass Licht in Wirklichkeit aus vielen verschiedenen Farben besteht, die zusammengemischt für uns nur weiß aussehen. Mit diesen Tricks jedoch kann man die einzelnen Farben voneinander trennen und sichtbar machen. Dieses Phänomen bezeichnet man als „Lichtbrechung“!

Nach diesem Prinzip entstehen übrigens auch die beliebten Regenbögen: Während eines Regenschauers bricht das Wasser in der Luft das Sonnenlicht in seine einzelnen Farbbestandteile auf und macht sie so sichtbar. Wir erkennen Farben im Dunkeln also so schlecht, weil wir die Farben des Lichts brauchen – ohne sie sehen wir buchstäblich schwarz.
 

Ein Kaleidoskop basteln
Spielereien mit schönen Formen und Farben faszinieren schon von klein auf. Mit ein paar Materialien und Ihrer Hilfe können sich die Kinder selbst eine Freude machen und ein tolles Kaleidoskop basteln! Hierfür braucht man neben einer Schere und Klebefilm nur etwas Glanzpappe oder alternativ Spiegelfolie und Pappkarton, ein wenig Frischhaltefolie, dazu noch Paus- oder Pergamentpapier und natürlich kleine bunte Dinge, die man in das Guckrohr hineinfüllen kann.
Mit einem Papprohr, zum Beispiel einer Chipsdose, kann man das Ganze am Ende noch ordentlich robust machen!


Und so geht’s:
Schneiden Sie als erstes die Glanzpappe in den Maßen 120x200mm aus und zerteilen diese danach in drei gleich breite Streifen von jeweils 40mm. Wenn Sie lieber Spiegelfolie verwenden, schneiden Sie vorher den stabilen Pappkarton als Unterlage in denselben Maßen aus und kleben die Folie anschließend darauf. Legen Sie die drei Streifen nebeneinander und kleben Sie sie mit Klebefilm zusammen. Achten Sie dabei darauf, ein bisschen Platz zwischen den Teilen zu lassen, da man diese jetzt in eine dreieckige Form umklappen muss. Kleben Sie nun alles vorsichtig zusammen.
Als nächstes spannen Sie über ein Ende des Rohrs die Frischhaltefolie und kleben sie an den Seiten fest. Jetzt ist das Prisma fast fertig! Für das Endstück brauchen Sie ein kürzeres, etwas breiteres Dreieck. Die Maße 140x30mm sollten passen. Falten Sie auch dieses Stück wieder zusammen und schieben es dann etwa einen Zentimeter auf das mit der Frischhaltefolie bespannte Ende des Guckrohrs.

 

Nun können Sie die bunten Sachen hineinfüllen! Dazu eignet sich fast alles, was klein und farbig ist, zum Beispiel Perlen oder Pailletten. Achten Sie aber darauf, nicht zu viel hineinzufüllen, da die Teilchen beim Drehen genug Platz haben müssen, um sich zu bewegen! Überkleben Sie das Endstück nun mit etwas Paus- oder Pergamentpapier, damit später genug Licht hindurchscheinen kann. Für das noch offene Ende schneiden Sie einfach ein Stück Karton aus, das groß genug ist, um das Loch zu überdecken. Stechen Sie mit einer Schere oder einem Cutter ein kleines Guckloch hinein. Wenn Sie das Kaleidoskop haltbarer und griffiger machen wollen, können Sie es zum Schluss in eine Chipsdose hineinlegen. Stopfen Sie diese mit etwas Papier aus, falls das Guckrohr darin beim Drehen herumrollt.

 

Nun ist das Kaleidoskop fertig! Halten Sie es gegen eine Lichtquelle und lassen Sie die Kinder durchschauen. Durch die Spiegelungen an der Innenseite wird das Licht mehrfach reflektiert und die bunten Objekte vervielfacht.
Wenn das Kaleidoskop auch von außen hübsch aussehen soll, können die Kinder es zusätzlich mit buntem Bastelpapier verzieren.

 

Weitere Anregungen:

Sprachanlässe durch Bilder und Geschichten – über Medien reden

Visuelles Material bietet die Möglichkeit, Beobachtungen in Worte zu fassen. Durch Lieder und Hörspiele erweitern Kinder Sprachkenntnisse, indem sie zuhören und ausprobieren.
Der Einsatz von Medien wie Fotos, Bilderbücher, Hörspiele und Musik kann diesen Prozess vor allem dann unterstützen, wenn die Kinder ermutigt werden, sich mit dem Gesehenen und Gehörten sprachlich und spielerisch auseinanderzusetzen. Dies fördert die Phantasie der Kinder und aktiviert sie, Sprache auszuprobieren und neue Begriffe kennenzulernen. Insbesondere im Alter von 2 bis 3 Jahren machen die meisten Kinder enorme Fortschritte in ihrer Sprachentwicklung. Sie probieren die Wirkung von Wörtern aus, reichern täglich ihren Wortschatz an, formulieren Kurzsätze und gehen ihrer Neugier durch immer wieder neue Fragen nach.
Sie lernen Gespräche zu führen und Beobachtungen, Beziehungen, Gefühle, Wünsche, Fantasien und Verhalten in Worten auszudrücken. Diese Entwicklung kann bei Kindern sehr unterschiedlich sein. Um alle in dieser Entwicklung zu unterstützen und zu begleiten, ist es wichtig, Kindern immer wieder neue Sprechanlässe zu bieten und sie anzuregen sich auszudrücken.
Nutzen Sie unser Bildmaterial und regen Sie die Kinder an über die Bilder zu sprechen und in Austausch zu kommen.
 

Folgende Fragen können hilfreich sein:


Zu dem Bild-Material: Medienerziehung von Anfang an!

  • Was schaut sich das Kind mit dem Vater im Fernsehen an?
  • Was schaut ihr zu Hause im Fernsehen?
  • Was liest der Opa dem Mädchen vor?
  • Was lest ihr zu Hause? Was ist dein Lieblingsbuch?
  • Wie könnten die Kinder auf dem Bild heißen?
  • Was schauen sich die Mutter mit dem Kind auf dem Handy an?
  • Zu welcher Musik tanzen die Kinder auf dem Bild? Tanzt du auch manchmal?
  • Welche Geschichte/Musik hörst du gern?

 
Zu dem Wimmelbild:

  • Welches Geräusch macht der Hund?
  • Was sagt der Mann am Telefon?
  • Welches Geräusch macht der Krankenwagen? Und das Schiff?
  • Was machen die Kinder am Computer?
  • Wer sitzt bei euch manchmal am Computer?
  • Durftest Du auch schon mal an den Computer/an das Tablet/Handy? Was hast Du da gemacht?
  • Warum sitzen die Kinder am Tisch? Was ist Dein Lieblingsessen?

 
Zu dem Haus „Medien bei uns zu Hause“:

  • Was spielen die Kinder?
  • Was fotografiert das Mädchen?
  • Was macht der Junge auf dem Bett?
  • Wie könnten die Kinder heißen?
  • Wozu tanzt der Junge?
  • Was machen die Kinder am Computer?
Kurz und knapp – Trickfilmgeschichten entwickeln

Sprachanlässe zu fördern, Geschichten zu entwickeln und die Kinder anzuregen ihre Erlebnisse, Gefühle und Gedanken mitzuteilen gehört zu den Kernaufgaben im erzieherischen Bereich. Das findet sich auch in den Bildungsvereinbarungen im Bereich „Sprache und Kommunikation“ wieder. Die Freude daran, sich sprachlich auszudrücken wird besonders dann geweckt, wenn die Kinder ihre eigenen Interessen und Themen einbeziehen können — und dazu gehören auch ihre medialen Erfahrungen. Die Entwicklung einer gemeinsamen Geschichte für einen Trickfilm kann beispielsweise so ein Anlass sein. Werden Kinder angeregt, sprudeln viele vor Ideen über. So phantastisch die Geschichten auch sein mögen, sie geben stets auch Einblick in die Erfahrungen, Gefühle und das Denken der Kinder. Doch wie schafft man es, die vielen Ideen insbesondere für einen Trickfilm zu einer Geschichte zusammenzustellen?


Anregungen, wie Sie die Ideen der Kinder bündeln können:

1. Auswahlmöglichkeiten vorgeben und Entscheidungsfragen stellen:
Geben Sie den Kindern Auswahlmöglichkeiten vor, so dass sie sich zwischen zwei Alternativen entscheiden können, wie z.B. „Wo soll die Geschichte stattfinden? – Im Wald oder unter Wasser?“

2. Anknüpfen an Themen und aktuelle Kitaprojekte (z.B. Farben, Freundschaft, Tiere):
Geben Sie das Thema der Geschichte vor, wenn es z.B. zu einem aktuellen Kita-Projekt passt. Die Kinder haben sich dann schon mit dem Thema beschäftigt.

3. Anknüpfen an bestehende Geschichten und Bücher aus der Kita:
Nicht alle Geschichten müssen neu erfunden werden. Nutzen Sie z.B. Geschichten oder Bilderbuchgeschichten, die Sie mit den Kindern bereits gelesen haben bzw. die die Kinder kennen. Lassen Sie die Kinder für diese Geschichten ein anderes Ende oder einen neuen Anfang entwickeln. Sie können gemeinsam auch eine Stelle aus dem Buch auswählen und diese verfilmen. Oder verschiedene Gruppen entwickeln unterschiedliche Teile. Basteln Sie dazu mit den Kindern die Kulissen und Figuren. Evtl. haben die Figuren keine äußerliche Ähnlichkeit mit den Figuren aus der Geschichte, zeigen aber schön, wie die Kinder die Figuren sehen und wahrnehmen. Lassen Sie die Kinder dann einen Teil der Geschichte verfilmen. So lernen die Figuren aus dem Lieblingsbuch zu „laufen“.

4. Anknüpfen an Lieblingsfiguren, Fernsehsendungen oder Spielzeug der Kinder: Die meisten Kinder entwickeln mit der Zeit eine Vorliebe für ein bestimmtes Kuscheltier, eine Figur aus den Medien, die sie entweder selbst im Fernsehen gesehen haben oder von denen sie über andere Kinder oder ältere Geschwister gehört haben. Diese Figuren können Vorbilder sein, mit denen sich Kinder stark identifizieren. Sie geben ihnen Orientierung und Handlungsoptionen. Lesen Sie dazu weiter in unserem Newsletter „Helden geben Orientierung“. Nutzen Sie diese Figuren, um sie Teil der Handlung werden oder sie eine Hauptrolle spielen zu lassen. Die Kinder können dann rund um diese Figur überlegen, welche Abenteuer sie erlebt. Evtl. gibt es auch in Ihrer Einrichtung ein Maskottchen oder eine Figur als Symbolträger für Ihre Einrichtung, die ebenso als Hauptfigur fungieren kann. Für Trickfilme eignen sich auch Figuren oder Szenarien wie Playmobil oder Lego.

5. Hauptfigur festlegen und Geschichte dazu entwickeln lassen: Selbstverständlich können Sie sich mit den Kindern auch selbst eine Figur ausdenken, welche die Hauptrolle in der Geschichte spielen soll. Ob frei erfunden oder festgelegt: Überlegen Sie dann gemeinsam mit den Kindern, welche Eigenschaften diese Figur hat und was die Figur erleben soll.

6. Beschränken Sie sich am Anfang auf einfache Handlungen, die zum Beispiel in 30 bis 45 Sekunden Film zu erzählen sind. Ein Beispiel: Zu sehen ist ein leeres dunkles Haus von innen, plötzlich spukt es, alle Sachen geraten durcheinander und der Besitzer taucht auf: „Was ist denn hier los?“ Oder eine Bärenfamilie macht Picknick, die Eltern arrangieren alles ordentlich und entfernen sich, um noch etwas zu holen und die Kinder bringen alles durcheinander.

Nutzen Sie auch die Anregungen aus unserem Newsletter „Sommerzeit – Ferienzeit – Medienzeit? Eine Zeit voller Geschichten“, um das Thema Geschichtenentwicklung zu vertiefen.

Sie erhalten hier Ideen, wie Sie mit Kindern eine Geschichte entwickeln, ein Storyboard erstellen und dies nutzen können, um ein Hörspiel zu erstellen. Die Anregungen lassen sich auch auf Trickfilme übertragen.
 

Vorübungen zum Trickfilm

Mit Kindern ins Gespräch über (Trick-)filme kommen
Kinderfernsehen besteht insbesondere für die jüngere Zielgruppe oft aus Trickfilmen. Kinder kommen also schon früh mit diesem Format in Kontakt. Trickfilme für Kinder sind meist eher kurz, mit kleinen Geschichten, viel Musik und sympathischen Figuren. Kinder fühlen sich davon angesprochen und können auch davon erzählen, was sie gesehen haben.

Mit folgenden Fragen können Sie die Kinder anregen, darüber zu sprechen:

  • Welche Trickfilme kennst und schaust du?
  • Was passiert dort?
  • Was ist deine Lieblingsfigur?
  • Mit wem schaust du Trickfilme?
  • Wie entsteht wohl ein Trickfilm?
  • Wer denkt sich die Geschichten aus?
  • Wie kommen Ton und Geräusche in den Film?


Daumenkino basteln

Ein Daumenkino zu basteln macht Spaß und ist eine gute erste Möglichkeit, den Kindern das Prinzip von (Trick-)filmen zu verdeutlichen. Durch das einigermaßen schnelle Abblättern einer Ansammlung von Bildern entsteht im Gehirn die Illusion einer vollständigen Bewegung. So verstehen die Kinder zumindest ansatzweise, wie die Bilder im Film ablaufen und wie Bewegung entsteht.

Ein Daumenkino können Sie mit den Kindern ganz einfach selbst basteln. Dafür können Sie beispielsweise schon fertige Vorlagen aus dem Internet nutzen oder selbst eine kleine Geschichte kreieren.

Beispiele für Vorlagen:


Wer hat die langsamsten Schuhe

Um den Kindern die Technik des Trickfilms deutlich zu machen, können Sie gemeinsam ein Spiel spielen. Dazu brauchen Sie ein Tablet oder eine Fotokamera. Nun legen Sie zwei Linien in der Kita fest, eine Startlinie und eine Ziellinie. Die Kinder ziehen ihre Hausschuhe aus und bewegen nun die eigenen Schuhe Stück für Stück von der Startlinie in die Ziellinie. Bei jedem Stopp wird ein Foto gemacht. Nach jedem Foto dürfen die Schuhe von den Kindern wieder einmal bewegt werden. Möglichst mit kleinen Bewegungen, denn die langsamsten Schuhe gewinnen das Spiel. Nachdem die Ziellinie von allen Schuhen erreicht wurde, zeigen sie den Kindern die Fotos auf dem Tablet oder in einer schnellen Fotopräsentation.
Fragen Sie die Kinder: Wie kommt die Bewegung in das Bild?

Das nehme ich mit... Das lasse ich hier
Steckbrief: Meine Kita

Die Zeit in der Kita ist für Kinder etwas Besonderes. Sie machen hier ihre ersten Erfahrungen außerhalb von Familie, lernen neue Kinder, neue Spiele und Lieder kennen. Gemeinsam mit den Kindern können Sie zum Schul-Übergang die Kitazeit medial festhalten und reflektieren: Mit der Fotokamera können die Kinder Erinnerungsfotos von ihrer Kita, ihren Freunden, Lieblingsorten, Lieblingsbeschäftigungen aufnehmen. Daraus kann ein selbsterstelltes Bilderbuch, ein Poster oder Erinnerungsalbum entstehen.

 

Eindrücke festhalten

Lassen Sie die Kinder z.B. folgende Fotos machen:

  • Mein Lieblingsort in der Kita
  • Mein bester Freund/meine beste Freundin in der Kita
  • Mit diesen Kita-Kindern komme ich in die Schule
  • Mein Lieblingsspielgerät oder Spiel in der Kita
  • Dinge oder Orte, die ich in der Kita nicht mag
  • Mein schönstes Fest in der Kita
  • Mein tollstes Erlebnis in der Kita

Regen Sie die Kinder an, die Fotos auch aus verschiedenen Perspektiven oder Einstellungen zu knipsen. So erscheinen die aufgenommenen Personen oder Räume noch wirkungsvoller. Die Fotos können zu einem Plakat, einem Fotobuch oder zu Collagen zusammengestellt und durch Zeichnungen, Basteleien oder kurze Infos ergänzt werden.



Mein sinn-voller Steckbrief:

Bei dieser Aktion wird der Körperumriss des Kindes auf ein Poster, ein DIN A3 Papier oder auch ein Flipchart-Poster gemalt. Danach kann das Kind Erinnerungsfotos wie folgt aufkleben oder die Bereiche im Körper ausmalen:

  • Hand: Was gestalte oder spiele ich am liebsten mit den Händen in der Kita?
  • Auge: Was sehe ich am liebsten in der Kita?
  • Ohr: Was höre ich am liebsten in der Kita?
  • Mund: Was esse ich am liebsten in der Kita?/Mit wem spreche ich am liebsten in der Kita?
  • Kopf: Was lerne ich am liebsten in der Kita?
  • Bauch: Was/wo esse ich am liebsten in der Kita? Oder: Das fand ich total witzig, das hat mich mal richtig wütend gemacht
  • Beine: Wo spiele ich am liebsten? / Wo verstecke ich mich am liebsten?
  • Füße: Wo stehen meine Gummistiefel/ Hausschuhe?

Sie können diese Steckbriefe nach Belieben verändern oder erweitern. Die fertigen Plakate der Kinder können in der Kita ausgestellt und in der letzten Kita-Woche von den Kindern mitgenommen werden. Sie können hierfür unseren Steckbrief Meine Kita oder alternativ den Steckbrief: Das bin ich aus unseren Materialien verwenden.



Ein selbstgemachtes Bilderbuch mit Kita-Fotos

Stellen Sie die oben genannten Themen zu einem Bilderbuch zusammen oder lassen Sie die Kinder gezielt zu Aktivitäten und Aktionen fotografieren. So können sie ihre Eindrücke vom gemeinsamen Spielen im Garten oder dem letzten Ausflug „nachbereiten“ und festhalten.

Fotografieren Sie die Kinder bzw. lassen Sie die Kinder sich gegenseitig beim Spielen im Kita-Garten oder bei einer gemeinsamen Exkursion fotografieren. Wählen Sie mit den Kindern die besten 10 Motive aus und drucken Sie die Bilder aus. Anschließend können die Kinder jedes Foto auf ein Blatt Papier (z.B. DIN A5) kleben und die Blätter danach ein laminieren. Legen Sie die entstandenen Fotoseiten aufeinander, lochen Sie diese und lassen Sie die Kinder Schlüsselringe durch die Löcher einführen.  Jetzt ist das Buch mit den Kita-Fotos zum Blättern und Nacherzählen der Erlebnisse fertig. Je nach Möglichkeit können Sie auch ein kleines Fotobuch drucken lassen oder ein fertiges Album kaufen und die Fotos einkleben.

Anregung: Ebenso können die Kinder auch ein gemaltes Selbstporträt anfertigen und dazu Fotos von den Beschäftigungen, Spielsachen, Orten machen, die ihnen wichtig sind, aufnehmen. Dies können auch Fotos sein, auf denen sie nicht selbst zu erkennen sind, aber vielleicht die eigene Hand, ein Fuß, ein Auge etc.

Feste feiern – Sprachen fördern
Wimmelbild

Religiöse Feste in der Kita, wie z.B. das bevorstehende Osterfest, bieten eine gute Gelegenheit, mit den Kindern über verschiedene Kulturen zu sprechen. Wo sind die Kinder schon mit anderen Kulturen und Gebräuchen in Kontakt gekommen? Wie wird gefeiert? Welche Traditionen werden zu Hause gelebt? Neben den unterschiedlichen kulturellen oder religiösen Hintergründen wachsen einige Kinder auch mehrsprachig auf und sprechen zu Hause eine andere Sprache als in der Kita oder mit ihren Freunden. Nehmen Sie dies in der Kita zum Anlass, um verschiedene Sprachen in der Kita aufzugreifen und generell die Sprachentwicklung bei Kindern zu fördern. Wichtig dabei ist auch das bewusste Hin- und Zuhören. Einige Anregungen finden Sie hier.

Als Einstieg zur thematischen Arbeit und Vorübung für das Interview können Sie die folgenden Fragen mit den Kindern besprechen:

  • Was gehört für dich alles zu Ostern?
  • Feierst du mit deiner Familie Ostern?
  • Was macht ihr an den Feiertagen (Gebräuche wie Ostereier färben und suchen)?
  • Was macht euch dabei Spaß?
  • Warum feiert man Ostern?
  • Wenn ihr Ostern nicht feiert, welche Feste feiert ihr zu Hause?
  • Wie feiert ihr diese Feste (besonderes Essen, besondere Deko, Traditionen und „Regeln“)?
  • Welche Feste werden noch gefeiert?


Eventuell können Sie auch schon von diesem Gespräch eine Tonaufzeichnung machen (s.u. Interviewprojekt) oder Sie lassen die Kinder dazu ein Poster mit Collagen erstellen (aus Zeitschriften, Fotos etc.). All dies können Sie z.B. nutzen, um ein eigenes Kita-Fest zu veranstalten, bei dem auch die Vielfalt der Kulturen in Ihrer Einrichtung sichtbar wird und verschiedene kulturelle Traditionen, Gebräuche und Dekorationen Platz finden.


Medien-, Spiel- und Bastelaktionen rund ums Hören

Nicht nur hören, sondern zuhören zu können, ist eine entscheidende Grundlage von sozialer Kompetenz und Medienkompetenz, nicht nur wenn es um Interviews geht. Warum sind Laute in der anderen Sprache anders? Wie entstehen Töne? Wie kommen die Geräusche an mein Ohr? Schnell den Sinn erfassen, konzentriert hören und verstehen – das ist für alle Bereiche des Lebens wichtig. Um die Hörkompetenz der Kinder zu fördern, bieten sich verschiedene Spiele und Übungen an. So lockern Sie die Atmosphäre in der Gruppe auf und es entsteht eine Brücke zu der späteren Aufgabe des Interviews.


Die folgenden Spiele und Übungen zielen darauf ab, den Kindern bewusst zu machen, was die Ohren alles leisten und das Hin- und Zuhören zu schulen.


Schallwellen sichtbar machen

Schallwellen sind eigentlich nur bewegte Luft. Da Luft für unsere Augen unsichtbar ist, können wir die Schallwellen nicht sehen. Aber wir können sie uns vorstellen, sie sehen etwa so aus wie Wellen im Wasser. Alle Wellen, also auch die Klangwellen, bestehen aus Bergen und Tälern, es geht hoch und runter. Ein Ton entsteht durch die Ausbreitung von Schallwellen in der Luft. Im Ohr werden die Schallwellen dann über Schwingungen des Trommelfells weitergeleitet.


So wird’s gemacht:
Sie brauchen eine große Schüssel mit Wasser und ein paar kleine und größere Steine. Ein Kind lässt ein kleines Steinchen in eine Schüssel mit Wasser fallen. Alle Kinder beobachten ganz genau die Wasseroberfläche und können erkennen, wie sich auf dem Wasser Wellen bilden. Besprechen Sie gemeinsam mit den Kindern was sie sehen und erklären Sie ihnen so die Schallwellen.


Bechertelefon basteln

Basteln Sie mit den Kindern ein Bechertelefon, um zu erklären, wie sich Schallwellen weiterverbreiten. Im diesem Fall werden sie über eine Schnur übertragen. Die Schallwellen, die durch das Sprechen in den Becher entstehen, übertragen sich auf den Becherboden. Dabei fängt er an zu schwingen und die Wellen übertragen sich auf die Schnur. Wenn diese straff gespannt ist, kommen die Schwingungen am anderen Ende an und bringen dort wieder den Becherboden zum Schwingen. Die Töne gelangen ins Ohr und werden durch den Hörnerv in Wörter umgewandelt.

Sie können diese Übung auch thematisch einbinden, indem Sie die Kinder verschiedene Varianten durchprobieren lassen, z.B. wie man sich in anderen Sprachen am Telefon meldet (in Türkisch, Russisch, Englisch, usw.).


So wird’s gemacht:
Sie brauchen für ein Bechertelefon 2 Pappbecher, 2 große Holzperlen und 2 bis 3 Meter Paketschnur oder Bindfaden. Durch die Böden der Pappbecher wird mittig ein Loch gebohrt. Durch das Loch wird Paketband gefädelt. Zur Verstärkung wird das Paketband im Inneren des Bechers mit einer Holzperle verknotet. Nun nehmen zwei Kinder jeweils einen Becher des Telefons. Die Kinder gehen weit auseinander, so dass der Faden straff gespannt ist und können experimentieren.


Wimmelposter

Zum Thema Geräusche können Sie auch unser Material Wimmelposter nutzen und mit den Kindern zusammen überlegen, was wir täglich hören und was alles Geräusche erzeugt.

Weitere Ideen für Hör- und Zuhörübungen finden Sie in unserem Newsletter Sommerzeit – Ferienzeit – Medienzeit? Eine Zeit voller Geschichten. Geräusche-Rätsel online gibt es unter anderem hier: Molli und Walli.

Erste Schritte mit dem Computer

Für viele Einrichtungen ist der Computer mittlerweile fester Bestandteil in der pädagogischen Arbeit und bei Projekten. Hier erleben die jüngeren Kinder – auch wenn sie den Computer noch nicht selbst nutzen – den Umgang mit dem PC. Und auch sie wollen sich irgendwann aktiv beteiligen und zeigen Interesse. Für Einrichtungen, die planen, einen Computer in die Kitaarbeit einzuführen, ist es wichtig, dass dies nach und nach gemeinsam mit den Kindern vorbereitet wird. Unterstützen Sie die Kinder dabei, spielerisch den Computer und dessen Möglichkeiten kennenzulernen. Sprechen Sie mit den Kindern über ihre Computererfahrungen, lassen Sie sie verschiedene Computerprogramme spielerisch nachahmen und das technische Knowhow erlernen. Sie werden merken, dass Kinder bereits unterschiedliche Erfahrungen mit dem Computer mitbringen.
Wir geben Ihnen Tipps und Anregungen, mit welchen Spielen und Übungen Sie Kinder an einen Computer heranführen und diesen in ihren Alltag integrieren können.

Bringen Sie zunächst in einem Gespräch mit den Kindern in Erfahrung, wie Computer/Laptops und ggf. Tablets bei Ihnen zu Hause in ihrer Familie und von ihnen selbst genutzt werden. Immer mehr Familien verfügen mittlerweile über Tablets und nutzen diese dann oft gleichwertig zum Computer.

Die folgenden Fragen können Sie als Anregung nutzen, um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen:

  • Wo steht der Computer bei euch zu Hause? Wo wird der Laptop/das Tablet genutzt?
  • Wer aus der Familie nutzt den Computer/den Laptop? Wer nutzt das Tablet?
  • Was machen Mama, Papa, Schwester, u.a. am Computer/Laptop/Tablet?
  • Darfst Du auch den Computer/Laptop/Tablet nutzen? Wenn, ja? Mit wem?


Fragen Sie die Kinder auch gezielt nach ihren persönlichen Computererfahrungen und -vorlieben:

  • Was machst du am Computer/Laptop/Tablet?
  • Was machst du besonders gern?
  • Hast du ein Lieblingsspiel?
  • Mit wem spielst/malst du am Computer/Laptop/Tablet?


Spiel- und Bastelaktionen rund um den Computer :

Der Wunschcomputer
Für Kinder sind Computer wunderbare Alleskönner. Lassen Sie die Kinder deshalb ihren eigenen Wunschcomputer malen oder auch basteln.
Wie soll er aussehen? Was soll er alles können? Den Fantasien der Kinder über die einzelnen Funktionen ihres Wunschcomputers sind dabei keine Grenzen gesetzt. Vielleicht wünscht sich ein Kind einen Computer, der Bonbons produziert und ein anderes Kind malt ein Bild von einem sprechenden Computer mit Armen und Beinen.
Im Anschluss stellt jedes Kind seine eigene Erfindung vor und erläutert, was seinen Computer so besonders macht. So können Sie einerseits die Fantasie der Kinder anregen und andererseits in Erfahrung bringen, was für Funktionen die Kinder mit einem Computer verbinden. Die entstandenen Kunstwerke können Sie anschließend gut nutzen, um den Computer-Arbeitsplatz zu verschönern oder diese in einer Ausstellung in der Kita zu präsentieren und sie als Anregung für weitere Gespräche zu nutzen.

Der begehbare Computer
Basteln Sie gemeinsam mit den Kindern aus einem großen Karton einen begehbaren Computer. Die Kinder können das ganz frei gestalten. Er kann z.B. aussehen wie ein Monitor und über diverse Funktionen wie z.B. einen An- und Ausschalter, einen Schlitz als CD-Laufwerk und eine Tastatur verfügen.
Wenn der Computer fertig ist, kann er selbstverständlich auch genutzt werden. Stellen Sie den Computer dafür einfach auf einen Tisch. Zwei Kinder gehen hinter den Computer und spielen das, was auf dem Bildschirm geschieht.
Die anderen Kinder können dann den Computer bedienen, indem Sie z.B. Befehle über die Tastatur eingeben oder Stifte durch den Schlitz schieben, also eine Malsoftware in das CD-Laufwerk einlegen. Die Kinder können aber z.B. auch ihr Lieblingsspiel nachspielen.
Der gebastelte Computer kann auch nach Einführung des realen Computers in der Kita bleiben, so dass die Kinder die Möglichkeit haben, ihn in ihr freies Spiel zu integrieren.

Medienpädagogik in der Kita: Nicht bloß Technik
Mädchen mit Technik

Medienkompetenz ganz ohne den Einsatz von Medien vermitteln – Wie soll das denn gehen? Ganz einfach, denn Medienkompetenz bedeutet nicht nur, das Bedienen verschiedener Medien zu beherrschen. Medienkompetenz ist vielmehr ein komplexer und vielschichtiger Begriff, hinter dem sich weitere zu fördernde Fähigkeiten und Kompetenzen verstecken. Es geht auch darum, Kinder zur aktiven, kreativen und kritischen Mediennutzung zu erziehen.
Fördern Sie ohne direkten Einsatz verschiedener digitaler Medien die Medienkompetenz der Kinder, indem Sie
mit den Kindern ins Gespräch kommen und ihnen die Möglichkeit geben ihre Medienerlebnisse durch Spielen und durch kreatives Gestalten zu verarbeiten. Gerade in jüngeren Jahren ist es wichtig, dass Kinder Gelegenheit bekommen Gesehenes und auch Gehörtes zu verarbeiten. Zur medienpädagogischen Arbeit gehört neben dem aktiven Ausprobieren verschiedener Medien und dem Gestalten medialer Produkte also auch die Verarbeitung und Reflexion von Medien und ihren Inhalten. Das kann unter anderem in Gesprächskreisen, im freien Spiel oder auf kreative Art beim Malen und Basteln passieren. Sie können die Kinder dabei anregen und unterstützen.

Medien kreativ verarbeiten
Beim Malen und Basteln bekommen Kinder die Möglichkeit ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Und in Bildern drücken Kinder auch häufig das aus, was sie gerade beschäftigt oder was sie nicht unbedingt von sich aus erzählen würden. Die gemalten Bilder der Kinder bieten gute Gesprächsmöglichkeiten.
Lassen Sie die Kinder z.B. ihre LieblingsheldInnen oder auch besonders prägende Fernseherlebnisse malen. Dazu können schöne aber auch weniger schöne Fernsehereignisse gehören. Geben Sie den Kindern anschließend die Möglichkeit über ihre Bilder und die Darstellungen zu sprechen.
In den Gesprächen werden Sie vermutlich einiges über die Kinder und ihre Vorlieben oder negativen Emotionen wie Ängste erfahren. Diese Informationen können Sie auch für ein Elterngespräch nutzen, vor allem wenn ein Kind besonders auffällige Fernseherlebnisse oder -helden malt. Dazu können auch Inhalte gehören, die nicht altersangemessen sind oder anderweitig den Kindern große Angst einjagen. Nutzen Sie diese Malvorlage und die Anregungen aus dem Newsletter Wie Kinder fernsehen.

Über Medien reden
Sprechen Sie regelmäßig mit den Kindern über ihre Lieblingssendungen, -computerspiele, -bücher und -helden. Zeigen Sie Interesse an den kindlichen medialen Vorlieben. Fragen Sie, welche Medien die Kinder wann nutzen und wie das bei ihnen zu Hause genutzt wird. Wird mit der gesamten Familie ferngesehen? Mit wem schaust Du am liebsten fern? Was schaust Du allein?
Als Gesprächsanlass hierfür können Sie z.B. das Bild Medien bei uns zu Hause nutzen. Manchmal regt es Kinder an, wenn solche Gespräche mit Hilfe einer Handpuppe moderiert sind. Lassen Sie sie mit den Kindern über ihre Medienerfahrungen und -vorlieben sprechen. Dabei kann die Puppe dann auch ungezwungen über sich selbst reden: „Ich hab oft Angst, wenn …..“; „Beim Sandmännchen finde ich lustig, wenn…“; „Die Augen halte ich mir zu, wenn…“. Die Kinder werden so angeregt, auch von sich zu erzählen.
Aber nicht nur die medialen Erfahrungen der Kinder können als Gesprächsanlass dienen. Reflektieren Sie mit den Kindern gemeinsam nach einem medienpädagogischen Projekt ihre Empfindungen und Erlebnisse. Haben Sie zusammen mit den Kindern z.B. ein Hörspiel aufgenommen, fragen Sie sie anschließend danach, wie ihnen die Produktion und das Endprodukt gefallen, wie es ist, die eigene Stimme im Hörspiel zu hören und was ihnen besonders viel Freude bereitet hat.

Medien als Gegenstand im Spiel
Kinder greifen im freien Spiel häufig auf ihre Medienerfahrungen zurück.
Sie spielen z.B. ihren Superhelden oder ihre Lieblingsfigur mit den jeweiligen Fähigkeiten und Eigenschaften nach oder greifen Inhalte aus einem Buch, einem Spiel oder einer Fernsehsendung auf. Sie können die Spielfreude der Kinder nutzen, um im Spiel auch angeleitet das Thema Medien aufzugreifen.
Lassen Sie die Kinder z.B. in einer Art Rollenspiel in die Haut ihres Lieblingshelden schlüpfen und lassen Sie sie zusammen eine Aufgabe wie z.B. das Finden eines versteckten Schatzes lösen. Um das ganze authentischer zu gestalten, können sich die Kinder auch mit Verkleidungen und Accessoires äußerlich in ihre Helden verwandeln. Die Lieblingshelden der Kinder oder auch andere mediale Figuren können Sie aber auch zusammen mit den Kindern nachbasteln und so zum Leben erwecken. Die Kinder können diese Figuren dann in ihr Spiel integrieren und so ihre Medienerlebnisse wiedergeben.

Spiele spielen: digital und analog
Erdmännchen spielt Computerspiel

Viele der älteren Kinder haben schon Erfahrungen mit digitalen Spielen gemacht. Denn neben Fernsehen ist auch das Spielen am Computer oder Tablet eine beliebte Beschäftigung. Umso wichtiger ist es, gemeinsam mit den Kindern das digitale Spielen genauer zu erkunden. Das kann auf vielfältige Weise und nicht nur vor dem Bildschirm passieren. In Gesprächen mit den Kindern können Sie z.B. ihre Erfahrungen und Vorlieben erkunden.
Und digitale Spiele können Sie auch ganz einfach in das alltägliche und analoge Spiel der Kinder integrieren. Bringen Sie zunächst in einem Gespräch mit den Kindern in Erfahrung, wann und wie sie Computerspiele nutzen.
So können Sie einen Überblick darüber bekommen, welche Erfahrungen die Kinder aus Ihrer Kita mit digitalen Spielen haben.

Die folgenden Fragen können Sie als Anregung für das Gespräch nutzen:

  • Was spielst Du am liebsten am Computer, auf dem Tablet, an der Konsole?
  • Was gefällt dir daran so gut?
  • Was muss man in deinem Lieblings-Computerspiel machen?
  • Wann spielst du am liebsten ein Computer-/Konsolenspiel?
  • Wie oft spielst du Computer-/Konsolenspiele?
  • Mit wem spielst du Computerspiele?
  • Welches Computerspiel gefällt dir besonders gut?


Ein Computerspiel ausprobieren

Sammeln Sie anschließend gemeinsam mit den Kindern Computerspiele, die sie kennen. Einigen Sie sich zusammen auf ein Computerspiel, das alle in der Kita ausprobieren möchten. Achten Sie dabei darauf, dass die genannten Spiele auch für das Alter der Kinder freigegeben sind. Für Kita-Kinder gilt die Freigabe ab 0 Jahren. Dies ist keine pädagogische,  sondern eine gesetzliche Empfehlung. Informationen dazu finden Sie bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK).

Zum Ausprobieren des Computerspiels benötigen Sie lediglich einen Computer oder einen Laptop und die Software des Spiels.  Zu zweit können die Kinder das Spiel dann in der Kita spielen und ausprobieren. Vereinbaren Sie vorher gemeinsam mit den Kindern Regeln, z.B. die Spieldauer, die möglichst nicht länger als 20 Minuten, also pro Kind 10 Minuten, betragen sollte. Oder Sie passen die Spielzeit sinnvoll an die Struktur des Spiels an, z.B. jedes Kind darf ein Level/ein kurzes Spiel zu Ende spielen. Mit Hilfe eines Weckers können Sie den Kindern auch ein akustisches Signal für das Ende ihrer Spielzeit geben. Verteilen Sie die einzelnen Spielzeiten auf eine ganze Woche. So bekommen alle Kinder die Möglichkeit, das Spiel auszuprobieren.

Informationen und Bewertungen über zahlreiche Computerspiele für Kinder erhalten Sie im Internet beim Spieleratgeber NRW oder Feibel.de. Achten Sie darauf, dass bei Onlinespielen und auch Spiele-Apps Werbung und versteckte Kosten eine Rolle spielen könnten.

Beobachten Sie die Kinder beim Spielen: Wie gehen die Kinder mit der Technik um? Wie reagieren sie auf Spielinhalte? Wie interagieren und kommunizieren sie dabei mit anderen? Wie lösen sie die Probleme und Aufgaben im Spiel? Wobei haben sie Spaß und wann haben sie keine Lust mehr zu spielen?

Besprechen Sie anschließend mit den Kindern das Spiel:

  • Was ist die Geschichte des Spiels?
  • Welche Aufgaben mussten sie erfüllen? Was hat dabei Spaß gemacht? Was war langweilig?
  • Was hat ihnen besonders gut gefallen?
  • Was hat ihnen nicht so gut gefallen?
  • War es ein Spiel mit einer Fernsehfigur? Hatte sie die gleiche Stimme?

 
Ohne Technik nachgespielt – vom Computerspielen angeregt
Einige Computerspiele lassen sich gut nutzen, um die einzelnen Spielideen analog in der Kita nachspielen zu lassen. Überlegen Sie dafür gemeinsam mit den Kindern, welche Elemente und Inhalte dieses Spiels sich für das Nachbauen und Nachspielen besonders eignen.
Da sich viele der Kinderspiele aus mehreren kleineren Spielen bzw. Inhalten zusammensetzen, können Sie auch mit einfachen Mitteln simple Mini-Spiele nachgestalten. Musste man in einem Spiel z.B. Socken suchen und anklicken, können Sie ganz einfach in der Kita Socken verstecken und diese von den Kindern suchen lassen. Oder bauen Sie im Außengelände einen Hindernisparcours auf, wenn die Figur im Computerspiel über Hürden springen musste.

Mit geringem Aufwand können Sie aus dem Nachspielen auch ein richtiges Event gestalten. Lassen Sie die Kinder z.B. die Hauptfigur des Computerspiels nachbasteln. Oder erstellen Sie ein Kostüm zu der Hauptfigur, das sich die Kinder beim Nachspielen anziehen können. Indem Sie z.B. die Zeit der einzelnen Kinder beim Nachspielen stoppen, können Sie die Kinder wie in einem Wettbewerb gegeneinander antreten lassen.

Mit Licht und Schatten experimentieren

Bei Sonnenschein und künstlichem Licht entstehen viele Schatten, die es zu entdecken gibt. Aber wann genau wirft ein Gegenstand überhaupt einen Schatten? Und warum ist ein Schatten manchmal riesengroß und ein anderes Mal klitzeklein? Begeben Sie sich gemeinsam mit den Kindern in das Reich von Licht und Schatten und finden Sie in Spielen und Experimenten die Antworten auf diese Fragen heraus. Lassen Sie die Kinder die verschiedenen Variationen von Schatten entdecken und in kreativen Spielen wie z.B. Schattentheater damit experimentieren.

Bevor Sie loslegen, bietet es sich an herauszufinden, welches Wissen Kinder über Schatten haben und welche Erfahrungen sie damit verbinden. Vielleicht können Sie sich zum Gespräch in einen abgedunkelten Raum setzen und Taschenlampe oder Teelichter als einzige Lichtquellen einsetzen. Experimentieren Sie direkt, indem Sie die Kinder anregen, reihum die Schatten an die Wand werfen zu lassen.

Die folgenden Fragen können Sie als Anregung für ein Gespräch nutzen:

  • Wo habt ihr sonst schon mal einen Schatten gesehen?
  • Wann seht ihr besonders deutliche Schatten?
  • Was braucht man, damit man einen Schatten sieht?
  • Wie kann man einen Schatten selber machen?
  • Hat euch ein Schatten schon mal Angst eingejagt?


An einem sonnigen Tag können Sie gemeinsam mit den Kindern nach draußen gehen und die verschiedenen Schatten erkunden. Und bei schlechtem Wetter begeben Sie sich einfach in Ihren Räumlichkeiten auf Schatten-Suche.
Die Kinder werden schnell herausfinden, dass ein Schatten von Licht erzeugt wird und dann können Sie loslegen und mit verschiedenen Lichtquellen wie z.B. Taschenlampen unterschiedliche Schatten selber erzeugen.
Finden Sie nun gemeinsam heraus, wann ein Schatten groß und wann klein ist und wann die Schatten der Kinder wie Riesen und wann wie Zwerge aussehen. Die „Schattendetektive“ können ihre Funde und Experimente mit einem digitalen Fotoapparat/Tablet festhalten. Daraus kann später auch ein Lernposter entstehen.

Lassen Sie der Kreativität der Kinder freien Lauf und experimentieren Sie mit Licht und Schatten, z.B. bei einem Schattentheater:

Schattentheater
Das Schattentheater ist besonders zum Kennenlernen und Ausprobieren von Schattenbewegungen geeignet. Sie brauchen lediglich eine große Leinwand oder ein großes, helles Leinentuch und eine große Lichtquelle. Damit die Schattenbewegungen gut zu erkennen sind, sollte das Leinentuch fest gespannt sein. Platzieren Sie hinter der Leinwand bzw. dem Tuch eine große Lichtquelle, sodass von der anderen Seite die Schatten gut zu erkennen sind.
Lassen Sie die Kinder zu zweit oder dritt hinter die Leinwand treten und verschiedene Positionen ausprobieren. Wie müssen sie sich z.B. hinstellen, sodass man ihre ausgestreckte Zunge sieht oder ihre Fingerbewegungen?
Die anderen Kinder schauen dabei zu und geben Tipps zu den Bewegungen.
Alternativ können Sie auch gemeinsam mit den Kindern Figuren für das Schattentheater basteln und diese auftreten lassen. Befestigen Sie hierfür einfach die Pappfiguren an einem langen Holzstab und lassen Sie sich die Kinder „auf der Bühne“ hinter einem Tisch verstecken. Die Zuschauer bekommen dann nur die Schatten der gebastelten Figuren zu Gesicht.

Um eine Geschichte für das Schattentheater zu entwickeln, können Sie im Vorfeld gemeinsam mit den Kindern ein Storyboard entwerfen. Nutzen Sie hierfür die Vorlage eines Storyboards, um die Geschichte Schritt für Schritt zu planen.

Schatten und Dunkelheit verbinden Kinder auch häufig mit Monstern, Gespenstern und Angst. Falls die Kinder bei diesen Spielen Angst bekommen, greifen Sie diese auf, indem Sie ihnen die Gelegenheit geben über ihre Ängste in der Dunkelheit zu erzählen und diese in das Spiel mit Licht und Schatten einbinden. Zum Beispiel können die Kinder das Monster, vor dem sie Angst haben, als Figur in das Schattentheater einbringen oder mit mehreren Lichtquellen (z.B. Taschenlampen) die dunklen Kitaräume erkunden und so gemeinsam feststellen, dass sich nirgendwo ein Monster oder Gespenst versteckt. Schattenfiguren:
 
Weitere Anregungen:

  • Schattenportraits: Erzeugen Sie Schatten auf einer weißen Fläche durch eine Lichtquelle und lassen Sie die Kinder die Schattenprofile anderer Kinder umranden. Anschließend kann das abgemalte Profil ausge-schnitten und mit Farben verschönert werden.
  • Schattenfiguren: Lassen Sie die Kinder mit ihren Händen verschiedene Schattenfiguren ausprobieren. Anregungen für das Erzeugen bestimmter Schattenfiguren finden Sie hier.

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Wie Kinder Fernsehen erleben
Erdmännchen vor dem Fernseher

Kinder nehmen Fernsehsendungen ganz anders wahr als Erwachsene. Sie müssen zuerst noch den „Code“ des Fernsehens knacken, um Fernsehen als Ganzes zu verstehen. Sie können z.B. zumeist noch keine komplexen Handlungen als Ganzes erfassen, zwischen Realität und Fiktion unterscheiden oder Fernsehsendungen von der Werbung differenzieren. Daher steht für Kinder beim Fernsehen nicht das Schauen als solches, sondern viel mehr das Erleben einer Sendung im Vordergrund.
Wenn man Kinder beim Fernsehen beobachtet, kann man gut erkennen, dass sie eine Sendung mit ihrem ganzen Körper und der ganzen Bandbreite von Emotionen erleben. Dabei reagieren sie auf lustige, spannende oder bedrohliche Szenen ganz unterschiedlich: Sie lachen laut, zappeln auf dem Sofa herum, spielen oder laufen umher, kreischen oder halten sich die Ohren zu.
So erleben und verarbeiten Kinder unmittelbar das Gesehene. Kinder konzentrieren sich beim Fernsehen vor allem auf einzelne visuelle Details und auditive Reize. Für sie ist z.B. das Aussehen der Fernsehfiguren interessant oder die Stimmung, die durch die Musik vermittelt wird. Auf solche Aspekte reagieren Kinder beim Schauen von Fernsehsendungen – je nach Inhalt mal ängstlich und mal vergnügt.

Humor
Für Vorschulkinder macht vor allem das Aussehen und das Verhalten der Fernsehfiguren die Komik einer Sendung aus. Sie lachen darüber, wenn Figuren Grimassen schneiden, über ihre eigenen Füße stolpern oder seltsame Geräusche von sich geben. Aber auch, wenn eine Fernsehfigur z.B. eine dicke Beule am Kopf hat oder aus anderen Gründen witzig aussieht, können sich Kinder darüber köstlich amüsieren. Zum Beispiel die kurzen Geschichten aus der Knetfiguren-Sendung „Shaun, das Schaf“ finden Kinder witzig. Sie suchen sich dabei oft ein bestimmtes Detail aus und finden dieses dann lustig.

Angst
Neben den visuellen Aspekten hat der Hörsinn für Kinder beim Fernsehen eine zentrale Bedeutung. Deswegen rufen z.B. bedrohliche Musik oder Geräusche bei ihnen Angst hervor. Aber auch visuelle Darstellungen von düsteren Bildern, Leid, Streit oder Krankheit kann ihnen Angst machen.
Wenn Kinder Angst haben, halten sie sich oft erst die Ohren und dann die Augen zu. Es hilft auch, den Ton vom Fernseher herunter zu drehen oder auszumachen – oder den Fernseher ganz auszuschalten. Kinder können aber sogar bei Kindersendungen starke Emotionen wie z.B. Angst zeigen, denn sie verbinden das Gesehene häufig mit ihren Erfahrungen und ihrer eigenen Lebenswelt. Haben sie bereits erlebt, dass ihr Haustier krank war oder gestorben ist, könnten sie auf eine ähnliche Szene im Fernsehen ebenso emotional oder mit Angst vor Verlust reagieren.

Gewalt
Gewaltdarstellungen im Fernsehen empfinden Kinder dann als besonders schlimm, wenn Kinder als Protagonisten von Gewalt betroffen sind und diese von Älteren bzw. Erwachsenen ausgeübt wird. Darüber hinaus ist es für sie besonders schwierig, wenn sie die Konsequenzen von Gewalteinwirkungen sehen wie z.B. Tränen, Blut oder Schmerz.
In einigen Kindersendungen, vor allem in Zeichentrickserien, bleiben diese Konsequenzen aus. Hier verprügeln sich die Figuren, aber Schmerz, Wunden oder Ähnliches sind nicht sichtbar (Tom und Jerry ist dafür ein sehr bekanntes Beispiel). Solche Sendungen empfinden Kinder als weniger schlimm, sogar eher als lustig.
Knüpfen Sie daran an und unterhalten Sie sich mit den Kindern über ihre Lieblingssendungen, aber auch über andere prägende Fernseherlebnisse.

Das Sprechen über Gesehenes hilft Kindern dabei, ihre Fernseheindrücke zu verarbeiten.
Fragen Sie die Kinder daher danach, was ihnen im Fernsehen Angst macht und Freude bereitet. Die folgenden Fragen können Sie als Gesprächsanregungen über Fernseherlebnisse nutzen:

  • Was schaust du gern im Fernsehen?
  • Welche Sendung war für dich spannend? Was war daran spannend?
  • Welche Sendung hat dir Angst gemacht? Was hat dir daran Angst gemacht?
  • Was ist deine Lieblingssendung? Was gefällt dir daran?

Kinder verarbeiten ihre Fernseherlebnisse vor allem im Spiel.
Sie schlüpfen in die Rollen ihrer Fernsehlieblinge und spielen verschiedene Szenen nach. Diese Rollenspiele und Fernseherfahrungen bringen sie auch mit in die Kita und animieren andere Kinder zum Mitspielen.
Sie können die Kinder auch ihre Medienerlebnisse malen lassen. Nutzen Sie dafür die Vorlagen "Das sehe ich gern im Fernsehen" / "Das sehe ich nicht gern".
Knüpfen Sie danach an die gemalten Bilder an und fragen Sie nach.

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Wenn Bilder sprechen könnten

Kinder verarbeiten Erlebnisse und Eindrücke – häufig auch Fernseheindrücke – in ihren Bildern. Zum Beispiel kann es sie noch lange beschäftigen, wenn sie ein brennendes Haus oder einen Krankenwagen mit Blaulicht in den Nachrichten oder auch in einem Film gesehen haben.
Kinder setzen solche realen oder medial vermittelten Themen in ihren künstlerischen Darstellungen um.
Aber auch schöne (mediale) Erlebnisse sind häufig Bestandteil von Kinderzeichnungen. Was genau hinter den Bildern von Kindern steckt, können Sie erfahren, wenn Sie mit Kindern gezielt über ihre Bilder sprechen. Das ist auch dann schon interessant, wenn Sie noch keine genauen Details in ihren Zeichnungen erkennen können.
Durch gezieltes Nachfragen erzählen Kinder Ihnen die Geschichten zu ihren Bildern und lassen so ihre Bilder sprechen.

Kinderzeichnungen verstehen: Malentwicklung von Anfang an

Bei den jüngeren Kindern bis ca. 3 Jahren bestehen die Bilder zumeist aus wilden Kritzeleien. Viele Bilder stellen noch nichts Spezifisches dar. Sie sind lediglich ein Ausdruck der Freude an der Malbewegung und Bilderzeugung.
Die Farbauswahl geschieht spontan und das Kind erkennt auch noch keine Grenzen, wie z.B. den Rand des Papieres. Es malt mit ganzem Körpereinsatz.
Mit fortschreitendem Alter und der Entwicklung der Feinmotorik werden aus diesen Kritzeleien geometrische Formen, die auch etwas darstellen. Den Beginn dieser Phase können Sie vor allem daran erkennen, dass Kinder anfangen, ihre Bilder zu kommentieren.
Mit ca. vier Jahren und mit zunehmend entwickelter Hand-Auge-Koordination beginnen Kinder dann Menschen (Kopffüßler), Tiere und einfache Dinge aus ihrer Umgebung zu malen. Man kann dann schon gut erkennen, was die Bilder darstellen und mit Kindern darüber ins Gespräch kommen.
Mit etwa fünf bis sechs Jahren kann das Kind schon differenzierter verschiedene Situationen malen. Menschen werden klarer gemalt und bestimmte Eigenschaften, wie z.B. dick, dünn, klein, groß, weiblich, männlich, alt und jung sind erkennbar. Die Größenverhältnisse entsprechen aber eher der Wichtigkeit der Elemente und nicht der Realität.

Über selbstgemalte Bilder reden

Durch das Reden über ihre Werke können uns Kinder einen Einblick in ihre Lebens- und Gedankenwelt geben. In ihren Bildern drücken sie ihre eigene Sicht auf die Dinge aus. Eine vorschnelle Interpretation der Bilder aus der Erwachsenen-Perspektive kann mitunter zu Fehldeutungen führen.
Daher lohnt es sich, mit Kindern über ihre Bilder und Zeichnungen zu sprechen. Viele Darstellungen erzählen sogar eine kleine Geschichte, die beim bloßen Betrachten der Zeichnung nicht sichtbar ist. Erst im Gespräch mit dem Kind und durch gezieltes Nachfragen wird die ganze Bedeutung eines Bildes deutlich.

Anregungen zur Gesprächsführung, um Kinder zum Erzählen über ihre Bilder zu animieren:

  • Orientieren Sie sich am Sprachstand der Kinder, aber verwenden Sie keine Verniedlichungen. Die Kinder könnten sich dadurch evtl. nicht ernst genommen fühlen.
  • Akzeptieren Sie die Bilder und Zeichnungen der Kinder, auch wenn sie etwas darstellen, was Ihnen persönlich nicht gefällt.
  • Seien Sie offen für die Geschichten, die hinter den Bildern stecken und animieren Sie die Kinder durch offene Fragen zum Erzählen („Wer ist da zu sehen“? „Erzähl mir mal, was du gemalt hast“). So können Sie die „echte“ Geschichte hinter dem Bild erfahren.
  • Knüpfen Sie an die Erläuterungen der Kinder z.B. durch Wiederholen des Gesagten an und regen Sie die Kinder durch gezieltes Nachfragen zum Erzählen an.
  • Fragen Sie auch nach der Farbauswahl des Bildes. Manchmal (nicht immer) stehen die ausgewählten Farben für etwas Bestimmtes.
  • ABER: Nicht hinter allen Bildern steckt eine Geschichte bzw. nicht über alle Geschichten wollen Kinder reden. Akzeptieren Sie es, wenn ein Kind nicht über sein Bild sprechen möchte.

Vorbilder aus Medien

Auch in den frei gemalten Bildern greifen Kinder mitunter Figuren und Handlungen auf, die sie aus Fernsehen, Videospielen oder Kinderzeitschriften kennen. Fragen Sie nach und sprechen Sie mit den Kindern so über ihre Medienerlebnisse oder -vorlieben. Die Gesprächsmethode können Sie zugleich nutzen, um mit Kindern anhand ihrer Bilder gezielt über ihre Fernseherfahrungen zu sprechen. Bitten Sie die Kinder beispielsweise, jeweils ein Bild über eine Sendung zu malen, die ihnen gefallen bzw. missfallen hat.
Sie können die Kinder aber auch dazu anregen, ein Bild ihres Fernsehlieblings zu gestalten. Hierfür können Sie die Malvorlage zu Medienheldinnen und -helden nutzen. Anregungen dazu, wie Sie anschließend die Fernseherfahrungen der Kinder im Gespräch thematisieren können, können Sie in der Ausgabe des MekoKitaService zu Fernsehhelden nachlesen. Heldinnen und Helden aus Bilderbüchern oder Comics können ebenfalls mit dieser Methode zum Thema gemacht werden.


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Das bin ich und das mache ich gern
Bilderkarten

Kinder erzählen gern von sich und von dem, was sie alles erleben. Sie teilen ihren Mitmenschen vieles von dem mit, was sie bewegt.
Dazu zählen auch Kleinigkeiten, die bei uns Erwachsenen schnell in Vergessenheit geraten, Kindern aber noch lange in Erinnerung bleiben.
Sie erzählen z.B., dass ihr Kuscheltier gewaschen werden musste, Mama sich beim Brötchenschneiden in den Finger geschnitten hat oder was in ihrer Lieblingssendung passiert ist.
Diese Erzählfreude der Kinder können Sie besonders zu Beginn des neuen Kitajahres nutzen, um das Kennenlernen unter den Kindern zu fördern.
Das funktioniert besonders gut, wenn Kinder durch kreative Aktivitäten Gemeinsamkeiten entdecken und in gemeinsamen Gesprächen und Spielen daran anknüpfen können. Als Basis für solche Gespräche eignen sich besonders gut Bilder und Fotos. Nutzen Sie den Steckbrief, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, von ihren Lieblingsbeschäftigungen zu berichten.

In der Mitte des Steckbriefs können die Kinder entweder ein Bild von sich selbst malen oder ein Foto aufkleben.
Um alles Weitere auszufüllen, können die Kinder die Bildkarten ausschneiden und aufkleben. Lassen Sie die Kinder diese durch weitere Bilder oder eigene Zeichnungen ergänzen. Die Kinder bekommen so die Möglichkeit, sich anhand des Steckbriefs darzustellen und von ihren Lieblingsbeschäftigungen zu berichten.
Reflektieren Sie anschließend gemeinsam mit den Kindern und anhand ihres Steckbriefes ihre Gewohnheiten und Vorlieben.

Nutzen Sie dafür z.B. die folgenden Fragen:
Das spiele ich gern drinnen/Das spiele ich gern draußen

  • Was magst du daran besonders gern?
  • Mit wem spielst du das besonders gern?
  • Wie oft spielst du das?

Das gucke ich mir gern an/Das höre ich gern

  • Mit wem guckst/hörst du dir das an?
  • Wann guckst/hörst du dir das an?
  • Was findest du daran besonders toll?
  • Hast du eine Lieblingsfigur im Fernsehen/Hörspiel? Wenn ja, welche?

Hängen Sie die Steckbriefe danach in der Kita oder im Gruppenraum auf.
So können sich die Kinder diese immer wieder anschauen.


Anregung

Lassen Sie die Kinder doch irgendwann mal ihre Fernsehheld/innen malen.
Sie können dafür auch die Malvorlage "Den/Die find ich toll" nutzen. Kommen Sie danach mit den Kindern über ihre Medienlieblinge ins Gespräch und fragen Sie nach, was sie ausmacht und warum sie sie so gern mögen.
Weitere Anregungen und Tipps zur Thematisierung der Fernsehheld/innen der Kinder gibt es in dem MekoKitaService „Helden geben Orientierung“.

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Es gibt viel zu erzählen! Geschichten mit Kindern entwickeln

Kinder haben oft eine ausschweifende Fantasie und wilde Ideen. Sie lernen in der Ferienzeit entfernte Orte, Länder und Kulturen kennen, erleben mit anderen Kindern aus der Nachbarschaft oder der Kita Abenteuer, sind auf Spielplätzen und in der Natur unterwegs oder gucken dann auch mal mehr Fernsehen als sonst. Kinder haben also jede Menge zu berichten. Diese Erlebnisse können in einer gemeinsam entwickelten Geschichte verarbeitet und kreativ zum Ausdruck gebracht werden. Dazu gemalte Bilder können in einer Bildergeschichte zusammengeführt und von den Kindern nacherzählt werden. Dadurch wird einerseits die Erzählfähigkeit der Kinder gefördert und andererseits ein Bestandteil von praktischer Medienarbeit erlernt. Bildergeschichten können auch als Grundlage für die Erstellung eines kindgerechten Drehbuchs oder als Visualisierung und Vorlage zur Vertonung einer Geschichte dienen.

Vorhandenes nutzen

Kinder sprudeln über vor phantastischen Ideen aus denen viele Geschichten entwickelt werden könnten. Um aus diesen Ideen zusammen in der Gruppe eine Geschichte zu erstellen, sammeln Sie zunächst gemeinsam mit den Kindern Vorschläge und Ideen, die Bestandteil der Geschichte sein könnten. Eine gute Geschichte hat einen Anfang, ein oder zwei Hauptfiguren, einen Spannungsbogen und ein möglichst gutes Ende. Insbesondere bei kurzen Geschichten oder bei Hörspielen sollte schnell klar werden, worum es geht. Kinder kennen die Elemente der Geschichten zum Teil schon aus (Bilder-)büchern, Puppentheatern, Hörspielen und Fernsehserien. Folgende Fragen können Ihnen und den Kindern bei der Geschichtenentwicklung helfen:

  • Wo spielt die Geschichte? In der KiTa, Schule, im Wald, unter Wasser, in einer Ritterburg, in der Wüste, ?.?
  • Wer ist die Hauptfigur in der Geschichte? Wie heißt die Figur? Was ist an ihr besonders? Hat sie spezielle Fähigkeiten?
  • Was erlebt die Figur in der Geschichte? Welche Abenteuer muss sie bestehen? (z.B. die Prinzessin befreien, den Schatz finden, zum Mond fliegen, ?)
  • Was muss die Figur tun, um das zu erreichen?
  • Welche Hindernisse muss sie überwinden? Welche Aufgaben erfüllen?
  • Wen trifft die Figur in der Geschichte? Wer ist ihr Widersacher? Wer unterstützt die Figur? Wer ist ihr Freund/ ihre Freundin?
  • Womit beginnt die Geschichte?
  • Wie geht die Geschichte zu Ende?
  • Wie heißt die Geschichte?


Nutzen Sie einen großen Papierbogen, um die Ideen der Kinder festzuhalten. Sie können Verlauf, Namen und Beschreibungen der Figuren und Dialoge notieren, so dass sie später vorgelesen oder gemeinsam vorgetragen werden können. Möglich ist es auch, das in Bildern festzuhalten (siehe dazu „weitere Anregungen“. Es wird nicht einfach sein, alle Ideen in einer Geschichte unterzubringen. Überlegen Sie daher gemeinsam mit den Kindern, welche der genannten Vorschläge zusammenpassen und lassen Sie die Kinder aus den einzelnen Elementen eine eigene Geschichte erfinden. Geben Sie den Kindern dabei genug Raum und Möglichkeiten zur Entwicklung der Geschichte – auch wenn es nicht immer logisch ist. Es können die verrücktesten Storys entstehen. Dies fördert nicht nur die Fantasie der Kinder, sondern gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Erlebnisse in der Kita und Familie zu verarbeiten.

Sie können die Geschichte den Kindern vorlesen. Aktives Zuhören hilft den Kindern, die Geschichte zu verinnerlichen und unterstützt sie bei der Sprachförderung. Gleiches gilt für gemeinsames Spielen der Geschichte mit verteilten Rollen.

Weitere Anregungen

Regen Sie die Kinder an, Bilder zu ihrer Geschichte zu malen. Bei älteren Kindern können Sie vorab mit den Kindern festlegen, wer welche Szene malt. Besprechen Sie die Bilder danach mit den Kindern und bringen Sie die Bilder in eine Reihenfolge.

  • Was geschieht auf den Bildern?
  • Welche Kleidung trägt der Held?
  • Welches Bild ist der Spannungspunkt?
  • Welches Bild ist das Ende der Geschichte? Wie heißt die Geschichte?


Auch wenn Sie am Anfang festgelegt haben, welches Kind welche Szene malt, kann es sein, dass Szenen doppelt sind oder komplett fehlen. Lassen Sie gemeinsam mit den Kindern eine neue oder leicht veränderte Geschichte entstehen.

Hängen Sie die Bilder in den Gruppenraum oder laminieren Sie diese ein und machen daraus ein Bilderbuch für die Gruppe. Die Kinder können sich ihre Geschichte dann immer wieder anschauen, nacherzählen oder den Eltern präsentieren. Durch dieses kreative Vorgehen zum Erzählen einer Geschichte wird auch die Erzählfähigkeit der Kinder gefördert.

Präsentieren Sie die Bildergeschichte den Eltern in digitaler Form. Dafür einfach die Bilder einscannen oder abfotografieren bzw. von den Kindern fotografieren lassen und der Reihe nach z.B. in einer Powerpoint-Präsentation oder eine Diashow vorführen. Ebenso können zu den Bildern Geräusche entwickelt und Dialoge aufgenommen werden. Wie Sie Geräusche mit Kindern aufnehmen oder eine Geschichte vertonen, lesen Sie unter „Medien aktiv“.

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Die Welt zu Gast in der Kita

Wahrscheinlich werden die Kinder aus Ihrer Einrichtung zum ersten Mal eine Fußball-WM bewusst wahrnehmen und miterleben. Einen ganzen Monat lang wird sich alles um sie herum um Fußball drehen. Dabei spielen Mannschaften aus allen Kontinenten mit. Für Kinder können neben dem Sport auch weitere Fragen interessant sein: Wo liegt das Austragungsland Brasilien? Wie weit ist es von Deutschland entfernt? Wie leben die Menschen/Kinder in Brasilien? Was ist ein Regenwald und welche Lebewesen gibt es dort? Welche Länder nehmen an der WM teil und wie leben die Menschen in diesen Ländern? Wer hat selbst Verwandte in WM-Ländern? Welche Sprachen werden gesprochen? Nehmen Sie die Fußball-WM daher als Anlass, um zusammen mit den Kindern einen Blick nach Brasilien sowie auf andere Länder zu werfen und zugleich das Fernsehverhalten der Kinder zu reflektieren.

 

Fernsehgewohnheiten reflektieren

Reflektieren Sie gemeinsam mit den Kindern generelle Fernsehgewohnheiten.


Fragen Sie die Kinder z.B.:

  • Was guckst Du im Fernsehen?
  • Welches ist Deine Lieblingssendung/Deine Lieblingsfigur?
  • Wann guckst Du Fernsehen?
  • Mit wem schaust Du Fernsehen?
  • Was gucken Mama und Papa gerne im Fernsehen?

 

Lassen Sie die Kinder ihre Lieblingssendungen oder Lieblingsfiguren aus dem Fernsehen malen. Sie können dazu auch diese Malvorlage nutzen.

Beziehen Sie die Fragen aus aktuellem Anlass auch auf Fußball-Übertragungen im Fernsehen:

  • Hast Du schon mal ein Fußballspiel im Fernsehen geschaut?
  • Mit wem hast Du das Fußballspiel geschaut?
  • Was war daran spannend?
  • Was war daran langweilig?
  • Was machst du, wenn das Spiel läuft, gern nebenbei?
  • Wer aus Deiner Familie schaut gerne Fußball im Fernsehen?
  • Wer ist Dein/e Lieblingssportler/in?

 

Die Welt zu Gast in der Kita

Die Fußball-WM lädt dazu ein, sich in der Kita mit anderen Ländern und Kulturen zu beschäftigen. Dies können die Teilnehmerländer der WM sein oder die verschiedenen Kulturen, die die Kinder der eigenen Kita durch ihre individuellen Herkunftsgeschichten, Erfahrungen oder Familien mitbringen. Auf einer großen Weltkarte können Sie sich mit den Kindern anschauen, wo die einzelnen Länder liegen und markieren, wo die Kinder der Kita oder deren Eltern, Großeltern geboren wurden. Nutzen Sie die Möglichkeit, um die Kinder von ihren Herkunftsländern oder denen ihrer Eltern und Großeltern berichten zu lassen. Fragen Sie die Kinder z.B. welche Sprachen sie verstehen und/oder sprechen können, welche besonderen Tiere, Pflanzen oder Speisen es dort gibt. Begrüßungen wie „Guten Morgen“ können in unterschiedlichen Sprachen ausgetauscht werden und beim Morgenkreis wiederholt werden.

Suchen Sie sich mit den Kindern ein Land aus, das sie gemeinsam näher kennenlernen wollen. Fragen Sie die Kinder, was sie über das Land bereits wissen und sammeln Sie anschließend Fragen über das Land, die Sie gemeinsam mit den Kindern recherchieren können.

 

Die folgenden Fragen können Sie als Anregung für die Recherche nutzen:

  • Wie sieht die Landesflagge in dem Land aus?
  • Welche Tiere leben dort?
  • Welche Besonderheiten/Sehenswürdigkeiten gibt es dort?
  • Welche Sprache(n) werden in diesem Land gesprochen?
  • Gibt es typische Kleidungsstücke und wie sehen diese aus?
  • Was essen die Leute dort gerne?
  • Was und womit spielen die Kinder?
  • Welche Musikinstrumente sind für dieses Land typisch?
  • Wie hört sich die Nationalhymne an?
  • Wie sieht typischer Schmuck in diesem Land aus?

Nutzen Sie für die Recherche Bücher (z.B. aus der Bibliothek) oder informieren Sie sich gemeinsam mit den Kindern im Internet. Die Kinder können dazu Bilder malen, Fotos machen, die Nationalhymne nachsingen (und aufnehmen), ein gemeinsames Essen vorbereiten, Schmuck basteln oder Kinderlieder des Landes singen. Eventuell können sie auch Bildmaterial (Zeitschriften/Internet) von zu Hause mitbringen. Stellen Sie die Produkte und Ergebnisse im Gruppenraum aus und lassen Sie die Kultur des Landes so im Gruppenraum präsent werden.

 

Tipp

Laden Sie die Eltern zu einem gemeinsamen interkulturellen Nachmittag ein und präsentieren Sie hier die Ergebnisse. Sie können die Eltern auch bitten, Essen, Getränke und Musik aus ihrem Herkunftsland mitzubringen.

 

Weitere Anregungen

  • An einem Spiele- und Sportnachmittag können alle Gruppen in einer eigenen Kita-WM gegeneinander antreten. Jede Gruppe vertritt dabei das zuvor recherchierte Land und sammelt an verschiedenen Stationen (z.B. Dosenwerfen, Torschießen, Balancieren, Slalomlauf etc.) Punkte.
  • Typische Speisen und Getränke aus den zuvor recherchierten Ländern können an einem internationalen Kochtag gemeinsam nachgekocht und ausprobiert werden. Anschließend können alle Gruppen ihre Ergebnisse in Form eines Buffets präsentieren und gemeinsam verkosten.
  • Eine Collage oder selbstgemalte Bilder der brasilianischen Tier- und Pflanzenwelt schmücken die Wände der Kita.

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Experimentieren mit der Fotokamera

Das Erkunden mit der Fotokamera fördert bei Kindern Entdeckerfreude und Kreativität und schult zudem die Wahrnehmung und das Bewusstsein für die Umgebung. Durch Fotos zeigen Kinder ihre Sicht von der Welt und was für sie in dem Moment wichtig ist.

Die digitale Fotografie bietet Kindern außerdem einen einfachen Zugang zur aktiven und kreativen Medienarbeit und hat den Vorteil, dass die Ergebnisse sofort sichtbar sind. Die einfache und fast intuitive Bedienung von Digitalkameras und die sofortige Darstellung des Bildes auf dem LCD-Display der Kamera sorgen bei Kindern für Spaß und Freude am Fotografieren. Das weitgehend selbstständige Experimentieren mit der Kamera, z.B. das Verändern der Einstellungsgrößen und -perspektiven bietet Kindern die Möglichkeit, die Gestaltungsmittel der Fotografie kennenzulernen und anzuwenden.

Obwohl Fotografieren in vielen Familien zur Gewohnheit geworden ist, kann es sein, dass nicht alle Kinder schon selbst fotografiert haben. Regen Sie die Kinder daher an, es selbstständig auszuprobieren.

Ein Großteil der Kinder aus Ihrer Einrichtung wird bestimmt schon einmal selbst fotografiert haben, denn das Fotografieren mit Digitalkameras und Smartphones und teilweise auch mit Tablets ist in vielen Familien fast alltägliche Praxis. Doch es kann sein, dass einige Kinder kaum Erfahrungen mitbringen.

Regen Sie die Kinder daher als Einstieg in die Fotoarbeit an, sich über das Fotografieren generell und innerhalb ihrer Familie Gedanken zu machen.

Nutzen Sie dafür z.B. die folgenden Fragen:

  • Womit kann man fotografieren?
  • Wer wurde schon mal fotografiert?
  • Wer hat schon mal selbst fotografiert und womit?
  • Wer fotografiert in der Familie?
  • Zu welchen Gelegenheiten wird in der Familie fotografiert?
  • Wie und womit werden Fotos angeschaut?

Als Einstieg zur Fotografie und um alle Kinder auf einen Stand zu bringen, können Sie folgende spielerischen Übungen mit den Kindern machen:

 

Sitzkreis und gegenseitiges Fotografieren

Besprechen Sie gemeinsam mit den Kindern die Funktionen der Kamera und lassen Sie die Kinder nacheinander ausprobieren:

  • Wo geht die Kamera an?
  • Wie kann ich auslösen?
  • Wie kann ich mir die Fotos anschauen?
  • Wo werden die Bilder gespeichert? (Tipp: Sie können sich auch eine analoge Kamera zum Vergleich anschauen)
  • Wo kann ich „schlechte“ Bilder wieder löschen?
  • Wie kann ich den Blitz an- und ausschalten?
  • Wie kann ich etwas Kleines ganz groß aufnehmen (Makro-Aufnahme)?
  • Wo kann ich zoomen? Und was macht das dann?

Lassen Sie die Kamera von Kind zu Kind wandern, so dass jedes Kind seine Nachbar/in oder noch besser ein gegenübersitzendes Kind fotografieren kann. Hilfreich ist ein Kameraband, welches das Kind am Handgelenk befestigt, so dass die Kamera nicht herunter fallen kann.

 

Der „lebendige“ Fotoapparat                                  

Die Kinder einigen sich zu zweit darauf, wer zuerst die Rolle der Fotokamera bzw. des Fotografen übernimmt. Das Kind, das zuerst die Kamera spielt, schließt die Augen und lässt sich vom Fotografen „bedienen“. Der Fotograf wählt ein Motiv aus, positioniert das andere Kind an der passenden Stelle und betätigt den Auslöser, indem er ihm auf die Schulter tippt. Das andere Kind öffnet dann für einige Sekunden seine Augen und prägt sich das Motiv ein. Anschließend werden die Rollen getauscht und die „fotografierten Bilder“ besprochen. Die Übung eignet sich auch zur Spracharbeit indem Gesehenes in Worte gefasst wird.

 

Bilder nachstellen

Die Kinder erhalten Bilder mit Menschen oder Figuren, die sie nachstellen sollen. Hier können z.B. Cover von (Bilder-)Büchern oder Plakate/Bilder von Lieblingshelden/-Fernsehfiguren genommen werden oder weitere Fotos, Postkarten o. Ä. Vor dem Nachstellen wird festgelegt, welches Kind welche Rolle übernimmt. Ein Kind positioniert die Kinder vor der Kamera so, wie es auf dem Original zu sehen ist. Dieses Kind kann auch der Fotograf sein, der dann mit der richtigen Kameraposition das Foto macht. Anschließend wird gemeinsam das Original mit dem nachgestellten Foto verglichen und gegebenenfalls optimiert. Mit Kostümen und Requisiten kann das Spiel ausgeweitet werden. Bei der Auswahl der Bilder kann darauf geachtet werden, dass mehrere Personen zu sehen sind. Dadurch können sich mehr Kinder an der Aufgabe beteiligen.  

 

„Experimentieren mit der Kamera“: Perspektiven und Einstellungsgrößen

Basteln einer eigenen Pappkamera
Mit Hilfe einer selbstgestalteten Pappkamera können Kinder zunächst spielerisch mit der ausschnitthaften Betrachtung ihrer Umgebung experimentieren. Dazu basteln die Kinder aus Pappröhren (Toilettenpapierrollen) ihr eigenes „Kameraobjektiv“. Angemalt und versehen mit Perlen, Steinchen oder ähnlichem werden sie zu individuellen Objekten, die die Kinder mit nach Hause nehmen können. Als Vorübung kann diese „Kamera“ auch dazu genutzt werden, um Gestaltungsmöglichkeiten von Fotos und Bildern mit den Kindern zu besprechen. Dazu soll Ihnen auch das entwickelte Material Fotopraxis 1 (Mit Einstellungsgrößen und Ausschnitten experimentieren) und Fotopraxis 2 (Mit Perspektiven experimentieren) Anregungen geben, mit den Kindern zu Perspektiven und Einstellungsgrößen zu arbeiten.

 

Weitere Anregungen, um sich mit Perspektiven zu beschäftigen:

  • Wie wirkt der Gegenstand/ das Kind aus der Froschperspektive?
  • Wie wirkt der Gegenstand/ das Kind aus der Vogelperspektive?

Lassen Sie die Kinder viel ausprobieren, z.B. die Rutsche/das Klettergerüst aus verschiedenen Perspektiven und von verschiedenen Seiten fotografieren oder von der Rutsche/dem Klettergerüst oben herunter fotografieren oder unter der Rutsche/Klettergerüst nach oben fotografieren. Bedenken Sie, dass die Normalsicht der Kinder viel niedriger als bei Erwachsenen ist.

 

Weitere Anregungen, um sich mit Einstellungen zu beschäftigen:

Lassen Sie die Kinder z.B. ein Bild vom ganzen Spielplatz machen und danach ein Bild von nur einem Spielplatzgerät. Sie können auch hier die Makrofunktion nutzen und Detailaufnahmen machen. Nutzen Sie dazu das Material „Wir gestalten ein Fotorätsel“.

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Mein Hör-Tagebuch: Ich höre was, was Du nicht hörst?
Geräuschekarten

Geräusche, Stimmen und Töne begleiten den Alltag der Kinder. Dennoch müssen Kinder erst lernen mit ihrem Gehör umzugehen. Zu bestimmen, aus welcher Richtung ein Ton kommt oder auch das Filtern von Alltagsgeräuschen fällt ihnen noch schwer.

Eine bewusste Auseinandersetzung mit Geräuschen im Kindesalter schult die Hörfähigkeit. Nutzen Sie die Bildkarten, um gemeinsam mit den Kindern ein Hör-Tagebuch zu erstellen. Finden Sie zusammen mit den Kindern heraus, welche medialen und non-medialen Geräusche, Gespräche und Musik sie am vergangenen Tag zu welcher Tageszeit und an welchem Ort gehört haben. Wann z.B. lief das Radio/der Fernseher, wann wurde in der Küche mit Besteck geklappert oder wann hat Mamas oder Papas Handy geklingelt? Reflektieren Sie gemeinsam mit den Kindern auch, welche Geräusche sie als schön oder störend empfunden haben.

Die Bildkarten geben Anregungen, um mit Kindern über Geräusche zu sprechen, sich Geräusche aus dem Alltag bewusst zu machen und Geräusche nachzumachen. Lassen Sie die Kinder die Bilder ausschneiden und in das Hör-Tagebuch kleben. Wenn Sie die Vorlage auf Plakatgröße ausdrucken, können Sie das Hör-Tagebuch mit der ganzen Gruppe erarbeiten. Wahlweise können Sie den Aufbau der Vorlage auch für die eigene Erstellung von Plakaten oder Pinnwänden nutzen.

 

Lassen sie dabei die Kinder berichten:

  • Das höre ich drinnen...
  • Das höre ich draußen...
  • Das Geräusch kommt von/aus...
  • Das Geräusch ist schön...
  • Das Geräusch finde ich doof...
  • Das höre ich morgens/abends...
  • Musik und Hörspiele höre ich am liebsten....
  • ....

 

Lassen Sie die Kinder die Geräusche nachmachen:

  • Wie hört sich der Staubsauger an?
  • Wie klingt es, wenn ihr euch die Zähne putzt?
  • Wie klingt das Telefon zu Hause?
  • Wie klingt Mamas/Papas Handy?
  • Welche Geräusche machen eure Tiere?
  • Wie klingt es, wenn ihr morgens geweckt werdet?
  • Was ist euer Lieblingslied? (Regen Sie die Kinder an zu singen)
  • Was hört ihr, wenn das Fenster geöffnet wird?
  • ....

 

Sie können auch das Bild „Medien bei uns zu Hause“ nutzen und mit den Kindern zusammen die Geräusche der einzelnen Räume in dem Haus durchgehen.
Fragen Sie die Kinder, welche medialen und non-medialen Geräusche sie zu Hause in welchem Zimmer hören. So können sie auch gemeinsam reflektieren zu welchen Tageszeiten z.B. der Fernseher im Wohnzimmer „Geräusche macht“, Musik gehört wird oder den Kindern vorgelesen wird. Dabei ist es auch interessant zu erfahren, welche Fernsehsendungen, CDs oder Bücher sie dabei gehört haben.
Fragen Sie nach Lieblingshörspielen, Lieblingssendungen, Lieblingsliedern. Evtl. veranstalten Sie auch einen Nachmittag, an dem die Kinder diese Lieblingslieder und -hörspiele mitbringen und gemeinsam anhören dürfen.

 

Einstiegsübungen zum Hören

Zum Einstieg in die Arbeit mit dem Hör-Tagebuch eignen sich z.B. die folgenden Aufwärmspiele, bei denen sich die Kinder auf das Hören konzentrieren müssen:

  • Blindenführer
    Jeweils zwei Kinder bilden ein Team und einem Kind werden die Augen mit einem Schal oder einem Tuch verbunden. Das sehende Kind ist dann der Blindenführer und führt das Kind mit den verbundenen Augen durch den Raum oder durch das Gelände. Der Blindenführer ist auch dafür verantwortlich, dass das andere Kind nicht irgendwo anstößt. Da das Spiel hohe Konzentrationsfähigkeit – bei beiden Kindern – erfordert, sollten nach ca. zwei Minuten die Rollen getauscht werden.

  • Wecker verstecken
    Aus der Gruppe wird ein Kind ausgewählt, das den Raum verlässt. In der Zeit wird ein Wecker oder ein anderer klingender Gegenstand (z.B. Eieruhr) versteckt. Das Kind wird in den Raum geholt und muss anhand der Geräusche den Wecker finden. Dieses Spiel eignet sich besonders, um die Hörfähigkeit von Kindern zu trainieren, da sie die Richtung, aus der ein Geräusch kommt, noch nicht so gut bestimmen können.

  • Basteltipp: Geräusche-Memory
    Ein Geräusche-Memory kann von den Kindern ganz einfach selber gebastelt werden. Sie befüllen  Behälter (z.B. Überraschungsei-Kapseln oder Kaffeedosen) mit Materialien wie beispielsweise Kieselsteine, Sand, Reis oder auch einzelnen Gegenständen wie z.B. eine Nuss oder eine Murmel. Zwei Dosen werden mit den gleichen Materialien gefüllt, sodass es wie im klassischen Memory-Spiel mehrere Pärchen gibt. Die zusammengehörenden Dosen sollten am Dosenboden markiert werden, sodass die Pärchen auch ohne Öffnen der Dosen überprüft werden können. Zum Spielen werden die fertigen Dosen gemischt aufgestellt und die Kinder müssen die Dosenpaare durch Schütteln und genaues Hinhören herausfinden.

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„Den/die find ich toll!“
Malvorlage Helden

Lassen Sie auf der beigefügten Malvorlage mit dem Lemur die Kinder ihre Lieblingsfiguren malen und/oder was sie sonst gern im Fernsehen sehen. Sprechen Sie mit den Kindern über diese Bilder, lassen Sie sich erklären, was sie gemalt haben und was ihnen daran so gut gefällt.

Kinder im Kita-Alter lernen erst nach und nach zu begründen, warum ihnen etwas gut gefällt, daher äußern sie sich oftmals noch etwas unklar. Doch gerade durch Gespräche, z.B. darüber, welche Medienfigur ihnen besonders gut gefällt und welche sie nicht so mögen, werden sie dazu angeregt, sich umfassender zu äußern. 

 

Mit Kindern über Heldinnen und Helden sprechen

Seien Sie offen für die Erzählungen der Kinder, auch wenn Ihnen persönlich
die Helden mal nicht zusagen. Stellen Sie offene Fragen, die die Kinder zum Erzählen anregen und keine Fragen, die die Antworten schon vorgeben. Durch das Interesse fühlen sich die Kinder ernst genommen und geben Ihnen mit den eigenen Erklärungen zum Bild einen Einblick in ihre Lebenswelt.



Anregungen / Fragen:

Sinnvoll ist es, sogenannte „W-Fragen“ zu nutzen („Wieso, weshalb, warum?“). Sie führen zu etwas ausführlicheren Antworten und Beschreibungen.

  • Was gefällt Dir an Spiderman, Spongebob, Biene Maja oder Yakari (Heldenname des Kindes nennen) besonders gut?
  • Was kann sie/er besonders gut?
  • Was hat sie/er denn schon mal Lustiges gemacht?
  • Woher kennst du die/den? Schaust Du Dir die Sendung zu Hause an?

Regen Sie die Kinder an, Ihre Medienhelden zu beschreiben. Sie können
den Kindern dazu auch Adjektive vorgeben und/oder diese Eigenschaften zusammen mit den Kindern spielend erarbeiten.



Mein Medienheld ist:

stark, kräftig, schön/hübsch, fleißig, schnell, schlau/klug/intelligent, selbstbewusst, freundlich/nett, beliebt, lustig/witzig, sportlich, mutig, cool, liebenswert, gerecht, glücklich, neugierig...
 


Mein Medienheld kann:

fliegen, sich verwandeln, zaubern, hexen, Abenteuer erleben, sich gegen andere wehren, andere retten...


 
Mein Medienheld hat:

Superkräfte/Zauberkräfte, Freunde/einen besten Freund, Familie, Geschwister, besondere Anziehsachen, Spielsachen, ein Haustier, Muskeln, eine besondere Wohnung, und zwar...

 

Weitere Anregungen: 

  • Bilderausstellung mit den gemalten Heldinnen und Helden
  • Heldenscharade spielen (Kinder spielen Helden vor, die anderen raten)
  • Titelmelodien von Kinder-Serien raten
  • „Wer bin ich“ – Heldenquiz

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Medien bei uns zu Hause
Medien bei uns zu Hause

Medien gehören heute zum Alltag von Kindern. Doch womit beschäftigen sie sich zu Hause besonders gern? Was gefällt ihnen gut, was nicht so gut? Das  Bildmaterial „Medien bei uns zu Hause“ können Sie in der Kita nutzen, um ein Gespräch über die medialen Beschäftigungen und Vorlieben der Kinder anzuregen. Außerdem eignet es sich auch zur Entwicklung des Wortschatzes rund um Medien (über Medien sprechen, Begriffe und Verben kennen lernen).

 

Gesprächsanregungen/Fragen zum Bild „Medien bei uns zu Hause“

Regen Sie die Kinder an, reihum einzelne Szenen/Räume zu betrachten und mit eigenen Worten (evtl. mit Unterstützung) zu beschreiben:

  • Was ist auf dem Bild zu sehen?
  • Womit beschäftigen sich die Kinder/Familien? 
  • Was passiert im Wohnzimmer/in der Küche etc.?

Kreativ weiterdenken/Fantasie anregen

  • Welche Musik könnte der Junge wohl hören?
  • Was fotografiert das Mädchen?

Bewerten/eigene Erfahrung anknüpfen

Bringen Sie die Erfahrungen, Einschätzungen und Lebenswelten der Kinder ins Gespräch:

  • Was gefällt dir am besten (oder auch „euch“, je nach Gruppen und Ansprachesituation)?
  • Womit beschäftigst du dich gern?
  • Was magst du nicht so gern?
  • Was ist auf den Bildern wie bei dir zu Hause? 
  • Was ist ganz anders?
  • Welches ist dein Lieblingszimmer auf dem Bild (und warum)?

Alternativen beschreiben/Lieblingsmedien (-beschäftigungen) mitteilen

Fragen Sie die Kinder nach Lieblingsbeschäftigungen und -medien. So eröffnet sich ihnen eine Vielfalt anderer Aktivitäten. Für Elterngespräche, Teamsitzungen kann es sinnvoll sein, die Antworten kurz zu notieren, um dann später darauf zurückgreifen zu können.

  • Womit spielst du zu Hause oder auch draußen gern?
  • Mit wem spielst du gern welches Spiel?
  • Welches Spiel(-gerät) magst du?
  • Was bastelst du gern?
  • Welche Sendung schaust du sehr gern mit den Eltern an?
  • Welches Buch schaust du dir gern mit der Mutter, dem Vater an?
  • Was lässt du dir gern vorlesen?
  • Welches Computerspiel/Videospiel, welche App gefällt dir besonders gut?

Kreativ gestalten

Regen Sie die Kinder an zu malen oder eine Collage zu gestalten:

  • Meine Lieblingssendung/meine Lieblingsfigur
  • Was ich gern zu Hause mache

Spieltipp: 

Medien-Scharade: 

Ein Kind flüstert einem anderen eine Medientätigkeit zu (z. B. „Ein Hörbuch hören“). Das Kind spielt es vor und wer es erraten hat, darf als nächstes spielen. Möglich ist auch, die Papiervorlage „Medien bei uns zu Hause“ in einzelne Zimmer zu zerteilen, die Zettel an einzelne Kinder zu verteilen und die Szene nachspielen und erraten zu lassen.

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